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Walt Disney's wunderbare und mitreißende neue Zeichentrick-Komödie Lilo & Stitch kombiniert witzige und außergewöhnliche Figuren, eine fantasievolle und extravagante Geschichte und farbenprächtige Zeichentechnik (unter anderem den größten Einsatz von wassergefärbten Hintergründen seit über 60 Jahren), um die mitreißende Geschichte eines kleinen Mädchens, das eine außergewöhnliche Begegnung mit einem Außerirdischen hat. Lilo ist ein einsames hawaiianisches Mädchen, das Stitch, ein etwas anderes "Hündchen" adoptiert.
Das Ruder von Lilo & Stitch, von der Entwicklung bis hin zur Produktion, übernahmen die Autoren und Regisseure Chris Sanders & Dean DeBlois. Sanders ist ein vielfach talentierter Künstler, der seit 1987 bei Walt Disney Feature Animation arbeitet und vorher die Storyboards von Schlüsselsequenzen des Klassikers "Die Schöne und das Biest" (1991) gezeichnet hat. Außerdem war er Produktionsdesigner von Der König der Löwen und der Leiter der Storyentwickling bei Mulan. Sanders hatte auch die Originalidee zu Lilo & Stitch. DeBlois, der vorher zusammen mit Sanders an der Story von Mulan gearbeitet hatte, brachte seine eigenen Ideen und Layout-Expertisen in das Projekt ein. Sanders und DeBlois entschieden sich, ihr eigenes Drehbuch in Storyboards zu fassen, anstatt - wie eigentlich üblich - diese Aufgabe einem Story-Team zu überlassen. Auf diese Art stellten die beiden Filmemacher sicher, dass ihre Visionen für das Projekt konstant erhalten blieben und den Animatoren und dem kreativen Team in jeder Phase der Produktion eine klare Richtung wiesen.
Der Produzent von Lilo & Stitch war Clark Spencer, seit zwölf Jahren ein Disney-Veteran, der in die Planungs- und Finanzierungsabteilung des Studios kam und zuletzt den Posten des Senior Vice President und des General Manager von Walt Disney Feature Animation Florida einnahm. Lisa Poole übernahm die Funktion der Co-Produzentin, der künstlerische Koordinator Jeff Dutton brachte seine kreativen und kaufmännischen Fähigkeiten ein, um die Ressourcen der Produktion auszuschöpfen und für die Leinwand die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
Thomas Schumacher, der Präsident von Walt Disney Feature Animation, gibt zu Protokoll: "Wir sind auf Lilo & Stitch ebenso stolz wie auf jeden anderen Film, den wir je produziert haben. Es ist eine komplett einzigartige Geschichte, die unglaublich komisch, emotional mitreißend und durchgehend bezaubernd ist. Chris und Dean haben einen wundervollen, unterhaltsamen Film geschaffen und ihren Enthusiasmus und ihre Visionen auf das gesamte Team unseres Studios in Florida übertragen. Das künstlerische und zeichnerische Niveau ist fantastisch, und die handgezeichneten Animationen von Andreas Deja, Alex Kupershmidt und den anderen ist ein großartiges Zeugnis ihrer Kunstform. Die üppigen, mit Wasserfarben gezeichneten Hintergründe entwerfen ein stilisiertes Bild von Hawaii, das wunderschön anzusehen ist und die Einzigartigkeit dieses großartigen Mediums unterstreicht."
Der Schlüssel für den emotionalen Zugang und den Charme des Films sind erstklassige Synchronsprecher. Shir Hommelsheim, gerade mal zehn Jahre alt, spricht die Hauptrolle der Lilo. Die "No Angels"-Sängerin Vanessa Petruo beeindruckt in ihrer Sprechrolle als Lilos große Schwester Nani, Tilo Schmitz leiht dem mysteriösen Sozialarbeiter Cobra Bobo seine Stimme, Roland Hemmo dem bösen Genie Jamba. Der Schauspieler, Synchronsprecher und -Regisseur Oliver Rohrbeck übernahm den Part des Erde-Experten Pliiklii, Timmo Niesner den von Nanis Schwarm und Surfpartner David. Die Präsidentin des Hohen Rates wird von der Theater-, Fernseh- und Kinoschauspielerin Katharina Thalbach gesprochen.
Lilo & Stitch ist der zweite Film, der in den Animationsstudios von Disney in Florida produziert wurde. Alle Aspekte der Produktion - außer den digitalen Zeichungen, die mit dem Oscar®-ausgezeichneten CAPS-System angefertigt wurden - überwachte ein Team aus 300 Künstlern, Animatoren und Technikern in Walt Disney Feature Animation Florida.
Hilfe bei der Realisation ihrer künstlerischen Visionen erhielten die Regisseure von dem Produktionsdesigner Paul Felix, dem Art Director Ric Sluiter und dem Leiter der Hintergrundabteilung Bob Stanton. Die Originalzeichnungen von Sanders erforderten einen Zugang mit Wasserfarben, und Sluiter erkannte bereits früh, dass der lockere Stil dieses Mediums am besten die üppige organische, überwucherte und leuchtende Anmutung der Insel wiedergab.
Bei der Zusammenarbeit experimentierte das künstlerische Team mit Wasserfarben und entdeckte neue Wege, sie für diesen Film praktikabel und effektiv einzusetzen. Das Medium der Wasserfarben war bereits in den frühen Tagen von Disney ein beliebtes Stilmittel, das unter anderem in "Schneewittchen und die Sieben Zwerge (1937), "Pinocchio" (1940), "Bambi" (1942) und "Dumbo" (1941) zum Einsatz kam. Hier aber entschieden sich die Zeichner, öligere Gouache zu benutzen. In Lilo & Stitch entdeckte das Hintergund-Team diese für die Animationskunst praktisch verlorene Methode neu und setzte sie in neuer und aufregender Weise ein.
Unter den Künstlerischen Leitern des Films waren Arden Chan (Layout), Joe Gilland (Visuelle Effekte), Eric Guaglione (Computeranimation) und Philip Boyd und Christine Lawrence-Finney, die die Reinzeichnung überwachten. Gilland und Guaglione fanden einen Weg, unauffällig eine Vielzahl von hochmodernen computergenerierten Elementen und Effekten in die zweidimensionale Wasserfarbenwelt von Lilo & Stitch einzubauen. Das Digital Production and Effects-Team in Florida modellierte und animierte Objekte wie Raumschiffe, Surfbretter, Zuckerrohr-LKWs und das imposante Mutterschiff, das zu Beginn des Films zu sehen ist. Das Effects-Team konstruierte auch einige exzellente Unterwasser-Tricks und schaffte es, dem Publikum etwas zu präsentieren, das es in keinem Live-Action-Film sehen wird: das Innere einer brechenden Welle. Zu den weiteren spektakulären Effekten des Films gehören ein Lavastrom, Explosionen und die Streifen, die Stitchs gestohlener Weltraumkreuzer hinterlässt, als er in den Hyperraum eintritt und durch das Raum-Zeit-Kontinuum rast.
Da der Film vor dem gewaltigen, farbenprächtigen Hintergrund von Hawaii spielt, unternahmen die Filmemacher und eine Gruppe von künstlerischen Leitern einen Ausflug, um die Schönheit und die unbeschreiblichen tropischen Landschaften dieses Inselparadieses zu besichtigen. Sanders, DeBlois, Art Director Sluiter, Hintergrund-Leiter Stanton, Animator Andreas Deja und einige andere packten ihre Kameras, Pinsel und Zeichenblöcke ein und fuhren nach Hawaii, um dort zwei Wochen lang die Landschaft zu studieren. Hauptsächlich waren sie auf der Insel Kauai, wo das Team schnorchelte, tauchte, surfte und Orte wie Hanalei, Hanapepe, die Napali-Küste, Princeville und Ke'e Beach besuchte. Man verbrachte Tage am Strand und in Nationalparks und beobachtete das Blattwerk, die Vegetation, Lavagestein, den orangefarbenen Sand, die türkisfarbene See, die zinnoberroten Berge und die unglaublichen Sonnenuntergänge. Deja besuchte eine hawaiianische Schule und studierte die Sprache und die Kultur der Insel.
Das wahrscheinlich wichtigste, was die Filmemacher von diesem Ausflug mit nach Hause nahmen, war das Konzept von 'Ohana - der Sinn für Familie und Einheit, den sich die einheimischen Bewohner teilen. Sanders erinnert sich: "Wir hatten schon von 'Ohana gehört, als wir nach Hawaii fuhren, aber wir hatten keine Ahnung von der Tiefe dieses Konzepts, bis wir es selbst erfahren haben. Wo immer wir waren, schwebte ein Geist von Gemeinschaft und Familie über uns, der den herkömmlichen Begriff von Familie viel weiter fasst.
Jeder war unglaublich freundlich, und das ist unserer Meinung nach ein Teil der einheimischen Mentalität. Für unsere Geschichte brauchten wir einen Grund, warum sich Stitch vom Bösewicht zum Guten wandelt, und wir dachten darüber nach, dass auch er von 'Ohana fasziniert sein könnte. Das war eine große Offenbarung für uns, die jeden Aspekt des Films beeinflusste. Wir begannen, Stitch als ultimativen Waisen zu sehen, und wenn Lilo ihm die Idee einer umfassenden Familie nahe bringt, greift er sie auf eine sehr extreme Weise auf. Diese Entscheidung, dass die Geschichte auf Hawaii spielen sollte, bestimmte das Schicksal des ganzen Films, und 'Ohana wartete nur darauf, dass wir es entdecken und integrieren."
Neben den charakteristischen Wasserfarben-Hintergründen hat Lilo & Stitch einen ganz eigenen Look und Stil. Von den Figuren-Designs bis hin zu den Requisiten, die in jeder Szene zum Einsatz kamen, war das komplette Film-Design von dem einzigartigen künstlerischen Zugang des Regisseurs Chris Sanders inspiriert. DeBlois bemerkt: "Ich glaube, ich habe nie gesehen, wie Chris etwas gezeichnet hat, das einen scharfen Winkel hat. Seine Figuren sind sehr erdig, haben ihren Mittelpunkt in der unteren Körperhälfte - entweder im poetischen oder im rundlichen Sinne." Der Art Director Sluiter übernahm Sanders' Stil und erfand die Phrase "rundet es auf", um dem Layout- und Hintergrundteam zu erklären, sie sollen die Dinge kräftig, dick und rundlich machen.
Im Jahr 1997 dachte Sanders erneut über die Figur nach, als er einen einfachen, aber stark figurenbetonten Film schreiben wollte, in dem diese Figur eine Hauptrolle spielen sollte. Er diskutierte seine Idee mit Dean DeBlois, als beide an der Geschichte für Mulan arbeiteten. DeBlois gefiel die Idee seines Partners, und das Projekt nahm langsam Formen an.
In der frühen Phase der Storyentwicklung wurde Stitch zum Außerirdischen, der im ländlichen Kansas landete und nur mit den Tieren dort interagierte. Als Thomas Schumacher, Präsident von Disney Feature Animation, vorschlug, dass man Stitch in die Welt der Menschen setzen sollte, wurde das Projekt konkreter. Ein gut getimter Urlaub auf Hawaii brachte Sanders auf die Idee, dass der Film in diesem abgelegenen und visuell aufregenden Teil der Welt spielen sollte. Sanders fuhr fort, indem er ein 15-seitiges illustriertes Buch zusammenstellte, das die Grundzüge der Geschichte vorwegnahm und den Look des Films vorschlug.
Sanders erinnert sich: "Mit diesem Film wollten wir zurück zu den Wurzeln von Disney. Wir suchten die Einfachheit und Wärme von Filmen wie "Dumbo" und "Bambi" und die Art und Weise, wie die Figuren darin miteinander umgingen. Dieser Purismus und die Nostalgie gefiel uns. Wir konzentrierten uns nicht auf technische Wunder oder irgendwelche Grenzen, die wir neu definieren wollten. Wir wollten die Welt ein bisschen verlangsamen und auf die Entwicklung der Figuren und deren Beziehungen fokussieren. Es gibt keinen einzigen Charakter in Lilo & Stitch, der ausschließlich böse oder absolut gut ist. Jeder hat seine Momente ehrenvoller Absichten. Wir waren in der Lage, Figuren zu erschaffen, die glaubwürdig sind, weil sie Fehler machen, aber trotzdem ihr Bestes geben."
DeBlois ergänzt: "Uns gefiel die Idee, dass keine der Figuren wirklich perfekt ist - schließlich sind familiäre Beziehungen im wahren Leben auch niemals perfekt. Wir mochten die Tatsache, dass Lilo die Konstante in dem Film ist, um die herum alles andere geschieht. Sie glaubt an 'Ohana und hält den ganzen Film über an diesem Glauben fest. Sie kann verzeihen und ist voller Liebe. Das einzige, was sie will, ist jemanden lieben. Als Stitch in ihr Leben tritt, finden sich diese beiden Figuren auf Kollisionskurs mit dem Schicksal wieder. Er bringt Chaos in ihr Leben, ist aber von ihr angezogen - bis hin zu einem Punkt, an dem nur er wieder alles in Ordnung bringen kann. Diese beiden völlig gegensätzlichen Charaktere beeinflussen gegenseitig ihr Leben auf eine Art, die beide nicht für möglich gehalten haben."
Und Produzent Clark Spencer bemerkt: "Chris und Dean haben bei Lilo & Stitch einen hervorragenden Job geleistet. Sie haben ihn geschrieben, sie haben die Storyboards gezeichnet und sie haben Regie geführt. Sie haben ihre großartige perfekte Vision geteilt und waren während der ganzen Produktion einer Meinung. Es war eine fantastische Art und Weise, einen Film zu produzieren, weil keine Einflüsse von außen die beiden von ihrem Weg abbringen konnten, ihre Geschichte so zu erzählen wie sie es wollten."
Im Lauf des Films hören wir Elvis sechs seiner berühmtesten Songs singen: "Heartbreak Hotel", "Stuck on You", "Blue Hawaii", "Suspicious Minds", "Devil in Disguise" und "Hound Dog". Ein weiterer Elvis-Klassiker, "Burning Love", bekommt eine feurige neue Interpretation von dem vielfach preisgekrönten Country-Superstar Wynonna.
Zwei traditionelle hawaiianische Songs, die authentische Hula-Musik und die Instrumentation der Ureinwohner verbinden, wurden von Alan Silvestri und dem Hula-Experten und Sänger Mark Keali'i Ho'omalu komponiert, der sie auch in dem Film singt. Silvestri produzierte die Songs zusammen mit seinem Kollegen David Bifano. Der erste Song, "He Mele No Lilo", kombiniert Elemente hawaiianischer Hula-Gesänge und ist in der Eröffnungssequenz zu hören, in der Lilo mit den Delfinen schwimmt und zu spät zu ihrer Hula-Klasse kommt. "Hawaiian Roller Coaster Ride" wurde exklusiv für den Film geschrieben und bestimmt den Ton für eine atemberaubende Surf-Sequenz mit Lilo, Nani, David und Stitch.
Stimme: Lilo wird von der zehnjährigen Shir Hommelsheim gesprochen. Die Tochter einer Israelin und eines Deutschen kam am 20. März 1992 in Berlin zur Welt und besucht derzeit die vierte Klasse der Grundschule. Sie stand bereits im Alter von fünf Jahren am Mikrofon und hat in Filmen wie "Charlie - Alle Hunde kommen in den Himmel (1989) und "Susi und Strolch 2 (2001) synchronisiert.
Zeichner: Andreas Deja, der in seiner rund 20-jährigen Laufbahn als Leitender Animator bei Disney unvergessene Charaktere wie König Triton, Gaston, Dschafar, Scar und Hercules zum Leben erweckt hat, liefert mit der Animation dieses ungewöhnlichen, liebenswerten kleinen Mädchens die Performance seines Lebens. Der Zeichner erklärt, Lilo sei "der schönste Job", den er je hatte.
Stitch - Offiziell ist er als "Experiment 626" bekannt. Die verrückte, Unfug anstellende Kreatur wird zum Objekt einer hektischen intergalaktischen Suche, nachdem er von dem Planeten Turo entkommt und als Haushund verkleidet auf Hawaii Schutz sucht. Er ist programmiert, keine Emotionen zu zeigen und Chaos zu erzeugen, er ist ungewöhnlich stark, geradezu unzerstörbar und schlauer als ein Supercomputer. Er könnte der "devil in disguise" sein, aber wenn jemand den teuflischen Charakter von Stitch ändern kann, so ist es Lilo.
Stimme: Bob van der Houven stand für Stimme und Geräusche von Stitch im Synchronstudio. Der Sohn zweier Holländer kam in Garmisch-Partenkirchen zur Welt, wo sein Vater als Jazzmusiker für die in Deutschland stationierten Angehörigen der US-Armee arbeitete. Mittlerweile arbeitet er als Synchronsprecher, unter anderem für die holländische Version der TV-Serie "Ducktales" und für Steven Spielbergs E.T. - DER Ausserirdische. Für Lilo & Stitch synchronisierte er die holländische, flämische, deutsche und italienische Version. Darüber hinaus präsentiert van der Houven Radiosendungen und spricht die Kommentare für TV-Dokumentationsfilme. Auch eine CD hat das Multitalent aufgenommen: Im Jahr 1997 veröffentlichte er ein Album mit holländischen Songs, für die er Texte und Musik schrieb.
Zeichner: Die Figur des Stitch wurde von dem Leitenden Animator Alex Kupershmidt überwacht, der vorher bereits die Hyänen in Der König der Löwen und das Pferd Khan in Mulan zum Leben erweckt hatte. Kupershmidt gehört zu den Top-Stars der Animationsstudios in Florida und liefert mit Stitch seine bisher beste Figur ab.
Nani - Lilos ältere Schwester scheint die Last der ganzen Welt auf ihren Schultern zu tragen: Sie versucht, eine Balance zu finden in ihrer Rolle als verantwortungsvolle Erzieherin und Versorgerin und als unbeschwerte Teenagerin. Als Stitch in ihren Haushalt kommt, wachsen ihr die Dinge über den Kopf, denn nun bestimmen Chaos und Trubel ihr Leben.
Stimme: Die Pop-Sängerin Vanessa von den No Angels spricht Lilos große Schwester. Ihr Vater ist hauptberuflicher Synchronsprecher und -Regisseur, und schon während ihrer Schulzeit verdiente sie sich als Synchronsprecherin für Werbung, Film und Fernsehen ein zusätzliches Taschengeld. Vor ihrer atemberaubenden Karriere mit den No Angels begann Vanessa ein Publizistik-Studium, das sie wegen des enormen Erfolges ihrer Girlgroup vorerst auf Eis gelegt hat. Zu den musikalischen Vorbildern des Popstars mit den spanischen und südamerikanischen Vorfahren gehören Whitney Houston, Carol King, Toni Braxton, Shakira und vor allem Jennifer Lopez.
Zeichner: Stephane Sainte Foi, ein Top-Talent aus der Division von Disney Feature Animation Paris leitete die Animation dieser Figur.
Jamba - Der verrückte Wissenschaftler (der die Bezeichnung "böses Genie" bevorzugt) kennt Stitch besser als jeder andere, denn er hat ihn schließlich geschaffen. Er ist ein großmäuliger Kerl und hat ein ernsthaftes Zorn-Problem, aber er ist auch ein brillanter Wissenschaftler, der vom rechten Weg abgekommen ist. Gerade wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt, aber nach der Flucht von Stitch mußs er helfen, seine Kreatur wieder einzufangen. Es ist ein harter Job, ein Auge auf Stitch zu werfen - sogar, wenn man - wie Jamba - sechs Augen hat. Aber irgendwer mußs ihn ja tun.
Stimme: Der Schauspieler und Synchronsprecher Roland Hemmo leiht dem Wissenschaftler seine Stimme. Hemmo studierte an der Technischen Hochschule "Otto von Guericke" in Magdeburg und begann 1966 seine Laufbahn an der damaligen Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Seit 1970 stand er unter anderem in Senftenberg, Halle und Berlin auf diversen Bühnen. Darüber hinaus spricht er US-Kollegen wie Judd Hirsch, Martin Sheen, Samuel L. Jackson und James Gandolfini.
Zeichner: Bolhem Bouchiba, ebenfalls ein Zeichner von Disney Feature Animation Paris, war als Leitender Animator für Jamba verantwortlich.
Pliklii - Wenn ein Experte für den Planeten Erde gefragt ist, dann ist niemand ehrlicher und enthusiastischer als dieser eifrige Kultur- und Kontaminationsspezialist. Die Dinge aus dem richtigen Blickwinkel zu sehen, ist freilich eine andere Sache. Alles, was er von der Erde kennt, hat er aus Diagucker-Spielzeugen gelernt. Pliiklii glaubt, die Erde sei eine Art Wildreservat für gefährdete Moskitoarten, die primitive Humanoide als Futter nutzen. Mit seinen drei Beinen und dem einen gigantischen Auge hat er Schwierigkeiten, sich unauffällig unter die Erdlinge zu mischen, aber dank einer Perücke und eines Kleides geht er beinahe als Drag Queen durch.
Stimme: Pliiklii wird von dem Schauspieler und Synchronsprecher Oliver Rohrbeck gesprochen. Rohrbeck kam 1965 in Berlin zur Welt und sammelte bei der "Sesamstraße" seine ersten Erfahrungen vor der Kamera. Im Alter von zwölf Jahren spielte er neben Bernhard Minetti und Curt Bois in Shakespeares "Der Sturm" am Schiller-Theater. Nach weiteren Rollen im Fernsehen und am Theater besuchte er die Schauspielschule von Prof. Erika Dannhoff und spielte nach seinem Abschluss an der Vaganten-Bühne und der Tribüne. Darüber hinaus arbeitet er seit seiner Kindheit als Synchronsprecher und sprach Hauptrollen in Filmen wie "The Outsiders" (1983), "Wayne's World" (1992) und Verrückt nach Mary. Auch als Synchronregisseur ist Rohrbeck erfolgreich: Unter anderem war er für die deutsche Fassung von The Green Mile mit Tom Hanks, Rush Hour mit Jackie Chan und Notting Hill mit Julia Roberts verantwortlich. Darüber hinaus spricht er seit Jahren die Hauptfigur Justus Jonas in der Hörspielreihe "Die drei ???" und ist Betreiber der Internetseite JustusJonas.de, auf der er Livelesungen und einen Autorenclub präsentieren will.
Zeichner: Der Leitende Animator Ruben Aquino, der in seiner 20-jährigen Laufbahn bei Disney Figuren wie Ursula in Arielle die Meerjungfrau (1989), den erwachsenen Simba in Der König der Löwen und Shang in Mulan geschaffen hat, war für die animierten Aktionen dieses mutigen Charakters verantwortlich.
Cobra Bobo - Wegen seiner imposanten Größe, seiner dunklen Sonnenbrille und seinen tätowierten Knöcheln wird der mysteriöse Sozialarbeiter mit den "besonderen Eigenschaften" immer dann gerufen, wenn die Dinge schief laufen. Und im Fall von Nani und Lilo laufen die Dinge ziemlich schief. Aber unter der harten Schale steckt ein leidenschaftlicher und zärtlicher Kern. Und seine geheimnisvolle Vergangenheit soll hier nicht unerwähnt bleiben ...
Stimme: Der in Radebeul geborene Schauspieler und Synchronsprecher Tilo Schmitz leiht in Lilo & Stitch Cobra Bobo seine Stimme. Bereits im Alter von elf Jahren war er Mitglied des Jugendtheaters Radebeul. Von 1982 bis 1986 studierte Tilo Schmitz Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst - Ernst Busch in Berlin. Danach inszenierte er zwei Stücke am Eduart-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz und spielte am Staatstheater Cottbus. Seit 1989 lebt und arbeitet Tilo Schmitz als freischaffender Schauspieler und Synchronsprecher in Berlin.
Zeichner: Byron Howard war als Leitender Animator für Cobra Bobo zuständig.
Die Präsidentin des Hohen Rates - Die Chefin der Galaktischen Föderation hat eine undankbare Aufgabe, nachdem das theoretische Experiment eines irren Wissenschaftlers Realität geworden ist. Sie wird mit einer Kreatur konfrontiert, die durch und durch böse ist, und sie befiehlt, dass man Stitch auf einem unbewohnten Asteroiden aussetzt. Im fantastischen Finale des Films spielt sie wieder eine Schlüsselrolle - sie wird Stitchs Schicksal bestimmen.
Stimme: Die Film-, TV- und Bühnenschauspielerin Katharina Thalbach leiht der Präsidentin des Hohen Rates ihre Stimme. Als 15jährige debütierte die Berlinerin auf der Theaterbühne als Betty in der "Dreigroschenoper", weitere Engagements beim Berliner Ensemble und an der Volksbühne Berlin folgten. Im Film bekannt wurde Katharina Thalbach vor allem durch Volker Schlöndorffs Oscar®-prämiertes Werk "Die Blechtrommel". Für ihre Darstellung der Lotte in Doris Dörries "Paradies" erhielt Katharina Thalbach 1986 den Deutschen Filmpreis.
Zeichner: James Young Jackson leitete die Animation von der Präsidentin des Hohen Rates.
David - Nanis Ex-Freund ist ein wichtiges Mitglied der erweiterten Familie und immer zur Stelle, wenn man über die Wellen von Problemen und Herausforderungen reiten mußs. In seinem Job als Fackeltänzer werden die Dinge manchmal zu heiß, und er weiß, dass man am besten auf dem Surfbrett wieder einen kühlen Kopf bekommt.
Stimme: David wird von Timmo Niesner gesprochen, dessen Karriere bereits in den 80er Jahren begann, als er in "Ich heirate eine Familie" mitspielte. Von 1992 bis 1994 wirkte er als Tommy Walter in Gute Zeiten, schlechte Zeiten mit. Heute arbeitet er lieber hinter der Kamera, z.B. als Regieassistent bei dem Kinofilm "Der Rosenkavalier" und als Aufnahmeleiter bei Studentenfilmen. Daneben studiert er an der Freien Universität Berlin Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und hat gerade ein Drehbuch geschrieben.
Zeichner: Ruben Aquino, der auch die Figur des Pliiklii überwachte, war ebenfalls für die Bewegungen und Persönlichkeit dieses Charakters verantwortlich.
Kapitän Gantu - Der gigantische, fünf Meter große Außerirdische ist der beste Offizier der Präsidentin des Hohen Rates und wird von ihr beauftragt, Stitchs Verbannung in die Tiefen des Alls durchzuführen. Aber nachdem Stitch auf die Erde geflüchtet ist, heftet sich Gantu an seine Fersen - und er wird nicht eher ruhen, bis dieses fehlgeschlagene Experiment der Gerechtigkeit zugeführt ist.
Stimme: Der in Thüringen geborene Engelbert von Nordhausen begann nach seiner Lehre zum Einzelhandelskaufmann im Jahre 1966 mit seiner Ausbildung zum Schauspieler. Sein erstes Engagement bekam er 1969 an der Landesbühne Iserlohn. Nach weiteren Engagements in Saarbrücken, an der Freien Volksbühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg sowie am Renaissance-Theater Berlin, wurde Engelbert von Nordhausen ab 1983 vermehrt als Synchronsprecher für verschiedene Hauptrollen besetzt. Seine Karriere als Dialogregisseur und Dialogbuchautor begann im Jahre 1988. Bis 1993 war er außerdem in mehreren Fernsehrollen, u.a. in "Praxis Bülowbogen", "Schwarz, Rot, Gold" und Gute Zeiten, schlechte Zeiten zu sehen.
Zeichner: Theodore Anthony Lee Ty war als Leitender Animator für Kapitän Gantu zuständig.
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