Frankreich in den 50ern: In einer verschneiten Villa trifft sich eine Großfamilie, um die Weihnachtstage miteinander zu verbringen.
Doch anstatt der trauten Bescherung findet man das Familienoberhaupt ermordet unter dem Weihnachtsbaum. Die Mörderin kann sich nur unter den 8 Frauen befinden, die dem Mann am nächsten standen.
8 Frauen, jede ist verdächtig, jede hat ein Motiv, jede birgt ein Geheimnis. Sie sind schön, temperamentvoll, intelligent, sinnlich und gefährlich. Eine von ihnen ist schuldig, aber welche ist es?
Filmkritiken
Cinema 2002-07: Eine klassische Agatha-Christie-Situation, von Ozon zur Technicolor-bunten Krimikomödie mit Gesangseinlagen verkitscht: Die Heldinnen benehmen sich wie Transvestiten vor dem großen Auftritt, ihre Liebes- und Männerprobleme stammen förmlich aus einem Douglas-Sirk-Melodram. Wer Realität sucht, findet exaltierte Künstlichkeit, statt echter Gefühle beherrscht Make-up die Szenerie. "Ich liebe die Frauen", sagt Ozon. Jedenfalls, wenn sie die Drama-Queen rauslassen. Insofern hat er Meg und Julia inzwischen wohl verziehen.
Björn Ahrens (TV-Movie) 2002-15: Regisseur Ozon serviert einen köstlichen Genre-Cocktail aus klassischem "Wer war's?"-Krimi, bissiger Screwball-Komödie, kitschigem Melodram und fetzigem Musical - angerührt mit bonbonbunten Farben und mit viel Mut zur Künstlichkeit. Die Besetzung ist ohnehin traumhaft: Die acht Diven sprühen nur so vor Charme und Bosheit, bekämpfen sich mit Pistolen, Messern, Flaschen und vor allem verbalen Giftpfeilen. Und die fintenreiche Story garantiert Spannung bis zum verblüffenden Finale.
Der Tagesspiegel: Das erste cineastische Großereignis der Berlinale 2002. Perfekt, stilsicher, antinaturalistisch, zitatenreich und durch und durch originell. Er wird seinen Siegeszug durch die Kinos antreten, nicht nur in Frankreich, wo sie ihn schon jetzt lieben wie ihr Kino überhaupt.
Süddeutsche Zeitung: "8 Frauen" setzen ihn fort, den unaufhaltsamen Siegeszug der französischen Kinos nach "Die Welt der Amélie". Und wie sie das tun: Mit List und Tücke, mit Charme und Eleganz, mit Messern und Revolvern, kurz, mit den Waffen einer Frau, nein, mit denen von acht.
Kultur Spiegel 2002-07: Einen betagten Boulevardtheater-Krimi über den weiblichen Nachlass eines Ermordeten hat Francois Ozon, hier auf Truffaut-Terrain, zur Hymne auf mehrere Generationen französischer Leinwand-Diven und deren Schauspielkunst umgearbeitet. Optisch und musikalisch ein Fest für die Sinne.
film-dienst 2002-14: Mitreißende Melange aus trivialem Krimi, Drama, Musical, Satire und Porträtstudie, zugeschnitten auf acht faszinierende Darstellerinnen, die virtuos mit ihrer jeweiligen Ausstrahlung spielen. Ein betont antinaturalistisches, subtil und stilsicher inszeniertes Spiel voller kluger Anspielungen auf die Filmgeschichte.
Der Spiegel: Das ist keine Besetzung mehr, sondern eine Hitliste mit geballter Starpower. Kritiker und Publikum der Berlinale waren begeistert. Die überraschendste Entdeckung des Wettbewerbs.
(TV-Today) 2002-15: Bissige Krimiparodie und Liebeserklärung an die Darstellerinnen: Die meisterhafte Komödie ist einer der Filme des Jahres.
Monika Schmitz (TV-Spielfilm) 2002-15: Schwarzhumoriges Krimi-Kammerspiel mit Esprit, Chansons und edlem Dekor.