Fickende Fische
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Interview mit Sophie Rogall • Tino Mewes • Filmplakat in Großformat
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Fickende Fische
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2001

Kino Deutschland: 2002-08-15
Laufzeit Kino: 103 Minuten, FSK 14
Kinoverleih D: Ottfilm


Szenenfoto Ein Fisch und Ninas Unfähigkeit, auf ihren Inline Skates zu bremsen, bringen Jan und Nina schlagartig zusammen. Jan ist 16, schüchtern und ein Einzelgänger.

Seine Leidenschaft ist die Unterwasserwelt, in die er am liebsten eintauchen würde, um seine Krankheit zu vergessen und seine überfürsorgliche Mutter abzuschütteln.

Jans einziger Vertrauter ist sein Großvater, ein skurriler Kauz, der die Abenteuerlichkeit des Lebens zu schätzen weiß und als einziges Familienmitglied seinen Humor nicht verloren hat.

Szenenfoto Nina ist anders: Sie ist frech, spontan und steht auf eigenen Beinen. Ihre Mutter hat sich ins ferne Kenia abgesetzt, auf ihren Vater und ihren Bruder kann Nina nicht zählen.

Nur ihre Freundin Angel, eine Mittfünfzigerin, die sich mit dem Verkauf von Erotikspielzeug über Wasser hält, hört ihr zu.

Doch Beide haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint. Zusammen brechen sie aus ihrem Alltag aus und genießen ihr Leben in vollen Zügen. Sie suchen ihr Paradies und sie wissen: Es ist dunkel, ruhig, nass und voller Fische.

Szenenfoto Um die brennende Frage zu beantworten, ob Fische wirklich Sex haben, übernachten Nina und Jan heimlich im Aquarium - mit ungeahnten Konsequenzen.

Ihr kleines Paradies ist bedroht - durch die beengende Welt der Erwachsenen, Missverständnisse, Unsicherheiten und durch eine nicht mehr zu verdrängende Realität: Jan ist mit dem HIV-Virus infiziert.


SzenenfotoDarsteller: Sophie Rogall (Nina), Tino Mewes (Jan), Annette Uhlen (Lena Borcherts), Hans-Martin Stier (Hanno Borcherts), Ferdinand Dux (Opa Borcherts), Angelika Milster (Angel), Jürgen Tonkel (Wolf), Thomas Feist (Roger), Uwe Rohde (Onkel Dieter), Ellen ten Damme (Caro)

Regie: Almut Getto

Stab: • Produzenten: Herbert Schwering • Drehbuch: Almut Getto • Vorlage: - • Filmmusik: Tom Deininger, Sten Servaes • Kamera: Andreas Höfer • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Peter Menne • Schnitt: Ingo Ehrlich • Kostüme: Sandra Fuhr, Ute Pfaffendorf • Make Up: - • Ton: Hubertus Müll • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-17: In die Einsamkeit eines 16-Jährigen, der in seiner Kindheit durch eine Bluttransfusion mit AIDS infiziert wurde, dringt ein etwa gleichaltriges Mädchen. Die erste große Liebe ist ebenso von der verspielten Entdeckung aufkeimender Sexualität bestimmt wie von seiner tief sitzenden Angst, dass seine Krankheit diese Liebe bedroht. Ein ebenso berührendes wie unterhaltsames Jugenddrama, das flott und unverkrampft, aber nie oberflächlich die Suche zweier Jugendlicher nach Identität und Lebenssinn beschreibt. Subtil und voller Poesie verbinden sich Traum und Wirklichkeit zu einer glaubwürdigen Utopie, die von überzeugenden Hauptdarstellern getragen wird.

Cinema 2002-08: In ihrem gefühlvollen, aber nie sentimentalen Spielfilmdebüt "Fickende Fische" gelingt Regisseurin und Autorin Almut Getto das Künststück, einerseits das ganz normale Gefühlschaos eines pubertierenden Jungen zu zeigen, andererseits mit schonungsloser Genauigkeit den Alltag eines Aids-Kranken zu beobachten: mit Eltern, deren Hilfslosigkeit sich in Überfürsorglichkeit widerspiegelt, mit Ärzten, für die das Elend ihrer Patienten Routine ist, mit Leidensgenossen, die ihre Todesangst mit Galgenhumor überspielen.

Oliver Kaever (TV-Movie) 2002-17: Hier stimmt einfach alles: Regiedebütantin Almut Getto gelang mit "Fickende Fische" ein bezaubernder Teen-Film voll Poesie und Humor - und zugleich völlig frei von den üblichen Klischees. Einfühlsam setzt sie die unsentimentale Love Story in Szene, findet dabei immer den richtigen Ton. Hut ab auch vor den jungen Darstellern: Deren intensives Spiel bewegt zutiefst.

Der Spiegel 2002-32: Almut Gettos Kinodebüt ist ein eindringlicher, trauriger und doch auch hoffnungsvoller Film über eine junge Liebe, die sich früh mit dem Tod messen mußs. Die Regisseurin führt ihre Darsteller erstaunlich sicher durch die schwierigen emotionalen Verwirrungen und erzählt ihre Geschichte mit bewundernswert leichtem Tonfall.

Kultur Spiegel 2002-08: Die Geschichte einer ersten Liebe: Jan, 16 und introvertiert, verliebt sich in die koboldhafte Nina; dass er dazu noch HlV-infiziert ist, verleiht dem Film Dramatik und Schwere.

(TV-Today) 2002-17: Problemfilm? Ja, aber einer, der sein Thema wunderbar unprätentiös anpackt.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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