Der Brief des Kosmonauten
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Brief des Kosmonauten
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2002

Kino Deutschland: 2002-08-22
Laufzeit Kino: 97 Minuten, FSK 14
Kinoverleih D: Concorde


Szenenfoto In der weiten, klaren Landschaft der sibirischen Steppen lebt die deutschstämmige Familie Wormsbecher. Der Vater hat eine gefühlvolle Russlanddeutsche geheiratet. Er möchte mit ihr und seinem 10-jährigen Sohn Heinrich nach Deutschland zurück und wartet gespannt darauf, dass sein Antrag genehmigt wird.

Was eines Tages tatsächlich geschieht und das Leben von Familie Wormsbecher in eine westdeutsche Großstadt versetzt, die gleichzeitig Zwischenstation für die Träume von drei Deserteuren und einem Musikstudenten ist, die Russland illegal mit dem Ziel verließen, eine neue Existenz in Amerika aufzubauen.

Das Leben im goldenen Westen gestaltet sich für die Wormsbechers alles andere als einfach. Der kleine Heinrich findet nur schwer Anschluss und sein Wunsch, Astronaut zu werden, verursacht schließlich einen handfesten Krach mit seinem strengen Vater, bei dem Heinrich erfährt, in Wahrheit ein Adoptivkind aus einem russischen Waisenhaus zu sein.

Szenenfoto Heinrich reißt aus und als er Zuflucht in einem Gartenhäuschen sucht, fällt er den Russen in die Arme, die sich dort verstecken. Sie schlagen sich mit kleinen Gaunereien durch, die auch ihre gefälschten Pässen finanzieren sollten. Da sie es sich nicht erlauben können, einen "Zeugen" frei zu lassen, nehmen sie schließlich den Jungen auf, der sie nun auf ihren Streifzügen durch eine für alle fremde Stadt begleiten wird.

Ruslan, der sensiblere der vier, nähert sich dem Jungen sowohl als erster, wahrer Freund, als auch als Vaterfigur: seine Begeisterung für die Kunst wird einen Prozess in Heinrich verursachen - eine Veränderung, die zwar Schicksalsschläge nicht fern halten, jedoch die Wirklichkeit, das Leben für immer verändern wird ...


SzenenfotoDarsteller: Luk Piyes (Ruslan Karimov), Frederick Lau (Heinrich Wormsbecher), Oliver Bäßler (Gottfried Wormsbecher), Katja Medvedeva (Olga Wormsbecher), Vsevolod Tsurilo (Sergej), Walera Kanischtscheff (Jurij), Eduard Kuular (Dschengis), Ulrike Bliefert (Kommissarin)

Regie: Vladimir Torbica

Stab: • Produzenten: Markus Zimmer • Drehbuch: Vladimir Torbica • Vorlage: - • Filmmusik: Vladimir Genin • Kamera: Andreas Höfer BVK • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Peter Przygodda • Kostüme: Gabriele Schreiner • Make Up: - • Ton: Marc Parisotto • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-17: Ein zehnjähriger Russlanddeutscher, der unter seiner Asylsituation ebenso leidet wie unter dem autoritären Vater, findet in einem Schrebergarten in der Nähe von München unter russischen Dissidenten einen väterlichen Freund, der ihm beibringt, wie man sich zur Wehr setzt. Mit zahlreichen Klischees überfrachtete Geschichte, die an ihrem unfertigen Drehbuch krankt und pädagogische Langeweile verbreitet. Erschwerend kommt bei dem Regiedebüt hinzu, dass die Zielgruppe nicht so recht auszumachen ist.

Cinema 2002-09: Doch ob es nun das Wetter oder die slawische Schwermut des serbischen Regisseurs Vladimir Torbica war: Sein sprödes und hölzern inszeniertes Regiedebüt leidet an einer Überdosis Trübsinn und kommt nie richtig in Fahrt.

(TV-Today) 2002-18: Trist verfilmt und wenig sehenswert. Es gibt interessantere Filme über das Erwachsenwerden.


SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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