Heiraten für Fortgeschrittene
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Heiraten für Fortgeschrittene
Titel USA: Crush
Genre: Komödie
Farbe, USA, 2001

Kino Deutschland: 2002-09-05
Laufzeit Kino: 110 Minuten, FSK 12
Kinoverleih D: Senator Film


Szenenfoto Kate, eine attraktive Frau in den Vierzigern, ist Schuldirektorin in einer mittelenglischen Kleinstadt, beruflich erfolgreich, gesellschaftlich angesehen und ledig. An jedem Montag trifft sie sich mit ihren Freundinnen Molly und Janine, die ebenfalls Singles sind. Die regelmäßigen Zusammenkünfte dieses - von den dreien unverblümt "Sad Fuckers Club" genannten - alternativen Damenkränzchens sind erfüllt von nicht endenden Klagereden über die Männerwelt.

Ein enormer Zigaretten-, Gin- und Schokoladenkonsum soll dieses Defizit wenigstens ansatzweise ausgleichen. Auf einer Beerdigung begegnet Kate unverhofft ihrem ehemaligen Schüler Jed. Der ist mittlerweile fünfundzwanzig und hat sich nicht nur in geistiger Hinsicht prächtig entwickelt.

Szenenfoto Kate zeigt sich von der physischen Entwicklung ihres ehemaligen Zöglings dermaßen beeindruckt, dass sie sich von ihm noch auf dem Friedhof eine sehr praxisbezogene Lektion in Biologie erteilen lässt. Wie nur soll sie ihren plötzlich so ungezügelten Lerneifer den beiden Freundinnen erklären?

Als Molly und Janine von Kates sexuellen Eskapaden Wind bekommen, reagieren sie einigermaßen entsetzt: Der ist doch gar nicht ihr Typ - und sie könnte fast seine Mutter sein! Kurzum: Sie ist auf dem besten Weg, sich vor aller Welt vollkommen lächerlich zu machen!

Szenenfoto Freilich, nur um Kate vor sich selbst zu beschützen, blasen ihre besten Freundinnen zu einem üblen Propagandafeldzug gegen Jed. Aber je unbarmherziger sie den jugendlichen Liebhaber diskreditieren, desto mehr fühlt sich dessen ehemalige Lehrerin zu ihm hingezogen.

Da beschließen die fürsorglichen Intrigantinnen, drastischere Maßnahmen zu ergreifen - mit unerwartet schwerwiegenden Folgen ...


SzenenfotoDarsteller: Andie MacDowell (Kate), Imelda Staunton (Janine), Anna Chancellor (Molly), Kenny Doughty (Jed), Bill Paterson (Rev. Gerald Marsden), Caroline Holdaway (Pam), Josh Cole (Blake), Gary Powell (Sergeant), Morris Perry (Bishop), Richenda Carey (Lady Governor)

Regie: John McKay

Stab: • Produzenten: Lee Thomas • Drehbuch: John McKay • Vorlage: - • Filmmusik: Nick Raine, Kevin Sargent • Kamera: Henry Braham • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Anne Sopel • Kostüme: Jill Taylor • Make Up: - • Ton: Keith Tunney • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-18: Drei alleinstehende Freundinnen, alle Anfang 40 und Angehörige der gehobenen englischen Mittelklasse, tauschen sich bei ihren wöchentlichen Treffen über ihre Erfahrungen mit Männern aus. Als sich eine von ihnen in einen 20 Jahre jüngeren Mann verliebt, sind die beiden anderen brüskiert und opponieren dagegen, womit sie eine Katastrophe auslösen. Ein von wunderbaren Hauptdarstellerinnen getragener Film, dessen anfängliche Leichtigkeit und komödiantische Gelassenheit im letzten Drittel mutwillig zerstört wird und einem tränenreichen Melodram weicht.

Cinema 2002-09: Autor und Regisseur John McKay verzichtet auf unnötige Story-Schnörkel und konzentriert sich auf den Gemütszustand seiner drei Heldinnen: Er portraitiert sie mit trefflich sanftem Humor und süßer Melancholie als widersprüchliche Frauen jenseits der 40, die immerhin genau wissen, was sie nicht wollen. "Wie viele Männer hat sie schon gehabt?", heißt es einmal mitleidig über Kate. "Sie könnte bei Jane Austen mitspielen!" Stimmt. Die Schriftstellerin schrieb um 1800 die Prototypen für diese Art von Mädelsfilmen zwischen Gefühl und Verstand. Nur Sex gibt's heute eindeutig mehr.

(TV-Today) 2002-18: Clevere Story mit überraschenden Wendungen.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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