Brennen im Wind
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Brennen im Wind
Titel USA: Brucio nel vento
Genre: Drama
Farbe, Italien, Schweiz, 2001

Kino Deutschland: 2002-08-22
Laufzeit Kino: 118 Minuten, FSK 14
Kinoverleih D: Prokino


Szenenfoto Eigentlich fällt er nicht besonders auf. Er ist Arbeiter in einer Uhrenfabrik, hat eine Freundin und geht einmal die Woche in die Kneipe.

Doch Tobias ist anders, als die Männer, mit denen er ab und zu einen draufmacht. Denn er hat sie noch, die Hoffnung auf die große Liebe. Er ist sich sicher, es gibt sie und sie wird zu ihm kommen. Denn er kennt ihr Geheimnis: man mußs sich ihrer würdig erweisen, um sie kämpfen und an sie glauben. Am Anfang ist es bloß ein Name: Line!

Szenenfoto Doch zwischen Wünschen und Hoffen, Suchen und Träumen wird sie die Hüterin seines Herzens. Nur sein Tagebuch weiß von der besessenen Suche nach ihr. Abend für Abend füllen sich die Seiten mit Worten, die nur für ihre Ohren bestimmt sind. Jeden Tag sieht er sie in den Gesichtern vorübergehender Frauen.

Und dann trifft er sie wirklich: Caroline, eine Freundin aus Kindertagen. Doch sie ist verheiratet, Mutter eines Kindes. Aber Tobias weiß, dass es in der Liebe keine zweite Chance gibt und er alles tun mußs, um sie zu gewinnen.

Er beginnt um Line zu kämpfen - mit allen Mitteln ...


SzenenfotoDarsteller: Ivan Franek (Tobias), Barbara Lukesová (Line), Ctirad Götz (Janek), Caroline Baehr (Yolande), Cécile Pallas (Eve), Peter Forman (Pavel), Zuzana Mauréry (Katy), Pavel Andel (Kristof), Jitka Jezková (Tobias' Mutter), Jaromir Dulava (Tobias' Vater)

Regie: Silvio Soldini

Stab: • Produzenten: Lionello Cerri • Drehbuch: Doriana Leondeff, Silvio Soldini • Vorlage: Nach einem Roman von Agota Kristof • Filmmusik: Giovanni Venosta • Kamera: Luca Bigazzi • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Carlotta Cristiani • Kostüme: Silvia Nebiolo • Make Up: - • Ton: Francois Musy • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-17: Der Sohn einer osteuropäischen Dorfhure flieht nach einem Mordversuch an seinem Erzeuger in die Schweiz und fängt unter falschem Namen ein neues Leben an. Der Tristesse des Alltags und der Isolation des Emigrantendaseins entzieht er sich durch literarische Versuche und den Glauben an die große Liebe seines Lebens, die er einst in der ehelichen Tochter seines Vaters gefunden zu haben glaubte. Als er diese in der Schweiz tatsächlich wieder trifft, beginnt ein langer Kampf um die Erfüllung dieses Traums. Von ausgezeichneten Darstellern, einer stimmungsvollen Kamera und einer die emotionalen Stärken des Genres präzise herausarbeitenden Inszenierung getragenes Melodram, das trotz aller poetischen Überhöhung auch einen Blick auf die innere Zerrissenheit Heimatloser wirft.

Cinema 2002-09: "Brot & Tulpen" war eine Komödie mit wunderbar traurigen Momenten im magischen Licht von Venedig. "Brennen im Wind" hingegen, voll grauer Winterbilder aus einer unwirtlichen Schweiz, ist alles andere als Wohlfühlkino, sondern die beklemmende Reise in die verwüstete Seele und den verwirrten Kopf eines verzweifelten Mannes.

Kultur Spiegel 2002-08: Erst federleichte Komödie, dann bleischweres Drama: Tobias aus Osteuropa fristet in der Schweiz ein Dasein als Uhrenfabrikarbeiter, bevor er vom Happy End überrascht wird. Atmosphärisch und trist zugleich.

(TV-Today) 2002-18: Nicht ganz leicht verdauliches, dafür aber sehr sehenswertes Liebesdrama.

Dirk Jasper FilmLexikon
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