Christina Walters ist sexy, charmant und einfach umwerfend. Kein Mann kann ihr widerstehen. Doch aus Angst, jemand könnte ihr Herz brechen, lässt sie sich nur auf kurze, belanglose Affären ein.
Als sie eines Abends unerwartet Mr. Right trifft, hat unsere Traumfrau am Ende ein Problem: Denn ihr Traummann ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden.
Also begibt sie sich gemeinsam mit ihrer besten Freundin Courtney auf die abenteuerliche Suche nach ihm. Dabei bleiben die beiden Frauen von allerlei haarsträubenden Missgeschicken nicht verschont, finden aber schließlich heraus, dass die Liebe doch das Schönste ist, oder besser gesagt, the sweetest thing ...
Filmkritiken
Cinema 2002-10: Dieses Trio in einer Komödie um drei neurotische Singles auf der Suche nach dem Liebesglück - klingt viel versprechend. Doch Regisseur Roger Kumble, der nicht mal die Grundregeln von Dramaturgie und Timing beherrscht, und Autorin Nancy M. Pimental, die vermutlich nicht mal unter Androhung von Waffengewalt eine Pointe konstruieren könnte, stümperten das Projekt konsequent zu Tode. So wird die hinreißende "Verrückt nach Mary"-Szene vom im Reißverschluss eingeklemmten Pimmel folgendermaßen variiert: Irgendein Typ bleibt bei der Fellatio entgegen aller anatomischen Realitäten mit der Vorhaut in der Zahnspange seiner Gespielin hängen. Möchtegern-Helfer und Neugierige finden sich in deren Schlafzimmer ein. Und fangen dann schließlich - kein Witz! - lautstark zu singen an. Wer um Himmels willen nickt bloß solchen Schwachsinn ab?
Spiegel-Online: Die Beschallung mit Pop aus den Siebzigern und Achtzigern und die dazu passenden schrillen Kostümzitate liegen gerade noch im modischen Trend. Als eine Art "Sex and The City" für Arme kommt diese Sexkomödie daher, bestimmt für eine weibliche Zielgruppe, der die frivole TV-Kult-Serie schlicht zu "sophisticated" ist. Männliche Begleiter sollen mit der niedlichen Cameron Diaz gelockt werden, und in der Tat ist die uneitle Schauspielerin der einzige Lichtblick dieses Komödien-Desasters.
Rüdiger Rapke (TV-Movie) 2002-21: "Verrückt nach Mary" propagierte mit Erfolg den tabulosen Klamauk. "Super süß ..." haut kräftig weiter in die derbe Kerbe: Da führen z.B. Spermaflecken auf dem Rock zu peinlichen Situationen in der Reinigung. Nur: Die Komik im Film wirkt häufig reichlich krampfig, und die schlüpfrigen Gags allein können über die superdünne Story nicht hinwegtäuschen.
film-dienst 2002-21: Drei Freundinnen um die Dreißig genießen ihr unverbindliches Leben in vollen Zügen, müssen aber erkennen, dass eine Existenz ohne emotionale Bindung nicht das ersehnte Ziel sein kann. Nicht mehr als eine Frauen-Wohlfühl-Sitcom, die trotz guter Darstellerinnen ihr Pulver rasch verschießt und sich zu einer Nummernrevue voller abgestandener Gags und derber Zoten entwickelt.
Financial Times Deutschland 2002-10-10: Die Dialoge drehen sich um männliche Qualitäten unter der Gürtellinie. Immerhin können die komödiantisch talentierten Aktricen die dröge Story mit Tanz- und Songeinlagen aufpeppen. bevor uns das Happy End erlöst, wird laut Drehbuch Courtney von einem defekten Pissoir überflutet, und Christina entdeckt madenbefallenes Fastfood. Und zu Hause hängt Jane am gepiercten Penis des aktuellen Lovers fest. Zur Einsicht "Ich will nicht mehr so ein hohles Mädchen sein" gelangt Christina 88 Minuten zu spät.
Hör zu 2002-41: Cameron Diaz vergeudet ihr Talent und die Zeit des Zuschauers.