Genug
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Genug
Titel USA: Enough
Genre: Thriller-Drama
Farbe, USA, 2001

Kino Deutschland: 2002-09-19
Kino USA: 2002-05-24
Laufzeit Kino: 115 Minuten, FSK 12
Kinoverleih D: Columbia Tristar


Szenenfoto Das Arbeiterklasse-Leben der Kellnerin Slim ändert sich schlagartig, als sie den wohlhabenden Bauunternehmer Mitch heiratet.

Das junge Paar bezieht ein idyllisches Haus im Grünen und das Glück scheint perfekt: Slim hat einen liebenden Ehemann, ein schönes Heim und bald auch eine wunderbare Tochter. Doch nach und nach entdeckt Slim die dunklen Seiten von Mitch.

Der war schon immer der Typ Mann, der sich nimmt was er will - mit allen Mitteln. Das bekommt zunehmend auch Slim zu spüren: Mit der ehelichen Treue nimmt er es nicht so genau. Gleichzeitig ist er über die Maßen besitzergreifend und dominant.

Szenenfoto Als Mitch anfängt, sie mehr und mehr zu kontrollieren und schließlich auch noch gewalttätig wird, sieht Slim, von Polizei und Behörden im Stich gelassen, nur einen Ausweg: Um sich und ihr Kind zu schützen, flieht sie an einen geheimen Ort und versucht sich ein neues Leben aufzubauen.

Doch so leicht lässt Mitch sich nicht abschütteln. Egal, was Slim versucht, ihre Spuren zu verwischen, Mitch und seine Handlanger bleiben ihr auf den Fersen und hören nicht auf, sie zu bedrohen.

Zu allem entschlossen und den permanenten Psychoterror leid, absolviert Slim, auf sich allein gestellt, ein mentales und körperliches Fitnessprogramm und setzt alles daran, Mitch endlich klar zu machen, dass sie genug hat.


SzenenfotoDarsteller: Jennifer Lopez (Slim), Bill Campbell (Mitch), Tessa Allen (Gracie), Juliette Lewis (Ginny), Dan Futterman (Joe), Noah Wyle (Robbie Hero), Fred Ward (Jupiter), Bill Cobbs (Jim Toller), Chris Maher (Phil), Ruben Madera (Teddy)

Regie: Michael Apted

Stab: • Produzenten: Rob Cowan, Irwin Winkler • Drehbuch: Nicholas Kazan • Vorlage: - • Filmmusik: David Arnold • Kamera: Rogier Stoffers • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Tracey A. Doyle • Schnitt: Rick Shaine • Kostüme: Shay Cunliffe • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Cinema 2002-10: Um vom derart ausgetrampelten Weg abzukommen, mußs man schon Rotkäppchen heißen - oder Nicholas Kazan. Der Skriptautor verläuft sich in ein dramaturgisches Dickicht aus holpernder Handlung, schlaffen Spannungsbögen und Schwarz-Weiß-Malerei. Bezeichnend, dass die holzschnittartige Hauptfigur Slim (engl. = schlank, gering) heißt. Einzig die Augenringe der Lopez zeigen zunehmend Tiefe - womit sich ihre Darstellung der wachsenden Leiden einer drangsalierten Ehefrau auch schon erschöpft. Lorena Bobbitt wurde 1994 wegen vorübergehender Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen. Ein ähnliches Urteil wird in den wenigen erträglichen Filmminuten Nicholas Kazan zuteil. Während des unsäglichen Rests wächst das Verlangen nach einem Filetiermesser.

Rhein-Zeitung 2002-09-20: Auch das abstoßend brutale Finale, das durchaus als Plädoyer für notfalls auch todbringende Selbstjustiz gewertet werden kann, macht "Genug" nicht interessanter, sondern gibt einem ohnehin überflüssigen Machwerk den Rest. Es ist unbegreiflich, wie Apted, der einst "Gorillas im Nebel" gedreht hat, sich in solchen Niederungen verirren konnte. Und für Jennifer Lopez reiht sic diese Pleite leider in in die falsche Rollenwahl ihrer letzten Filme "The Cell" und "The Wedding Planer". Wenn die Latino-Ikone nicht ihre Sinnlichkeit und träge Laszivität ausspielen kann, sondern nun in "Genug" gar noch die gequälte brave Ehefrau und Mutter mimen soll, ist sie gleichzeitig unter- wie überfordert.

film-dienst 2002-19: Eine junge Frau will ihren ungeliebten tyrannischen Mann aus der Welt schaffen und inszeniert eine "Notwehrsituation", um rechtlich nicht belangt werden zu können. Emanzipationsdrama, dessen Songs den Entwicklungsprozess der Protagonistin spiegeln; zu konstruiert und durchkalkuliert, um zu überzeugen.

Björn Ahrens (TV-Movie) 2002-20: Genug" beginnt wie eine Kopie von "Der Feind in meinem Bett" und endet als Abklatsch von "Ein Mann sieht rot". Zugegeben: Jennifer Lopez gibt ihr Bestes, um die Wandlung vom Hausmütterchen zum schlagkräftigen Racheengel glaubwürdig darzustellen. Aber gegen das aus Zufällen und Klischees zusammengeschusterte Drehbuch sowie die einfallslose Regie kann auch JLo nicht ankämpfen.

Der Spiegel 2002-38: Genug ist genug, sagt dieser Film und hobelt an seiner wüst zusammengezimmerten Beziehungskiste so lange herum, bis nur noch Späne übrig sind. Der Gatte erweist sich als gewalttätiger Psychopath, die Justiz versagt, und die Lopez lernt Kampfsport: Reden ist Silber, Schlagen ist Gold. Ohne einen Hauch von Ironie beschreibt der von Michael Apted inszenierte Film eine blutige Eskalation des Geschlechterkriegs und rät allen gepeinigten Hausfrauen dieser Welt, den Todfeind in ihrem Bett schleunigst ins Jenseits zu befördern: Breitensport Gattenmord!

(TV-Today) 2002-20: Mitunter hakt die Story, aber der Film bleibt trotzdem spannend.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
© Fotos: Columbia Tristar © 1994 - 2010 Dirk Jasper