La Cienaga Morast
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: La Cienaga Morast
Titel Argentinien: La Cienaga Morast
Genre: Drama
Farbe, Argentinien, Spanien, 2001

Kino Deutschland: 2002-08-22
Laufzeit Kino: 102 Minuten, FSK 16
Kinoverleih D: Pegasos


Szenenfoto Der Februar im Nordwesten Argentiniens kann sehr heiß und schwül sein. Alles brütet in einem Käfig aus Hitze und wird vor Trägheit langsam verrückt. Die Sonne bricht die Erde auf. Tropische Regengüsse verwandeln den Boden in sumpfigen Morast - in tödliche Fallen für größere Tiere und Brutstätten für Ungeziefer jeder Art.

Mecha ist um die 50, Mutter von vier Kindern, Ehefrau eines Mannes, der sich die Haare färbt, und Hausherrin mit den üblichen Dienstbotenproblemen. Nichts, was ein paar Drinks nicht heilen könnten. Oder wie Tali sagen würde: In diesem Hause ist der Alkohol der liebste Gast.

Szenenfoto Tali ist Mechas Cousine. Sie hat vier laute Bälger. Ihr Mann liebt sein Haus, seine Kinder und die Jagd. Sie wohnen in der Stadt La Ciénaga, was ungefähr soviel bedeutet wie "sumpfiger Morast".

Um der Hitze zu entfliehen, verbringen Mecha und ihre Familie den Sommer in La Mandragora, einem Landsitz, dessen Glanz längst verblichen ist. Der Pool ist trübe, aber spendet doch ein Minimum an Erfrischung.

Das Leben geht weiter, mit seinen kleinen Schmerzen und den großen Verletzungen ? jenen, die bluten und anderen. Ein Unfall verbindet die beiden Familien in La Mandragora für die Glut eines Sommers.


SzenenfotoDarsteller: Martín Adjemian (Gregorio), Diego Baenas (Joaquín), Leonora Balcarce (Verónica), Silvia Bayle (Mercedes), Sofia Bertolotto (Momi), Juan Cruz Bordeu (José), Graciela Borges (Mecha), Noelia Bravo Herrera (Agustina), Maria Micol Ellero (Mariana), Andrea Lopez (Isabel)

Regie: Lucrecia Martel

Stab: • Produzenten: Lita Stantic • Drehbuch: Lucrecia Martel • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Hugo Colace • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Christina Nigro • Schnitt: Santiago Ricci • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Herve Guyader, Emmanuel Croset, Guido Beremblun, Adrian De Michele • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-17: Der schwüle Sommer einer großbürgerlichen argentinischen Familie auf ihrem Landgut verdichtet sich zum Reigen voller Unfälle und Spannungen, wobei sich das Dasein aller Beteiligten im Kreis dreht. Ein symbolgetränkter Blick auf eine dekadente Gesellschaftsschicht, deren innere Wunden nicht heilen wollen. In einer Mischung aus Distanz und fast unerträglicher Nähe fächert der Film ein vielfältiges Universum auf und reflektiert das Leben in einer erstarrten und desillusionierten Gesellschaft.

Cinema 2002-09: Dabei verzichtet die experimentierfreudige Filmkünstlerin auf eine durchgängige Handlung, reiht lieber schlaglichtartig Situationen aneinander. Das Ergebnis wirkt so distanzlos und authentisch wie eine Reality-TV-Show über den Niedergang der argentinischen Oberschicht. Auf der Berlinale 2001 wurde das sperrige Werk als bester Nachwuchsfilm prämiert. Ein schwerer, sogar für Freunde des Kunstkinos bisweilen zäher Brocken.

Kultur Spiegel 2002-08: Die argentinische Bourgeoisie in der Sinnkrise: unbefriedigte Triebe, nervende Gören, unzuverlässige Dienstboten - auf der letzt jährigen Berlinale wurde diese impressionistische Tristesse als bestes Debüt prämiert.

(TV-Today) 2002-18: Eine bewegende Studie über zwei argentinische Mütter und ihre Familien.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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