Nackt
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Interview mit Doris Dörrie • Filmplakat im Großformat • Trailer •
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Nackt
Titel USA: Naked
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 2002

Kino Deutschland: 2002-09-19
Laufzeit Kino: 98 Minuten
Kinoverleih D: Constantin


Szenenfoto Stimmt es wirklich, dass die meisten Männer ihre Frauen im Dunkeln nicht erkennen würden? Bei einer Party lassen sich drei miteinander befreundete Paare auf ein Spiel ein, das Folgen hat ...

Drei Paare waren einmal Freunde. Sie treffen sich am Samstagabend. Alles scheint wie immer - und ist es doch nicht: Emilia und Felix sind seit kurzem getrennt, worunter beide psychisch und finanziell leiden; Charlotte und Dylan sind im letzten Jahr durch Dylans geschickte Spekulation an der Börse zu Millionären geworden, ihre Paarbeziehung wird jedoch trotz wachsendem Luxus immer armseliger; einzig Annette und Boris sind nach wie vor glücklich verliebt, wünschen sich zwar ein bisschen mehr Geld, um ihre Wohnung aufzupeppen, kommen aber auch ohne gut klar.

Die sechs treffen sich zum Abendessen in der schicken Wohnung von Charlotte und Dylan. Doch die Fröhlichkeit, die solche Treffen in früheren Zeiten bei einer Pizza in der Kneipe um die Ecke hatten, will sich nicht mehr so recht einstellen.

Szenenfoto Emilia und Felix fühlen sich ausgestoßen, weil sie kein Paar mehr sind, zwischen Charlotte und Dylan knistert es unangenehm. Da erzählt Emilia, dass selbst Paare, die über zwanzig Jahre zusammenleben, nicht mal die Hände des anderen identifizieren konnten.

Sie behauptet, die meisten Männer würden mit verbundenen Augen nicht einmal den Körper ihrer eigenen Frau erkennen. Felix gießt Öl ins Feuer: Wenn alle so sicher seien, dann könne man ja eine Wette wagen ...

Ein Experiment mit Folgen beginnt.


SzenenfotoDarsteller: Heike Makatsch (Emilia), Benno Fürmann (Felix), Alexandra Maria Lara (Annette), Jürgen Vogel (Boris), Nina Hoss (Charlotte), Mehmet Kurtulus (Dylan)

Regie: Doris Dörrie

Stab: • Produzenten: Norbert Preuss • Drehbuch: Doris DörrieVorlage: - • Filmmusik: Liquid Loop • Kamera: Frank Griebe • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Bernd Lepel • Schnitt: Inez Regnier, Frank Müller • Kostüme: Yoshio Yabara • Make Up: - • Ton: Chris Price • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Mit "Nackt" inszenierte Erfolgsregisseurin Doris Dörrie eine überaus witzige und geistreiche Komödie, die mit absoluter Starbesetzung von den Ups und Downs des gemeinsamen Liebesalltags dreier Paare erzählt.

film-dienst 2002-19: Drei befreundete Paare um die 30 thematisieren ihre Beziehungen und Liebesvorstellungen und müssen feststellen, dass sie sich alle nach etwas anderem sehnen als nach dem, was sie haben. Von hervorragenden Darstellern getragene Verfilmung eines Bühnenstücks, das seine Theaterhaftigkeit durch die Reduktion der Kamerabewegungen noch unterstreicht. Trotz des ernsthaften Themas verliert der hintergründige, perfekt ausgestattete "Seelen-Striptease" nie seine Leichtigkeit und verdichtet sich dank der fantasievollen Inszenierung zu einem bemerkenswerten Vergnügen.

Rhein-Zeitung 2002-09-20: Regisseurin und Autorin Doris Dörrie zeigt mit den drei Paaren Jungmenschen aus dem Zentrum der Gesellschaft. Will man Dörrie glauben, dann geht es dort schrecklich langweilig und sinnleer, aber endlos geschwätzig zu. Das ist jedenfalls der Eindruck, der sich nach 100 Minuten einstellt. "Nackt" ist meist nicht mehr als gefilmtes Hörspiel in Kulissen wie aus einem Schülertheater, das einen Almodovar-Film gesehen hat. Einfach langweilig.

Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 2002-20: Die Suche nach Liebe, Glück und dem Sinn des Lebens - schwere Kost, die auch noch in viele Worte verpackt ist. Das klingt nach anstrengendem Kopf-kino. Aber zum Glück wechselt das Top-Ensemble gekonnt zwischen ernstem und leichtem Tonfall. Und skurrile Brüche, wie die flotten Gesangseinlagen, sorgen für befreiendes Schmunzeln

Cinema 2002-10: Die Hingabe der Darsteller bleibt von der schwankenden Textqualität unberührt. Und im verbalen Overkill gelingt Dörrie doch dezente Symbolik. Wie die Mullbinde, die Emilia sich trendy um den Leib drapiert. So, als fürchte sie, ihr könnte das Herz herausfallen.

(TV-Today) 2002-20: Doris Dörrie spürt ebenso kunstvoll wie künstlich dem Liebesleben der Generation Cool nach.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
© Fotos: Constantin © 1994 - 2010 Dirk Jasper