Lucia und der Sex

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Lucia und der Sex
Titel Spanien: Lucía y el sexo
Genre: Erotik-Drama
Farbe, Sapnien, 2001

Kino Deutschland: 5. September 2002
Laufzeit Kino: 128 Minuten, FSK -



Inhalt Lucía arbeitet als Kellnerin in einem Restaurant im Zentrum von Madrid. Als sie ihre große Liebe, den Schriftsteller Lorenzo, verliert, macht sie sich auf die Suche nach dem verschwundenen Geliebten.

Sie führt sie auf eine Insel, gleichsam einem symbolischen Paradies. Dort lernt sie Carlos und Elena kennen, die beide auf dem Eiland Ruhe suchen. In Elenas lichtdurchflutetem weißem Haus findet Lucía Zuflucht. Ohne dass sie es voneinander wissen, haben alle eine geheime Verbindung zu Lorenzo.

Elena verbrachte mit ihm vor Jahren auf genau dieser Insel eine leidenschaftliche, anonym gebliebene Liebesnacht. Bei Vollmond wurde im Meer Elenas und Lorenzos Tochter Luna gezeugt. Es gelang ihr aber nie, Lorenzo aufzuspüren. Carlos ist seinerseits der Stiefvater von Belén, die verschwunden ist, nachdem sie als Kindermädchen Lunas Tod zu verantworten hatte: sie verführte Lorenzo und ließ dabei das Kind unbeaufsichtigt.

Je mehr Lucía über die beiden neuen Mitbewohner erfährt, desto mehr wird sie an das Manuskript erinnert, das Lorenzo ihr vor seinem Verschwinden zum Lesen anvertraut hatte. Es ist die Geschichte einer Reise in eine dunkle Vergangenheit, einer Reise, die offensichtlich Schuld an Lorenzos Depression trug. Immer mehr beginnen sich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verwischen.

Lucía ist der Wahrheit auf der Spur und verliert sich dabei immer mehr in Lorenzos Geschichte.


Darsteller & Stab Darsteller: Paz Vega (Lucía), Tristán Ulloa (Lorenzo), Najwa Nimri (Elena), Daniel Freire (Carlos), Elena Anaya (Belen), Javier Cámara (Pepe), Silvia Llanos (Luna)

Stab:Regie: Julio Medem • Produzenten: Fernando Bovaira, Enrique López Lavigne • Drehbuch: Julio Medem • Vorlage: - • Filmmusik: Alberto Iglesias • Kamera: Kiko de la Rica • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Teresa Cepeda • Schnitt: Iván Aledo • Kostüme: Estíbaliz Markiegui • Make Up: - • Ton: Polo Aledo • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: "Lucía und der Sex" ist brillante Filmkunst, voller Erotik und Sinnlichkeit - sicher der ambitionierteste Film von Julio Medem, der in Spanien bereits mehr als 1,2 Millionen Besucher ins Kino lockte.

film-dienst 18/2002: Eine Kellnerin aus Madrid erinnnert sich auf der Ferieninsel Formentera an ihren verschwundenen Geliebten und findet die Erfüllung ihrer Träume von Liebe und Sex. Eine Hommage an die Liebe, inszeniert als ein wahres Feuerwerk an Zufälligkeiten, das sich zu einem Fest der Sinnlichkeit und Lebensfreude verdichtet. Ein Film voller Symbole und märchenhafter Verdichtungen, der sich in seiner eigenwilligen Poesie jeder vordergründigen Folklore verschließt und mit Momenten reiner Magie aufwartet.

Cinema 09/2002: Medems Geschichten sind lose Assoziationen. Auch dieses Märchen folgt keiner gradlinigen Erzählstruktur. Deshalb ist es nicht immer leicht, seinen Gedankensprüngen zu folgen, doch die Bilder hypnotisieren. "Du bist wie ein Sonnenstrahl in meinem Herzen", flüstern die Liebenden, und Medems Motive erhellen sich, als wären sie in der Sonne gebleicht. Das ist anstrengend. Und schön.

(TV-Today) 18/2002: Heiße Sexszenen in einer verworrenen, intellektuell verbrämten Psycho-Story.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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