Kleine Missgeschicke

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher Inhalt • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Kleine Missgeschicke
Titel Dänemark: Små Ulykker
Genre: Drama
Farbe, Dänemark, 2001

Kino Deutschland: 26. September 2003
Laufzeit Kino: 104 Minuten, FSK -

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt Nach dem überraschenden Tod der Mutter bricht in einer dänischen Familie der Ausnahmezustand aus.

Da wäre zunächst Witwer John, ein Spaßvogel und Charmeur, der sich 46 Jahre lang von seiner Frau Ulla verwöhnen ließ und für seine Familie nie wirklich Verantwortung übernehmen mußste. Eva, die älteste Tochter und das schwarze Schaf der Familie, beschließt am Todestag der Mutter, in die Heimatstadt Kopenhagen zurückzuziehen, um malen zu lernen und ihre künstlerische Ader auszuleben.

Tom, der Sohn, ein erfolgreicher Unternehmer, handwerklich begabt und Mamas Liebling, stürzt sich nach deren Tod geradezu in die Arbeit und vernachlässigt Ehefrau und Kinder. Marianne, das Nesthäkchen, das nie wirklich flügge geworden ist und noch immer in unmittelbarer Nähe der Eltern lebt, sehnt sich plötzlich nach Unabhängigkeit und einem Freund.

Und zu guter Letzt gibt es da noch Søren, Johns Bruder und Onkel der drei Kinder, der seinen Tischlerberuf aus Gesundheitsgründen aufgeben mußste und seinen "Lebensabend" in aller Ruhe und Sorglosigkeit genießt - bis seine Frau Hanne ihm ziemlich schonungslos zeigt, dass das Leben mit 50 noch nicht vorbei ist ...

Mit Ullas Tod gerät für alle der normale Alltag vollkommen aus den bis dahin geordnet erscheinenden Bahnen und sie müssen erkennen, dass man sich seine Familie nicht aussuchen kann ...


Darsteller & Stab Darsteller: Jørgen Kiil (John), Maria Würgler Rich (Marianne), Jannie Faurschou (Eva), Henrik Prip (Tom), Jesper Christensen (Søren), Karen-Lise Mynster (Hanne), Tina Gylling (Ellen), Julie Wieth (Lisbeth), Heine Ankerdal (Peter), Kristian Leth (Pelle)

Stab:Regie: Annette K. Olesen • Produzenten: Ib Tardini • Drehbuch: Kim Fupz Aakeson • Vorlage: - • Filmmusik: Jeppe Kaas • Kamera: Morten Søborg • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Trine Padmo Olsen • Schnitt: Nicolaj Monberg • Kostüme: Helle Nielsen • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 20/2002: Tragikomödie um eine Kopenhagener Durchschnittsfamilie, in der der plötzliche Tod der Mutter Krisen und Irritationen auslöst. Der Witwer, die drei erwachsenen Kinder und der Bruder des Witwers rücken durch den Schicksalsschlag wieder näher zusammen. Ihr Alltag bekommt eine neue Dynamik, wobei Beziehungsängste, Erwachsenwerden, Seitensprünge, Verantwortungsscheu und Missbrauch eine Rolle spielen. Dem mit viel Sinn für ausgeklügelte Details und makabren Dialogwitz inszenierten Film gelingt es, mit immer wieder überraschenden Wendungen und durch die unverbrauchte Spielfreude der Schauspieler die schwierige Balance zwischen Komik und Tragik zu halten.

Cinema 10/2002: Vom heimischen Dogma-Entwurf inspiriert, bediente sich die 37-jährige Regisseurin Annette K. Olesen in ihrem Kinodebüt zudem bei der Improvisationstechnik ihres englischen Kollegen Mike Leigh. Danach entwickeln die Schauspieler ihre Rollen ohne Skript. Aus der so entstehenden Geschichte wird später das Drehbuch. Entstanden sind Woody-Allen-reife Dialoge, die den Mangel an großartigen Kinobildern wett machen.

(TV-Today) 20/2002: Sarkastische Gift-und-Galle-Version der "Lindenstraße". Köstlich!

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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