|
|
|
Der berühmte
Detective Will Dormer (Al
Pacino) aus Los Angeles fliegt mit seinem Partner Hap Eckhart
(Martin Donovan) nach Nightmute/Alaska, weil dort ein alter
Bekannter, Chief Nyback (Paul Dooley), in einem undurchsichtigen
Mordfall Hilfe braucht.
Das abgelegene Nest Nightmute liegt an einem pittoresken See mitten in den wilden Bergen Alaskas. Als Anglerparadies nennt sich der Ort "Heilbutt-Hauptstadt der Welt". Als das Wasserflugzeug mit Will und Hap an Bord am Kai anlegt, werden sie von ihrer Kollegin Ellie Burr (Hilary Swank) empfangen, die stolz darauf ist, einen so gefeierten Kollegen wie Will kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten - sie hat alle seine legendären Fälle studiert. Weil die meisten Mordfälle innerhalb von 48 Stunden nach der Tat gelöst werden (später wird es ungleich schwerer), untersucht Will zunächst die Leiche: Die 17-jährige Kay aus dem Ort ist auf einer Müllkippe gefunden worden. Sie wurde erschlagen, aber nicht vergewaltigt. Der Täter hat keinerlei Spuren hinterlassen. Dennoch beginnt Will sofort, ein Profil des Mörders zu entwerfen: Warum hat er der Leiche die Haare gewaschen, ihre Nägel geschnitten? Ellie nimmt den Hinweis auf: Der Täter kannte sein Opfer. Will fährt fort: "Er hat völlig leidenschaftslos, ohne Panik gehandelt. Und er wusste genau, wonach wir suchen würden. Wahrscheinlich war dies sein erster Mord. Aber er wird es wieder tun." Will und Hap untersuchen mit Ellie die Wohnung der Toten. Bekannt ist, dass Kay am Freitagabend auf einer Party einen heftigen Streit mit ihrem Freund Randy Stetz (Jonathan Jackson) hatte. Will glaubt jedoch nicht, dass Randy der Täter ist, denn weder er noch Kays Familie sind wohlhabend. Will findet aber in der Wohnung eine wertvolle Kette: Kay mußs also noch einen anderen, reichen Verehrer gehabt haben. Dennoch will Will Randy auf der Stelle vernehmen, am besten sofort - es ist 10 Uhr - vor den Mitschülern aus der Klasse holen, um ihn einzuschüchtern. Ellie mußs den übermüdeten Will jedoch erst darüber aufklären, dass es 10 Uhr abends ist: Nördlich des Polarkreises wird es im Sommer nachts nie dunkel. In ihrem Hotel wollen Will und Hap ein spätes Abendessen einnehmen. Dabei diskutieren sie die Untersuchung, die zu Hause in Los Angeles auf sie wartet. Offensichtlich will John Warfield von der Polizeiaufsicht Hap dazu bewegen, in seiner Aussage Unregelmäßigkeiten in ihrer Arbeit zuzugeben - speziell in einem "Fall Dobbs". Will bittet Hap inständig, nichts dergleichen auszusagen - das würde nicht nur an seinem Renommee kratzen, sondern sogar seine Karriere beenden. "Aber du hast doch nichts zu befürchten", wendet Hap ein. "Es bleibt immer etwas hängen", entgegnet Will. "Denk immer daran, dass unsere gute Arbeit auf dem Spiel steht. Denk an die, die von uns abhängen. Wer weiß schon genau, warum Warfield uns an den Kragen will, da will sicher jemand seine Karriere vorantreiben. Das ist reine Politik." Doch Hap lässt sich nicht überzeugen, er bekräftigt, dass er mit Warfield kooperieren will. Will ist der Appetit vergangen. Am nächsten Morgen holen Ellie und Will Randy aus dem Klassenzimmer und bringen ihn zur Wache. Randy behauptet trotzig, mit der ganzen Sache nichts zu tun zu haben. Allerdings hat er für Freitagnacht kein Alibi. Will treibt ihn in die Enge, um Einzelheiten über Kays anderen Verehrer zu erfahren. Randy gibt zu Protokoll, dass Kay nichts über den geheimnisvollen Fremden verraten hat. In einer Fischerhütte an der Bucht wird Kays Tasche gefunden. Will untersucht sie und deponiert sie dann wieder in der Hütte. Über alle Fernsehsender der Region lässt er verbreiten, dass nach der Tasche der Ermordeten gesucht wird - so stellt er dem Täter eine Falle. Rings um die Hütte gehen Cops in Stellung. Und tatsächlich: Nach langem Warten nähert sich ein Verdächtiger der Hütte. Zu früh bemerkt er die Cops - er kann durch einen alten Stollen unter der Hütte entwischen. Will ist ihm sofort auf den Fersen, der Verdächtige schießt und trifft Wills örtlichen Kollegen Farrell (Larry Holden) ins Bein. Im dichten Nebel verliert Will die Spur. Als er einen Schatten bemerkt, der sich zur Flucht zu wenden scheint, schießt er. Aber nicht der Verdächtige ist tödlich getroffen, sondern sein Kollege Hap. Sterbend wirft Hap Will vor, er habe ihn aus dem Weg räumen wollen, um seine Karriere in L.A. nicht zu gefährden. Will findet die Pistole des Verdächtigen am Tatort und steckt sie ein. Vor seinen Kollegen gibt er an, der Verdächtige habe Hap erschossen. Er ruft Haps Frau Trish in L.A. an, um ihr die schreckliche Nachricht zu übermitteln. Verbittert fordert sie ihn auf, den Killer nicht zu verhaften, sondern zu töten. Will versteckt die Waffe des Verdächtigen unter einer Fußbodendiele im Hotel. Nicht nur das helle Tageslicht hält ihn davon ab, in dieser Nacht in den Schlaf zu finden. Am nächsten Morgen besucht Will den verletzten Farrell im Krankenhaus - er befand sich zwar in unmittelbarer Nähe, hat aber nichts von dem tödlichen Schuss mitbekommen. Außerdem nimmt er die Schuld dafür auf sich, dass die Cops zu früh bemerkt wurden: Farrell hat unvorsichtig mit dem Megafon hantiert und dadurch den Verdächtigen gewarnt. Der Nebel hat sich verzogen, und Ally stellt mit Kollegen die Situation zur Zeit des tödlichen Schusses nach. Ein großes Team von Helfern durchsucht das Waldgebiet und den Felsstrand nach Indizien. Das Geschoss in Farrells Bein wurde aus einer 38er Smith & Wesson abgefeuert. John Warfield ruft aus Los Angeles an und verdächtigt Will, Hap ermordet zu haben. Doch Will lässt sich nicht einschüchtern. Nachts kehrt Will mit der Waffe des Verdächtigen zur Leiche eines verendeten Hundes zurück, die er am Vortag entdeckt hat. Er feuert auf den Hund und schneidet dann das verformte Geschoss aus dem Kadaver - jetzt besitzt er eine zweite Kugel aus der 38er des Verdächtigen. Wofür er sie braucht, wird am nächsten Tag klar, als er die Gerichtsmedizinerin bei der Obduktion seines Kollegen Hap aufsucht: Sie hat gerade die tödliche Kugel aus seinem Körper entfernt - es handelt sich um das Geschoss aus Wills Walther 9mm. Heimlich vertauscht Will die beiden Beweistütchen: Jetzt ist Hap offiziell an der Kugel aus der 38er gestorben. Ellie möchte, dass Will ihren Polizeibericht über die Vorfälle des Vortags unterschreibt. Wie es seine Gewohnheit ist, fordert er die junge Kollegin auf, alle Fakten noch einmal genau zu überprüfen, bevor sie den Bericht abgibt. Nachts wälzt er sich schlaflos im Bett, als ihn ein anonymer Anruf aufschreckt: Es ist der Mann aus der Fischerhütte - er hat gesehen, wie Will seinen Partner erschossen hat. Deshalb hat er auch seine Waffe am Tatort fallen lassen, um zu beweisen, dass nicht er den tödlichen Schuss abgegeben hat. Indirekt gibt er zu, Kay ermordet zu haben: "Wir sind jetzt Partner - beide wollen wir unsere Täterschaft an einem Unfall vertuschen." Bei Kays Beerdigung am folgenden Tag entdeckt Will deren Freundin, die mit Kay ebenfalls zerstritten war. Sie lässt sich von ihm mitnehmen und flirtet mit ihm. Um ihre frühreife und provozierende Fassade zu durchbrechen, schockiert Will sie mit seinem rücksichtslosen Fahrstil und zeigt ihr den Fundort der Leiche auf der Müllhalde. Er schreit ihr ins Gesicht, dass sie Kay mit ihrem Freund Randy betrogen hat. Das gibt sie zwar zu, doch sie behauptet, dass Kay selbst anderweitig liiert war. Auch sie kennt den Namen des Fremden nicht, aber Will erfährt zumindest, dass Kay in "Brody" nannte. Den Namen Brody hat Will schon gelesen: Er steht auf dem Buchdeckel des Romans "Otherwise Engaged", der sich in Kays Tasche befand. Geschrieben hat das Buch Walter Finch (Robin Williams), ein Krimi-Autor, der im Nachbarort Unkumiut wohnt. Will findet heraus, wo Finch wohnt, und bricht in seine Wohnung ein. Als Finch nach Hause zurückkehrt, bemerkt er Will und flieht. Will verfolgt ihn bis zur Bucht, wo Finch gekonnt über ein Floss lose treibender Baumstämme entkommt. Will folgt ihm über die Stämme, rutscht ab und ertrinkt fast. Er kehrt in Finchs Wohnung zurück, um sich aufzuwärmen. Dort ruft ihn der flüchtige Finch an - er schlägt ein Treffen vor. Will versteckt die "Tatwaffe" in Finchs Klimaanlage. Ellie hat den Tathergang noch einmal überdacht und herausgefunden, dass Hap in eine andere Richtung hätte fallen müssen, wenn der Verdächtige tatsächlich auf ihn geschossen hätte. Sie sucht das Ufergelände ab, von dem aus der tödliche Schuss abgefeuert worden ist, und findet die leere Patrone aus Wills Walther. In ihrer Sammlung über Wills berühmte Fälle entdeckt sie, dass er üblicherweise eine Walther trägt. Zufällig findet sie auch die Zeitung mit dem Bericht über das Verfahren gegen Will; Hap hatte sie aus Los Angeles mitgebracht. Gleichzeitig fällt den örtlichen Kollegen auf, dass Kay alle Romane von Walter Finch besaß - so gerät er ins Fadenkreuz der Polizei. Will und Finch treffen sich auf einem Fährschiff. Finch erzählt, dass er Kay nicht ermorden wollte. Ihre Beziehung war platonisch - Mentor und Schülerin. Als sie ihn provoziert habe, sei er handgreiflich geworden. Ihr Tod war ein Unfall. Dann fragt er: "Hast du Hap absichtlich erschossen?" Will streitet das ab. Finch weist ihn wieder auf die Parallelität der Fälle hin. Will ist bereit, ihm helfen, um nicht selbst durch Finchs Aussage belastet zu werden. Er gibt Finch Anweisungen für die Zeugenbefragung, die Finch in jedem Fall über sich ergehen lassen mußs. Als sie sich trennen, zeigt Finch Will einen Kassettenrecorder: Er hat sich rückversichert, indem er das konspirative Gespräch aufgezeichnet hat. Am nächsten Morgen wird Finch routinemäßig zum Mordfall Kay befragt. Gegen Wills ausdrückliche Anweisung beginnt er sofort den unschuldigen Randy zu belasten, spricht von dessen Pistole, vor der Kay Angst hatte. Will verliert die Beherrschung und wird vor den Kollegen fast handgreiflich. Aufgrund von Finchs Aussage besorgen sich die Cops sofort einen Durchsuchungsbefehl. Will mußs ihnen unbedingt zuvorkommen, weil er jetzt weiß, dass Finch seine Pistole in Randys Wohnung versteckt hat. Doch die Zeit ist zu knapp - Will durchsucht fieberhaft Randys Wohnung, doch die Waffe ist nicht auffindbar. Erst später entdecken die Kollegen die Pistole in der Ölwanne eines Motors, an dem Randy bastelt. Randy wird verhaftet. Will und Finch treffen sich erneut. Wills "Joker", die Tatwaffe in Finchs Wohnung, hat dieser nun gegen Randy eingesetzt. Will mußs erkennen, dass seine Falle nicht funktioniert hat - er beschließt, in der Untersuchung die ganze Wahrheit zu sagen, seine Schuld an Haps Tod zuzugeben und dann Finch als Mörder zu entlarven. Finch versucht ihm das auszureden - die Indizien gegen Randy sind erdrückend. Ellie konfrontiert Will mit den belastenden Fakten, die sie recherchiert hat. Das kann ihn nicht mehr treffen. Er ist todmüde, hat resigniert. Nachts zieht er die Hotelwirtin Rachel (Maura Tierney) ins Vertrauen, erzählt vom Dobbs-Fall, der ihn in Teufels Küche gebracht hat: Dobbs hatte einen Schuljungen zu Tode gequält, doch Will konnte seine Schuld nicht zweifelsfrei beweisen. Weil er Dobbs unbedingt überführen wollte, handelte Will nach der Devise "Der Zweck heiligt die Mittel": Er fingierte den Beweis, indem er das Blut des Jungen selbst in Dobbs' Apartment platzierte. Ellie ahnt nicht, dass sie in Lebensgefahr schwebt: Finch weiß jetzt, dass sie neben Will als einzige die ganze Wahrheit kennt - er mußs sie ausschalten, um seine Haut zu retten. Auf seine Einladung fährt sie zu seiner Anglerhütte, wo er nach eigener Aussage wichtige Briefe von Kay aufbewahrt. Will folgt ihr, um das Schlimmste zu verhindern ... |
|
|
|









