Der Super Guru

Ausführlicher Inhalt

Nur ein wahrer Guru hätte das Schicksal des jungen indischen Tanzlehrers Ramu Gupta (Jimi Mistry) vorhersehen können, der sich fasziniert vom Rampenlicht des Broadways auf seine Reise in eine fremde Welt begibt. Getrieben von den Versprechungen eines Freundes und den verlockenden Visionen eines Penthouses in Manhattan, eines roten Mercedes und einer endlosen Ballettschlange blonder Baywatchschönheiten, macht sich Indiens größter Travolta-Fan auf, Amerika zu erobern.


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Aber die Straße des Ruhmes ist in New York ein steiniges Pflaster und die Versprechungen seines Freundes entpuppen sich schon am Flughafen als simples Lockmittel. Kein roter Sportwagen wartet auf dem Parkplatz, sondern ein gelbes Taxi, und das Penthouse ist ein schäbiges Appartement im ersten, aber immerhin obersten Stock eines Mietshauses.

Ramu findet sich nicht auf den Brettern wieder, die die Welt bedeuten, sondern schafft gerademal einen kurzen Auftritt mit Kellnertablett in einem indischen Restaurant. Der amerikanische Traum heißt eben so, weil man ihn nur findet, wenn man schläft.

Doch so schnell gibt Ramu nicht auf und ein Vorsprechen bei Dwain (Michael McKean), dem Chef von Ramrod Productions, verspricht endlich den Durchbruch. Ein paar Missverständnisse und einen feurigen Macarena-Tanz später bekommt er den Job. Dummerweise verwandelt sich seine naive Begeisterung in nacktes Lampenfieber, als ihm klar wird, dass er in der Hauptrolle eines Pornofilmes gelandet ist.

Verunsichert von der ziemlich unromantischen Situation, kann Ramu trotz seiner reizvollen und inspirierenden Filmpartnerin Sharonna (Heather Graham) nicht die notwendige Härte für diese spezielle Herausforderung des Showgeschäfts aufbringen.

Arbeitslos und verzweifelt taucht er unangemeldet auf einer High Society-Party auf, für die sein ehemaliger Restaurantboss das Catering übernommen hat. Indische Spezialitäten und der Auftritt eines indischen Gurus sollen der therapiegierigen Lexi (Marisa Tomei) den Abend versüßen und ihrem neurotischen Highclass-Elend Linderung verschaffen.

Unterdessen hat der weise Mann allerdings mehr getrunken, als ihm gut tut, und landet bewegungsunfähig auf dem Küchenboden. Ein neuer Guru mußs her, Ramu ist da und kurz darauf ringt er mit Turban und leichtem Gewand stotternd nach weisen Worten. Und alles, was ihm einfällt, sind Sharonnas kluge Sätze dazu, wie man bei einem Pornodreh die besten Resultate erzielt.

Genau das aber lässt bei der gelangweilten Partygemeinde die richtigen Saiten erklingen und als Ramu dann seinen indischen Macarena tanzt, verwandeln sich die Gäste in ein begeistertes Musicalensemble: Ramu wird als Guru des Sex gefeiert.

Die diesem Zauber völlig erlegene Lexi begibt sich mit ihrer persönlichen Entdeckung auf einen Kreuzzug für das Seelenheil der Welt und vermittelt Ramu eine gute Freundin, die ihm einen 2000-Dollar-Scheck für den Ratschlag überreicht, dass mit einem Orgasmus die meisten Sorgen und Ängste verschwinden.

Ganz geheuer ist Ramu seine plötzliche Berufung nicht, aber schließlich ist ein Job ein Job und hier hat er seine Chance, berühmt und reich zu werden. Nur mußs er dazu sein Repertoire vergrößern und wird zum Schüler von Sharonna, die jedoch glaubt, dass sie Ramu auf eine Karriere als Pornodarsteller und nicht als Seelenheiler vorbereitet.

Doch auch sie lebt eine Lüge und gibt sich ihrem Freund gegenüber als keusche Grundschullehrerin aus, für die Sex erst nach der Hochzeit in Frage kommt. dass sich Ramu und Sharonna in den privaten Sitzungen näher kommen, liegt auf der Hand, doch so, wie sie erst lernen müssen, sich ihre Gefühle füreinander einzugestehen, müssen sie auch erfahren, dass es nichts wert ist, begehrt zu werden, wenn man vorgibt, jemand anderes zu sein, als man eigentlich ist. Nichts ist ganz so, wie es scheint, und hinter jeder Ecke wartet eine kleine Überraschung in dieser entzückenden multikulturellen Komödie über ein heilsames Liebesdurcheinander.

Szenenfoto
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© 1994 - 2010 Dirk Jasper