|
|
|
1937, im tiefsten
Louisiana: Die vier halbwüchsigen Mädchen Vivi, Teensy,
Necie und Caro schwören sich ewige Freundschaft. In einem
feierlichen nächtlichen Ritual schließen sie einen Pakt,
den sie mit ihrem Blut besiegeln; sie krönen sich gegenseitig
zu Prinzessinnen und Königinnen. So wird der Bund der
Ya-Ya-Priesterinnen gegründet, der sie für ihr ganzes
Leben zusammenschweißt.
Als Vivi den Artikel in Time liest, ist sie außer sich. Auch Sidda selbst reagiert wütend, denn sie findet, die Reporterin habe ihre Kommentare über Vivi verdreht. Doch sie kommt nicht dazu, ihrer Mutter die Umstände am Telefon zu erklären - der schwelende Konflikt zwischen Mutter und Tochter explodiert in einer wütenden Eruption, die jedes Gespräch verhindert. Vivi reißt Siddas Fotos von der Wand und schickt ihr die verkohlten Reste der Bilder, aus denen sie vorher Siddas Kopf herausgeschnitten hat. Außerdem ändert sie ihr Testament und enterbt ihre Älteste. Sidda reagiert, indem sie ihrer Mutter die Einladung zu ihrer Hochzeit schickt - doch aus der Einladung hat sie fein säuerlich Ort und Datum herausgeschnitten. Seit sieben Jahren lebt Sidda mit dem sanftmütigen und verständnisvollen Connor (Angus MacFadyen) zusammen, lange hat sie gezögert, bis sie sich bereit erklärte, ihn zu heiraten. Vivi beklagt sich bitterlich bei ihren Ya-Ya-Schwestern Teensy (Fionnula Flanagan), Necie (Shirley Knight) und Caro (Maggie Smith), die mit ihr alt geworden sind. Die Freundinnen reagieren nicht überrascht, denn sie haben die gespannte Beziehung zwischen Vivi und Sidda über Jahrzehnte beobachtet. Doch jetzt ist es an der Zeit, die beiden wieder zusammenzubringen. Kurzentschlossen reisen Teensy, Necie und Caro nach New York, um Sidda zum ersten Schritt zu bewegen. Sidda will von ihrer Mutter aber nichts mehr wissen. Caro schüttet ihr ein Schlafmittel in den Drink, und die Ya-Ya-Schwestern entführen Sidda nach Louisiana. Als Sidda wieder zu sich kommt, eröffnen ihr die Ya-Yas, dass sie sich auf einer Barmherzigkeitsmission befinden - sie wollen die Familienfehde der Walkers endlich beenden. Vivi lässt sich nicht mehr ändern, das sehen sie alle ein, aber vielleicht kann Sidda noch einiges über ihre Mutter lernen. Die Ya-Yas haben all ihre Erlebnisse und Abenteuer über die Jahre in einem großen Album gesammelt, von dem Sidda bisher nichts wusste. Jetzt taucht sie ein in die Vergangenheit ihrer Familie, erinnert sich an eigene glückliche Tage mit ihrer jungen Mutter (Ashley Judd). Anhand von alten Fotos erzählen die Ya-Yas, wie die vier Mädchen 1939 zur Premiere von "Vom Winde verweht" nach Atlanta eingeladen wurden: Sie wohnten dort in der protzigen Villa eines neureichen Onkels. Willetta (Leslie Silva), das schwarze Hausmädchen der Walkers, hat die Mädchen nach Atlanta begleitet. Als der arrogante Cousin, der Sohn des Hauses, Willetta als "Nigger" bezeichnet und aus dem Zimmer weist, reagieren die Mädchen so aufgebracht, dass sie Willetta handgreiflich verteidigen - es kommt zu einer ausgewachsenen Tortenschlacht. Wenige Jahre später, im Zweiten Weltkrieg, verliebt sich Vivi unsterblich in Teensys Bruder Jack (Matthew Settle), der auf Befehl seines Vaters als Pilot in den Krieg zieht. Die Ya-Yas erinnern sich, wie sie eines Nachts die unerträgliche Sommerhitze nicht mehr aushalten konnten. Statt auf eine kühle Brise zu warten, kühlen sie sich nackt im Fahrtwind des Cabrios ab, mit dem sie über die einsame Landstraße brausen - um bald darauf von einer Polizeistreife aufgegriffen zu werden und die Nacht im Gefängnis zu verbringen. Auch von der schwierigen Familiensituation in Vivis Elternhaus erzählen die Freundinnen: Die Mutter hat immer unter der Gefühlskälte ihres Mannes Taylor Abbott (David Rasche) gelitten, und als Taylor seiner schönen Tochter einen kostbaren Brillantring schenkt, reagiert die Mutter tödlich beleidigt. Sie ist erzkatholisch und unterstellt Vater und Tochter gar eine inzestuöse Beziehung, als sie Vivi anschreit: "Welche Todsünde hast du begangen, damit er dir solch ein Geschenk macht?" Nur mit Mühe gelingt es Taylor, seine Frau zu besänftigen. Jack kehrt nicht aus dem Krieg zurück - ein Verlust, den Vivi ihr Leben lang nicht verwinden wird. Sie willigt ein, die Frau des gutmütigen Sheb Walker (David Lee Smith) zu werden, wobei sie keinen Zweifel daran lässt, dass er immer die zweite Wahl bleiben wird. Sidda wird geboren, später folgen eine Schwester und ein Bruder. Doch Vivi bleibt unglücklich, trinkt zu viel und provoziert sogar den verständnisvollen Sheb zu dauernden Streitereien. Als Sidda diese Erzählungen der Ya-Yas auf sich wirken lässt, begreift sie langsam, dass Vivis Verhalten gute Gründe hatte - Sidda beginnt ihre Mutter mit anderen Augen zu sehen. Ihr alter Vater Shep (James Garner) hat Vivi sein Leben lang die Treue gehalten und erträgt ihre Exzentrik auch heute noch mit der Geduld eines Engels. Doch Sidda fürchtet, dass sie die Gene ihrer Mutter geerbt hat und wie Vivi eine Rabenmutter sein wird - Erfahrungen wie ihre eigenen möchte sie ihren noch ungeborenen Kindern nicht zumuten. In einer Kurzschlussreaktion ruft sie Connor in New York an und erklärt ihm, dass die geplante Hochzeit hiermit geplatzt sei. Connor ist völlig entnervt. Er hat nicht einmal eine Telefonnummer, unter der er sie erreichen kann - nur die Nummer ihrer Mutter, die bisher keine Ahnung hat, dass Sidda sich ganz in ihrer Nähe im Versteck der Ya-Yas aufhält. Connors einziger Ausweg: Er ruft Vivi an, die aus allen Wolken fällt und sofort ihre Freundinnen zur Rede stellen will. Teensie fängt sie auf der Straße ab und blockiert mit ihrem Wagen die Fahrbahn - sie kann Vivi davon abhalten, Sidda jetzt schon gegenüber zu treten: "Du ruinierst sonst alles!" Vivi geht in sich. In einem theatralischen Ritual betet sie zur Jungfrau Maria - sie bittet darum, dass Sidda ihren Freund nicht verlassen wird. Vivi gelobt, ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum wenigstens etwas zu reduzieren. Sheb spricht mit seiner Tochter Sidda und bittet sie um Verständnis für Vivi. Inzwischen ist Connor in Louisiana eingetroffen und besucht Vivi und Sheb. Vivi gibt ihre Fehler zu - sie fühlte sich von den drei Kindern überfordert, wollte ihren Mann verlassen und in eine neue Beziehung flüchten. Tatsächlich ist sie eines Tages einfach geflohen. Doch in der Abgeschiedenheit eines Hotelzimmers fand sie genug Ruhe und Zuversicht, um zu ihrer Familie zurückzukehren. Immer noch nagt ein traumatisches Kindheitserlebnis an Sidda: Eines Tages ist Vivi regelrecht durchgedreht: Sie scheuchte ihre drei kleinen Kinder hinaus in den Regen und verprügelte sie brutal und völlig grundlos mit einem Ledergürtel. Erst jetzt erfährt Sidda, dass Vivi daraufhin freiwillig sechs Monate lang in einem Sanatorium verbracht hat - sie traute sich selbst nicht mehr. Erst später stellte sich heraus, dass ihr der Arzt aufgrund ihres Alkoholmissbrauchs falsche Medikamente verschrieben hatte, die die schreckliche Psychose auslösten. Sidda ist erleichtert: "Die jahrelange Therapie hätte ich mir sparen können - ich habe immer die Schuld bei mir selbst gesucht!" Und dann erinnert sie sich an eine andere Vivi: Als ein Sportflieger im Ort Rundflüge anbot, hatte die kleine Sidda zunächst Angst und wollte nicht mitfliegen. Vivi spürte jedoch genau, wie gern sie eigentlich dabei gewesen wäre. Abends sprachen Mutter und Tochter noch einmal darüber, und spontan setzte Vivi alles daran, das nötige Bargeld zu besorgen und den Piloten dazu zu überreden, nach Feierabend speziell für Sidda noch einmal aufzusteigen - ein unvergessliches Erlebnis. Sidda ist traurig und beunruhigt, weil Connor in New York nicht ans Telefon geht - sie weiß noch nicht, dass er inzwischen in ihrer Heimatstadt eingetroffen ist. Plötzlich steht er vor ihr, und die beiden versöhnen sich. Aber Mutter und Tochter haben sich noch immer nicht wiedergesehen. Wird es zwischen den beiden zu einer Verständigung kommen? |
|
|
|









