Roter Drache

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Trailer • Filmplakate im Großformat: DeutschlandUSA

Titel Deutschland: Roter Drache
Titel USA: Red Dragon
Genre: Psychothriller
Farbe, USA, 2002

Kino USA: 4. Oktober 2002
Kino Deutschland: 31. Oktober 2002
Laufzeit Kino: 124 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: 5. Juni 2003
Video Deutschland: 5. Juni 2003
Laufzeit DVD/Video: 124 Minuten



Inhalt Mörder wie Dr. Hannibal Lecter haben immer ihre Bewunderer, die sich an jedem Detail ihrer brutal inszenierten Verbrechen ergötzen. Allein die Existenz von Hannibal erregt sie, und aus der Tatsache, dass er die "Schwachen" unter uns in Angst und Schrecken versetzt, schöpfen sie ihre Lebenskraft.

Für diese Psychopathen ist Lecter ein überlegenes Wesen, ohne ihn hätte ihr armseliges Dasein keinen Sinn. Sie selbst haben ein völlig verzerrtes Selbstbild und glauben, dass nur Lecter ihre wahre Persönlichkeit erkennt und ihre daraus resultierenden Handlungen akzeptiert.

Gerade jetzt weiß Lecter die ihm entgegengebrachte Bewunderung und Unterwürfigkeit zu schätzen. Denn seit er ins Baltimore State Hospital für geistesgestörte Kriminelle eingewiesen wurde, gab es für ihn nur wenig Abwechslung.


Darsteller & Stab Darsteller: Anthony Hopkins (Hannibal Lecter), Edward Norton (Will Graham), Ralph Fiennes (Francis Dolarhyde), Harvey Keitel (Jack Crawford), Emily Watson (Reba McClane), Mary-Louise Parker (Molly Graham), Philip Seymour Hoffman (Freddy Lounds), Anthony Heald (Dr. Chilton), Frankie Faison (Barney), Tyler Patrick Jones (Josh Graham)

Stab:Regie: Brett Ratner • Produzenten: Dino De Laurentiis, Martha De Laurentiis • Drehbuch: Ted Tally • Vorlage: Roman Roter Drache von Thomas Harris • Filmmusik: Danny Elfman • Kamera: Dante Spinotti • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Kristi Zea • Schnitt: Mark Helfrich • Kostüme: Betsy Heimann • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 22/2002: Wegen einer Mordserie wieder aktiviert, soll sich der "Hannibal Lecter"-Fänger Agent Graham erneut in die Arbeitsweise eines Serienkillers versetzen. Für seine Recherchen tritt er in Kontakt zu Lecter, ohne sich über dessen Kooperationsbereitschaft Gedanken zu machen. Als Prequel zu "Das Schweigen der Lämmer" konzipierte Neuverfilmung des ersten Teils der "Hannibal"-Trilogie von Thomas Harris, die zwar nicht die Geschlossenheit und erschreckende Virtuosität der Michael Mann-Verfilmung "Blutmond" erreicht, als schnörkellos inszeniertes Starkino gehobener Qualität aber dennoch überzeugt.

Cinema 11/2002: Obwohl Ratner als Regisseur seichter Komödien denkbar ungeeignet schien, um gnadenlosen Psychohorror zu inszenieren, überzeugt der Film: "Roter Drache" zerrt an den Nerven, gerade weil er vieles suggeriert und nicht, wie "Hannibal", zum opernhaften Blutrausch verkommt. dass bei einer US-Testvorführung die Zuschauer an einigen Stellen lachten, konnte Ralph Fiennes nicht nachvollziehen. "Äußerst seltsam", befand der Brite. Weiß er nicht, dass Lachen oft die einzige Reaktion ist auf Schrecknisse, die uns überfordern?

Jens Golombek (TV-Movie) 23/2002: Überflüssig, nervig, reine Geschäftemacherei - so lautet häufig das Urteil über die anhaltende Flut an Hollywood-Remakes. Auf "Roter Drache" trifft das nicht zu: Regisseur Brett Ratner hat die Romanvorlage von US-Autor Thomas Harris auf geniale Weise umgesetzt. Hier stimmt einfach alles: logische Story, tolle Kulissen und ein grandioser Anthony Hopkins. Fazit: ein Schocker der Extraklasse - mindestens so gut wie "Das Schweigen der Lämmer". Mitzittern!

Filmplakat
DVD-Cover
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: UIP © 1994 - 2010 Dirk Jasper