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Das zweite Jahr beginnt
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Warner Bros. Pictures gibt hiermit den
Start von Harry Potter und die Kammer des
Schreckens bekannt - die Verfilmung des zweiten Romans aus J.K.
Rowlings Bestsellerreihe.
Bei der Veröffentlichung 1998 setzte sich "Kammer der Schreckens" sofort an die Spitze der britischen Bestsellerliste Whitaker BookTrack, und als Nummer eins debütierte der Roman auch auf den Bestsellerlisten von New York Times, USA Today und Wall Street Journal. Über 42 Millionen Exemplare des Romans wurden in 42 Ländern verkauft (mehr als 17 Millionen allein in den USA und Kanada).
Harry Potter und der Stein der Weisen wurde für drei Oscars und sieben Preise der renommierten British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) nominiert, darunter in der Kategorie Hervorragender britischer Film des Jahres. Die meisten Regisseure geraten in der anstrengenden Postproduction-Phase eines Spielfilms an den Rand der Erschöpfung. Chris Columbus mußste im Sommer/Herbst 2001 aber nicht nur Harry Potter und der Stein der Weisen schneiden und abmischen, sondern gleichzeitig auch noch die kräftezehrende Vorbereitungsphase für "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" überwachen. "Das war eine strapaziöse Zeit, aber wir haben mit ,Stein der Weisen' eine Menge Erfahrungen gesammelt, die ich unbedingt sofort auf den zweiten Film anwenden wollte", erinnert sich Columbus. "Wir schufteten wirklich bis zum Umfallen", pflichtet Produzent David Heyman ihm bei. "Glücklicherweise haben wir durch den ersten Film eine Menge gelernt - davon profitieren wir ebenso wie von dem Umstand, dass unser Produktionsteam beim zweiten Film gleich weiter machen konnte: So eine eingespielte Crew ist natürlich Gold wert." Glücklicherweise war die Filmcrew bei "Kammer des Schreckens" durch den aufreibenden Drehplan viel zu sehr in Anspruch genommen, als dass sie durch den Sensationserfolg und das Medienecho abgelenkt worden wäre. "Niemand hatte Zeit, sich zurückzulehnen und nach dem großen Erfolg übermütig zu werden. Ich glaube, das hat uns allen gut getan, vor allem den Kids", sagt Columbus. "Denn in dieser Phase waren Darsteller und Produktionsteam bereits zu einer großen Familie zusammengewachsen. Toll, wie sich die Begeisterung auf uns alle übertrug, ohne unser Arbeitstempo zu beeinflussen - das wirkte sich auf ,Kammer des Schreckens' sehr positiv aus." Trotz des hektischen Zeitplans sorgten Columbus und Heyman von Anfang an dafür, dass ihr anspruchsvolles Konzept für "Kammer des Schreckens" ganz präzise umgesetzt wurde, denn laut Plan soll sich der zweite Film in exakt definierten Punkten vom ersten abheben - und zwar in Bezug auf Struktur, Charakter und Atmosphäre. "In ,Stein der Weisen' haben wir uns viel Zeit gelassen, Harry Potters Welt vorzustellen", sagt Heyman. "Die Zuschauer mußsten die Zauberwelt, die Schauplätze, die Figuren ja erst kennen lernen. In ,Kammer des Schreckens' können wir dagegen sofort in das Abenteuer, in die Handlung einsteigen." ",Die Kammer des Schreckens' ist zugleich düsterer und komischer als der erste Film, und Harrys Charakter entwickelt sich deutlich weiter", erklärt Columbus. "In ,Stein der Weisen' mußste Harry überhaupt erstmal begreifen, dass er tatsächlich Zauberkräfte besitzt. Im Vergleich zu den schillernden, überlebensgroßen Figuren um ihn herum wirkte Harry irgendwie passiv, erst im letzten Drittel des Films fand er seinen eigenen Rhythmus. In ,Kammer des Schreckens' überzeugt Harry dagegen von Anfang an durch Initiative und größeres Selbstbewusstsein." Hauptdarsteller Daniel Radcliffe freute sich, als Harry Potter in "Kammer des Schreckens" sehr viel aktiver auftreten zu dürfen. "Der letzte Dialogsatz des ersten Films ist praktisch der Beginn des zweiten", stellt Radcliffe fest - er zählt "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" zu seinen Lieblingsbüchern. "Harry sagt: ,Eigentlich kehre ich gar nicht nach Hause zurück', denn ihm ist klar geworden, dass er in Hogwarts zu Hause ist: Da gehört er hin. Doch als er am Anfang von ,Kammer des Schreckens' nach Hogwarts zurückkommt, merkt er, dass sein Zuhause, die Schule, in großer Gefahr schwebt - er mußs sie unbedingt beschützen." Radcliffe spürt, wie Harrys Entwicklung ihn ganz persönlich beeinflusst: "Er ist als Person inzwischen so viel reifer, dass ich auch meine eigene Entwicklung vorantreiben mußs. Jetzt lasse ich mich von zwei Instinkten leiten - Harrys und meinem eigenen. Jedesmal, wenn wir eine neue Szene drehen, frage ich mich: ,Wie würde Harry in diesem Fall reagieren?' Und das versuche ich dann vor der Kamera auszudrücken." "Daniel hat mit der Harry-Potter-Rolle eine ungeheure Verantwortung übernommen, er stellt sich dieser Herausforderung und ist als Schauspieler über sich hinausgewachsen", berichtet Columbus begeistert. "Im wahrsten Sinne des Wortes ist er Hauptdarsteller, ein echter Held und sicher auch schon ein Mädchenschwarm!" Inzwischen ist es zwei Jahre her, dass der jetzt 13-jährige Radcliffe und seine Filmpartner Rupert Grint (14) und Emma Watson (12) die Schlüsselrollen von Harry Potter und seinen besten Freunden Ron Weasley und Hermine Granger übernahmen. "Im Laufe unserer Arbeit erlebe ich ein Wunder, denn ich sehe, wie Dan, Rupert und Emma reifen und wachsen", sagt Heyman. "Die Kinder wirken inzwischen viel selbstbewusster, sie können bei der Rollengestaltung auf eine Menge neuer Erfahrungen zurückgreifen. Gleichzeitig haben sie sich ihr kindliches Staunen, ihre Begeisterung bewahrt." "Es ist erstaunlich, wie sie nicht nur physisch wachsen, sondern sich auch in ihren Fähigkeiten entwickeln", fügt Columbus hinzu. "Die Kids spielen sehr viel ausgereifter - ganz offen gesagt: Sie spielen einfach besser als im ersten Film." Emma Watson freut sich, dass sie persönlich und professionell durch ihre Erfahrung mit Harry Potter und der Stein der Weisen dazulernt. "Ich hatte vorher noch keine Profirolle gespielt und war deswegen reichlich nervös, denn ich kannte niemanden am Set", gibt sie zu. "Inzwischen kenne ich alle Leute im Team, ich weiß, was ich tue, also bin ich viel lockerer und habe viel mehr Spaß dabei. Außerdem kann ich inzwischen deutlich besser spielen und bin deshalb mit meinen Leistungen vor der Kamera schon öfter mal zufrieden." Für die altkluge Hermine Granger bringt das zweite Jahr in Hogwarts deutliche Veränderungen in der Beziehung zu ihren Zauberlehrlingskollegen. "Hermines Freundschaft zu Harry und Ron wird intensiver, und sie erscheint sehr viel lockerer", verrät Watson. "Sie verkriecht sich nicht mehr ständig in ihren Büchern und Hausaufgaben, wirkt nicht mehr so verbissen. Hermine wird also etwas sanfter, aber sie steht ihren Freunden genau so treu zur Seite wie bisher." Wie Harry Potter lässt sich auch Ron Weasley nicht unterkriegen - oft genug finden sich die beiden in "Kammer des Schreckens" im Mittelpunkt der Action. "Ich darf in diesem Film viel mehr lustige Dinge anstellen, vor allem mit dem fliegenden Auto", erklärt Rupert Grint. "Besonders die Szenen in der Netzkuppel waren gruselig, weil ich mich sehr vor Spinnen fürchte. Als ich Aragog [eine riesige Spinne, die im Dunklen Wald lebt] zum ersten Mal sah, habe ich gar nicht gespielt - ich hatte wirklich Angst!" Wie man eine Starbesetzung aus dem Hut zaubert Die Filmemacher blieben der in Harry Potter und der Stein der Weisen begonnenen Familientradition treu und besetzten nicht nur die Kinderrollen in "Kammer des Schreckens" mit denselben Darstellern - auch die berühmtesten erwachsenen Stars Großbritanniens sind wieder mit von der Partie.Wie schon in Harry Potter und der Stein der Weisen tritt John Cleese ("Die Welt ist nicht genug", "Ein Fisch namens Wanda", "Monty Python") als fast kopfloser Nick auf; Robbie Coltrane ("Nonnen auf der Flucht", "GoldenEye", "Die Welt ist nicht genug") als freundlicher Riese Hagrid; Warwick Davis ("Willow") als Zaubermittel-Experte Professor Flitwick; Richard Griffiths ("Sleepy Hollow", "Die nackte Kanone 2 1/2", "King Ralph") als Harrys Onkel Vernon Dursley; Richard Harris ("Gladiator", "Erbarmungslos", "Camelot") als Hogwarts' allwissender Schulleiter Albus Dumbledore; Alan Rickman ("Wie verrückt & aus tiefstem Herzen", "Sinn und Sinnlichkeit", "Stirb langsam") als undurchsichtiger Zaubertrank-Professor Severus Snape; Fiona Shaw ("Mein linker Fuß", "The Butcher Boy", Franco Zeffirellis "Jane Eyre") als Harrys Tante Petunia Dursley; Dame Maggie Smith (Oscar-Nominierung für ihre Rolle in "Gosford Park"; "Tee mit mußsolini", "Richard III.") als Dumbledores ergebene Stellvertreterin Professorin Minerva McGonagall; und Julie Walters ("Billy Elliot", "Rita will es endlich wissen", "Personal Service") als Mrs. Molly Weasley. Der wohl prominenteste Neuling in Harry Potter und die Kammer des Schreckens ist Gilderoy Lockhart, der neue Professor für die Abwehr der dunklen Künste. Diese Rolle übernimmt der hochbegabte Schauspieler, Autor und Regisseur Kenneth Branagh ("Hamlet", "Viel Lärm um nichts", "Schatten der Vergangenheit", "Shackleton"). Laut Columbus kam für den Part niemand außer Kenneth Branagh in Frage. "Ken zählt zu den großen Bühnen- und Filmschauspielern unserer Epoche - und er ist ein großartiger Filmemacher", bestätigt Columbus. "Er passt perfekt in unsere ausschließlich britische Besetzung, und er gehört zu den wenigen jüngeren Darstellern, die sich im Kreis von Richard Harris, Maggie Smith und Alan Rickman behaupten können. Ich könnte mir niemand sonst in der Rolle des Gilderoy Lockhart vorstellen." "Lockhart ist eine der anspruchsvollsten Rollen der beiden Filme", führt Heyman aus. "Gefragt war ein Schauspieler, der zwar als Nervensäge, aber auch charmant auftreten kann, der sich in Lockharts Narzissmus hineinsteigert und zum Schreien komisch wirken kann, ohne dabei den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ken liefert genau das, was wir uns vorstellten, und noch einiges mehr. Eine wahrhaft überwältigende Persönlichkeit." Branagh stürzte sich zwar mit Begeisterung auf die Rolle des aufdringlichen Schaumschlägers, nahm sie aber durchaus nicht auf die leichte Schulter. "Meine Nerven lagen blank, denn natürlich weiß ich, dass ,Kammer der Schreckens' als Superproduktion ungeheure Erwartungen in den Zuschauern weckt, und die Fans haben bereits sehr konkrete Vorstellungen von Lockhart", sagt Branagh. "Er wirkt höchst extravagant, reichlich eitel, und er ist ein fürchterlicher Narziss. Schrecklich nervtötend und doch sehr charmant - in solch eine Rolle verbeißt sich jeder Schauspieler mit Genuss. Gleichzeitig gilt es, das Publikum davon zu überzeugen, dass er die Dinge, die er von sich behauptet, tatsächlich vollbracht haben könnte. Er mußs auf jeden Fall plausibel wirken. Insgeheim habe ich mich dabei auf Chris Columbus und sein Timing in komischen Situationen verlassen." "Auf der ganzen Welt gibt es keinen so sympathischen Menschen wie Ken Branagh, doch Lockhart ist ein Angeber und Hochstapler", beschreibt Radcliffe den neuen Kollegen in Hogwarts' bunt zusammengewürfeltem Lehrkörper. "Die Mädchen liegen ihm zu Füßen, und die Jungs können ihn nicht ausstehen, denn sie spüren einfach, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt." Tatsächlich verzaubert Lockhart die Hogwarts-Schülerinnen mit seinem Charisma, vor allem die vernünftige Hermine. "Wenn sie ihn sieht, verklärt sich ihr Blick", gesteht Emma Watson, die den arroganten Professor als "den Brad Pitt seiner Zeit" bezeichnet. "Hermine ist genau wie die anderen Mädchen von ihm besessen. Kenneth Branagh bringt das ganz nüchtern, ist aber ein so fantastischer Schauspieler, dass er uns diese Szenen wirklich leicht macht." "Lockhart versteht seinen lyrischen Charme vor allem bei der Weiblichkeit zu seinem Vorteil einzusetzen", erklärt Branagh. "Dabei gehört Hermine zu den wenigen, die nicht völlig von ihm vereinnahmt werden." Eine bedeutende neue Rolle übernimmt in Harry Potter und die Kammer des Schreckens auch Jason Isaacs als Lucius Malfoy, der Vater von Harrys Slytherin-Erzfeind Draco Malfoy. Columbus beschreibt Isaacs ("Black Hawk Down", "Der Patriot", "Das Ende einer Affäre") als "einen der großartigsten Schurken des modernen Films. Bei Jasons Auftritt in ,Der Patriot' stockte uns wirklich das Blut in den Adern. Deswegen hielt ich ihn für den idealen Lucius Malfoy, der das in Slytherin latent vorhandene abgrundtiefe Böse perfekt verkörpert." Trotz der umfangreichen Erfahrung, die Isaacs mit abscheulichen Antihelden gesammelt hat, fühlte er sich von der neuen Rolle deutlich herausgefordert. "Erstmals bekomme ich es auf der Leinwand mit Zauberern zu tun, und nur selten habe ich Gelegenheit, hüftlanges blondes Haar zu tragen und mit einem schlangenköpfigen Spazierstock umherzustolzieren!", lacht er. "Spaß und Ernst liegen bei dieser Aufgabe eng beieinander, denn ich will Lucius so grotesk wie nur möglich darstellen, aber er soll dennoch in der Realität verwurzelt bleiben." "Jason stellt in diesem Film die geballte Heimtücke, das Böse an sich dar", sagt Heyman. "Kaum jemand überzeugt als Schurke so wie Jason. Eigentlich sehr komisch, denn persönlich ist er äußerst sympathisch und liebenswert." Im Gegensatz zu Isaacs' früheren Bösewichten lässt sich an Lucius Malfoy wirklich kein einziges gutes Haar finden. "Lucius hat einen richtig finsteren Charakter, er ist durch und durch abscheulich", stellt Isaacs fest. "Noch nie habe ich jemanden gespielt, der derart von sich selbst überzeugt ist - absolut hochnäsig in seiner Arroganz und Skrupellosigkeit. Er verkörpert das Böse an sich." In der Handlung spielt Lucius' Beziehung zu seinem Sohn Draco eine entscheidende Rolle. Den Draco spielt der 14-jährige Tom Felton ("Anna und der König", "Ein Fall für die Borger") wie schon im ersten Film. Durch Lucius' Auftreten verstehen wir nun, warum sich Draco ständig mit seinen Mitschülern anlegt. "Dracos Zuhause ist ein Albtraum", sagt Isaacs. "Lucius tyrannisiert ihn - deswegen tyrannisiert Draco andere. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Der junge Felton war überrascht, als er merkte, was hinter der Beziehung zwischen Lucius und Draco steckt. "Ich hatte immer gedacht, die beiden müssten eigentlich sehr liebevoll miteinander umgehen, weil sich beide in ihrer Gemeinheit doch wirklich ähnlich sind. Aber ich habe den Eindruck, dass da etwas echt Fürchterliches zwischen den beiden abgeht", stellt Felton fest. "Draco mußs ständig einstecken und hat eine Riesenangst vor seinem Vater. Mir rutschte das Herz in die Hose, als ich erfuhr, dass Jason Isaacs die Rolle meines Vaters übernimmt. Aber ich habe noch nie einen freundlicheren Typen getroffen - wir haben uns auf Anhieb verstanden." Isaacs wiederum war von Feltons Darstellung in Harry Potter und der Stein der Weisen derart überzeugt, dass er sich bei den Dreharbeiten auf einen "durch und durch unangenehmen und schmierigen Typen einstellte. Doch in Wirklichkeit ist Tom ein äußerst charmanter junger Mann, ein echter Profi." Zwei weitere Schlüsselrollen in Harry Potter und die Kammer des Schreckens sind Ron Weasleys jüngere Schwester Ginny, dargestellt von der elfjährigen Bonnie Wright, und seine Mutter Mrs. Molly Weasley, die Julie Walters spielt. Ginny und Mrs. Weasley waren bereits in einer Szene in Harry Potter und der Stein der Weisen zu sehen - sie begleiten Ron zum Bahnhof King's Cross, wo er den Hogwarts-Express besteigt. Doch in "Kammer des Schreckens" tragen sie erstmals Wesentliches zur Handlung bei. "Als wir die Darsteller für den ersten Film suchten, war ich völlig auf mögliche Harry Potters konzentriert - Ginnys Rolle war derart klein, dass ich gar nicht daran dachte, wieviel sie im zweiten Film zu tun bekommt", gibt Columbus zu. "Doch Bonnie zeigt auch hier eine ganz erstaunliche Leistung. Die Rolle der Ginny ist sehr anspruchsvoll, und Bonnie wirkt absolut überzeugend." "Ich mußste ein paar wirklich komplizierte Szenen spielen, vor allem in der Kammer selbst, aber mir hat jede Minute Spaß gemacht", sagt Bonnie Wright. "Ich habe das große Glück, schon so jung eine derartige Erfahrung machen zu dürfen." In die unverwüstliche Mrs. Weasley kann die wandlungsfähige und allseits geachtete Schauspielerin Julie Walters das ganze Gewicht ihrer Erfahrung einbringen. "Bei den Weasleys hat Mrs. Weasley die Hosen an, aber sie geht sehr liebevoll mit ihrer Familie um", sagt Walters, die ihre Darstellung mit einem dick ausgestopften Kostüm unterstreicht. "Sie ist sofort von Harry begeistert - und er von ihr, denn bei ihr erwacht sofort der Mutterinstinkt, sie weiß ja, dass er eine Waise ist, dass seine Eltern auf schreckliche Weise ums Leben gekommen sind. Als Glucke nimmt sie Harry instinktiv unter ihre Fittiche - fortan gehört er zur Familie." Erstmals erscheint Mrs. Weasleys Ehemann Arthur Weasley, er wird gespielt von Mark Williams ("Shakespeare in Love", "Ein Fall für die Borger", "101 Dalmatiner"). "Arthur arbeitet im Zauberministerium. Dort hat er viel zu tun, denn viele Zauberer spielen den Nicht-Zauberern Streiche, und die dunklen Künste sind auf dem Vormarsch", sagt Williams mit unheilvoller Miene. Erstmals wirkt Miriam Margolyes ("Cats & Dogs", "Romeo + Juliet", "Zeit der Unschuld") in "Kammer des Schreckens" mit. Sie spielt die geniale Botanikerin Professorin Sprout, die vor allem für die verzauberten Alraunen in der Schule zuständig ist. "Die Alraunen sind äußerst gefährlich, denn die Legende besagt, dass man sterben mußs, wenn man sie beim Herausziehen schreien hört!" warnt Margolyes. "Klugerweise verteilt Professorin Sprout daher Ohrenschützer an alle ihre Schüler. Die Arbeit mit den Alraunen und mit den Kindern hat mir riesig Spaß gemacht. Man merkt dabei, dass es auch noch unverdorbene Kinder in der Filmbranche gibt." Zu den neuen Darstellern zählen auch Shirley Henderson ("Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück", "Trainspotting", "Rob Roy") als Gespenst Maulende Myrte; Gemma Jones ("Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück", "Oscar Wilde", "Sinn und Sinnlichkeit") als Madam Pomfrey; Sally Mortemore in ihrer Debütrolle als Madam Pince, Christian Coulson ("The Hours", "Die 4 Federn") in dem wichtigen Part des Tom Riddle sowie Robert Hardy ("Der Doktor und das liebe Vieh", "Ein perfekter Ehemann") als Zauberminister Cornelius Fudge. Neben diesen bewährten Darstellern sind auch neue Kindergesichter zu sehen: Hugh Mitchell als Schulanfänger Colin Creevey, der sich fürs Fotografieren begeistert, und Edward Randell als misstrauischer Justin Finch Fletchley. Fabelwesen schafft man durch Zauberei Für die fantastischen Fabelwesen und Monster in Harry Potter und die Kammer des Schreckens sind die Leiter der Abteilung Visuelle Effekte, Jim Mitchell ("Jurassic Park III", "Sleepy Hollow", "Mein großer Freund Joe") und Nick Davis ( Harry Potter und der Stein der Weisen, "Pluto Nash", "Verlockende Falle") mit ihrem talentierten Team bei Industrial Light & Magic zuständig."In Jim und Nick haben wir eine Crew gefunden, die das Wesen der visuellen Effekte wirklich durchdrungen hat", berichtet Chris Columbus. "Sie begreifen, dass wir die Zuschauer unbedingt in eine Welt entführen wollen, die noch kein Mensch gesehen hat - gleichzeitig müssen wir aber sicherstellen, dass die Bilder, die wir auf der Leinwand sehen, absolut glaubwürdig und überzeugend wirken." Mitchell, Davis und ihr Team verantworten etwa 950 im Computer bearbeitete Einstellungen des Films. Sie erwecken zum Beispiel den Haus-Elf Dobby zum Leben, den Basilisk, die Wichtel aus Cornwall und die Spinnen (mit Ausnahme von Aragog). "Chris wollte Dobby auf keinen Fall als Puppe ins Bild bringen, sondern ihn komplett im Computer animieren", erklärt Davis. "Dobby spielt im Film eine wichtige Rolle, und Chris legte Wert darauf, ihn wie jeden anderen Schauspieler in der Szene zu inszenieren - das ist per Computer umfassender möglich", fügt Mitchell hinzu. "Mir ging es darum, dass Dobby als äußerst reale Figur wirkt, in die das Publikum sich verlieben kann", sagt Columbus. "Jim und Nick schufen also eine echt wonnige Figur, der man ihre ganz besondere Welt wirklich abnimmt." Neben dem Team für visuelle Effekte half auch der für die Fabelwesen zuständige Nick Dudman kräftig mit bei der Erschaffung der Zauberwelt: Er entwarf die Versteinerten, die man wirklich fast anfassen kann, den Phoenix Fawkes, den Basilisk, die Alraunen und - wer vor Spinnen Angst hat, aufgepasst! - Aragog, eine uralte Spinne von der Größe eines mittleren Elefanten! "Aragog hat den Monstermachern einiges an Kopfzerbrechen bereitet", erklärt Dudman. "Denn wir sollten eine drei Meter hohe Spinne von sechs Meter Durchmesser liefern, die laufen und sprechen kann. Jedes einzelne Bein wurde von einem anderen Teammitglied gesteuert, und der ganze Apparat funktioniert über ein komplexes System aus Hydraulik und etlichen Computerbildschirmen. Das Monster wiegt insgesamt fast eine Tonne!" "Atemberaubend, was Nick Dudman in seinem Monster-Workshop fabriziert hat", sagt Columbus, der gern zugibt, dass er mit dem gigantischen Spinnentier eine der kompliziertesten Anforderungen an sein "Kammer des Schreckens"-Team gestellt hat. "Ich freue mich diebisch, dass die Spinnenszenen echt zum Fürchten sind - das werden die gruseligsten Momente des Films." Offensichtlich bekamen es die Mitwirkenden schon im Studio beim Anblick des Aragog mit der Angst zu tun: "Ich erinnere mich an die erste Einstellung in der Netzkuppel", berichtet Daniel Radcliffe. "Rupert und ich gehen auf einen Felsvorsprung, und plötzlich wartet da diese gigantische Spinne auf uns! Die wirkte so echt, dass wir uns zu Tode erschreckt haben!" Columbus legt Wert auf die Feststellung, dass es ihm in "Kammer des Schreckens" durchaus nicht nur um die visuellen Effekte für die neuen Figuren geht: Er will auch die bereits aus dem ersten Film bekannten Elemente noch weiter perfektionieren, vor allem das äußerst rasante Spiel Quidditch. "Ich wollte die Figuren noch überzeugender in die Hintergründe einpassen", erzählt er. "Also gehen wir diesmal auf Nummer Sicher: Die Ausleuchtung bei den Aufnahmen der Spieler entspricht jetzt ganz exakt der Atmosphäre draußen im Quidditch-Stadion. Das Stadion wirkt diesmal echter, so als ob es schon lange benutzt wird. Auch das Tempo und den Bewegungsablauf der Spieler haben wir noch überzeugender gestaltet - dadurch wird das Spiel erheblich schneller und spannender." Das Geheimnis der Kammer Wie schon bei Harry Potter und der Stein der Weisen übernimmt der Produktionsdesigner und dreifache Oscar-Preisträger Stuart Craig ("Der englische Patient", "Gefährliche Liebschaften", "Gandhi") die Ausstattung von "Kammer des Schreckens".Für "Stein der Weisen" wurde er mit dem Oscar ausgezeichnet und für den British Academy Award nominiert. "Die beiden Produktionen überlappten sich, denn wir mußsten den zweiten Film bereits vorbereiten, als der erste noch gedreht wurde", sagt Craig. "Doch dadurch bekamen wir die Gelegenheit, die bereits vorgestellten Bauten noch zu verbessern, vor allem Dumbledores Büro und Lockharts Unterrichtsraum." An vielen bekannten Drehorten aus Harry Potter und der Stein der Weisen wurde erneut gefilmt, doch wieder fand der Großteil der Dreharbeiten in den Leavesden Film Studios statt. Hier entstanden eine große Anzahl neuer Sets, unter denen die Kammer des Schreckens das größte darstellt. Die umfangreiche Kammer mit einer Grundfläche von 76 x 37 Metern ist somit das bei weitem größte "Harry Potter"-Set überhaupt. Sogar die Große Halle mit ihren beeindruckenden 43 x 12 Metern wirkt dagegen winzig. "J.K. Rowling sagt in ihrem Buch ganz eindeutig, dass die Kammer eine ungeheuer hohe Höhle ist", erklärt Craig. "Weil Leavesden ursprünglich eine Flugzeugfabrik war, ist die größte Studiohalle nur knapp neun Meter hoch. Durch visuelle Tricks hätten wir zwar die Illusion von großer Höhe erzeugen können, doch stattdessen sind wir in die Tiefe gegangen. So entstand eine Halle, die so wirkt, als sei sie von Wasser überflutet und Hunderte von Metern hoch. Tatsächlich ist das Wasser nur 30 Zentimeter tief und schwarz eingefärbt, um das Gefühl ungeheurer Tiefe zu erzeugen." Neben der Kammer des Schreckens, Gilderoy Lockharts Unterrichtsraum und Professor Dumbledores Büro bauten Craig und sein Team auch das Haus der Weasleys (den Fuchsbau), das Gewächshaus, die Krankenhausabteilung, etliche Flure, die Nokturngasse und den Waschraum der Mädchen. Zu Craigs Mannschaft gehörten 300 Bauarbeiter, 25 Ausstatter und Zeichner, vier Innenrequisiteure, zwei Kulissenmaler, fünf Porträtmaler, 20 Requisiteure und zahlreiche weitere Spezialisten. Als schwierigstes Problem bezeichnet Craig die Sets für die Netzkuppel und die Peitschende Weide. "Die Netzkuppel war sehr kompliziert zu bauen, weil sie ja kein Gebäude ist, sondern völlig organisch, wie eine große Skulptur", berichtet Craig. "Ich mußste also etwas entwerfen, was keinerlei sichtbare Struktur aufweist. Ich gestaltete das Set wie ein großes Amphitheater, das die Kinder betreten, um dann von den Spinnen überfallen zu werden, die aus allen Nischen hervorkommen. Wir statteten das Set mit Baumwurzeln aus, um so anzudeuten, dass sich das Reich der Spinnen unter der Erde befindet." Als ähnlich kompliziert erwies sich für Craigs Team der Bau der Peitschenden Weide, jenes aufmüpfigen Zauberbaums, der Harry, Ron und das fliegende Auto wütend angreift, als sie unglücklicherweise in seinem Wipfel landen. "Allein die Vorstellung, dass ein fliegendes Auto in einem Baum landet, durch die Äste fällt und von ihm verprügelt wird, hat eine derart unwirkliche Qualität, dass ich von vornherein annahm, diese Sequenz könnte nur im Computer animiert werden", gibt Craig zu. "Doch schließlich haben wir das Problem mit realen Sets gelöst, wir bauten den Baum aus mehreren Einzelsegmenten, zusammengesetzt ist er ganze 26 Meter hoch. Um das hinzubekommen, mußsten die Ausstatter mit den Experten für visuelle Effekte und für Spezialeffekte sehr eng zusammenarbeiten." Das fliegende Auto, ein blauer Ford Anglia, konstruierte der Leiter der Spezialeffekte, John Richardson, mit seiner Mannschaft. "Insgesamt brauchten wir 14 Wagen, um die verschiedenen Phasen der Verwandlung darzustellen: Als die Jungs ihn klauen, ist der Ford nagelneu, später macht er die Bruchlandung im Baum, schließlich flippt er im Wald völlig aus", sagt Richardson, der zu diesem Zweck in ganz England nach alten Ford Anglias suchte. "Die meisten Wagen, die wir auftrieben, waren nicht mehr fahrtüchtig, viele waren bereits schrottreif - wir haben also keine Oldtimer kaputt gemacht!" Daniel Radcliffe zählt die Sequenz mit dem fliegenden Auto inklusive Bruchlandung in der Peitschenden Weide zu seinen aufregendsten Szenen bei der Produktion von "Kammer des Schreckens". "Im fliegenden Wagen kam ich mir vor wie in einer Achterbahn - vor allem als einer der Baumäste genau zwischen mir und Rupert durch das Fenster krachte!" sagt Radcliffe. "Das war irre. Wir haben so gelacht - wir konnten gar nicht wieder aufhören!" Atmosphäre: düsterer - Stil: farbenprächtiger In vielen Schlüsselrollen des "Harry Potter"-Teams wirkten dieselben Verantwortlichen wie beim ersten Film, doch neu zur Crew stießen der für den Oscar und den British Academy Award nominierte Kameramann Roger Pratt ("Iris", "Chocolat", "Das Ende einer Affäre"), der damit John Seale ablöst, und die vielbeschäftigte, Oscar-preisgekrönte Kostümbildnerin Lindy Hemming ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Topsy Turvy - Auf den Kopf gestellt", "Funny Bones") - sie übernimmt die Verantwortung von Judianna Makovsky, die mit ihren Kostümen zu Harry Potter und der Stein der Weisen für den Oscar und den British Academy Award (BAFTA) nominiert wurde.Regisseur Chris Columbus und Produzent David Heyman holten Kameramann Roger Pratt an Bord, um Harry Potter und die Kammer des Schreckens finsterer und weniger stromlinienförmig als den ersten Film zu gestalten. Dazu Columbus: "Die Ausleuchtung des ganzen Films erscheint düsterer als beim ersten Mal. Die Geschichte wird immer gruseliger, Hogwarts wird fast geschlossen, und deswegen soll der Film dunkler und unheimlicher wirken - jederzeit kann irgendetwas aus den Schatten hervorschnellen. Für diese Atmosphäre sorgt Roger mit seinen Kamerafahrten - solch ein Film ist auch für mich etwas ganz Neues." "Auf zwei Dinge legen wir größten Wert: Grundsätzlich soll der zweite dem ersten entsprechen, aber er soll gleichzeitig auf eigenen Füßen stehen", betont Heyman. "Um das zu erreichen, taucht Roger ,Harry Potter und die Kammer des Schreckens' in ein unheimliches Licht - es bringt zum Ausdruck, wie sich die Hauptfiguren und die Story entwickeln." Gleichzeitig kümmerte sich Kostümbildnerin Lindy Hemming um das Aussehen und die Farbpalette der zahlreichen Figuren, die im neuen Film erstmals auftauchen. "Viele Figuren kennen wir bereits aus dem ersten Film, sie tragen natürlich dieselben Kostüme, ich mußste mich also vor allem um Gilderoy Lockhart, Lucius Malfoy, die Maulende Myrte, Professor Sprout, Madam Pince, Madam Pomfrey und Mr. Weasley kümmern", sagt Hemming. "Und eine große Hilfe war mir auch mein Partner bei den Kostümentwürfen, Michael O'Connor: Er hat all die Leute eingekleidet, die in der Winkelgasse zu sehen sind." Die größte Mühe verwendete Hemming darauf, die Kleidung des Dandys Gilderoy Lockhart zu entwerfen. "Lockhart ist völlig auf sich selbst fixiert, ein eitler Pfau - sein Aussehen geht ihm über alles", stellt sie fest. "Die meisten Hauptdarsteller im Film tragen dunkle, verhaltene, gedämpfte Farbtöne, doch Lockhart können wir in Grün, Blau, Dunkelrot und sogar Gold kleiden." "Chris Columbus und Lindy haben ganz präzise Vorstellungen von Lockharts Look: Durch diese Figur bekommt der Film Farbe", fügt Branagh hinzu. "Uns ging es um ein Mittelding, einen echten historischen Dandy, der aber irgendwie zu Hogwarts passen mußs. Lockhart stelzt herum wie ein Pfau, trägt in jeder Szene ein anderes Kostüm? und dann erst seine Haare!" Hemming kreierte auch die auffällige Garderobe des Bösewichts Lucius Malfoy, den Jason Isaacs darstellt. "Weil Lucius in der Zaubererregierung eine hohe Position bekleidet, wollten wir ihm ursprünglich einen Nadelstreifenanzug verpassen", berichtet Isaacs. "Doch Lucius ist Aristokrat, er lebt auf einem riesigen alten Landsitz inmitten von Möbeln, die sich seit Generationen im Familienbesitz befinden. Ich wünschte mir also, dass seine Kostüme seinen Sinn für Tradition spiegeln. Er trägt Pelze und einen auffälligen Stock mit Schlangenkopf - dadurch fühlt er sich äußerst erhaben und königlich." Eine zauberhafte Reise Die Fortsetzung des zauberhaften, actionreichen Abenteuers Harry Potter und der Stein der Weisen nimmt die Themen Freundschaft, Lernerfahrung und Selbstfindung wieder auf und führt sie fort - die filmische Reise Harry Potter und die Kammer des Schreckens werden die Zuschauer also ganz sicher nicht so bald vergessen."Um nichts auf der Welt hätte ich auf dieses Erlebnis verzichten wollen", sagt Daniel Radcliffe über die Dreharbeiten. "Eine wunderbare Erfahrung - ich bin nicht nur älter, sondern auch reifer geworden. Ich bin überzeugt, dass das nicht nur für uns Kinderdarsteller gilt, sondern auch für die Erwachsenen, die dabei waren! Und die Freundschaften, die ich hier geschlossen habe, besonders mit Emma und Rupert, werden ein Leben lang halten." " Harry Potter und die Kammer des Schreckens ist etwas düsterer als der erste Film, die abenteuerlichen Actionszenen nehmen mehr Raum ein, sie sind gruseliger und spannender als in Teil 1", fasst Chris Columbus zusammen. "Der Film ist aber auch lustiger, und die Kinderdarsteller überzeugen noch mehr als zuvor. Kurz gesagt: Wer den ersten Film mochte, wird vom zweiten hellauf begeistert sein!" |
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