Besessen

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Besessen
Titel USA: Possession
Genre: Lovestory
Farbe, USA, 2001

Kino USA: 16. August 2001
Kino Deutschland: 28. November 2002
Laufzeit Kino: 102 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: 22. Mai 2003
Video Deutschland: 22. Mai 2003
Laufzeit DVD/Video: 98 Minuten



Inhalt Was heißt das: alles, wirklich alles aufs Spiel zu setzen? Wenn das Begehren all das beiseite wischt, was man selbst nach den Regeln des Anstands als leichtsinnig, gefährlich oder einfach nur verwerflich verurteilen würde? Ob richtig oder falsch - die Leidenschaft lässt den Liebenden keine Wahl ...

Eine Engländerin und ein Amerikaner, beides Literaturwissenschaftler, scheuen emotionale Bindungen, doch durch unausweichliche Komplikationen verstricken sie sich in eine stürmische Liebesgeschichte, als sie gemeinsam einer nie aufgedeckten, verbotenen außerehelichen Affäre aus ferner Vergangenheit nachspüren.

Die glänzende Akademikerin Maud Bailey fühlt sich in ihrem selbst auferlegten Regelsystem sehr wohl. Sie forscht über Leben und Werk der viktorianischen Dichterin Christabel LaMotte. Roland Michell, ein sehr von sich überzeugter Stipendiat aus den USA, ist nach London gekommen, um sich in das Werk von Randolph Henry Ash einzuarbeiten.

Ash war Queen Victorias Hofpoet - die berühmtesten Gedichte stammen aus seinen reiferen Jahren - sie gelten als eine hinreißende Hymne auf seine Ehefrau Ellen. Ashs Manuskripte stehen im Mittelpunkt einer großen Ausstellung zum hundertjährigen Jubiläum des gefeierten Barden.

Als Maud und Roland in einem Versteck auf Liebesbriefe stoßen, die Ash offenbar an Christabel LaMotte geschrieben hat, folgen sie den Hinweisen bis nach Frankreich - ihre Entdeckerreise spiegelt die unsterbliche Romanze jener Liebenden des 19. Jahrhunderts.


Darsteller & Stab Darsteller: Gwyneth Paltrow (Maud Bailey), Aaron Eckhart (Roland Michell), Jeremy Northam (Randolph Henry Ash), Jennifer Ehle (Christabel LaMotte), Lena Headey (Blanche Glover), Holly Aird (Ellen Ash), Toby Stephens (Fergus Wolfe), Trevor Eve (Cropper), Tom Hickey (Blackadder), Georgia Mackenzie (Paola)

Stab:Regie: Neil LaBute • Produzenten: Barry Levinson, Paula Weinstein • Drehbuch: David Henry Hwang, Laura Jones, Neil LaBute • Vorlage: nach dem Roman Besessen von Antonia S. Byatt • Filmmusik: Gabriel YaredKamera: Jean-Yves Escoffier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Ian Whittaker • Schnitt: Claire Simpson • Kostüme: Jenny Beavan • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 25/2002: Zwei Literaturwissenschaftler entdecken, dass Queen Victorias Hofpoet eine außereheliche Beziehung hatte. Mit kriminalistischem Spürsinn gehen die jungen Forscher - von Konkurrenten beobachtet - der Sache nach. Dabei spiegelt sich die ungewöhnliche viktorianische Liebesaffäre, die kein Happy End hat, in der ihrigen. Gediegene Literaturverfilmung mit zahlreichen Rückblendungen, atmosphärischen Landschaftsaufnahmen und einer eher klischeehaften Darstellung von Intellektuellen.

Cinema 12/2002: Die Sorge war unbegründet. Angesichts von Kinohelden, die mit Apfelkuchen kopulieren oder vor der Kamera echten Sex haben, ist altmodisch das Aufregendste, was ein Liebesfilm heute sein kann. Und genau das ist "Besessen": ohne Hektik, voller Melancholie und stiller Liebesszenen. "Die Menschen haben Angst vor Romantik", glaubt LaBute. Seine Sehnsucht danach durchzieht den ganzen Film.

TV-Movie 25/2002: Mit intelligenten Dialogen, schnippischem Humor, ein wenig Krimi-Spannung und eleganten Rückblenden entblättert LaBute die Parallelen zwischen den Liebespaaren in der Gegenwart und im 19. Jahrhundert. Doch der Funke der Leidenschaft will nicht überspringen; oft schleppt sich die Handlung langatmig dahin.

Der Spiegel 48/2002: Was den amerikanischen Dramatiker und Regisseur Neil LaBute gerade an diesem Stoff gereizt hat, lässt seine leicht amerikanisierte Filmfassung nicht erkennen; sie verkürzt das Literarische, verschärft das Kriminalistische und gefällt durch ein Quartett gefälliger Darsteller.

Kultur Spiegel 12/2002: Die Geschichte einer doppelten Leidenschaft, in der sich die Liebe zwischen zwei Literaturwissenschaftlern in der Liaison zweier Poeten um 1855 spiegelt. Überraschenderweise erscheint die Gegenwart noch verstaubter als die Vergangenheit.

Kino News 11/2002: Wunderschöne Bilder, große Gefühle und das neue Traumpaar des Liebesfilms.

TV-Today 25/2002: Ein fesselnder und erotischer Liebe-und-Literatur-Thriller.

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Dirk Jasper FilmLexikon

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