On the Line

Produktionsnotizen

Making of On The Line Die Entstehungsgeschichte von On The Line beginnt - wie sollte es auch anders sein - mit einem Zug - oder genauer gesagt mit einer Zuggeschichte ...

Das erfolgreiche Produzententeam Peter Abrams und Robert Levy, dass schon mit "Eine wie Keine" ihr Händchen für romantische Komödien bewies, stieß auf der Suche nach fesselnden neuen Filmstoffen auf den Kurzfilm "On The L". In diesem Independent-Film aus der Feder von Eric Aronson und Paul Stanton verliebt sich ein junger Mann während einer Zugfahrt in eine völlig fremde Frau, die ihm gegenüber sitzt.

Begeistert von speziellen Humor dieser Geschichte, entwickelten die Produzenten den Stoff zu einem abendfüllenden Spielfilm weiter und schon bald nahm die Geschichte des Films eine überraschende Wendung: Das Drehbuch fand er zufällig den Weg in die Hände von Lance Bass, der gerade seine eigene Produktionsfirma "A Happy Place" gegründet hatte.

Der *NSYNC-Star fing auf Anhieb Feuer - nicht zuletzt wegen der durchdringenden Gemeinsamkeiten zwischen ihm und der zentralen Hauptfigur Kevin: "Ich fühle mich sehr mit Kevin verbunden; er ist ein so romantischer Typ und glaubt noch wirklich an die Liebe."

Mit der Teilnahme von Bass schlug die Entwicklung des Films einen neuen Weg ein - Einen ausgesprochen musikalischen. Es dauerte nicht lange und Bass' langjähriger Freund und Bandkollege Joey Fatone war bei On The Line ebenfalls mit von der Partie. Er spielt Rod, den etwas verwahrlosten Kumpel von Kevin: "Rod ist ein großartiger Charakter", so Fatone, "Zusätzlich war es eine Möglichkeit für mich, mal etwas ganz anderes zu machen. Rod ist ein Hardcore Rock'n Roller , er ist sehr rauh und immer ein bisschen neben der Spur. Ich wusste das es ein großer Spaß werden würde."

Produzent Peter Abrahams war natürlich sehr von der Teilnahme der beiden Pop-Idole begeistert und begrüßte den neuen Schwung, den das Filmprojekt dadurch bekam: "Die Tatsache, dass diese beiden überaus talentierten, unglaublich populären jungen Männer auf eine völlig neue Art zu sehen sein werden - Das gibt der romantischen und unterhaltenden Stimmung des Film eine ganz spezielle Note: Es kann nichts aufregender sein, als Lance Bass und Al Green am Schluss gemeinsam vor der Kamera zusammen zu sehen: Das Klassische vereint mit dem Neuen im gemeinsamen Thema: Der Liebe."

Romantik, Humor und dazu eine gehörige Portion Musik - Eine gute Mischung für einen erfrischendes Kinoerlebnis. Um die moderne romantische Atmosphäre von On The Line einzufangen, verpflichteten die Produzenten den vielversprechenden, jungen Regisseur Eric Bross, der in Fachkreisen mit seinen stilvollen Independent-Filmen auf sich aufmerksam gemacht hatte.

"Wir brauchten einen Regisseur, der fähig ist, sich mit einer frischen jungen Besetzung auf den unterschiedlichsten Gebieten bewegen zu können - Comedy, Musik, Romantik - und wir glaubten, das Eric das schaffen würde. Seine bisherigen Filme waren alle sehr dunkel und unruhig, aber uns war klar, dass er hier eine ganz andere, witzigere Perspektive kreieren mußste. Es war für uns alle etwas Neues.", bestätigt Peter Abrahams.

"Ich war vom Skript hingerissen - Es hat soviel Herz," kommentiert Bross. "Es ist eine dieser witzigen Buddy-Comedys, aber in seinem Zentrum hat der Film auch diese wunderbare, märchenhafte Liebesgeschichte . Es geht um Mut, über das Ausnutzen seiner Möglichkeiten, über das Ergreifen eines Momentes - ihn nicht einfach vorbeiziehen zu lassen. Ich bin selber ein ziemlich romantischer Typ und so ließ mich der Film diese Seite der Dinge entdecken."

Ein Film über das älteste Thema der Welt also - Die Liebe. Was die zentrale Aussage, der Kerngedanke hinter der Produktion betrifft, sind sich alle einig: "Es ist eine dieser Geschichten, bei denen du dir wünscht, dass sie dir passiert," kommentiert Lance Bass. "Was ich wirklich an Kevin liebe, ist das er niemals aufgibt." Und Emmanuelle Chriqui fügt hinzu: "Liebe umgibt uns und diese kleinen Wunder passieren jeden Tag. Ich glaube die Menschen verpassen manchmal ihre Chancen, aber manchmal finden sie auch zueinander, weil es ihre Bestimmung ist."

Mit den Augen von Lance Bass ... Persönliche Notizen während der Dreharbeiten Seinen ersten Film zu drehen, ist für jeden jungen, aufstrebenden Schauspieler ein einschneidendes Erlebnis. So auch für Lance Bass, der bisher als Mitglied der weltbekannten Pop-Formation *NSYNC die Herzen junger Mädchen in Wallung gebracht hat. Um Filminteressierten und Fans einen direkten Einblick in die einzigartige Entstehung seines Kinodebüts zu ermöglichen, hat er einige der wichtigsten Station während des Drehs in einem Tagebuch festgehalten:

2. März 2001

Wir sind nun in Toronto und werden mit den Dreharbeiten zu On The Line beginnen! Ich kann's kaum glauben - es ist soweit! Ich bin ein wenig nervös, aber auch gespannt darauf, endlich meinen ersten Film zu drehen. Bevor die Kameras anlaufen, habe ich den Rest der Woche Zeit, um mit dem Regisseur Eric Bross meinen Text durchzugehen und ein Gefühl für meine Rolle zu bekommen. Es ist richtig schön hier oben mit all dem Schnee. - Wendy, Beth und ich haben heute auf der Terrasse unseres Hause hier am Lake Ontario die Enten gefüttert. - Ich bin sicher wir werden hier gemeinsam eine tolle Zeit haben!

10. März 2001

Heute war unser erster Drehtag!! Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, früher anzufangen, aber wir mußsten alles um ein paar Tage verschieben. Ich war ziemlich nervös während meiner ersten Szene; hauptsächlich weil ich vor 2 Tagen meine Stimme verloren habe und solche Angst hatte, sie bis heute nicht wiederzuhaben ... Aber ich hab das noch gut überstanden. In der ersten Szene bin ich bei einer Verabredung mit einer Veganerin in "Goody's Diner" und das Mädchen, das die Veganerin gespielt hat, war absolut umwerfend! Ich hoffe die Leute werden bei Schauen der Szene genauso viel Spaß haben, wie ich beim Drehen!

14. März 2001

Wir haben die Bar-Szenen gedreht und Joey hat beim Singen seiner Version von "Pour Some Sugar on Me" einen Lachkrampf gekriegt. Ich glaube Eric hat ihn nur ein paar Extra-Takes machen lassen, damit wir alle noch mehr Spaß daran hatten. Mir hat besonders das Drehen der Gruppenszene mit GQ, Joey und James gefallen. Es ist cool zu sehen, wie sehr sich jede Figur von der anderen unterscheidet, aber wie nah sich diese vier Jungs trotzdem sind. Es ist großartig Wendy um mich zu haben...

Wenn ich jemanden brauche, der mir hilft, mich für eine Szene in einen bestimmten Gefühlzustand zu versetzen, dann hilft sie mir, den Zustand zu visualisieren. Bis jetzt genieße ich es sehr Kevin Gibbons zu sein. Er ist wesentlich häufiger niedergeschlagen und deprimiert als ich, aber es ist eine Herausforderung jeden morgen als jemand anderes aufzuwachen.

21. März 2001

Der Dreh mit Al Green war unglaublich! Er brachte eine solche Magie an den Set und ich kann behaupten, das er die Stimmung von jedem hier gesteigert und uns neuen Antrieb gegeben hat. Wir haben alle so viele Stunden gedreht und das war jedem hier anzusehen. Als wir die Szenen mit Al Green im Opernhaus gedreht haben, war es so wunderbar diese Legende auf der Bühne auftreten zu sehen. Er ist ein solch cooler Kerl und ich bin so dankbar, dass er zugestimmt hat, eine Rolle in diesem Film zu übernehmen.

29. März 2001

Ich reise gerade nach Orlando, um dort einigen *NSYNC-Kram zu machen. In ein paar Tagen werde ich zurück am Set sein. Die Arbeit mit Jerry Stiller war ein solch wunderbares und hilfreiches Erlebnis. Ich habe es genossen, unsere gemeinsame Szene zu drehen, in der die Stimmung vom Komischen in ernsthafte Töne umschlägt. Ihm bei der Arbeit zuzusehen und mit ihm eine Szene zu drehen, war ein einmaliger Moment des Lernens für mich als Schauspieler. Man konnte während der Klinikszene eine Stecknadel fallen hören und es fühlt sich gut an, von den Menschen am Set Komplimente zu hören. Ich überrasche mich gerade wirklich selber ...

4. April 2001

Ich bin völlig erschöpft, also wird das ein kurzer Eintrag: Ich war in den letzten Tagen so beschäftigt - nicht nur wegen der Dreharbeiten, sondern auch, da ich Songs für unser neues Album aufnehmen und unsere neuen Choreographien lernen mußste. Das gute dran ist, das es mir überhaupt möglich ist, all diese Dinge zu tun. Ich liebe es genauso Mitglied von *NSYNC zu sein, wie ich es liebe meinen Horizont erweitern zu können, indem ich mich in der Schauspielerei und Filmproduktion ausprobiere. Ich liebe es einfach mich auszudrücken und das kann ich mit beiden Jobs.

11. April 2001

Heute haben wir mehr von den Büroszenen gedreht. Zu sehen wie dieser riesige, leere Raum zu der Werbeagentur im Film wird, ist richtig unwirklich. Ich habe Szenen mit David Foley gedreht und es war so hart, mir das Lachen über ihn mitten in einer Szene zu verkneifen. Er ist in der Rolle als Mr. Higgins - mein Boss - so großartig! Ich mußste heute eine witzige Tanzszene drehen und ich bin soooooo außer Form weil ich so lange schon nicht mehr getanzt habe. Ich bin aber sicher, dass ich den Schwung in den Proben für die nächste Tour wiederkriege. Meine Eltern waren in den letzten Tagen hier, haben den Set besucht und sich alles angeschaut. Ich bin glücklich, dass sie vorbeigekommen sind. Sie scheinen sich sehr über meine Schauspielerei und meine Szenen im Film zu freuen.

15. April 2001

Wir sind jetzt in Chicago, um die eigentlichen Zug-Szenen für den Film zu drehen. Zu sehen, wie diese Szenen funktioniert ist ziemlich lustig. Wir haben zwar einen Zugwaggon des städtischen Verkehrssystems, aber wir müssen all das Equipment reinpacken und fahren die ganze Zeit im Kreis um einige Teile der Szene zu drehen. Es ist so voll im Waggon, aber jeder hier macht einen guten Job und wir haben bis jetzt noch keine Probleme gehabt.

Em und ich haben auch die Szene gedreht, wo wir alle Präsidenten so schnell wie möglich aufsagen müssen. Wir haben das hingekriegt! Ich war echt erleichtert, denn ich wir haben das geübt bis zum Verrücktwerden! Ich glaube Eric war auch stolz auf uns. Es ist definitiv kälter hier als in Toronto. Wenn du da auf dem Bahnsteig stehst und der Wind dich schneidet ... Und noch einmal: Wir dürfen in der Szene keine Mäntel tragen. Aber wir haben das alles durchgestanden. Beth und Wendy sind immer hier und mich aufzumuntern. Ich kann gar nicht glauben, dass wir schon fast den ganzen Film gedreht haben. Die Zeit verfliegt ...

22. April 2001

Also gut, wir beenden heute den Dreh zu On The Line!!! - Es war ein Moment gemischter Gefühle, als sie das durch das Megaphon riefen. Ich war froh darüber, das wir den Einsatz erfolgreich abgeschlossen haben, aber auch traurig darüber, all die Leute zu verlassen, mit denen ich an dem Film gearbeitet habe. Wir hatten alle zusammen einen feierlichen Augenblick in meinem Wohnwagen bevor ich die letzte Szene gedreht habe. Wir waren alle so aufgeregt, A Happy Place's ersten Film zu feiern!!!

Ich habe noch mal jeden umarmt, bevor Beth und Ich zum O'Hare fahren mußsten, um den Flug nach Orlando zu kriegen. Ich mußs morgen zurück sein, um mit den Vorbereitungen für die Tour zu beginnen. Wir sitzen gerade im Flugzeug und ich kann nur daran denken, endlich die erste Kopie des Films zu sehen. - Ich hoffe, ihn zu sehen ist genauso lustig und aufregend wie ihn zu machen ... Ich habe in diesem Projekt so viele großartige Freunde gefunden und kann's kaum erwarten, sie alle für die Presse- und Werbeaktionen wiederzusehen. Was für ein Trip!

Szenenfoto
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