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Die Idee zu Mein letzter Film kam von dem Produzenten
Hubertus Meyer-Burckhardt, der nach dem Zweipersonen Fernsehfilm
"Das Urteil" eine noch größere Herausforderung für
seinen auf schwierige Konstellationen spezialisierten Regisseur
suchte. Dabei dachte er ursprünglich an einen Monolog auf
Peter Löwitsch.
"Ich hielt sie immer für eine hochinteressante Schauspielerin. Als sie dann Die Unberührbare machte, war das noch ein zusätzliches Argument, weil sie da so eine ganz andere Farbe gezeigt hat, und ich mir dachte? genau, jetzt machst Du halt ?Die Berührbare'". In intensiven Drehbuchsitzungen, zuerst im Duett mit Bodo Kirchhoff und dann als Trio mit dem Kameramann Reiner Klausmann und der Darstellerin Hannelore Elsner, wurde zunächst der Text sorgfältig bearbeitet. "In der Arbeit mit Hannelore ging es nur um den Stoff, die Figur, den Text und die Sprache: Würde sie das so sagen? Ist das eine Formulierung, die sie gebrauchen würde. Das sind ja oft sehr schöne und sehr gesetzte Formulierungen, die wenig mit Gebrauchsdeutsch zu tun haben, denn was tut ein Schauspieler schließlich anderes, als mit Sprache arbeiten." Die größte Herausforderung des Films war, den eher trockenen Text filmisch aufzulösen: "Ich wusste, dass es in ihrer Wohnung stattfinden mußs, in der sie sich bewegen kann und nicht nur in einem Raum, wie ursprünglich vorgesehen. All die Schnitte, die Geschwindigkeit, den Rhythmus, haben wir dann vor Ort, beim Dreh entwickelt." Autor und Regisseur waren sich einig, dass diese Geschichte nur in Berlin stattfinden konnte: "Das sollte eine schöne, großzügige Wohnung sein, in die Marie mal mit Richard eingezogen ist, zu einer Zeit als sie vielleicht noch gar nicht viel Geld hatten. Über die Jahre, in denen sie berühmt geworden sind, haben sie sich ihr Nest schön gemacht und zum goldenen Käfig ausgebastelt. Aber die Umgebung ist natürlich dieselbe geblieben, eher so Kreuzberger Kiez." Bereits die erste Wohnung, die in der Schöneberger Potsdamer Straße besichtigt wurde, entsprach genau diesen Vorstellungen. Einige der Accessoires, die im Film verwendet werden, steuerte Hannelore Elsner aus ihren privaten Beständen bei, wie Fotos, Erinnerungstücke und Schuhe. Nach der intensiven Textarbeit forderte Oliver Hirschbiegel, von seiner Schauspielerin, dass sie die Texte erst am Vorabend des jeweiligen Drehtags zu memorieren begann: "Ich wollte diese Unmittelbarkeit herstellen, diese Wahrhaftigkeit, das Leben pur. Hannelore hatte den Kraftakt zu vollbringen, sich zwar mit dem Text zu beschäftigen, ihn aber erst am Abend vor dem jeweiligen Drehtag zu lernen." Nur am Morgen des Drehtags wurde geprobt. Dabei ging es vor allem darum, die Choreografie durchzuspielen und den Text in den Fluss zu bringen, und sobald alles halbwegs im Griff war, aber lange bevor es ganz perfekt war wurde mit dem Dreh begonnen: "Ich wollte diesen Faktor von Angst im Film haben, dieses nicht wissen, was sie als nächstes sagt. Genau wie die Figur Marie, die sich ja auch nur einen Fahrplan zurechtlegt, und dann sehr frei erzählt, mit einer oft sehr schönen Sprache". Der ganze Film ist in der für einen Spielfilm sehr kurzen Zeit von zweieinhalb Monaten entstanden. Gedreht wurde in 14 Tagen, geschnitten in nur fünf Tagen, was nach den nervenaufreibenden fünf Monaten im Schneideraum von DAS EXPERIMENT für den Regisseur höchst angenehm war. Im Gegensatz zu vielen anderen Fernsehproduktionen, die eifersüchtig ihr Recht auf Erstausstrahlung einfordern, hat sich der BR ganz unbürokratisch verhalten, als eine Kinoauswertung ins Gespräch kam. Oliver Hirschbiegel war darüber besonders glücklich: "Für mich war immer klar, dass dieser Film im Kino optimal wäre, weil die Leute da nicht weglaufen können. Sie sitzen da und sehen dieser Frau von Anfang bis Ende zu!" |
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