Happy Times

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Titel Deutschland: Happy Times
Titel USA: Happy Times
Titel China: Xingfu shiguang
Genre: Krimi-Komödie
Farbe, China, 2000

Kino Deutschland: 5. Dezember 2002
Laufzeit Kino: 96 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: 16. Juni 2003
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt Der pensionierte Fabrikarbeiter Zhao ist seit Jahren vergeblich auf Brautschau. Um seine geldgierige neue Flamme davon zu überzeugen, dass er ein reicher Mann ist, braucht er dringend 50.000 Yuan.

Zhaos bester Freund Li hat eine Idee. Beide bauen einen alten, abgewrackten Bus in ein Liebeshotel für junge Pärchen um. Das Geschäft läuft gut an, und schon gibt sich Zhao gegenüber seiner Braut als Hotelmanager aus.

Die wittert eine Chance, ihre blinde Stieftochter Wu Ying loszuwerden, und verlangt von Zhao, dass er ihr einen Job in seinem Hotel verschafft. Als Zhao jedoch mit dem jungen Mädchen den Bus aufsucht, wird dieser gerade zum Schrottplatz abtransportiert.

Damit seine geldgierige Braut nichts von seiner wahren Existenz erfährt und aus Mitleid mit der unschuldigen Stieftochter inszeniert Zhao zusammen mit seinen Freunden ein aberwitziges Täuschungsmanöver.


Darsteller & Stab Darsteller: Benshan Zhao (Zhao), Jie Dong (Wu Ying), Lihua Dong (Stepmother), Biao Fu (Little Fu), Xuejian Li (Li), Qibin Leng (Wu Ying's Stepmother), Ben Niu (Old Niu), Jinghua Gong (Aunty Liu), Hongjie Zhang (Lao Zhang), Bingkun Zhao (Lao Bai)

Stab:Regie: Yimou Zhang • Produzenten: Qinglong Yang, Weiping Zhang, Yu Zhao • Drehbuch: Gui Zi • Vorlage: Basierend auf dem Roman von Mo Yan: "Shifu. You?ll do Anything for a Laugh." • Filmmusik: Bao San • Kamera: Yong Hou • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Cao Jiuping • Schnitt: Ru Zhai • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Wu Lala • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 25/2002: Ein pensionierter Fabrikarbeiter hat endlich eine Frau zum Heiraten gefunden. Um ihren Ansprüchen zu genügen, gibt er sich ihr gegenüber als Hotelmanager aus. In Wahrheit aber ist er arm, sein Hotel ist ein ausrangierter Bus. Als dieser verschrottet wird, er aber wenigstens der vernachlässigten, blinden Stieftochter der Braut den versprochenen Job als Masseurin geben will, baut er in der alten Fabrik zum Schein einen Massagesalon auf. Eine anrührende tragikomische Geschichte um Eigennutz und Nächstenliebe, Gier und Falschheit, in hellen, einfachen Bildern erzählt und beeindruckend gespielt.

Die Tageszeitung, 7. Februar 2002: Happy Times ist eine kleine, menschenfreundliche Komödie: sentimental, aber Happy End und Versöhnung sorgsam vermeidend. Happy Times überrumpelt uns nicht mit ästhetischem Budenzauber, er will uns nur durch die humane Kraft der Geschichte, der langsamen Annäherung zwischen Zhao und Wu, anrühren. Yimou will mit Happy Times zurück zu einer Dramaturgie des Einfachen, zu einer Naivität, die an Chaplin und die italienischen Neorealisten erinnert.

Cinema 12/2002: Tragikomisch, aber nie sentimental verquickt der Regisseur die Nöte seines Helden mit der sozialen Realität im modernen China, wo Erfindungsgeist und Durchhaltevermögen gefragter sind als alte Ausgaben der Mao-Bibel. Insofern begegnet Zhang potenzieller Kritik an seiner verwestlichen Starsuche gelassen: "Wenn der Film Sie bewegt und Ihnen Freude macht, werden Sie erkennen, dass wir bei der Auswahl intensiv nachgedacht haben."

Berliner Zeitung, 13. Februar 2002: Und trotzdem schaut man beinahe zärtlich dem vermurksten Leben dieser Chinesen zu, die Leinwand wird wieder wie damals, als du ein Kind warst, zum Fenster, durch das du fremde Menschen und ferne Länder siehst, und alles, alles ist so schön und bunt und aufregend!

Kultur Spiegel 12/2002: Chinesische Renterband kümmert sich rührend um blindes Mädchen - Zhang Yimou siedelt seine mäßig gesellschaftskritische Tragikomödie im Alltag des modernen Peking an, wo er Entfremdung und Herzlosigkeit durch Menschlichkeit und Humor entschärft.

TV-Today 25/2002: Zhang Yimous sozialkritische Komödie ist amüsant und anrührend.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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