Solino

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund •

Titel Deutschland: Solino
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2002

Kino Deutschland: 7. November 2002
Laufzeit Kino: 125 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt In den sechziger Jahren verlässt die Familie Amato ihr italienisches Heimatdorf Solino und wandert nach Duisburg aus. Dort gibt es Stahlwerte, Kohlegruben und auch Schnee. Aber Pasta und Pizza? Das Leben ist trostlos wie die Arbeit, die Wohnung und das mickrige Gemüse.

Vater Romano hat den Untertage-Job in der Zeche bald satt, Mutter Rosa hat Heimweh. So entsteht der Plan, die erste Pizzeria des Ruhrgebietes zu eröffnen. Während Mutter Rosa kocht und Vater Romano den weiblichen Gästen schöne Augen macht, verlieben sich die Söhne Gigi und Giancarlo in dasselbe Mädchen.

Im Laufe der Jahre zerbricht die Familie, und auch Gigi und Giancarlo trennen sich im Bruderzwist. Der eifersüchtige Giancarlo, der seinem Bruder zwanghaft alles wegzunehmen trachtet, schafft es in keinem Job. Gigi dagegen weiß schon als Junge, dass er Filmemacher werden will.

In den 80er Jahren verödet die Pizzeria in Dortmund im Zeitgeist-Design, Gigis Traum vom Film versandet in einem stillgelegten italienischen Freilichtkino, Giancarlo geht zum Fernsehen.

Erst zehn Jahre später begegnen sich die beiden wieder - da stellt sich die Frage: Wer hat sein Leben richtig gelebt?


Darsteller & Stab Darsteller: Barnaby Metschurat (Gigi Amato), Moritz Bleibtreu (Giancarlo Amato), Antonella Attili (Rosa Amato), Lukas Gregorowicz (Hajo), Gigi Savoia (Romano Amato), Vincent Schiavelli (Regisseur Baldi), Patrycia Ziolkowska (Jo), Tiziana Lodato (Ada), Francesco Fiannaca (Franco), Bastian Trost (Rainer Baumann), Christian Tasche (Vater von Jo), Vivian Fritz (Blonde), Hermann Lause (Fotograf Klasen)

Stab:Regie: Fatih Akin • Produzenten: Stefan Schubert, Ralph Schwingel, Hejo Emons für Bavaria Film, Multimedia Film- und Fernsehproduktions GmbH, Westdeutscher Rundfunk (WDR), Wüste Film West GmbH, Wüste Filmproduktion, arte • Drehbuch: Ruth Thoma • Vorlage: - • Filmmusik: Jánnos Eolou • Kamera: Rainer Klausmann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Andrew Bird • Kostüme: Lucia Faust • Make Up: Waldemar Pokromski • Ton: Kai Lüde • Ton(effekt)schnitt: Martin Langenbach • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 23/2002: 20 Jahre im Leben einer süditalienischen Familie, die 1964 ins Ruhrgebiet emigrierte und die erste Pizzeria in Duisburg eröffnete. Ein epischer Bilderbogen, dem es mitunter an Überzeugungskraft mangelt, da vieles nur behauptet und die Konfrontation mit der Fremde nicht immer überzeugend vermittelt wird. Auch die den Figuren innewohnende Tragik tendiert durch die zögerliche Inszenierung eher zur Rührseligkeit.

Cinema 11/2002: Fatih Akin, selbst ein Einwandererkind, und "Gloomy Sunday"-Autorin Ruth Thoma verdichten unzählige gebrochene Gastarbeiter-Biografien zu einem zwanzig Jahre überspannenden Familienepos (...) Fatih Akin legt mit "Solino" die filmische Umsetzung eines berühmten Zitats des Schriftstellers Max Frisch vor: "Wir riefen Gastarbeiter, und es kamen Menschen."

Rhein-Zeitung 8. November 2002: "Solino" ist ein vitaler Film, der sich an den Filmen des Neorealismus orientiert.

TV-Spielfilm 23/2002: Temperamentvoll, leidenschaftlich, anrührend: ein Film mit Mut zum Gefühl.


Hintergrund Gedreht wurde hauptsächlich in Duisburg, Nordrhein-Westfalen, aber auch in Italien.

Uraufführung war am 23. September 2002 beim Filmfest Hamburg.

Filmplakat
Szenenfoto
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