All or Nothing

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Titel Deutschland: All or Nothing
Titel Grossbritannien: All or Nothing
Genre: Drama
Farbe, Grossbritanien, Frankreich, 2002

Kino USA: 25. Oktober 2002
Kino Deutschland: 16. Januar 2003
Laufzeit Kino: 128 Minuten, FSK 14

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt Wer kennt sie nicht, diese Hochhaussiedlungen am Rande der Stadt? Da, wo sich das Leben auf Essen, Schlafen, Arbeiten reduziert, zerplatzte der Traum der Supermarkt-Kassiererin Penny von einem erfüllten Leben an der Seite des Londoner Taxifahrers Phil.

Alltagsfrust und Überlebenskampf ersetzen Sehnsucht und Liebe. Die Zeit der Zärtlichkeit - endgültig vorbei. So scheint es. Was bleibt, sind für Penny kleine Fluchten mit Freundinnen, für Phil der Kumpel und die Kneipe, die innere Verweigerung.

Die beiden erwachsenen Kinder wohnen noch bei den Eltern auf engstem Raum. Die verschlossene Tochter Rachel putzt in einem Altersheim, der arbeitslose Sohn Rory hängt als Couch-Potato vor der Glotze. Überall ist es besser, wo wir nicht sind.

Als Rory bei einer Rangelei zusammenbricht und ins Krankenhaus kommt, zeigt der Schock heilende Wirkung: Durch den Schmerz öffnet sich Phil, zwischen den beiden verletzten Partnern kommt es zu einer vorsichtigen Annäherung. Es ist eben nie zu spät.


Darsteller & Stab Darsteller: Timothy Spall (Phil), Lesley Manville (Penny), Alison Garland (Rachel), James Corden (Rory), Ruth Sheen (Maureen), Marion Bailey (Carol), Paul Jesson (Ron), Sam Kelly (Sid), Kathryn Hunter (Cécile), Sally Hawkins (Samantha)

Stab:Regie: Mike Leigh • Produzenten: Simon Channing Williams, Alain Sarde • Drehbuch: Mike Leigh • Vorlage: - • Filmmusik: Andrew Dickson • Kamera: Dick Pope • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Eve Stewart • Schnitt: Lesley Walker • Kostüme: Jacqueline Durran • Make Up: - • Ton: Malcolm Hirst • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Cinema 02/2003: Grau, öde, armselig: Die Existenz von Taxifahrer Phil (Timothy Spall) und Kassiererin Penny (Lesley Manville) ist wie die Hochhaus-Siedlung, in der sie leben. Müde schleppen sie sich durch den Alltag, das Familienleben besteht aus hartnäckiger Kommunikationsverweigerung. Als Sohn Rory einen Herzanfall erleidet, liegen die Nerven blank. So weit, so trist. Mit Humor und Hoffnung geht Regisseur Mike Leigh in seinem Alltagspanorama sparsam, aber effektvoll um. Sein Herz schlägt für die Antihelden und Verlierer - und für die Schauspieler, die sie verkörpern. Ohne striktes Drehbuch entwickelte er mit ihnen ein halbes Jahr lang ihre fiktiven Biografien. Dieser Improvisation ist die Intensität zu verdanken, mit der die Darsteller ihre eher unspektakulären Figuren zum Leben erwecken.

film-dienst 02/2003: Schlaglichter auf das Leben einer Londoner Arbeiterfamilie, die unter der Antriebslosigkeit des Vaters ebenso leidet wie unter der Fettsucht der beiden erwachsenen Kinder. Lediglich ihre Mutter scheint den Überblick zu behalten, doch ist deren unermütlicher Eifer selbst Ausdruck tiefer Bedürftigkeit. Obwohl der Film seine Protagonisten lange Zeit fast bis zur Karikatur überzeichnet, gelingt es ihm, ihr Leben im gesellschaftlichen Abseits überzeugend darzustellen und am Ende sogar einen Hoffnungsschimmer aufleuchten zu lassen. Die überzeugende Studie einer Klasse, die sich in ihrer Misere eingerichtet hat.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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