Zwischenland

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Zwischenland
Titel Niederlande: Tussenland
Genre: Drama
Farbe, Niederlande, 2001

Kino Deutschland: 12. Dezember 2002
Laufzeit Kino: 84 Minuten, FSK -

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt Majok, ein junger illegaler Immigrant aus dem Sudan und Jakob, ein älterer zurückgezogen lebender Kriegsveteran. Majok sucht zwar gelegentlich den Kontakt mit seinen Landsleuten in einem örtlichen Zentrum für Asylbewerber, aber nur unter den Kühen in der weiten offenen Ebene einer niederländischen Weide fühlt er sich wohl und ungezwungen, da sie ihn an seine Heimat erinnern. Er schläft draußen auf einer Bank hinter dem Haus des alten Mannes.

Jakob ist ein 80järiger Witwer, dessen üble Laune einzig und allein von seinem alten Freund Koos toleriert wird. Desillusioniert vom Leben, wütend auf jeden und die gesamte Welt verbringt er seine Tage in Einsamkeit. Trotz ihrer oberflächlich erscheinenden Unterschiede fangen der halsstarrige Junge und der störrische alte Mann an, sich selbst in dem Anderen wiederzuerkennen.

Beide tragen ihre Vergangenheit wie eine schwere Last in sich. Jakob hat es weder geschafft, den Tod seiner Frau zu überwinden, noch seine Kriegserfahrungen in den holländischen Kolonien in Ostindien (dem heutigen Indonesien) zu verarbeiten.

Seine einzige Tochter emigrierte nach Australien und der Kontakt besteht lediglich aus einer alljährlichen besprochenen Kassette zu Jakobs Geburtstag. Majoks Last ist "der vergessene Krieg" in seinem Vaterland und das Heimweh nach seinem Geburtsort und den Menschen, die er zurücklassen mußste.

Ihre Begegnung gibt ihnen die nötige Stärke um ihre Vergangenheit zu bewältigen, und diese sehr ungewöhnliche Freundschaft ermöglicht es beiden einen neuen Blick auf ihre Zukunft zu werfen.


Darsteller & Stab Darsteller: John Kon Kelei (Majok), Jan Munter (Jakob), Willem Smit (Koos), Ingeborg Uyt den Boogaard (Meiti), Deng Barac Atem (Gideon)

Stab:Regie: Eugenie Jansen • Produzenten: Wilant Boekelman, Jan van der Zanden • Drehbuch: Helena van der Meulen • Vorlage: - • Filmmusik: Marcel Wierckx • Kamera: Adri Schrover • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Danniel Danniel, Jessica de Koning • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Cinema 01/2003: Leider ist der Dokumentarfilmerin Eugenie Jansen bei ihrem Spielfilmdebüt vor lauter humanistischen Idealen die Geschichte entfallen. "Sich mit den Mitteln des Dramas den Grenzen des Dokumentarfilms zu nähern", behaupten die Produzenten, fänden sie interessant. Aber Dramatisches geschieht nicht, und die Bilder sind allenfalls fernsehtauglich. John Kon Kelei, Asylant aus dem Sudan, drohte während des Drehs die Abschiebung. Inzwischen haben die holländischen Behörden ihm das Aufenthaltsrecht zugesagt. Spielte sich die spannendere Story womöglich hinter der Kamera ab?
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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