Die Herrschaft des Feuers

Produktionsnotizen

Die Entstehung Mehrere talentierte Filmemacher, die sich mit großartigen Werken hervorgetan haben, kamen für den aufregenden Film Die Herrschaft des Feuers zusammen. Ihr Ziel war es, etwas völlig Neues zu schaffen: einen postapokalyptischen Drachenfilm.

"Das Großartige an Die Herrschaft des Feuers ist, dass eine realistische Geschichte die Grundlage für eine absolut phantastische Handlung bildet", erzählt Regisseur Rob Bowman. Bowman hatte sich schon als Produzent und Regisseur zahlloser Folgen der erfolgreichen TV-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" hervorgetan und inszenierte auch die Kinoverfilmung "Akte X - Der Film" (1998).

"Ich finde, dass Projekte dieser Art unbedingt auf realistischen Geschichten basieren sollten, um die Zuschauer zu fesseln. Im Mittelpunkt stehen richtige Menschen mit realen Problemen. Aber wenn man dann klar macht, dass die Drachen die Verursacher sind, werden die Zuschauer genauso schockiert sein wie die Leute im Film."

"Ich habe den Eindruck, dass in vielen Special-Effects-Filmen wahllos mit den Effekten auf die Zuschauer eingedroschen wird", fährt Bowman fort, "ich wollte etwas ganz Anderes schaffen. Obwohl auch wir von der Idee ausgingen, einen aufwändigen Special-Effects-Film zu machen (es gibt über 130 visuelle Effekte), entschlossen wir uns, etwas zurückhaltender zu sein und uns mehr auf die Menschen als auf die Drachen zu konzentrieren. Wir waren uns sicher, dass nur so ein großartiger Film daraus werden könnte."

"Wir haben oft darüber diskutiert, das Ganze so realistisch wie möglich zu gestalten", erzählt Christian Bale, der im Film Quinn spielt. Quinn ist der resolute Anführer einer kleinen Gruppe von Überlebenden, der alles tut, damit seinen Schützlingen nichts zustößt. "Genauso hatte ich mir den Film vorgestellt, und als mir Rob seine Vorstellungen erläuterte, war es fast so, als hätte er meine Gedanken gelesen. Ich konnte es kaum erwarten, ans Set zu kommen."

"Die Drachenkämpfe sind spektakulär, aber auch die Menschen auf der Erde werden hier nicht vergessen", sagt Matthew McConaughey, der in Die Herrschaft des Feuers Van Zan spielt. Van Zan ist ein amerikanischer Teufelskerl, der sich selbst als Drachentöter bezeichnet. "Wäre die Geschichte als Trickfilm umgesetzt worden, hätte sie garantiert ihren Wirklichkeitsbezug verloren."

" Die Herrschaft des Feuers ist mit nichts, was es vorher auf der Leinwand zu sehen gab, zu vergleichen", bemerkt Produzent Gary Barber. Er und Roger Birnbaum als Partner von Spyglass Entertainment haben diesen Film gemeinsam mit Richard D. Zanuck und Lili Fini Zanuck produziert. "Das Ergebnis ist ein visuell aufregender Film", fährt Birnbaum fort, "aber die Geschichte funktioniert erst durch die Tatsache, dass sie in unserer Gegenwart beginnt."

"Es ist diese Originalität, die den Reiz unseres Films ausmacht", erklärt Koproduzent Dean Zanuck, "bisher hat noch niemand gesehen, wie Drachen gegen moderne Panzer und Hubschrauber kämpfen. Durch diese Einzigartigkeit hebt sich Die Herrschaft des Feuers von der Masse der Actionfilme ab."

"Die Filme, mit denen ich groß geworden bin und die ich als Teenager mochte, hatten immer einen realistischen Bezug", erinnert sich Bowman, "dadurch wird man leichter in den Bann gezogen. Ich meine damit, dass man als Zuschauer durchaus gewillt ist, seinen Unglauben für kurze Zeit zu vergessen, sobald man ins Kino kommt. Die Leute wollen diese Drachen sehen und als Regisseur liegt es an mir, diese Erwartungen zu erfüllen."

"Die Realaufnahmen des Films, die in Irland entstanden, wurden mit den neuesten Digitaleffekten kombiniert, um die Zuschauer mit einer Welt zu konfrontieren, die von Drachen zerstört wurde. Aufgrund der vielen Bestandteile des Films, von der Suche der Drehorte über das Produktionsdesign bis hin zu den computeranimierten und klassischen Effekten, kann ich behaupten, dass es das größte Projekt war, an dem ich je gearbeitet habe", erzählt Produzent Gary Barber.

Die Story Der Film beginnt im heutigen London, wo der 12-jährige Quinn auf der Baustelle seiner Mutter ohne es zu wollen einen jahrhundertealten Drachen zum Leben erweckt. Damit bricht eine weltweite Katastrophe aus, denn der Drache zerstört alles, was ihm in die Quere kommt.

Zwanzig Jahre später ist der größte Teil der Welt von dem Drachen und seinen Nachkommen zerstört worden. Quinn ist mittlerweile Feuerwehrmann und übt damit den wichtigsten Beruf in einer Welt aus, in der jeder zum Himmel blickt, um nach Flammen Ausschau zu halten. Quinn und sein Vertrauter Creedy (Gerard Butler) beschützen in einem verfallenen Schloss eine kleine Gruppe von Menschen, die am Rande des Abgrunds existieren.

Denn die Drachen greifen häufig an, und die Zahl der Menschen verringert sich zusehends. "Jedes Mal, wenn du einen Drachen siehst, wird dir bewusst, dass du innerhalb von Sekunden sterben kannst", erklärt Gerard Butler, der im Film Creedy spielt. Quinns Methode ist abzuwarten, bis die Drachen vorübergezogen sind. Er glaubt, dass die Drachen aussterben werden, und wenn es dann noch Überlebende gibt, hat die Menschheit eine Chance, wieder von vorn anzufangen.

"Die Drachen werden immer gefräßiger und haben fast schon den gesamten Planeten entvölkert. Für sie gibt es nicht mehr genug zu fressen", sagt Bowman, "jedes Mal, wenn sich eine Person nach draußen begibt, befindet sie sich in einer äußerst gefährlichen Situation. Für Drachen ist ein Mensch nur ein riesiges Steak. Deshalb hält man sich nicht wirklich draußen auf. Man verlässt das Haus nur, wenn es unbedingt nötig ist. Doch dann starrt man die ganze Zeit nur noch zum Himmel."

Eines Tages taucht vor dem Schloss Denton Van Zan (Matthew McConaughey) auf. Er ist ein amerikanischer Draufgänger, der behauptet, eine Taktik erfunden zu haben, mit der er die Bestien besiegen kann. Quinn glaubt nicht daran, bis zu dem Tag, an dem Van Zan und seine Leute, die sich die "Erzengel" nennen, ihre Fähigkeiten demonstrieren. Doch Van Zan steht nicht ohne Grund vor den Toren des alten Schlosses: Er sucht Mitstreiter, die ihm helfen sollen. Er will nach London, um den Urdrachen, von dem alle anderen Drachen abstammen, zu töten.

"Ich glaube nicht, dass die Drachen bösartig sind", meint Matthew McConaughey, der es in seiner Funktion als Drachentöter wissen mußs, "sie entsprechen eher dem Herrscherideal von Machiavelli. Sie tun das, was sie tun müssen, um zu überleben.

Auch wenn das bedeutet, die Menschheit zu vernichten." Quinn hingegen ist überzeugt, dass es Selbstmord ist, nach London zu gehen. Er weigert sich, das Leben der ihm anvertrauten Menschen durch ein derart leichtsinniges Unternehmen aufs Spiel zu setzen. Doch sehr bald ist Quinn gezwungen, sich mit seinen eigenen inneren Dämonen auseinander zu setzen und Position zu beziehen.

Die Drachen "'Wow, wie sehen diese Drachen wohl aus?', war mein erster Gedanke, nachdem ich das Drehbuch verschlungen hatte", erinnert sich Regisseur Rob Bowman, "ich wollte, dass sie so echt, so bösartig und so schrecklich wie möglich aussehen."

Es war die Aufgabe des Visual-Effects-Supervisors Richard Hoover, Bowmans Vorstellungen umzusetzen und eine wahrhaft furchteinflößende Kreatur zu erschaffen. Er und sein Ko-Supervisor Dan DeLeeuv sind auf ihrem Gebiet Veteranen. Hoover wurde für die Tricks in "Armageddon - Das Jüngste Gericht" (1998) bereits für einen Oscar nominiert.

Außerdem war er verantwortlich für die visuellen Effekte der Filme "Unbreakable - Unzerbrechlich" (2000), "Inspector Gadget" (1999) und "Aus dem Dschungel, in den Dschungel" (1997). DeLeeuw hat mit seinem Talent unter anderem zum Erfolg folgender Filme beigetragen: "102 Dalmatiner" (2000), "Der 200-Jahre-Mann" (1999), "The Rock - Fels der Entscheidung" (1996), "Mein großer Freund Joe" (1998) und "Crimson Tide - In tiefster Gefahr" (1995).

"Rob machte uns von Anfang an klar, dass er sich einen Drachen wünscht, der absolut realistisch und glaubwürdig aussieht", so DeLeeuw.

"Es reichte nicht, den Drachen einfach nur teuflisch und bösartig erscheinen zu lassen", bemerkt Hoover, "die Bestie mußste zu der Umgebung der Geschichte passen. Es mußste der Anschein erweckt werden, dass es die selbe Welt ist.

Die anspruchsvollen Zuschauer von heute hätten es ansonsten bemängelt und den Film womöglich nicht angenommen. Rob zeigt in dem Film immerhin eine reale Welt, und wir haben schwer daran gearbeitet, einen Drachen zu kreieren, der in diese Welt passt."

Um dies zu erreichen, ließen sich Hoover und DeLeeuw durch die Natur inspirieren. "Wir haben uns lange überlegt, wie das Publikum auf die Drachen reagieren soll", erklärt Bowman, "also sind wir folgendermaßen vorgegangen: Befindet sich der Drache auf dem Boden, bewegt er sich wie ein Leopard.

Seine Laute ähneln denen einer angriffslustigen Kobra, und seine Haut gleicht der eines Alligators. Seine Wirbelsäule ist dafür sehr schlangenartig. Wir glauben, dass das Publikum mit klar vorprogrammierten Reaktionen auf die Drachen reagieren wird.

Das alles funktioniert natürlich nur im Unterbewusstsein der Zuschauer: Sie sollen sich erinnern: "Oh Gott, das habe ich schon mal im ?National Geographic' gesehen. Und sie sollen Angst haben."

Der Drache hat einen kompakten und geschmeidigen Körper mit riesigen auf- und abschwingenden Flügeln, die ihn elegant durch die Lüfte tragen. "Wir haben lange experimentiert, wie der Drache fliegen soll", erläutert Bowman, "soll er durch die Lüfte flattern, vom Himmel hinabstürzen oder nur durch die Lüfte gleiten?

Wir entschieden uns, unsere Drachen gleiten zu lassen. Doch ein großer Körper verlangt auch große Flügel. Ansonsten hätte er nicht genügend Auftrieb, um seinen Körper in der Luft zu halten. Damit gewann auch seine schlangenartige Erscheinung an Bedeutung."

Der Drachenkörper ist mit Tausenden von Schuppen bedeckt, die mit neuster Computeranimation gestaltet wurden. Dadurch wurde ein bisher noch nie erreichtes Maß an Realität erzielt. "Das Großartige an diesen Schuppen ist, dass sie sich auf der Hautoberfläche des Drachen bewegen", erklärt DeLeeuw, "wenn sich die Haut bewegt, gehen auch die Schuppen auseinander, und dazwischen gibt es dann Lücken. Weder verzerren sich die Schuppen, noch dehnen sie sich."

"Hätten wir die Drachen nur angemalt, wäre der Eindruck entstanden, dass da jemand im Gummianzug steckt", erklärt Hoover, "aber so ist die Drachenhaut mit ihren aufstellbaren und überlappenden Schuppen, die dazu noch Licht reflektieren können, von echter Reptilienhaut nicht mehr zu unterscheiden."

"Ursprünglich wollte ich nicht, dass die Drachen Feuer speien", führt Bowman aus, "denn wenn aus einem Rachen Feuer herauskommt, würde es bedeuten, dass sich die Kreatur das eigene Maul verbrennen würde. Wie lässt sich so ein Problem lösen? Wir stießen auf einen afrikanischen Käfer, der nach hinten zwei verschiedene Substanzen ausstößt, die dann miteinander reagieren und sich entzünden. Das ist ein ausgeklügelter Verteidigungsmechanismus."

"Dann entdeckte ich eine Dokumentation über Kobras, in der gezeigt wurde, wie diese Tiere spucken. Schon hatte ich die Idee, wie das bei unserem Drachen funktionieren könnte", erzählt Bowman weiter, "unser Drache besitzt Drüsen, mit denen er zwei verschiedene Chemikalien verspritzen kann, die in einer Entfernung von etwa fünf Metern vor dem Maul des Drachen miteinander reagieren und ein riesiges Feuer entfachen."

Bowman weiter: "Interessant war, dass das Tier vom Skelett völlig neu gestaltet werden mußste. Damit hätte ich noch zu Beginn des Projekts nie gerechnet. Ich dachte, es wäre viel einfacher. Man entwirft den Drachen, die Jungs speisen alles in den Computer ein, und damit ist alles erledigt. Aber so funktioniert es nicht. Man mußs tatsächlich jeden Knochen, jeden Muskel, jede Drüse und jeden Zehennagel entwerfen. Insgesamt dauerte es neun Monate, bis der erste Drache fertig war."

Doch der kreative Prozess, den Drachen so realistisch wie möglich zu gestalten, fand nicht nur am Computer statt. Hoover war oft selbst am Set und simulierte schon mal den Drachen, damit Bowman verschiedene Einstellungen ausprobieren konnte.P> "Matthew und Christian spielten ihre Rollen mit ganzem Einsatz, und meine Aufgabe war es, den Drachen so lebendig wie möglich zu spielen", erzählt Hoover, "ich versuchte tatsächlich, mich in den Drachen hineinzuversetzen und mir vorzustellen, wie er in der jeweiligen Situation reagieren würde. Ich habe den Drachen als ebenbürtige Rolle in dem Film betrachtet."

Hoover weiter: "Bereits eine Woche nach Beginn der Dreharbeiten konnten wir Rob Filmausschnitte mit einem Drachen präsentieren, der sich durch eine verqualmte, schwarze und düstere Landschaft bewegt. Damit hatten alle ein Bild davon, wie am Ende alles aussehen würde."

"Als schließlich alle Einstellungen des Films feststanden, wurde es ziemlich technisch", fährt Hoover fort, "zum Beispiel gibt es eine Szene, in welcher der Drache zum Landen ansetzt und Matthew dabei höhnisch angrinst. Man mußs sich einen Drachen mit einer Flügelspannweite von etwa 50 Metern vorstellen.

Seine Flügelkraft wirbelt den ganzen Dreck auf und entfacht das Feuer um ihn herum. Die Funken springen umher, und Matthews Kleidung weht nach hinten. Wir mußsten beim Drehen die physische Präsenz des Drachen von Anfang an mit einbeziehen. Das ist ziemlich schwierig, wenn am Set eigentlich nichts zu sehen ist. Aber wären wir anders vorgegangen, hätte uns später niemand geglaubt, dass gerade ein Drache gelandet ist."

"Die eigentliche Herausforderung bei diesem Film war es, eine physische Welt mit visuellen Effekten zu kombinieren", erzählt der ausführende Produzent Jonathan Glickman.

Die Besetzung Der militante Draufgänger Van Zan, der mutige und unverwüstliche Quinn, die attraktive und starke Alex und der forsche und sarkastische Creedy sind die vier Hauptpersonen in DIE HERRSCHAFT DES FEUERS. Als es um die Besetzung ging, suchten die Filmemacher nach Schauspielern, die ihre Rollen so realistisch wie möglich spielen konnten. Man verpflichtete Schauspieler, auf die man vielleicht nicht zuerst gekommen wäre, doch im Nachhinein zeigte sich, dass jeder seine Rolle perfekt ausfüllte.

Matthew McConaughey, der sein Talent bereits in Kinohits wie "Die Jury" (1996) und "U-571" (2000) sowie Independent-Produktionen wie "Confusion - Sommer der Ausgeflippten" (1993) und "Lone Star" (1996) unter Beweis stellte, wurde für die Rolle des amerikanischen Helden verpflichtet. Im Film sucht er Quinns Schloss auf, um Männer für seinen Kampf gegen die Drachen zu rekrutieren.

"Jeder hat von Matthew McConaughey ein bestimmtes Bild im Kopf", glaubt Jonathan Glickman, "doch wir wollten dieses Bild auf den Kopf stellen. Uns war es wichtig, dass ein Amerikaner diese Rolle spielt. Matthew verkörpert zwar den Amerikaner schlechthin, aber er ist hier in einer Rolle zu erleben, die man von ihm nicht erwartet hätte." Als Van Zan sieht man Matthew als Muskelpaket mit kahl rasiertem Kopf und einem Körper, der mit Tätowierungen übersät ist.

"Matthew liefert in diesem Film eine brillante Leistung ab", erzählt Produzent Roger Birnbaum, "dass er mit dem Tempo eines Actionfilms mithalten kann, hat Matthew schon oft gezeigt. Aber mit seiner Darstellung in Die Herrschaft des Feuers wird er bestimmt jeden überraschen."

"Matthew ist ein Actionheld, wie man ihn sich wünscht", fügt Produzent Gary Barber hinzu, "er entspricht dem All-American-Typ, der seine Rolle mit einer Starqualität ausfüllt."

"Die Idee, sich mit Drachen anzulegen, stieß bei Matthew auf helle Begeisterung", erinnert sich Koproduzent Dean Zanuck, "wir dachten, für Matthew wäre es eine gute Gelegenheit, sich als Actionstar herauszustellen. Ich glaube, das ist ihm auch gelungen."

"Ich selbst bezeichne Van Zan nicht gern als Drachentöter. Das klingt für mich zu sehr nach einem Märchenfilm mit Zauberern", meint Bowman, "aber wenn man den Burschen nach seinem Job fragen würde, wäre seine Antwort vermutlich: ?Ich töte Drachen.' Van Zan ist jemand, der immer geradeaus denkt."

"Uns war klar, dass Van Zan als Drachenjäger selbst zum Tier werden mußs", bemerkt McConaughey, "die Frage war nur, ob er das Publikum auch als Kriegsstratege überzeugen könnte? Wie wird aus ihm der Retter der Menschheit?"

McConaughey weiter: "Deshalb setzte ich mich mit bedeutenden Persönlichkeiten der Geschichte auseinander. Eine davon war der amerikanische Feldherr Patton aus dem 2. Weltkrieg. Erst so bekam ich eine Vorstellung davon, wie dieser Van Zan eigentlich tickt. Er handelt nach der Devise, sich niemals zu verstecken, sondern immer in die Offensive zu gehen. Van Zan ist ein Mann, der immer nur das tut, was erforderlich ist."

"Manche würden Van Zan vielleicht als Söldner bezeichnen", glaubt Christian Bale, der im Film Quinn spielt, "aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Van Zan glaubt an das, was er macht. Er sieht sich nicht als Kampfmaschine, die käuflich ist, sondern als Missionar, der im Auftrag Gottes unterwegs ist."

Bale ist ein sensibler Schauspieler, der in seinen Rollen voll aufgeht. In "Das Reich der Sonne" (1987) spielte er unter der Regie von Steven Spielberg bereits mit 13 Jahren seine erste Hauptrolle. Begeisterte Kritiken erntete er danach für seine Darstellungen in "Velvet Goldmine" (1998) und "American Psycho" (2000).

In Die Herrschaft des Feuers spielt er den zögerlichen Anführer Quinn, der in einem alten Schloss haust. Schon als Kind traf Quinn mit dem Drachen zusammen. Er hat die Bestie sozusagen zum Leben erweckt, und aus dieser Erfahrung hat er gelernt, dass die Drachen den Menschen überlegen sind. Mit ihnen ist nicht zu spaßen.

"Es war wichtig, dass wir die Rolle mit einem Schauspieler besetzten, der weder schwach noch ängstlich wirkt. Wir brauchten jemanden mit Leidenschaft und starker Persönlichkeit. Einer, der den Willen hat, zu überleben. Christian ist ein verdammt guter Schauspieler, der genau diese Emotionen glaubhaft darstellen kann", erzählt Glickman.

"Christian hat sein eigenes Charisma, aber darüber hinaus besitzt er die Fähigkeit, in die Haut eines anderen zu steigen und hinter dieser Person völlig zu verschwinden", bemerkt Birnbaum, "wenn man das Kino verlässt, glaubt man tatsächlich, dass er dieser Typ ist. Und genau in diesem Moment realisiert man erst, was für ein exzellenter Schauspieler Christian eigentlich ist."

"Er wirkt manchmal ein bisschen stoisch und bestimmt. Trotzdem ist er dabei sehr sympathisch", fügt Barber hinzu. "Christian gelingt es immer wieder, seine Zuschauer in den Bann zu schlagen und sie von seiner Sache zu überzeugen."

Dazu Bowman: "Mit Quinn verhält es sich folgendermaßen: Auch wenn er defensiv vorgeht, ist das noch lange kein Zeichen von Schwäche. Von über sechs Billionen Menschen gehört er zu den letzten Überlebenden. Er mußs also etwas Besonderes an sich haben. Er ist ein strenger Lehrmeister, der fähig sein mußs, unter Extrembedingungen mit extremen Persönlichkeiten klarzukommen."

"Ich war überzeugt, dass es das Beste wäre, diese Rolle mit einem aufstrebenden Schauspieler zu besetzen, der das Zeug zum Star hat und noch bereit ist, Risiken einzugehen", so Bowman, "nachdem meine Entscheidung gefallen war, fuhr ich nach Deutschland, wo Christian Bale gerade drehte. Ich mußste ihn überzeugen, die Rolle zu übernehmen."

Bale erinnert sich: "Als ich das Drehbuch las, fiel mir auf, wie wirklichkeitsnah das Thema behandelt wurde. Ich hatte den Eindruck, dass das gut funktionieren könnte. Dennoch wollte ich sichergehen, dass der Regisseur meine Sichtweise teilt. Ich hörte Rob einfach nur zu, um herauszufinden, was er zu sagen hatte.

Rob ist immer sehr aufrichtig, deshalb fragte ich ihn, was für eine Art von Film er eigentlich drehen wollte. Seine Vorstellung deckte sich vollkommen mit meiner. Mir kam es so vor, als hätte er vorher meine Aufzeichnungen gelesen. Wir beide stimmten also total überein."

"Quinn hat ein großes Verantwortungsbewusstsein und fühlt sich sehr schuldig", erzählt Bale, "er macht sich wegen seiner Neugierde und Abenteuerlust für die Geschehnisse verantwortlich, die den Tod seiner Mutter verursachten. Aber wie wir wissen, begann damit auch die Ausrottung der gesamten Menschheit. Deshalb wird Quinn auf dem Schloss nur widerwillig zum Anführer."

"Abgesehen von der Tatsache, dass Quinn nicht psychotisch ist, glaube ich, dass sich Quinn und Van Zan nicht wesentlich voneinander unterscheiden", stellt Bale fest. "Im Film werden sie zu Gegnern. Beide verfolgen das gleiche Ziel. Sie wollen überleben und die Drachen bezwingen. Aber sie streiten darüber, auf welche Art man dieses Ziel erreichen kann."

"Da beide nun mal das gleiche Ziel haben, machte es keinen Sinn, einen Film über ihre Streitigkeiten zu drehen", erklärt Bowman, "deshalb beinhaltet der Film zwei verschiedene Philosophien. Quinn steht für die defensive Methode, Van Zan versinnbildlicht die offensive Methode. Ich denke, wir haben einen Weg gefunden, beide Philosophien im Film klar verständlich werden zu lassen. Dazu tragen auch Christian und Matthew bei, die ihre Rollen sehr lebensnah spielen."

"Izabella Scorupco spielt Alex Jensen, eine eigentümliche Frau", erzählt Bowman, "sie ist eine Pilotin, die nie ihren Hubschrauber verlässt. Damit hat sie eine höhere Lebenserwartung als alle anderen. Sie ist diejenige, die den anderen das Zeichen zum Losschlagen gibt, doch gleichzeitig unterzeichnet sie damit auch die Todesurteile. Sie fühlt sich den Männern in ihrer Mannschaft sehr verbunden, aber täglich mußs sie das Zeichen zum Springen geben, und täglich sterben die Männer. Daran zerbricht sie fast."

"Ich fand es interessant, die Rolle mit einer sehr gut aussehenden Schauspielerin zu besetzen und sie durch ein paar Kunstgriffe etwas reizloser erscheinen zu lassen", lacht Bowman, "wir haben ihr dunkle Augenschatten verpasst. Das arme Mädchen, ihre Mutter wird sie nicht wiedererkennen."

"Alex ist nicht nur eine Pilotin, sondern auch eine Wissenschaftlerin", erläutert Izabella Scorupco, "sie weiß wahrscheinlich mehr über die Wesensart und Fortpflanzung der Drachen als irgendein anderer." Aber sie ist auch stark ohne dabei ihre Weiblichkeit zu verlieren.

"Die ?Erzengel' sind für sie wie eine Familie", erzählt Scorupco weiter, "Van Zan ist der Boss der Gruppe, aber für Alex ist es eine emotionale Angelegenheit, wenn sie mit den Männern im Hubschrauber sitzt. Wenn sie den Hubschrauber wieder verlassen, haben sie vielleicht noch eine Lebenserwartung von knapp 17 Sekunden. Sie weiß, dass sie manche von ihnen nie wieder sehen wird. Aber für Emotionen bleibt keine Zeit. Schließlich ist Krieg, und der mußs weitergehen."

"Izabella ist großartig, weil sie keine von diesen zurechtgemachten Schönheiten ist. An ihr ist alles natürlich", sagt Glickman, "wir mußsten eine Schauspielerin finden, die sich in diese Welt einfügen würde. Wir konnten keine Frau gebrauchen, die eine Stunde für Haare und Make-up benötigt. Davon mal abgesehen, meisterte Izabella alle Actionszenen mit Bravour, und Emotionen kann sie auf der Leinwand mit der kleinsten Gestik ausdrücken. Sie hat einfach Klasse."

Als Letzter wurde Gerard Butler für die Rolle des Creedy verpflichtet. Creedy ist im Film Quinns rechte Hand. "Creedy ist das gute Gewissen von Quinn", sagt Bowman. "er ist derjenige, dem Quinn voll vertraut, und der Einzige, der ihm offen seine Meinung sagt, wenn Quinn die Dinge falsch sieht. Diese Beziehung ist von zentraler Bedeutung, und Gerry Butler spielt die Rolle in einer Art und Weise, die Quinn aus seiner düsteren Stimmung befreit. Das ist brillant gespielt."

"Gerry war ein großer Glücksgriff", meint Glickman, "Rob wünschte sich jemanden, der sich durch amerikanische Filme noch nicht etablieren konnte. Als wir Gerry trafen, dachte jeder von uns: ?Das ist unser Creedy.'"

"Ich habe auf dem Schloss das Sagen", erklärt Butler, "denn wenn die Gruppe überleben will, mußs für Disziplin gesorgt werden. Das ist die Aufgabe von Creedy. Er nennt die Dinge beim Namen."

Butler weiter: "Im Film habe ich außerdem die witzigsten Momente. Ich glaube, Creedy ist immer noch von der Tatsache geschockt, in einer Welt zu leben, die von Drachen beherrscht wird, und das schon seit 20 Jahren. Im Film nimmt er in gewisser Weise die Position der Zuschauer ein, wenn er sagt: ?Drachen? Wie lächerlich!' Mit solcher Komik sorge ich ein bisschen für Abwechslung."

Die Produktion Neben dem Team, das sich um die visuellen Effekte kümmerte, um die Drachen zum Leben zu erwecken, waren mehrere Gruppen dafür verantwortlich, eine möglichst realistische Welt zu schaffen, die von Drachen zerstört wurde. Dazu gehörten neben dem Team für das Produktionsdesign unter der Leitung von Wolf Kroeger auch ein Team für Spezialeffekte, das von Dave Gauthier angeführt wurde, und ein Team für die Stunts unter der Leitung von Nick Gillard.

Mit seiner 25-jährigen Praxis gehört Nick Gillard zu den Veteranen seiner Branche. Nachdem er zuletzt die Stunts aufwändiger Actionfilme wie "Star Wars: Episode I - Die Dunkle Bedrohung" (1999), "Star Wars: Episode II - "Angriff der Klonenkrieger" (2002) und Tim Burtons "Sleepy Hollow" (1999) koordinierte, stellte er sich nun einer neuen Herausforderung.

Für Die Herrschaft des Feuers inszenierte er die Actionszenen mit den "Erzengeln". In einer zentralen Szene des Films erlebt man, wie Van Zans Leute aus dem Hubschrauber springen, um die Drachen bereits in der Luft zu töten.

"Normalerweise werden Luftaufnahmen auf 16mm-Format gedreht, um es dann auf 35mm zu vergrößern. Die Herrschaft des Feuers wurde allerdings anamorphotisch gedreht, und dafür mußste unser Kameramann auf dem Kopf eine 35mm-Kamera mit einer anamorphotischen 40mm-Linse tragen." Diese Kameras sind ziemlich groß und sehr schwer.

"Der Kameramann trug deshalb eine Halsmanschette, wie man sie aus der Medizin kennt, damit er sich beim Öffnen des Fallschirms wegen der schweren Kamera nicht das Genick bricht. Außerdem verankerten wir einen kleinen Fallschirm in seinem Helm. Wäre er in Schwierigkeiten geraten, hätte er den Helm mit der Kamera nur abnehmen müssen. Die Kamera wäre dann trotzdem sicher gelandet."

Auch die Stunt-Doubles waren für diese Sequenz gut vorbereitet. "Zwei von ihnen waren ehemalige Soldaten des SAS (Special Air Service), die es gelernt hatten, während eines Kampfes mit Waffen abzuspringen", bemerkt Gillard, "sie gehören zu den Besten und geben immer 100 Prozent."

"Dennoch habe ich in den meisten Fällen versucht, möglichst ohne Doubles auszukommen", fährt Gillard fort, "oft ist es uns gelungen, die Stunts so sicher für die Schauspieler vorzubereiten, dass sie die Szenen selbst ausführen konnten. Wir haben nur dann ein Double eingesetzt, wenn es zu gefährlich wurde. Das passierte allerdings selten, denn Matthew, Christian und Izabella waren körperlich ziemlich fit."

Bei der Kampfszene zwischen Quinn und Van Zan standen McConaughey und Bale selbst vor der Kamera. "Quinn ist beim Kämpfen mit dem Herzen voll bei der Sache, doch Van Zan ist geschickter als er", meint Bale, "Matthew und ich gaben wirklich unser Bestes, und wir haben uns einige Male richtig eins übergebraten.

Ich erinnere mich an einen Kopfstoß, den mir Matthew verpasste. Durch das Echo in den Schlossmauern klang es so, als würde man eine Wassermelone zerschmettern. Ich war für einige Sekunden richtig benommen. Das ist alles im Film zu sehen, und ich mußs sagen, dass es sehr gut rüberkommt, weil es eben tatsächlich passiert ist. Mich hat der kleine Kopfstoß nicht sonderlich gestört, und ich nehme an, Matthew auch nicht."

"Ich war bei diesem Projekt für das Feuer verantwortlich, und ich betone: echtes Feuer", erklärt Dave Gauthier, der Special-Effects-Supervisor des Films. "Rob rief mich mitten in der Nacht an. Es war so gegen 2.30 Uhr morgens, und er fragte mich, ob ich mit von der Partie wäre. Er stellte mir zwei Aufgaben. Erstens: Ich sollte am Set für so viel echtes Feuer sorgen wie möglich. Zweitens: Dabei durfte niemand in Gefahr geraten."

"Ich habe schon viele Projekte in dieser Größenordnung betreut, und weil ich Rob kenne, weiß ich auch, dass er die Dinge größer mag als andere. Vor meinem Abflug nach Irland habe ich mich deshalb intensiv auf meine Aufgabe vorbereitet," erinnert sich Gauthier, der mit Bowman schon bei mehreren Folgen der TV-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" zusammenarbeitete.

"Als ich in Irland ankam, hatte ich bereits eine ziemlich konkrete Idee davon, wie ich die Sache angehen wollte. Dann haben wir alles zusammengesetzt und nannten es den Atemapparat des Drachen."

"Der Drachenatem setzte sehr hohe Temperaturen frei. Mehrere hundert Liter flüssiges Propan wurden mit einer Kraft von 100 Kilogramm pro Quadratzentimeter durch zwei schmale Nasenlöcher von acht Zentimetern geschossen. Dabei erreichte das Feuer eine Weite von über 50 Metern. "Wir haben die Hölle zum Kochen gebracht", so Gauthier, "dabei mußs man allerdings ziemlich wachsam sein."

"Ich habe nicht versucht, die Welt in Flammen zu setzen", grinst Gauthier, "es wurde nur das in Brand gesetzt, was im Bild auch zu sehen war. Deshalb stand ich die ganze Zeit in engem Kontakt mit dem Regisseur und dem Kamerateam.

Meine Leute und ich mußsten genau wissen, wie groß der Bildausschnitt sein würde und wie nah wir mit dem Feuer an einen Schauspieler oder Stuntman herangehen durften. Natürlich testeten wir vorher alles an uns selbst aus. Wir mußsten sichergehen, dass die Temperaturen erträglich waren. Das war dann unser Ausgangspunkt."

"Es gibt nichts, was Menschen am Drehort nervöser macht als Feuer", schlussfolgert Gauthier, "man weiß nie, wie sie auf Feuer reagieren. Manchmal haben sie vor Aufregung sogar ein Lächeln im Gesicht."

Das Schloss und das Finale in London waren die beiden wichtigsten Schauplätze, die von Wolf Kroeger gestaltet wurden. Er hat bereits an über 30 Filmen mitgearbeitet, darunter "Duell - Enemy at the Gates" (2001), "Der Letzte Mohikaner" (1992), "Rambo" (1982) und "Popeye" (1980). Das Schloss wurde in Poolberg bei Dublin gegenüber von Ringsend aufgebaut.

"Wolf hat eine großartige Arbeit geleistet", bestätigt Matthew McConaughey, "alle Schauplätze wurden in Originalgröße aufgebaut, und dann wurde alles wieder abgebrannt. Für uns Schauspieler war das sehr hilfreich. Man kam zum Drehort und wusste genau, in welcher Welt man lebte. Prinzipiell arbeite ich auch gern in einem künstlich ausgeleuchteten Filmstudio, aber persönlich hat es mir sehr geholfen, mich an einem Schauplatz zu befinden, der keine Dächer hatte."

Kostümbildnerin Joan Bergin wurde für ihre früheren Entwürfe bereits für den Emmy nominiert. Doch diesmal erwartete Regisseur Rob Bowman von ihr Kostüme, die dem wirklichkeitsnahen Look des Films entsprechen würden. "Man stelle sich Erzengel vor, die ihre Arme ausstreckten, und große Flügel kämen zum Vorschein. Das hätte nicht funktioniert", erzählt sie, "aber Kameramänner benutzen für Luftaufnahmen einen kleinen Flügel, der sie nach dem Sprung für Sekunden in der Luft hält. Das inspirierte mich zu eigenen Ideen."

Bergin weiter: "Gewöhnlich entwerfe ich für jeden Hauptdarsteller fünf bis sechs Kostüme, die die Entwicklung des jeweiligen Charakters im Verlauf des Films unterstützen, aber in diesem Film trägt Christian die ganze Zeit nur ein einziges Kostüm. Zwei Pullover und ein Mantel - das ist alles! Im Verlauf des Films wird die Kleidung dann immer schmutziger. Ich versuchte, einen Stil zu finden, den man als englisch bezeichnen würde."

"Van Zan und seine Mannschaft sind die wahren Krieger", so Bergin, "sie werden ?Erzengel' genannt, und ich wollte, dass sie wie richtige Engel aussehen, die gerade vom Himmel fallen. Deshalb entschied ich mich für blaue Kostüme. Das ist für mich die Farbe des Himmels."

Der Regisseur Der Regisseur von Die Herrschaft des Feuers, heißt Rob Bowman, er ist bereits seit über zwanzig Jahren im Fernsehgeschäft tätig und gehört zum Erfolgsteam der Kultserie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" und wagte mit THE X-FILES schließlich den Sprung ins Kinogeschäft. "Wir wollten Rob Bowman von Anfang an", sagt Birnbaum, "denn wir sind alle große ?Akte X'-Fans. Jedem von uns war klar, dass wir für diesen Film einen Regisseur brauchten, der uns alles glauben lässt."

"Rob ist ein begnadeter Regisseur", fügt Barber hinzu, "nicht nur die Schauspieler vertrauen ihm, sondern auch die Crew. Und wir Produzenten konnten uns absolut sicher sein, dass er seine Vision verwirklichen würde."

Produzentin Lili Fini Zanuck fügt hinzu: "Wir wollten Rob unbedingt als Regisseur gewinnen. Schon in "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" zeigte sich, wie gekonnt er mit dem Faktor Zeit umgehen kann. Dadurch gelingt es ihm, verschiedene Spannungsebenen aufzubauen."

Lili Fini Zanuck weiter: "Jeder wird sich noch an "Der Weiße Hai" (1975) erinnern. Dort waren die aufspringenden Kanister manchmal erschreckender als der Hai selbst. Es ist eine seltene Gabe, Spannung zu erzeugen, ohne ständig das Ungeheuer aus dem Dunkeln auftauchen zu lassen, und Rob hat diese Gabe."

"Durch seine Arbeit an "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" brachte Rob eine genaue Vorstellung mit, wie man außergewöhnliche Geschehnisse in ein realistisches Umfeld setzt. Es ist faszinierend, ihn dabei zu beobachten, wie er aus seinen Schauspielern ungewöhnliche und zugleich wirklichkeitsnahe Darstellungen herauskitzelt. Wir mögen alle Monsterfilme wie JAWS und "Alien" (1979), weil es mehr um die Menschen als um die Spezialeffekte geht. Mit der gleichen Sensibilität ist Rob auch ab unseren Film herangegangen."

"Ich mußs sagen, dass Rob einer der geschicktesten Regisseure ist, mit denen ich je gearbeitet habe", stellt Matthew McConaughey fest, "er weiß genau, was er will und was er kriegen kann. Außerdem kennt er seine Geschichte sehr genau und weiß, wie er sie erzählen möchte. Andererseits wirkt er manchmal wie ein großer Junge, der mit seinen Lieblingssachen spielt. Es ist erstaunlich, wie sich diese beiden Seiten ergänzen. Rob ist ein Regisseur, der seinen Beruf wirklich liebt."

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