Das fliegende Klassenzimmer

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Titel Deutschland: Das fliegende Klassenzimmer
Genre: Kinderfilm
Farbe, Deutschland, 2002

Kino Deutschland: 16. Januar 2003
Laufzeit Kino: 110 Minuten, FSK 8

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt Jonathan ist schon von acht Internaten geflogen. Als er in Leipzig ans Internat des berühmten Thomanerchors kommt, glaubt er nicht, dass er dort lange bleiben wird. Doch der Internatsleiter Justus nimmt sich seiner an. Und tatsächlich findet Jonathan schnell Anschluss.

Die Jungs aus seinem Schlafsaal werden seine Freunde: Der besonnene Martin und der schmächtige Uli ebenso wie der experimentierfreudige Kreuzkamm junior und der stets hungrige Kraftprotz Matz. Die vier zeigen Jonathan ihren Geheimtreff, einen alten Eisenbahnwaggon auf einem Brachgrundstück, als sie von einem mysteriösen Mann, dem "Nichtraucher" überrascht werden, der ebenfalls einen Schlüssel zu ihrem Eisenbahnwaggon besitzt ...

Der "Nichtraucher" ist aber nicht der einzige, der Jonathan und seine Freunde in Atem hält. Da gibt es auch noch die "Externen", mit denen die Internatsschüler ständig im Clinch liegen, und deren hübsche Bandenchefin Mona.

Und schließlich ist da noch der Text zu einem Theaterstück namens "Das fliegende Klassenzimmer", den die Jungs zufällig im Eisenbahnwaggon gefunden haben. Als sie sich mit Begeisterung auf die Proben für die anstehende Weihnachtsaufführung stürzen, ahnen sie noch nicht, dass sie damit in alten Wunden bohren und eine Kette turbulenter Ereignisse auslösen, die am Ende aber eine für alle versöhnliche Überraschung bereithält ...


Darsteller & Stab Darsteller: Ulrich Noethen (Dr. Johann Bökh "Justus"), Sebastian Koch (Bob Uthofft "Nichtraucher"), Piet Klocke (Kreuzkamm senior), Hauke Diekamp (Jonathan Trotz ), Philipp Peters-Arnolds (Martin Thaler), Frederick Lau (Matz Selbmann), Hans Broich-Wuttke (Uli von Simmern ), François Göske (Kreuzkamm junior), Teresa Vilsmaier (Mona Egerland), Nicolas Kantor (Der schöne Theo)

Stab:Regie: Tomy Wigand • Produzenten: Uschi Reich, Peter Zenk, Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH, Lunaris GmbH & CO. KG • Drehbuch: Henriette Piper, Franziska Buch, Uschi Reich • Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner • Filmmusik: Niki Reiser, Moritz Freise, Biber Gullatz (Songs) • Kamera: Peter von Haller (BVK) • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Christian Nauheimer • Kostüme: Birgit Missal • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Cinema 02/2003: Für viele ist die Internatsgeschichte "Das fliegende Klassenzimmer" Erich Kästners schönster Kinderroman. 1933 wandte er sich liebevoll an seine Leser: "Erschreckt nicht, wenn etwas schief geht. Sonst seid ihr bei der ersten Ohrfeige, die euch das Leben versetzt, groggy."

Den Helden der Kinoadaption - Internatsschüler des Leipziger Thomaner-Chors - geht in den bittersüßen Episoden um Freundschaft, Loyalität und die Kümmernisse der Vorpubertät so manches schief. Halbwaise Jonathan ist von acht Schulen geflogen, der kleine Uli springt vom Schuldach, um den anderen zu beweisen, was für ein Kerl er ist, und Lieblingslehrer Justus lässt die Theateraufführung der Clique platzen. Als die Jungen den Grund dafür herausfinden, geraten sie in ein Stück deutsch-deutscher Geschichte und eine zerstörte Freundschaft. Geheimtreffen, nächtliche Ausflüge, Schneeballschlachten, Kästner-Texte als rhythmische Raps, klasse Schauspieler wie Ulrich Noethen als warmherzig-konsequenter Justus und eine Inszenierung, die Sehnsucht nach Nähe nicht hinter coolen Sprüchen versteckt: Wenn "Das fliegende Klassenzimmer" zur Landung ansetzt, fühlt sich das Kind in uns wundersam fürs Leben gestärkt.

film-dienst 02/2003: Erich Kästners Internatsgeschichte wurde in die Gegenwart und nach Leipzig verlegt, wo die Schüler kleine und größere Alltagssorgen durch ihre unverbrüchliche Freundschaft und Solidarität meistern lernen. Ihre Musical-Aufführung vom "Fliegenden Klassenzimmer" wird zur Nagelprobe für Durchsetzungsvermögen und Charakterstärke und führt zudem zwei erwachsene Freunde wieder zusammen, die zu DDR-Zeiten voneinander getrennt wurden. Ein freundlich-utopisches, pädagogisch aufgeklärtes, selten schönfärberisches Spiel, das kurzweilig-turbulent unterhält und ebenso durch die ethische Grundierung wie sympathische Schauspieler für sich einnimmt.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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