Das fliegende Klassenzimmer

Ausführlicher Inhalt

Jonathan (Hauke Diekamp) ist schon von acht Internaten geflogen. Als er in Leipzig am Internat des berühmten Thomanerchors anfängt, glaubt er nicht, dass er dort lange bleiben wird. Doch der Internatsleiter Justus (Ulrich Noethen) nimmt sich seiner an.

Und tatsächlich findet Jonathan schnell Anschluss. Die Jungs aus seinem Schlafsaal werden seine Freunde: Der besonnene Martin (Philipp Peters-Arnolds) und der schmächtige Uli (Hans Broich-Wuttke) ebenso wie der experimentierfreudige Kreuzkamm junior (Francois Göske) und der stets hungrige Kraftprotz Matz (Frederick Lau).

Die vier zeigen Jonathan ihren Geheimtreff, einen alten Eisenbahnwaggon auf einem Brachgrundstück. Am gleichen Abend werden sie dort von einem mysteriösen Mann, dem "Nichtraucher" (Sebastian Koch), überrascht, der ebenfalls einen Schlüssel zu ihrem Eisenbahnwaggon besitzt.

Am nächsten Morgen ist eine Konzertaufzeichnung in der Nikolaikirche anberaumt. Doch da kommt es zu einer Auseinandersetzung mit den "Externen", den Klassenkameraden aus Leipzig, die nicht im Internat wohnen. Mit ihnen liegen die Thomaner schon seit ewigen Zeiten im Clinch. Die "Externen" entführen Kreuzkamm und verbrennen die Konzertnoten ... Als "Strafe" werden die Jungs von Justus dazu verdonnert, eine exzellente Weihnachtsaufführung hinzulegen.

Ein gutes Stück dafür zu finden, erweist sich aber als sehr schwierig. Da entdecken die Kinder zufällig im Eisenbahnwaggon eine vergilbte Mappe mit einem Theatertext. Titel: "Das fliegende Klassenzimmer". Wow, was für ein Text!

Die Kinder sind Feuer und Flamme und wollen eine Art Weltraumoper à la Raumschiff Enterprise auf die Bühne bringen. Jonathan komponiert die Musik dazu und führt Regie. Sogar die "Externen", mit ihrer hübschen Anführerin Mona (Teresa Vilsmaier), sollen ihren Part dabei spielen.

Doch alles kommt anders. Als Justus bei einer Probe lauscht, verbietet er kurzerhand die Aufführung. Jonathan ist außer sich vor Wut und flippt aus. Er zerstört die Kulissen und entfacht durch einen unglücklichen Zufall ein Feuer: Im Internat brennt es! Die Feuerwehr mußs anrücken.

Jonathan gesteht schließlich seine Schuld, aber auch Justus weiß, dass er die Aufführung nicht hätte kommentarlos verbieten dürfen. Schließlich erzählt er den Schülern, dass ihn das Stück an seine eigene schwere Internatszeit erinnert.

Denn sein damaliger bester Freund Robert und er hatten es selbst geschrieben. Allerdings wurde es nie aufgeführt, da Robert kurz vor der Weihnachtsaufführung aus der DDR flüchtete und Justus vom Internat verwiesen wurde. Beide Freunde haben sich seitdem nie wieder gesehen.

Schließlich haben die Kinder gleich zwei Überraschungen für ihren Lieblingslehrer: Sie führen die beiden alten Internatsfreunde wieder zusammen. Denn wie sich herausstellt, ist der "Nichtraucher" niemand anderes als Justus' alter Freund Robert.

Und es gibt doch noch eine improvisierte Weihnachtsaufführung, bei der die Thomaner gemeinsam mit den "Externen" singen. Am Ende freut sich Jonathan sogar darauf, noch eine lange Zeit auf diesem Internat zu bleiben, wo er endlich Freunde gefunden hat.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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