Roberto Benigni's Pinocchio

Produktionsnotizen

Vorwort von Vincenzo Cerami Carlo Collodi schuf im Jahr 1880 mit Pinocchios Abenteuer. Die Geschichte einer Holzpuppe eines der größten Meisterwerke der Weltliteratur. Als der Roman entstand, war die Geschichte zunächst ein Fortsetzungsroman in einer Kinderzeitschrift und Pinocchio nur eine unerzogene Holzpuppe, die letztlich von dem Fuchs und der Katze gehängt werden sollte. Collodi schloss seinen Text mit dem Wort "Ende". Doch auf Drängen der Verleger setzte er die Geschichte fort und ließ die Holzpuppe mit der Hilfe einer liebevollen und gütigen Fee wieder auferstehen.

Pinocchio wurde also wieder zum Leben erweckt und stürzte sich sogleich in eine Reihe wilder Abenteuer, von dem drängenden Verlangen getrieben, die Welt zu entdecken. Pinocchio verwandelt sich, Schritt für Schritt, vom Draufgänger zum Opfer der Missetaten anderer, bis er sogar eines Verbrechens beschuldigt wird, das er gar nicht begangen hat. Pinocchio wurde in einer Welt "geboren", die aus einem Stück Holz entstanden ist.

Pinocchios Tage verfliegen zwischen aufrührerischen Ausbrüchen, schmerzlichen Erfahrungen, falschen und echten Tränen, Reue und unerfüllbaren Wünschen. Die ihm nahe stehen, von Geppetto und der Fee bis hin zur sprechenden Grille, drängen ihn, die guten Sitten und Werte des Gemeinschaftslebens zu akzeptieren. Pinocchio mußs lernen ein "normaler Mensch" zu sein, sein kindliches und anarchisches Ungestüm zu bändigen und sich dem Leben der Erwachsenen anzupassen.

Collodi missachtet alle Regeln des klassischen Märchenaufbaus und schließt den Roman kurz und bündig mit den Worten Pinocchios, als dieser sich selbst - inzwischen schon ein echter Junge - als leblose, gegen einen Stuhl gelehnte Holzpuppe betrachtet: "Wie töricht war ich doch, als ich noch ein Holzbube war. Und wie glücklich bin ich, nun ein richtiger Junge geworden zu sein." Im Laufe der Entstehung seines Fortsetzungsromans hat der Autor, langsam und sich dessen vielleicht nicht immer bewusst, seine ethischen Grundsätze geändert.

Das Drehbuch, das Benigni und ich geschrieben haben, folgt dem Verlauf der Geschichte, die, Dank der Lebendigkeit der Figuren, nichts von einer Moralpredigt besitzt. Pinocchio und seine Gegenspieler sind durch einen unlösbaren Konflikt miteinander verbunden, wie in einer griechischen Tragödie, in der die Fee die charismatische Rolle der Schicksalsgöttin übernimmt.

Und wie immer bei der Bearbeitung eines Romans haben wir uns, um dem Geiste der Erzählung treu zu bleiben, in mehreren Punkten von der ursprünglichen Geschichte entfernt. Im Zentrum der Verfilmung steht eine komisch-tragische Figur: Der vollkommen unschuldige Pinocchio, der den Tod nicht kennt und das Leben liebt. Pinocchio und seine ständig aus ihm hervorbrechende Lebensfreude sind das Herz des Films: Stimmungen, Figuren und Zaubereien sind die stilistische Projektion eines Jungen, dem es schwer fällt, die Welt zu akzeptieren.

Vincenzo Cerami
Wer ist Carlo Collodi? Carlo Collodi ist das Pseudonym des Florentiner Journalisten und Schriftstellers Carlo Lorenzini (1826-1890). Er besuchte eine religiöse Schule und begann seine Karriere im Alter von zwanzig Jahren, indem er Rezensionen für den Katalog einer bedeutenden Florentinischen Buchhandlung und bald darauf für die bekannte Fachzeitschrift L'Italia Musicale schrieb.

Als Journalist machte er sich schnell einen Namen. So schrieb er für Zeitschriften in ganz Italien, von denen er einige selbst gegründet und geleitet hat. Dazu gehörte Il Lampione, die 1848 von der Zensur verboten und erst 11 Jahre später, anlässlich der Volksbefragung über den Anschluss an Piemont, wieder gedruckt wurde.

Als Freiwilliger beteiligte er sich an den Unabhängigkeitskriegen von 1848 und 1860, Mitte des 19. Jahrhunderts begann er auch als Dramaturg und Schriftsteller zu arbeiten. Im Jahre 1856 schrieb er zum ersten Mal unter dem Pseudonym Carlo Collodi. Collodi heißt der zwischen Lucca und Pistoia gelegene Geburtsort seiner Mutter Angela Orzali, in dem er seine Kindheit verbrachte.

Sein erstes Kinderbuch erschien 1876: I racconti delle fate, eine Sammlung wunderschöner Übersetzungen französischer Märchen. Fortgesetzt wurde diese Tätigkeit mit einer Reihe von Schulbüchern, in denen Literatur und Lehrstoff miteinander verbunden wurden: Mit den Büchern Giannettino und Minuzzolo machte er sich um das Schulwesen des gerade vereinten Italiens verdient. Diese für die damalige Zeit typische Verbindung von Literatur und Wissen wurde von Collodi mit großer Kreativität und Sprachkunst neu interpretiert.

1881 erschien in der Erstausgabe der ersten italienischen Kinderzeitschrift Il Giornale per i bambini der erste Teil von Pinocchios Abenteuer, noch unter dem Titel Die Geschichte einer Holzpuppe. In derselben Zeitschrift erschienen auch andere Erzählungen, u.a. Pipì oder das rosafarbene Äffchen, eine selbstironische Fortsetzung des Pinocchio. Lorenzini starb 1890 unerwartet in Florenz und wurde dort auf dem Friedhof von San Miniato al Monte beigesetzt. Seinen Nachlass übergab die Familie der Nationalbibliothek Florenz.

Pinocchios Abenteuer Die Erstausgabe von Pinocchios Abenteuer erschien 1883. Zwei nacheinander entstandene Teile wurden für die Buchfassung überarbeitet und zusammengefasst. Der erste Teil war 1881 in zahlreichen Folgen in der Kinderzeitschrift Il Giornale per i bambini unter dem Titel Geschichte einer Holzpuppe erschienen. Dieser Teil der Erzählung war abgeschlossen und endete mit dem Tod Pinocchios, der von zwei Unholden an einer großen Eiche aufgehängt wird.

Nach einigen Monaten erschienen im Februar 1882 dennoch neue Folgen, unter dem neuen und endgültigen Titel Pinocchios Abenteuer. Nach einer weiteren Unterbrechung von 5 Monaten wurde die Erzählung Ende Januar 1883 dann abgeschlossen. Im Februar 1883, einen Monat nach der Veröffentlichung der letzen Folge, erschien das Buch Pinocchios Abenteuer.

Collodi hatte den Text der Buchausgabe überarbeitet, den Kapiteln ausführliche Zusammenfassungen vorangestellt und den in der Zeitschriftenausgabe eingeflochtenen Lehrstoff herausgenommen. Die Erstausgabe wurde von Enrico Mozzanti illustriert.

Wie der Film entstand Nicoletta Braschi, die 1991 mit Roberto Benigni die Produktionsfirma Melampo Cinematografica gründete, zeichnet als Produzentin von Pinocchio verantwortlich. Unterstützt wurde sie dabei von den Produzenten Elda Ferri und Gianluigi Braschi sowie von Mario Cotone, dem Executive Producer.

Seit dem ersten Treffen mit Elda Ferri im Jahr 1994 im Zuge der Arbeit am Film Das Monster hat Melampo begonnen, eigenständig zu produzieren. Inzwischen ist das Unternehmen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zu einer der interessantesten unabhängigen Produktionsfirmen avanciert.

Die durch Das Leben ist schön erworbene Reputation konnte mit Pinocchio erneut bestätigt werden. Im Laufe der Jahre hat Melampo das Tätigkeitsfeld durch die Firma Tentacoli erweitert, die seit Das Leben ist schön auch die Filmmusik der Melampo-Produktionen betreut.

Die Auswahl der Darsteller Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Films haben die Figuren geleistet, die Pinocchio auf seinen Abenteuern begleiten. Bei der Auswahl der Darsteller wurde darauf geachtet, möglichst den Figuren im Buch treu zu bleiben - und zwar nicht nur in Hinblick auf den Ort der Handlung, sondern auch auf die Charaktere und die Erzählweise. Aus diesem Grund hat sich Benigni für eine ausschließlich italienische Besetzung entschieden, um das Buch auf der Leinwand so originalgetreu wie möglich wiederzugeben.

"Es war eine sehr langwierige Arbeit, aber wenn dann der Fuchs und die Katze, die Fee, Geppetto oder Freund Docht in Fleisch und Blut vor mir standen, dann schlug mein Herz höher. Ich habe eigentlich das getan, was jeder an meiner Stelle gemacht hätte: Ich habe die Gesichter ausgesucht, die mir am besten gefielen."

Es gibt nur wenige markante Unterschiede zwischen Buch und Film, auch wenn es bei der Umsetzung des geschriebenen Textes auf die Leinwand nötig war, die Motivationen der Figuren mitunter zu verändern, einige Details wegzulassen, andere hinzuzufügen. Die persönliche Entwicklung Pinocchios, ebenso wie die Schauplätze der Handlung, sind aber dieselben geblieben wie im Buch.

  • Einige Zahlen
  • 1 : 60 = das Verhältnis zwischen gedrehtem und geschnittenem Material
  • 8 = die Monate der Vorbereitung (Anfertigung der Kulissen und Ausstattung der Studios)
  • 8 = die Monate der Post-Production
  • 20 = die Kostüme Pinocchios
  • 28 = die Wochen der Dreharbeiten
  • 47 = Millionen Euro: das Budget des Films
  • 150 = die Mitglieder des Teams
  • 270 = die Techniker für die Studioausstattung und den Aufbau
  • 477 = die für das Schlaraffenland angefertigten Spielzeuge
  • 940 = die Zahl der Startkopien des Films in Italien
  • 1.000 = die eigens für den Film gefertigten Schuhe
  • 4.000 = die Zahl der Statisten
  • 4.000 = die Quadratmeter Stoff für die tausend verwendeten Kostüme
Wie die neuen Studios entstanden Nachdem Benigni die Entscheidung getroffen hatte, Pinocchio in Angriff zu nehmen, stellte sich zunächst die Frage, wo ein so komplex aufgebauter Film gedreht werden könnte. Mario Cotone, der Executive Producer des Films, berichtet von der ersten Phase des Projekts: "Pinocchio ist ein absolut einzigartiger Film, eine Mischung aus Fantasie und Realität. Roberto gab mit sofort zu verstehen, dass er nicht an einem realen Ort gedreht werden kann, weil er einen fantastischen Kontext braucht. Für solch ein Märchen benötigten wir eine besondere Umgebung. Nachdem wir verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen hatten, unter anderem auch, den Film nur in ausländischen Studios zu drehen, schlug ich vor, wieder nach Papigno in der Nähe von Terni zu gehen, wo wir auch einen Teil von Das Leben ist schön gedreht hatten."

Roberto Benigni hatte 1997 tatsächlich einen beträchtlichen Teil von Das Leben ist schön in der ehemaligen Chemiefabrik in Papigno gedreht. Die Szenen im Lager, ebenso wie die Ankunft des Zuges im Konzentrationslager sind dort entstanden. Wie Mario Cotone bestätigt, war Papigno der ideale Drehort - nicht nur, weil die Hallen die ideale Größe für die Kulissen haben, sondern weil sie zusätzlich viel Platz für alle an der Produktion beteiligten Abteilungen boten.

Anfang November 2000 begann der Umbau der Hallen in ein Filmstudio. Acht Monate lang, bis zum Beginn der Dreharbeiten (25. Juni 2001), haben insgesamt 60 Firmen daran gearbeitet und diese in Rekordzeit fertig gestellt. In den ersten Räumlichkeiten konnten bereits im Januar 2001 rund 90 Personen mit dem Kulissenbau beginnen.

Anfangs sah die Projektplanung nur den Umbau von zwei Hallen der ehemaligen Chemiefabrik vor. Im Laufe der Arbeiten zeigte sich aber, dass eine weitere Halle umfunktioniert werden mußte - nicht zuletzt, weil einige Szenen des Films im Wasser gedreht wurden. Ein Becken mußte konstruiert werden, in dem Pinocchios Begegnung mit dem Haifisch ebenso wie die Szenen mit Pinocchio am Strand und der Fee auf dem Felsen im Meer gedreht werden konnten. Der Bau eines überdachten Beckens mit geheiztem Wasser ermöglichte es Roberto Benigni, sogar im Dezember zu drehen.

Die beiden großen Studios (1 und 2) sind 80 x 28 x 12 m groß, während das Studio 3 in zwei Bereiche geteilt ist: Ein Becken mit Blue Screen Leinwand (30 x 21 x 2,10 m Tiefe) und der Bereich mit einer Green Screen Leinwand (30 x 30 x 12 m).

Arbeiten in Papigno An den Vorbereitungen für Pinocchio waren viele Unternehmen aus der Provinz Terni beteiligt, die ihre technische Kompetenz und Schnelligkeit sowohl beim Umbau der Hallen als auch bei der Lieferung des Materials für den Kulissenbau unter Beweis gestellt haben. Außerdem hatten fünfzig Jugendliche der umbrischen Stadt Gelegenheit, erste berufliche Erfahrungen beim Film zu sammeln, indem sie bei der Realisierung vor Ort mit halfen und von der Anwesenheit hoch qualifizierter Filmemacher profitieren konnten.

Dante Spinotti, der Kameramann, sagte nach Ende der Dreharbeiten: "In Papigno zu drehen war eine wunderbare Erfahrung. Die Studios sind mit neuester Technik ausgestattet und sehr effizient. Sie stehen den großen Studios in Amerika in nichts nach. Man sollte auch nicht vergessen, dass man hier in einer Umgebung arbeitet, die aufgrund ihrer Ruhe und Schönheit absolute Höchstleistungen ermöglicht."

Die Dreharbeiten Techniker und Team Ein Heer von 150 Team-Mitgliedern sowie 270 Technikern und Arbeitern (Tischler, Stuckateure, Schlosser) hat in der Vorbereitungsphase und während der Dreharbeiten sieben Monate lang in den Studios in Papigno gearbeitet. Innen- und Außenaufnahmen Ein Großteil der Aufnahmen (22 von 28 Wochen) wurde im Inneren der Studios in Papigno (Terni) realisiert. Die Kulissen für die verschiedenen Handlungsorte der Geschichte wurden in den eigens für den Film umgebauten Hallen erstellt. Nach und nach sind auch das Dorf von Geppetto, das Fischerdorf und das Schlaraffenland entstanden.

Außerdem die Innenansichten, wie beispielsweise im Haus von Geppetto, im Haus der Fee, in der Schule, im Puppentheater, im Gerichtssaal, im Gefängnis, im Zirkus und im Schlund des Haifisches, in dem sich Geppetto und Pinocchio wieder begegnen.

Nur wenige Szenen wurden unter freiem Himmel inszeniert. Vier Wochen wurde auf dem Gut Castelfalfi in der Nähe von San Gimignano gearbeitet; weitere zwei Wochen in Manziana in der Provinz Viterbo. Die Entscheidung, einige Szenen außerhalb der Studios zu drehen, hatte sowohl erzähl- als auch produktionstechnische Gründe: Sie kamen in einer natürlichen Umgebung besser zur Geltung und es war leichter, eine Teilkulisse in eine natürliche Umgebung zu integrieren.

Die Sequenzen mit Pinocchio am Strand wurden in Furbara, an der Küste Latiums in der Nähe von Ladispoli, gedreht.

Kamera Um die Mischung aus realer wie fantastischer Welt in Bildern einzufangen, wählte Roberto Benigni einen der weltweit gefragtesten Kameramänner aus: Dante Spinotti, der schon zwanzig Jahre zuvor mit Benigni an dem Film Il Minestrone unter Regie von Sergio Citti gearbeitet hatte.

Spinotti sagt über die Schwierigkeiten bei der Kameraführung an diesem Film: "Pinocchio ist ein Märchen, das jedoch stark in der Realität verwurzelt bleibt. Unsere Aufgabe war es, all dies in den Aufnahmen zur Geltung zu bringe - indem das Licht auf die wundervollen Kulissen von Danilo Donati und auf die Arbeit der Spezialeffekt-Experten abgestimmt wurde. Den vollständig im Inneren der Studios nachgebildeten Orten mußste eine gewisse Natürlichkeit und den Außenaufnahmen etwas Fantastisches verliehen werden. Es war eine spannende Arbeit, reale Elemente mit fantastischen mischen zu können - beispielsweise den Kulissen in den Studios Bilder der wunderschönen toskanischen Landschaft hinzuzufügen. Hier hatten wir die Möglichkeit, unsere Kreativität und Fantasie richtig auszuleben und für jede Szene eine exakte Farbanalyse zu machen. Auch mit Roberto Benigni und Nicoletta Braschi zu arbeiten war etwas ganz Außergewöhnliches, sowohl von der Professionalität und dem Profil des Films als auch vom Menschlichen her."

Filmmusik Nach dem Oscar für Das Leben ist schön setzten Roberto Benigni und der Komponist Nicola Piovani ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Pinocchio fort.

Nicola Piovani war es wichtig, für alle Figuren eine persönliche Melodie zu schaffen, die im Verlauf der Geschichte immer wiederkehrt: "Ich hatte mich von verschiedenen Dingen inspirieren lassen," erzählt Piovani. "Von Collodi natürlich, von dem Drehbuch und von den vielen Doppeldeutigkeiten dieses Märchens. Und natürlich von den beeindruckenden Bildern von Donati und Spinotti." Mit seiner Musik hat Piovani vor allem versucht, all das auszudrücken, was Dialoge nicht wiedergeben können, wie beispielsweise die stummen Gefühle des Films und die Liebe Pinocchios zur Fee.

Eine wichtige Rolle für seine Arbeit spielte Piovanis Beziehung zu Roberto Benigni: "Benigni als Darsteller-Holzpuppe und Benigni als Regisseur waren meine Leitfiguren," erklärt der Komponist. "Ich wollte die Musik zu einem Komplizen machen, um die ganze Gefühlsstärke auf das Publikum zu übertragen."

Schnitt Pinocchio war für Simona Paggi, nach Das Leben ist schön, der zweite Film mit Roberto Benigni. Der Schnitt begann zeitgleich mit den Aufnahmen. Die große Zahl der Einstellungen mit Spezialeffekten, insgesamt ca. 400, hat dazu geführt, dass sich die Fertigstellung um einige Monate verzögerte: "Es war sowohl in kreativer als auch in technischer Hinsicht eine Erfahrung, die mich sehr begeistert hat," erzählt die Cutterin Simona Paggi. "Abgesehen von der großen künstlerischen Herausforderung hoffen wir natürlich, dass wir dem Publikum die eigentlich so komplexe Geschichte Pinocchios als ein großes Abenteuer vermitteln können." Die Kulissen Der Bau der Kulissen für Pinocchio begann fast ein Jahr vor den Dreharbeiten, im Sommer 2000. Danilo Donati wollte, dass seine Kulissen ganz Italien verkörpern und nicht nur Architektur und Landschaft der Toskana, wo Collodi sein Buch spielen ließ.

Zur Vorbereitung und zur Inspiration hat Donati viele Illustrationen angeschaut, sich aber schließlich für eine sehr persönliche Linie in der Gestaltung entschieden: Seine Grundidee war es, Häuser mit vier unterschiedlichen Seiten zu bauen, damit sie in verschiedenen Szenen eingesetzt werden können. Zwecks eines schnellen Transports mußsten die Konstruktionen daher sehr leicht sein.

Auf diese Weise konnte sowohl der kreative Anspruch, dem Regisseur die größtmögliche Gestaltungsfreiheit zu geben, als auch der praktische Anspruch, den Kulissenwechsel in den Studios so schnell wie möglich durchzuführen, erfüllt werden. Jedes Haus stand auf einem Metallrahmen mit Rädern, so dass es tiefen- und höhenverstellbar war. Sieben Häuser sind gebaut worden, jedes mit den vier unterschiedlichen Wänden (in der Regel zwei für das Dorf von Geppetto und zwei für das Fischerdorf).

Die drei wichtigsten Handlungsorte, das Dorf von Geppetto, das Fischerdorf und das Schlaraffenland, sind gänzlich verschieden: Jeder Ort hat seine eigenen Farben, Hintergründe und Kostüme.

Die Arbeit an der Kulisse des Schlaraffenlandes stellte eine besondere Herausforderung dar, denn im Buch gibt es keine genauen Hinweise auf dessen Beschaffenheit. Um es mit Collodis Worten zu sagen: "Ein solches Land hat es nie gegeben!" Donati konnte es daher seinen Vorstellungen nach interpretieren. Vom ersten bis zum letzen Tag hat er dem Entwurf und dem Bau des Schlaraffenlandes besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt und jedes einzelne der Spielzeuge entworfen, die eigens für den Film gebaut wurden.

Beim Entwurf des Schlaraffenlandes folgte der Bühnenbildner bestimmten Grundsätzen: "Ich habe versucht, das Italien der Zeit Umbertos I. darzustellen, ohne mich zu sehr an den Bildern dieser Zeit zu orientieren. Aber letztendlich ist dieser Fantasieort eine Abstraktion des Spiels: Nicht die Realität, sondern ein Traum dessen, was du dir wünscht."

Diese Verfilmung zeigt dem Publikum auch zum ersten Mal einen Haifisch, wie er in Collodis Buch beschrieben wird - und nicht einen Wal, wie im berühmten Trickfilm von Walt Disney. Verschiedene Modelle des Haifisches wurden gebaut: Das Hauptmodell und einige kleinere Modelle für einzelne Einstellungen. Um Pinocchio und Geppetto gemeinsam im Haifisch zeigen zu können, entstand ein Kiefer von nahezu 20 Meter Größe. Anschließend wurde die Szene digital bearbeitet.

Die Kostüme Die Idee und die Vorbereitung Jedes Kostüm der Figuren und Komparsen in Pinocchio wurde extra für den Film angefertigt. Die Vorbereitung zur Herstellung der Kostüme begann im Januar 2001: Kostümbildner und Schneider nähten ungefähr tausend Kostüme, für die sie fast 4000 Meter Stoff verarbeiteten.

Zwar lag umfassendes Dokumentationsmaterial vor, aber Donati vermischte bewußt die Stile verschiedener Kostümbildner miteinander. Es sollte vielleicht erwähnt werden, dass er seinen Mitarbeitern häufig Bilder Honoré Daumiers als Referenz zeigte (ein französischer Maler und Illustrator im 19. Jahrhundert).

Die Kostüme der Bürger stammen sichtlich dem 19. Jahrhundert, während die Kostüme der Dorfbewohner eher dem 18. Jahrhundert zuzuordnen sind. Bei allen Kostümen legte Donati Wert darauf, dass sie benutzt aussahen. Verstärkt werden sollte dieser Effekt dadurch, dass in einige Kostüme Gebrauchsgegenstände eingearbeitet wurden, die, aus ihrem ursprünglichen Kontext genommen, bestimmte Assoziationen hervorrufen sollten, zum Beispiel Jackenknöpfe aus Nudeln.

Pinocchios Kostüm Auch wenn es schlicht aussieht, war das Kostüm für Benigni ein hartes Stück Arbeit: Da sich die Abenteuer Pinocchios über einen langen Zeitraum erstrecken, sollte dem Handlungsverlauf Rechnung getragen werden, indem auch die Kleidung der Holzpuppe im Verlauf der Handlung Alterserscheinungen zeigt.

Das Kostüm von Pinocchio ist dem Buch getreu gestaltet worden. In der Entwurfsphase wurde ein Papiermodell hergestellt, um die Wirkung ansich zu testen. Pinocchios Kostüm mußste an geblümtes Papier erinnern.. Dieser Effekt wurde mit einem gekräuselten, weißen Stoff erzielt, der zunächst in verschiedenen Farbabstufungen eingefärbt wurde, damit für die zeitlich fortlaufenden Szenen jeweils ein entsprechend gealtertes Kostüm entstehen konnte. Dann wurde jede Blume per Hand aufgedruckt.

Das Kostüm der Fee Die Kostüme der Fee wurden von der englischen Kostümbildnerin Jane Law entworfen, nach Vorgaben von Danilo Donati. Unterstützt von 14 Mitarbeitern hat Jane Law versucht, durch die Kostüme die Rolle und den Charakter der Fee in den einzelnen Situationen bestmöglich hervorzuheben. Die Fee mußste strahlend und magisch zugleich sein: Eine Figur, die für immer in den Herzen der Zuschauer bleibt, vor allem in denen der Kinder.

"Die schönsten Illustrationen, von denen ich mich inspirieren lassen habe, um mich dieser Idee zu nähern waren Aquarellbilder. Dabei kam mir die Idee, dass das Kostüm der Fee aus durchsichtigen Farb- und Stoffschichten in Blau-, Lila- und Rosaschattierungen besteht." Um die Figur so magisch wirken zu lassen, wie sie vor allem in den Augen Pinocchios erscheint, wurden außerdem unzählige kleine Kristalle und Pailletten aufgenäht, deren Effekt durch die Kameraführung von Dante Spinotti noch verstärkt wurde.

Eine weitere interessante Idee für die Gestaltung des Kostüms der Fee war es, ihren Kopf mit Blumen zu schmücken, um einen weiteren Charakterzug der Figur zu zeigen: Ihre Verbundenheit mit der Natur.

Die Kostüme der anderen Figuren Die Herstellung der Kostüme von Pinocchio und der Fee erforderten viel Arbeit, doch auch die Kostüme der anderen Hauptfiguren wurden exakt auf ihren Charakter und ihre Rolle in der Geschichte zugeschnitten.

Gepetto ist Pinocchios armer und gutmütiger Vater. Aus diesem Grunde erinnert sein Kostüm an die Kleidung einfacher Leute Ende des 18. Jahrhunderts. Anders verhält es sich mit den Kostümen vom Fuchs und der Katze, die Donati nach Illustrationen von Daumier entwarf. Sein Ziel war es, diese beiden Taugenichtse, die Pinocchio betrügen, sich dann aber selbst als dumm entlarven, zu vermenschlichen.

Jedes Kostüm mußte die Eigenschaften der jeweiligen Figur hervorheben: Das Kostüm von Medoro, dem treu ergebenen Hund der Fee, erinnert zum Beispiel an eine Livree, die typische Kleidung der Dienerschaft. Das Kostüm von Docht, dem besten Freund Pinocchios, zeigt einen braven Jungen. Und das Kostüm der Sprechenden Grille, dem Gewissen Pinocchios, unterstreicht das schulmeisterliche Wesen dieser Figur.

Das Make-Up Bei einem Film mit aufwändigen Kostümen und Kulissen liegt es nahe, dass auch das Make-up der verschiedenen Figuren viel Arbeit benötigt. Julian Murray und ihr Team von Animated Extras mußsten für viele Figuren Gesichtsprothesen anfertigen. Roberto Benigni und Nicoletta Braschi haben die Entstehung jeder einzelnen Figur aufmerksam verfolgt, angefangen von den ersten Entwürfen bis hin zu den ersten Protheseproben mit den Schauspielern.

Besonders aufwändig war das Make-up für den Fuchs und die Katze und natürlich die Sprechende Grille. Das Anpassen der Prothesen verlangte Schminksitzungen von bis zu vier Stunden." Zuerst haben wir," erklärt Julian Murray, "Bücher mit Tierillustrationen, Videos und Fotografien studiert, um jedes Detail vor Augen zu haben. Dann haben wir die Eigenschaften der Tiere auf die Gesichter der Schauspieler übertragen. Natürlich haben wir auch genau geprüft, welches Material für die Prothesen am besten geeignet ist. Die Wahl fiel dann auf eine Gelatinemasse, die dem menschlichen Fleisch täuschend ähnlich ist und sogar auf Wettereinflüsse reagiert."

Wie das Kostüm, sieht auch das Make-up von Benigni auf den ersten Blick sehr einfach aus. Das Gesicht des Schauspielers mußste aber dem Charakter der Figur angepasst werden. Jeden Morgen wurde Benigni zwei Stunden lang von Maskenbildner Maurizio Silvi geschminkt, bevor die Dreharbeiten beginnen konnten. Nur Pinocchios Nase wurde digital erstellt, wenngleich er in einigen Szenen eine Prothese trug.

Für das Make-up der Fee mit dem blauen Haar, gespielt von Nicoletta Braschi, zeichnete Morag Ross verantwortlich: "Wir wollten den sanften und magischen Charakter der Fee unterstreichen. Wir haben lange probiert, bis wir die richtigen Farben gefunden hatten, die zu den Haaren und ihrem Kostüm passen. Ihr Gesicht mußte zart, fast bleich und gleichzeitig strahlend und glitzernd wirken, mit einigen Blau- und Rosareflexen. Außerdem mußsten wir immer die Kameraeinstellung im Hinterkopf behalten, die sich Dante Spinotti für jede Szene ausgedacht hatte."

Die blaue Perücke der Fee wurde von dem englischen Künstler Peter Owen angefertigt. "Die Haare sollten real und fantastisch zugleich wirken", berichtet Owen. Wir mußsten eine Perücke entwerfen, die natürlich wirkte, obwohl sie für einen Menschen unnatürlich war. Die Wahl des Blautons war dabei besonders schwierig und die Herstellung jeder verwendeten Perücke dauerte mindestens 20 Tage. Die Perücken konnten auf verschiedene Weisen frisiert werden. Bei der Herstellung wurde eine breite Palette sehr heller Haare verwendet, denen ohne Anwendung chemischer Produkte eine erste Form gegeben wurde. Danach wurden die Haare gefärbt, aber nicht mit normalen Farben, sondern mit vielen Blau-, Lila- und Rotschattierungen, die miteinander vermischt lebhafter wirken. Und dabei mußsten natürlich die Farben des Kostüms berücksichtigt werden!"

Die Spezialeffekte Die Idee Zum ersten Mal sah Roberto Benigni sich gezwungen, mit Spezialeffekten zu arbeiten. Für einen so komplexen Film, der in einer halb realen, halb fantastischen Welt spielt, war moderne Digitaltechnologie unabdingbar. Verantwortlich zeichnete Rob Hodgson: "Als ich das erste Mal mit Roberto über die Arbeit sprach, gab er mir sehr deutlich zu verstehen, dass es zwar ein Film mit Spezialeffekten werden würde, aber nicht danach aussehen sollte."

Hodgon ist es gelungen, eine Kombination aus klassischen Kulissenelementen und digitalen Effekten zu schaffen, die auch den unterschiedlichen Stilen des Regisseurs, des Bühnenbildners und des Kameramanns Rechnung trug. Über ein Jahr lang arbeitete er intensiv an den verschiedenen Teilen des Films, vom Beginn der Dreharbeiten bis zum Abschluss des Schnitts. Einige Sequenzen sind fast vollständig am Computer entstanden, zum Beispiel der Fall des Holzpflocks, der das Dorf von Geppetto in Aufregung versetzt und aus dem dann die Holzpuppe Pinocchio geboren wird.

Digital erzeugte Effekte Das Stück Holz: Der Fall des Holzstücks verlangte viel Feinarbeit, wie Hodgson berichtet: "Roberto hat immer betont, wie wichtig gerade diese Szene ist, um den besonderen Humor des Films zu etablieren. Das Holzstück mußste also vollkommen digital erschaffen werden, mit all seinen Bewegungen und Schatten - ab dem Augenblick, in dem es vom Wagen fällt, mußste es absolut echt aussehen. Dennoch durfte die Bewegung nicht in zügellose Raserei ausarten, sondern mußste auch eine gewisse Anmut beinhalten."

Die Nase: Die Nase ist das Markenzeichen der Holzpuppe. "Um sie digital zu entwerfen, war es notwendig, Tests mit Nasen verschiedener Länge zu machen. Wir wussten allerdings, dass es unausweichlich sein würde, sie am Computer zu rekonstruieren, weil es unmöglich ist, mit einer Nase dieser Länge zu arbeiten." Die Sprechende Grille: Einige Szenen wurden in den Studios mit Hilfe des Green Screen vorbereitet, so dass danach bestimmte Details mit dem Computer bearbeitet werden konnten. Die Digitaltechnik war auch an für die Konversation zwischen der Grille (Peppe Barra) und dem Feuerfresser (Franco Javarone) unabdingbar. Beide Figuren müssen auf dem Bildschirm kleiner erscheinen als die Hauptfiguren, mit denen sie zu sehen sind. Daher wurden viele Einstellungen vorab mit den Schauspielern gedreht und dann am Computer zusammengefügt. Hodgson: "Speziell bei der Sprechenden Grille haben wir die Nahaufnahmen von Peppe Barra mit einem Green Screen-Hintergrund gemacht. Für andere Szenen haben wir die Motion-Capture-Technologie angewandt, wobei Sensoren am Körper des Schauspielers angebracht wurden, die seine Bewegungen und Größe an den Computer übertrugen. Anschließend wurde das ganze digital bearbeitet."

Der Haifisch: Bei den Sequenzen mit dem Haifisch handelt es sich um dreidimensionale Computeranimationen. Während des Drehs wurden allerdings Modelle eingesetzt, um dem Regisseur die Arbeit zu erleichtern und um Rob Hodgson für die spätere Computerbearbeitung Anhaltspunkte bezüglich Größe und Bewegung zu geben. "Es wurden einige Miniaturhaifische gebaut, um die Bewegung des Tieres und seiner Zähne im Wasser besser vor Augen zu haben. Dann haben wir Aufnahmen von Benigni im Wasserbecken gemacht und dabei jedes Mal exakt die Kameraposition berechnet". Die Taube: Eine weitere Figur, deren Bearbeitung am Computer sich als sehr schwierig gestaltete, war die Taube. "Die Taube ist das Paradebeispiel für die Komplexität der Arbeiten an diesem Film. Als erstes ist zu berücksichtigen, dass sie spricht. Außerdem mußste sie größer wirken als eine normale Taube und sich sehr anmutig bewegen. Wir haben die Taube am Computer entworfen, um zu testen, wie sich die Federn bewegen und wie eine harmonische Bewegung erreicht werden kann."

Warum Pinocchio? Zahlreiche Fernseh- und Kinoverfilmungen sind nach der Vorlage von Carlo Collodis Meisterwerk Pinocchios Abenteuer entstanden. Doch das hat Roberto Benigni nicht davon abgehalten, das wohl ehrgeizigste Projekt seiner Karriere in Angriff zu nehmen. "Seit Nicoletta Braschi und ich uns das erste Mal begegnet sind, wollten wir Pinocchio drehen. Mich zu fragen, wann ich diese Idee hatte, ist, wie eine Eiche zu fragen, wann sie auf die Idee gekommen ist, Eicheln zu haben. Es ist etwas ganz natürliches, etwas wunderschönes!"

Schon Federico Fellini stellte sich Benigni als Pinocchio vor. Und es kommt nicht von ungefähr, dass er ihm während der Dreharbeiten zu seinem letzten Film Die Stimme des Mondes den Spitznamen Pinocchietto gab. Fellinis Vorstellungen müssen schon sehr konkret gewesen sein, da er mit Benigni bereits verschiedene Make-Up-Varianten ausprobiert hatte. "Fellini," erzählt Benigni, "sprach von Pinocchio wie von einem prophetischen Buch, fast wie vom Evangelium! Dieses Buch war für ihn so bedeutungsvoll, dass er es am Morgen aufschlug, den Finger auf eine beliebige Zeile legte, um dann zu sehen, was er da gefunden hatte!"

Pinocchio ist für Benigni die Erfüllung eines lang gehegten Traums, etwas, das der Komiker aus der Toskana schon immer als einen Teil seiner selbst empfunden hat. Collodis Buch beinhaltet einen ganz besonderen Text, und nicht nur eine Botschaft. Benigni: "In Pinocchio stecken: Abenteuer, Schmerz, das tobende Leben, Freude, Verzagen, Grausamkeit, Heldentum und die Liebe. Wunderschön! Ich würde Collodi am liebsten einen Strauß Rosen schicken."

Die Herausforderung für Benigni und Cerami (Koautor des Drehbuchs) bestand darin, die Geschichte stringent zu erzählen, wenngleich sie für die Leinwand auf knapp zwei Stunden gekürzt werden mußste. Außerdem stellte man sich die Frage nach dem Schicksal Pinocchios: Wird es der Holzpuppe gelingen, ein echter Junge zu werden?

Zum ersten Mal hat sich Benigni an einer Figur versucht, die nicht seiner eigenen Fantasie entsprungen ist, was sowohl den Schauspieler als auch den Regisseur vor eine reizvolle Aufgabe stellte: "Das war ein wirklich schwieriges Unterfangen."

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© 1994 - 2010 Dirk Jasper