Femme Fatale

Produktionsnotizen

Killerladies - Ladykiller [fam fatal; französisch] = verführerische, dämonische Frau Sie sind schön, erotisch und verführerisch - doch wer sich mit diesen Frauen einlässt, riskiert Kopf und Kragen. De Palma beginnt seinen Film mit einem Ausschnitt aus Billy Wilders "Double Indemnity" (Frau ohne Gewissen) mit Barbara Stanwyck, der Ikone einer femme fatale im Kino - solche Todesengel werden zur zentralen Frauenfigur des amerikanischen Film Noir der 40er Jahre. Die Tradition einer Rita Hayworth, Marlene Dietrich oder Kim Novak zieht sich fort bis zu Sharon Stone und Linda Fiorentino. Auch in den anderen Künsten ist die femme fatale allgegenwärtig - von der griechischen Tragödie über die Malerei bis zur Oper. Von "Carmen" bis zu "Salomé". Von Thomas Mann bis Oscar Wilde. Im Museum Groningen widmet sich bis Mai eine Ausstellung den "Femmes Fatales" in der Kunst zur Jahrhundertwende.

Brian De Palma: "Die Rolle von Laure ist der Ausgangspunkt und das Rückgrat des Films. Ich wollte eine Heldin, die gleichermaßen komisch ist und sexy und dabei köstlich grausam: eben eine Frau, die starke Gefühle provoziert. Ganz bewusst habe ich mich dabei auf die ?femme fatale' aus den Filmen der 30er und 40er Jahre gestützt, um nach diesem klassischen Muster eine moderne Story von heute zu entwerfen.

Die Geschichte flog mir regelrecht zu. Es war das pure Vergnügen, den Charakter von Laure zu entwickeln und Situationen zu schaffen, bei denen ihr Verhalten immer unmittelbare Konsequenzen zur Folge hat. Mein Ziel war es, die Spannung aufzubauen und die Story so zu erzählen, dass das Publikum nie vorhersehen kann, was als nächstes passiert."

Die Figuren ... Laure Brian De Palma: "Laure ist Manipulation pur. Sie verändert mit Leichtigkeit ihren Stil und ihre Identität - das macht die Figur noch faszinierender. Sie fesselt uns, wenn wir immer wieder vergeblich versuchen, ihre wahren Absichten zu enträtseln. Wir erliegen ihrem Bann aus Charme und Erotik. Es ist, als würde man sich dem giftigen Stachel eines Skorpions ausliefern. ?Femme Fatale' ist vor allem ein visueller Film, bei dem es nur minimale Erklärungen gibt und wichtige Dialoge auf zwei oder drei Schlüsselszenen beschränkt bleiben. Gleichzeitig gibt es während des gesamten Films ständig Hinweise und Spuren. Und wenn wir glauben, wir hätten das Rätsel gelöst, kommt der Polizist Serra mit einer ganz anderen Lösung und wir denken hoffentlich: ?Mein Gott, darauf wäre ich nie gekommen.!' Nicolas wird zunehmend von einem geheimnisvollen Netz überzogen. Und mit ihm fühlt sich auch der Zuschauer mehr und mehr darin gefangen. Wenn wir schließlich verstehen, was Laure wirklich vor hat, ist es zu spät. Während wir gerade noch wahrnehmen, dass ein Zug auf uns rast, hat er uns schon überfahren."

Rebecca Romijn-Stamos: "Laure ist ein Biest. Sie benutzt ihre Schönheit und Sexualität wie Waffen, um das zu bekommen, was sie will. Laure ist die Inkarnation des Bösen und hat keinerlei Skrupel. Alles was sie tut macht sie aus purem Eigennutz - was mir wirklich gut gefällt. Sie ist die geborene Schau-spielerin. Sie kann in jeder brenzligen Situation etwas erfinden, das sie immer wieder in letzter Minute rettet.

Laure weiß präzise, wer sie ist. Sie mußs sehr stark und konzentriert sein, um in ihren verschiedenen Identitäten zu überzeugen. Das war mein Zugang zu dieser Rolle - denn ich weiß auch persönlich sehr präzise, wer ich bin."

Nicolas Antonio Banderas: "Wer ist Nicolas? Eine Fantasie; ein professioneller Voyeur, wie so viele Figuren bei Brian De Palma. Er ist eine Projektion von Laures Ideen und ihren Ängsten. Durch ihre Augen sehen wir ihn als gefährlichen Typen, der sich ganz in schwarz kleidet, der sie jagt und zwingen will, ihr wahres Ich zu offenbaren."

Brian De Palma: "Kino basiert auf dem Visuellen, es ist eine voyeuristische Kunst, deren Ziel es ist, Menschen zu beobachten, die andere Menschen beobachten. Nicolas ist ein ehemaliger Paperazzo, der zum Künstler wurde und mit Fotomontagen arbeitet. Als Nicolas ein Foto von Laure/Lily macht, das auf dem Titel einer Illustrierten erscheint, bringt er ihr Leben in Gefahr. Dafür fühlt er sich ein wenig schuldig. Genau das macht ihn noch verletzbarer. Auf gewisse Art verursacht dieses Foto seinen Niedergang. Natürlich nutzt Laure das nach allen Kräften aus.

Die Aufgabe für einen Regisseur besteht im Grunde darin, die optimalen Verhältnisse zu schaffen. Wir versuchen alles, um das Publikum zu fesseln. Allerdings wissen wir nie, ob und wann die Magie funktionieren wird.

Nicolas hat dieses enorme Fotopuzzle gemacht vom Platz in Belleville, an dem das Ende des Filmes spielt. Seit Jahren hat er versucht, das letzte Stück für sein Meisterwerk zu finden. Ich bekam diese Idee der Fotomontage durch David Hockney, der mit zahllosen Polaroids einen Pariser Platz aus verschiedenen Winkeln und zu verschiedenen Zeiten fotografierte und daraus eine Montage erstellte - genau wie es Nicolas auch tut."

Die Besetzung ... Die Besetzung von Laure Marina Gefter: "Brian wollte eine unbekannte Darstellerin, die er aufbauen und mit einer Aura des Geheimnisvollen umgeben konnte. Dadurch wird es einfacher, die Verwandlungen von Laure zu glauben. Dieser Effekt funktioniert noch eindrucksvoller als bei einem bekannten Star."

Brian de Palma: "Wir wollte als Laure eine junge Schauspielerin, die nicht nur außergewöhnlich schön sein sollte, sondern zudem in der Lage, drei oder vier Charaktere zu verkörpern. Wir hatten viel Glück mit Rebecca Romijn-Stamos, die erst am Ende des Casting zu uns kam."

Tarak Ben Ammar: "Ich traf John McTiernan in Los Angeles. Mir war Rebecca in seinem Film ?Rollerball' aufgefallen. John war von ihrem Talent sehr begeistert. Also rief ich Brian an, damit er mit Rebecca in Paris ein Wochenende lang proben sollte. Die gesamte Crew, von Kamera über Makeup bis zum Ton, war völlig fasziniert von ihr."

Marina Gefter: Wir waren mit zehn sehr bekannten US-Schauspielerinnen in Kontakt. Doch mit einem Star hätten wir das Überraschungsmoment verloren. Deshalb entschlossen wir uns für eine eher unbekannte Darstellerin. Mit diesem Prinzip war Brian schon früher erfolgreich, etwa mit Michelle Pfeiffer in ?Scarface' oder Melanie Griffith in ?Der Tod kommt zweimal'. Rebecca, die zwei ganz verschiedene Frauen darstellen mußs, ist sehr schön, sehr ?Hitchcockian' - und sie wird eine völlige Überraschung für das Publikum sein."

Antonion Banderas: "Rebecca ist außergewöhnlich schön, sie ist intelligent, witzig und hat eine ziemlich ironische Sicht auf das Leben. Brian hat sie zu einer neuen Kim Novak gemacht."

Die Besetzung von Nicolas Brian de Palma: Die Besetzung des Nicolas war schwierig, weil es keine Hauptrolle ist. Wir hatten Glück, dass Antonio sie übernehmen wollte. Er mochte die Story. Und ich glaube, Melanie Griffith, mit der ich schon mehrfach gearbeitet habe, sagte ihm: 'Das solltest du machen, das ist wichtig für dich.' Das war kein Nachteil." Die weiteren Figuren Marina Gefter: "Brian wollte Peter Coyote von Anfang an für die kurze aber wichtige Rolle des amerikanischen Botschafters. Wir benötigten jemanden, der die notwendige Ausstrahlung und Autorität verkörpert. Gregg Henry, ein alter Freund von Brian und fast schon ein Markenzeichen seiner Filme, übernahm die kleine Rolle von Mr.Shiff."

Peter Coyote: "Watts verdankt seinen Posten seinem Vermögen. Er ist nicht besonders kultiviert und hat wenig Finesse. Er ist ein Computerfreak, ein wenig naiv und er erliegt sofort dem Charme von Laure."

Eriq Ebouaney: "Black Tie ist der Kopf hinter dem perfekt geplanten Raubzug. Er findet sich übertölpelt von seiner Komplizin Laure und endet im Gefängnis. Sieben Jahre später wird er entlassen und hat nur noch einen Gedanken: Laure zu finden und mit ihr das gestohlene Geld.

Black Tie und sein Kumpel Racine fallen sofort durch ihre Erscheinung auf. Sie tragen lange Ledermäntel, die ihnen eine finstere Komponente verleihen. Ich wollte die Figur elegant und aristokratisch anlegen. Black Tie ist alles andere als ein Kleinganove, er ist ein Firstclass-Räuber, ein Stratege, der hinter den Kulissen die Fäden zieht."

Edouard Montoute: "Racine ist der Kumpel von Black Tie. Beide verkörpern die hässliche Seite des Lebens. Und beide werden von den Fehlern ihrer Vergangenheit verfolgt."

Gregg Henry: Meine Aufgabe lag darin, Mr. Shiff als echten Amerikaner in einem internationalen Kontext darzustellen. In anderen Worten: das Klischee zu übertreiben. Sein Verhalten ist mysteriös. Er hat seine ganz eigene Art an jenen Orten aufzutauchen, wo man ihn am wenigsten erwartet."

Die Vorbereitung ... Marina Gefter: "Rebecca kam drei Wochen vor dem Dreh nach Paris und Brian arbeitete in dieser Zeit intensiv mit ihr, um sie für ihren ersten Drehtag vorzubereiten."

Brian De Palma: "Rebecca ist privat eine überaus nette Person, umso mehr war sie begeistert, dass sie hier das Biest spielen konnte. Wir haben immer wieder verschiedene Varianten versucht und geprobt. Rebecca hat dabei stets 100 Prozent geboten, wie zum Beispiel bei diesem unglaublichen Striptease, den sie mit Hilfe eines Choreographen perfektionierte. An der Rolle des Nicolas haben wir einige Dinge verändert. Antonio Banderas ist ein erfahrener Schauspieler, der über ein großes Spektrum verfügt, wir wollten seine Figur deshalb nicht zu passiv anlegen. Wir bauten seine Rolle stärker aus in Richtung zu einem gleichwertigem Gegenpart für Laure."

Rebecca Romijn-Stamos: "Brian und ich haben in den ersten Tagen sehr intensiv geprobt. Durch diese lange Vorbereitung wurde die Arbeit am Set viel entspannter. Das Drehbuch von ?Femme Fatale' ist so reichhaltig, dass wir fast täglich neue Aspekte entdeckten. Etliche Elemente wurden beim Drehen verändert, Brian spielte immer wieder mit verschiedenen Möglichkeiten oder kam mit ganz neuen Ideen.

Laure hat fünf oder sechs verschiedene Identitäten, ebenso unterschiedlich ist ihr Aussehen. Dieser Kontrast machte den Reiz für mich aus. Als Model habe ich schon einiges über technische Dinge gelernt, etwa das richtige Licht zu finden. Aber im Unterschied zum Film ist die Fotografie eine zweidimensionale An-gelegenheit, man zeigt der Kamera nur das, was man möchte und kann alles andere ganz gut verbergen. Als Model denkt man ständig an sein Image. Als Schauspielerin ist es das komplette Gegenteil. Da mußst du dich ganz gehen lassen und jede Kontrolle vergessen - das ist nicht ganz einfach für ein Model."

Der Look ... Brian De Palma: "Wir haben uns einiger ästhetischer Konventionen bedient, die man mit film noir in Verbindung bringt. Allerdings basiert meine Arbeit sehr stark auf einer bewegten Kamera, was nicht der Tradition dieses Genres entspricht, einmal abgesehen von Otto Preminger und Orson Welles. Für einen klassischen film noir gibt es eigentlich zu viele Kamerafahrten in 'Femme Fatale'.

Ich habe mich für Thierry Arbogast als Kameramann entschieden wegen seiner Arbeit an "Lügen der Liebe" und seinen Filmen mit Luc Besson. Zudem ist unser visueller Stil sehr ähnlich.

Ein französisches Team unterscheidet sich kaum von einer amerikanischen Crew. Wichtig ist vor allem, dass alles funktioniert. Etliche der Szenen waren sehr kompliziert, so gibt es bei den Dialogen nie eine einzige ruhige Einstellung. Das hat die Arbeit zu einer andauernden Herausforderung werden lassen.

Thierry Arbogast (Kamera): "Ich kenne die Filme von Brian sehr gut - durch sie wurde ich als Teenager zum Cineasten. Mich fasziniert dieses Konzept, wie Brian mit unserem visuellen Gedächtnis spielt. Er lässt vertraute Bilder immer wieder auftauchen und mischt die Ebenen der Wirklichkeit - all das kann man auch in 'Femme Fatale' finden. Mir gefällt zudem, dass Brian sich in seiner Kunst nicht knebeln lässt von Kategorien wie Plausibilität oder Realität. Zunächst wollte Brian den Film in schwarzweiß drehen. Er hatte jedoch Bedenken, dass das vielleicht ein wenig zu bemüht wirken könnte. Er entschied sich für Farbe, jedoch mit einem sehr stilisierten Einsatz von Licht, der an die schwarzweißen Hollywood-Filme der 40er Jahre erinnert. Etwa mit frontaler Beleuchtung, wodurch die Akteure eindrucksvoller wirken, weil der Schatten von einem Kinn oder einer Nase viel schärfer ausfällt.

Brian filmt seine Darsteller vorzugsweise mit einem relativ weiten Kamerawinkel, damit der Zuschauer später selbst entscheiden kann, wen er näher betrachten will. Seine langen Kamerafahrten plant Brian überaus sorgfältig. Manche Szenen dreht er an einem Stück, wobei er sich immer offen hält, diese Sequenzen später noch zu schneiden. Er möchte sich die Möglichkeit bewahren, den Blickwinkel nachträglich verändern zu können oder Großaufnahmen einzufügen.

Wenn man mehrere Szenen mit nur einer Kamerafahrt dreht, wird es schwierig, alles zu kontrollieren. Man hat Probleme mit dem Licht, das sich oft verändert oder mit den Schatten. Wir nahmen das immer wie ein mathematisches Problem, bei dessen Lösung wir den Stil und die Ästhetik jedoch nie aus den Augen verloren. Ich wollte allerdings nicht den einen Stil erzwingen, das hätte die Sache uniform gemacht. Das Prinzip war, jede Szene nach den jeweils besten Möglichkeiten zu filmen. Mir gefällt, wenn es dadurch Unterschiede in verschiedenen Szenen gibt, bis hin zu gewissen Brüchen.

Es war ein großer Vorteil mit einer Schauspielerin zu arbeiten, die mit dem Einsatz von Licht bereits so gut vertraut war. Rebecca ist eine Schönheit à la Hitchcock. Durch ihre Model-Erfahrung wusste sie immer genau, wo und wie sie das Licht suchen mußs. Sie ist so fotogen, dass sie selbst in ungünstigen Positionen perfekt aussieht. Einige Male habe ich sie von oben mit einem weichen Licht eingeleuchtet, was ich sonst höchst selten bei Schau-spielerinnen mache - doch auch damit hat sie noch gut ausgesehen.

Brians Planung ist so ausgefeilt, dass er den Film bereits fertig im Kopf hat bevor die Schauspieler überhaupt am Set sind. Gleichzeitig erlaubt er sich die Freiheit zur Improvisation, er arbeitet wie ein Handwerker. Er bringt Kamera und Akteure in Position und anschließend probiert er so lange, bis er die besten Möglichkeiten gefunden hat."

La France ... Marina Gefter (Produzentin): "Brian liebt Frankreich und wollte seinen nächsten Film dort drehen. Ich glaube, er suchte auch nach mehr Unabhängigkeit. Er brauchte Abstand zu den großen Hollywoodstudios und special effects-Filmen wie 'Mission: Impossible' oder 'Mission to Mars'. Brian bat mich, einen Blick auf dieses Drehbuch zu werfen, das er gerade fertig stellte. Ich fand es sehr vielversprechend und rief Tarak Ben Ammar an, mit dem ich bereits andere Projekte gemacht hatte. Tarak las das Skript an einem Wochenende und war sofort begeistert. Er entschied sich schnell dafür, den Film unabhängig und ohne Hollywood zu produzieren."

Tarak Ben Ammar (Produzent): "Brian kam nach Frankreich, um eine Pause von Hollywood zu machen. Wie viele amerikanische Regisseure mag er die Möglichkeiten, die ein großes Studio bietet. Gleichzeitig jedoch leidet er unter der Engstirnigkeit und Konformität der Produzenten, Anwälte und Marketing-abteilungen, die heute in Hollywood die Macht haben. Meine Partner bei Quinta und ich tun alles, um den Regisseuren die gleichen Möglichkeiten eines US-Studios zu bieten - allerdings mit größeren künstlerischen und kreativen Freiheiten. Ich hätte ?Femme Fatale' nie produziert, wenn ihn Brian im Hollywood-Stil mit einem amerikanischem Team gedreht hätte. Ich war an sechzig Produktionen in Tunesien beteiligt und habe den ausländischen Teams dabei immer gesagt, sie sollten den lokalen Künstlern vertrauen. Nach diesem Prinzip arbeite ich auch in Frankreich."

Marina Gefter: "'Femme Fatale' besitzt ein einzigartiges Pariser Flair. Brian hat einige Monate in der Stadt gelebt. Jeden Morgen fuhr er mit seinem Motorroller los, um Örtlichkeiten zu finden, die noch kein us-amerikanischer Filmemacher verwendet hat. Manche dieser Schauplätze hatten selbst wir noch nie gesehen."

Brian De Palma: "Das Image, das viele Amerikaner von Paris haben, ist Gene Kelly und Baskenmützen. Dabei erinnert mich diese Stadt sehr an New York und ist erstaunlich multikulturell. Ich verbrachte viel Zeit in Belleville und beobachtete die arabischen, spanischen und chinesischen Bewohner. Ich bin viel in Paris herumgefahren. Auf dem Weg zum Flugplatz entdeckte ich dieses ebenso seltsame wie ungewöhnliche Hotel. Später fand ich die Residenz des Botschafters und die passende Seine-Brücke. Ich habe auf meinen Touren zahllose Bilder gemacht aus denen ich später die Schauplätze auswählte."

Die Kostüme ... Neben dem Schmuck von Chopard und den Pelzen von Fendi ist das 'Who is Who' der internationalen Modedesigner mit Kreationen vertreten. Darunter Valentino, Yves Saint-Laurent, Jean-Paul Gaultier, Dolce & Gabbana, Thierry Mugler, Versace Classic, Emporio Armani, Prada, Miu Miu, Cerruti Femme, Hermès, Charvet, Agnès B, Darja Richter, Renata, Christian Louboutin, Rodolph Menudier, Redskins, Jean-Claude Jitrois, Scooter, La Perla, Old England, Wolford und Jean-Charles Castelbajac.

Olivier Bériot (Kostüme): "'Femme Fatale' spielt auf verschiedenen Ebenen und benutzt Zitate und Erinnerungen. Es ist ein Film für Filmfreaks. Mit einer Heldin, die als Sinnbild femininer Verletzlichkeit porträtiert wird. Und einem Helden, der wie sie in seinem Schicksal gefangen ist.

Laure träumt davon, die soziale Leiter empor zu steigen. Das gelingt ihr auch - bis sie einige Jahre später von ihren einstigen Komplizen gefunden wird. Nicolas, der Fotograf, möchte gerne ein Künstler sein. Doch er ist ein Gefangener seiner Paparazzo-Vergangenheit. Wir spüren, dass beide jederzeit von ihrer Vergangenheit eingeholt werden können. Laure versucht, die elegante Frau des Botschafters zu sein. Gleichzeitig sieht sie in den billigen Klamotten, die sie in Pigalle kauft, fast noch besser aus. Nicolas lebt in einem schicken Loft in Belleville, gleichzeitig trägt er meist nur eine alte Motorradjacke.

Brian legt viel Wert auf Kostüme. Er ist nicht der Typ, der auf die Vorschläge von anderen wartet, sondern hat genaue Vorstellungen: eine Frau in rot etwa ist umgeben von Männern in grau. Beim Beginn zu 'Fegefeuer der Eitelkeit' war Bruce Willis umgeben von Leuten in Schwarz und Weiß. Oder Melanie Griffith trug ein orangefarbenes Kleid, während die anderen Frauen in Schwarz und Weiß gekleidet waren."

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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