Johnny English

Produktionsnotizen

In einer unsicheren Welt gibt es nur wenige Dinge, auf die man sich so verlassen kann wie auf den britischen Geheimdienst. In aller Welt bekannt für seine hochkarätigen Agenten, die neuesten technologischen Errungenschaften in seinen Waffenkammern und ein internationales Netz von Geheimdienstquellen, ist der Secret Service eine der letzten Bastionen der Ehre und tapferer Verteidiger "der Wahrheit".

Als der Geheimdienst von einem unglaublichen Plan erfährt, der den Diebstahl der den Briten so teuren Kronjuwelen vorsieht, wählt man schnell und ohne langes Zögern den besten Mann für den Job, die Creme de la Creme der Superagenten des Secret Service: Agent Nr. Eins.

...und genauso schnell sieht sich Nr. Eins die Radieschen von unten an.

Dummerweise gesellt sich praktisch jeder andere Top-Spion des Secret Service in Rekordzeit zu Nr. Eins in den Agentenhimmel ... es ist ja auch wirklich gemein, eine Beerdigung zu bombardieren.

Aber wer könnte hinter einem solch diabolischen Vorgehen stecken? Vielleicht derselbe verdrehte Kopf, der es auch auf die Kronjuwelen abgesehen hat?

Und so ist denn nun ein einziger Mann übriggeblieben, dem es überhaupt noch gelingen kann, sein Land zu beschützen, die Auslöschung der anderen Secret Service Agenten zu rächen, und den Teufel zu finden, der hinter dem teuflischen Plan steckt, das Symbol des einst so mächtigen britischen Imperiums zu stehlen: die Kronjuwelen.

Johnny English betritt die Bühne.

Er hat keine Furcht.

Er hat keine Angst.

Er hat keine Ahnung.

ROWAN ATKINSON kehrt auf die große Leinwand zurück: der brillante Komödiant, dessen hanebüchenen Sketche und subversiver unschuldiger Humor ihn zum Star in urkomischen Klassikern gemacht haben - von der britischen Kultserie "Blackadder" bis zum weltweiten Kinohit "Bean - Der ultimative Katastrophenfilm". Als Titelheld der Familienkomödie "Johnny English" steht der Schreibtisch-Agent aus den unteren Reihen urplötzlich im Rampenlicht, nachdem die Kronjuwelen aus dem Tower von London gestohlen werden und ein hinterlistiger Finsterling plant, die Sicherheit der ganzen Welt aufs Spiel zu setzen. Agent English - zwar ein bisschen unerfahren, dafür aber äußerst enthusiastisch - bekommt ein hochspezialisiertes Auto, wird mit den ultimativen Spionage-Gadgets ausgestattet und erhält Zugang zu den geheimsten Daten des Secret Service. Alle Hoffnungen Englands ruhen auf ihm.

Er ist nicht der beste, den das Land hat ... er ist der einzige, der noch übrig ist.

An Atkinsons Seite spielen internationale Stars wie Natalie Imbruglia als Spezialagentin Lorna Campbell, der beliebte Komiker Ben Miller als Johnnys Partner Bough, und der mehrfach für den Oscar nominierte John Malkovich als sehr französischer und sehr ausgekochter Geschäftsmagnat Pascal Sauvage.

Über die Produktion Es ist heute nichts ungewöhnliches mehr im Filmgeschäft, dass aus erfolgreichen Vorlagen anderer Medien (Bücher, Theaterstücke, Fernsehserien, sogar populäre Lieder) Filmprojekte entstehen. "Johnny English" ist aber vielleicht der erste Kinofilm, der die Adaption eines Werbeclips ist.

Zwischen 1992 und 1997 war der begnadete Komödiant Rowan Atkinson der Star einer Reihe von Werbefilmen der in Großbritannien beliebten Kreditkarte Barclaycard, in denen er einen Spion spielte, der von einem Mißgeschick ins nächste tapst. Damals hatte Atkinson die Idee, die Figur dieser kleinen Werbefilme zur Hauptrolle in einem Spielfilm auszubauen.

Atkinson bemerkt dazu: "Diese Werbeclips hatten eine richtige Film-Atmosphäre, obwohl sie nur 60 Sekunden lang waren. Sie waren aufwendig und hatten einen sehr hohen Produktionsstandard. Sie fühlten sich einfach wie Mini-Spielfilme an, und daher schien es logisch, einen Maxi-Spielfilm daraus zu machen."

Nachdem man bei Working Title schon über mehrere Jahre mit Atkinson zusammengearbeitet und mit ihm in den 80ern "Das lange Elend" und in den 90ern "Bean - Der ultimative Katastrophenfilm" produziert hatte, war man auf der Suche nach einem neuen gemeinsamen Projekt.

"Die Idee einen Film über einen britischen Spion zu machen, war perfekt", sagt Produzent Tim Bevan. "Das Interessante am britischen Film ist, dass die zwei Genre, die den meisten Erfolg zu haben scheinen, der Agentenfilm und die Komödie sind - und dies war eine Gelegenheit, beides zu kombinieren."

Zwischen den letzten Werbeclips und dem tatsächlichen Start des Filmprojektes namens "Johnny English" vergingen allerdings einige Jahre, während derer sowohl der Hauptdarsteller als auch die Produzenten bei Working Title mit einer Vielzahl anderer Projekte beschäftigt waren.

Schließlich beauftragte man die Drehbuchautoren Neal Purvis und Robert Wade mit der Arbeit an dem Skript. (Abgesehen von ihrer Erfahrung mit Drehbüchern aller Art, war besonders ihre Arbeit auf dem Gebiet der Spionagefilme von Nutzen - die zwei waren zum Beispiel für das Skript von "James Bond - Die Welt ist nicht genug" verantwortlich.)

Auch Atkinson war von Anfang an sehr stark eingebunden. Er erinnert sich: "Ich half den Drehbuchautoren mit den Grundlagen. Ich war sozusagen von Phase Eins an involviert."

Bereits vor "Johnny English" stand Atkinson mit Regisseur Peter Howitt (der die romantische Komödie "Sie liebt ihn - sie liebt ihn nicht" inszeniert hatte) in Verhandlungen über ein gemeinsames Projekt, aus dem jedoch nie etwas wurde. Nun hatte der Schauspieler ein fertiges Drehbuch in der Hand und ließ Howitt eine Kopie zukommen, um seine Meinung zu hören.

Peter Howitt erzählt: "Ich war in Los Angeles mit dem Schnitt an einem Film beschäftigt und bekam einen Anruf von Rowan, der mich bat ein Drehbuch anzusehen das er hatte, und ihm zu sagen, was ich davon hielt. Dann, etwa zwei Monate nachdem ich das Skript bekommen hatte, fragte er mich, ob ich gerne Regie führen würde. Nach Betrachtung der Hauptfigur und der Werbefilme, war mir klar, dass diese ansprechend und einprägsam waren. Mit dieser Figur und mit Rowan zu arbeiten, war sehr aufregend."

Zwei Jahre lang arbeiteten Wade und Purvis unermüdlich an dem Skript, bevor sie sich an die Arbeit für den neuen Bond Film "James Bond - Stirb an einem anderen Tag" machten. Drehbuchautor William Davies kam an Bord, um die Geschichte von Johnny English weiter zu verfeinern und den Übergang von den Werbefilmen zu einem guten Drehbuch und schließlich zu einem guten Spielfilm zu perfektionieren.

Über die Figur des Johnny English sagt Atkinson: "Johnny liebt es so sehr, Geheimagent zu sein, dass er über sich hinauswächst. Er denkt immer, er kann eine Sache besser machen als er es in Wirklichkeit kann. Er ist diese Art von Person, die bei einem Hürdenrennen die ersten Hürden extrem gut nehmen würde, aber dann den Zuschauern zuwinken und über die letzte Hürde stolpern und fallen. Es sind die letzten zehn Prozent seiner Aktivitäten, mit denen er echte Probleme hat."

Howitt stimmt dem zu: "Die Figur ist wirklich nicht dumm - sie irrt sich nur bei der Einschätzung gewisser Tatsachen. Johnny English ist kein stolpernder, ungeschickter und unfähiger Agent. Er liefert nur keine hundertprozentige Sicherheit, denn er betritt einfach den falschen Raum oder den falschen Ort - aber er macht unbeirrt weiter, denn er glaubt an sich. Es gibt immer diesen kleinen Augenblick in dem man sieht wie der denkt ?Das habe ich jetzt nicht hingekriegt, aber ich werde es mir nicht anmerken lassen'. Er mogelt sich irgendwie durch indem er denkt ?gut, ich bin damit davongekommen, keiner hat was gemerkt'. Rowan ist ein Genie für diese schwierige Art von nicht-ganz-so-offensichtlicher Comedy."

Nachdem das Drehbuch fertig war, machten sich die Filmemacher auf die Suche nach den richtigen Darstellern. Eine Schlüsselposition auf der Besetzungsliste war Bough, der Partner von Johnny.

Howitt erinnert sich: "Die Figur des Bough war sehr schwierig zu spielen, denn er ist in fast jeder Szene mit Johnny. Er kann nicht einfach nur der ?un-komische' Mann neben der komischen Figur des Johnny English sein, es mußs aber jemand sein, der zu dessen Verhalten paßt und auf seine eigene Art witzig ist. Er mußs sozusagen das Publikum repräsentieren, so dass jemand mit Johnny zusammen ist, und all die Dinge miterlebt, die er durchmacht."

Nachdem man eine ganze Reihe von Schauspielern getestet hatte, fiel die Wahl auf Ben Miller, der sich als genau richtig für die Rolle erwies.

"Er riss uns alle vom Hocker", sagt Howitt. "Er hat viel Erfahrung mit dieser Art von Comedy und er ist wirklich phantastisch, intelligent und clever und unglaublich ?understated'; er spielt sich nicht in den Vordergrund. Er hat aus Bough einen individuellen Charakter gemacht, der einem nahegeht, der witzig ist und einem auf eine völlig andere Art und Weise zum Lachen bringt als dies Rowan tut."

Für Miller war die Aussicht, mit Atkinson zusammenzuarbeiten, eine erheblicher Faktor bei der Zusage für das Projekt. Außerdem mochte er das Drehbuch und sagt: "Es ist unglaublich komisch. Es trifft genau den richtigen Ton, was sehr verführerisch ist. Es schafft den Drahtseilakt zwischen totaler Übertreibung und Realität ganz hervorragend, und das gefiel mir unglaublich gut."

Für die Rolle des Pascal Sauvage suchten die Filmemacher nach einem französischen Schauspieler, und dachten nicht an John Malkovich, bis dessen Agent ihn für die Rolle vorschlug.

"John ist der klassische Bösewicht in einem echten Filmthriller, und wir konnten kaum glauben, dass er uns nicht vorher in den Sinn gekommen war. Wir trafen uns mit ihm, und er war großartig", erinnert sich Bevan.

Und Howitt sagt begeistert: "Pascal ist ein vielschichtiger Charakter - wie Bösewichte oft sind. Er hat eine gute Seite, eine eiskalte Seite und eine verrückte Seite. John kann das alles ohne Probleme spielen und innerhalb eines Wimpernschlags die Seiten wechseln. Er weiß, wie er sich vor der Kamera ins rechte Licht rückt und versteht die filmische Sprache aufgrund seiner großen Erfahrung, und so mußs er nicht sehr viel tun, um einen Effekt zu erzielen."

Malkovich, der in über 70 Filmen und 100 Theaterstücken zu sehen war, bemerkt, dass er natürlich eine ganze Reihe von Bösewichten dargestellt hat - aber einer wie Pascal war aus unterschiedlichen Gründen bisher nicht dabei. Er erläutert: "Ich habe schon in vielen Komödien gespielt, aber normalerweise nur im Theater, Kinofilme waren eher wenige darunter. Ich bin mir nicht sicher, ob die Charaktere immer so ganz neu sind, aber die Geschichten sind neu und die Leute, mit denen man arbeitet. Und ein Regisseur verlangt vielleicht etwas von einem, was man bisher noch nie gemacht hat."

Hinzu kommt, dass Malkovich zum ersten Mal Englisch mit französischem Akzent sprechen mußste, was für ihn allerdings kein Problem ist - er lebt seit Jahren in Frankreich und hat etliche Filme auf Französisch gedreht.

Zielte er denn auf einen "realistischen" französischen Akzent ab? Der Schauspieler schmunzelt: "Na ja, realistisch, das ist natürlich relativ. Man kann Franzosen treffen, die sehr gutes Englisch sprechen. Und dann trifft man die, deren Englisch total unverständlich ist. Pascal ist jemand, der nicht völlig flüssig Englisch spricht. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die seit über 20 Jahren in New York lebt. Und sie hat noch immer ihren kleinen französischen Akzent. Ich habe keine Ahnung warum, aber sie hat ihn noch."

"John kriegt das perfekt hin", sagt Atkinson. "Er ist so sprachbegabt, und da er in Frankreich lebt, hat er natürlich eine Art inneren Einblick in die ganze Art und Weise, in der die Menschen dort denken und reden ... deshalb ist er natürlich die perfekteste Besetzung, die wir uns wünschen konnten."

Über die Arbeit mit Atkinson bemerkt Malkovich: "Es macht wirklich Spaß, ihm zuzusehen. Alle herausragenden Komiker scheinen immer so unglaublich ernst, und nachdenklich, und perfektionistisch, genau so, wie Rowan ist. Ich denke, er ist sehr intelligent, er hat ein phantastisches Gesicht, eine Art großartiges Komikergesicht. Er trifft seine Entscheidungen sehr genau und spezifisch. Und er strahlt dabei eine Art Wahrheit und Schmerz aus, und ich glaube ein Teil dessen, worüber wir bei Comedy lachen, ist die Erkenntnis von Schmerz. Es ist die Erkenntnis über die eigene Lächerlichkeit, unser eigenes Versagen und unsere Unzulänglichkeiten."

Zentral für den Erfolg des Filmes war auch die Besetzung einer starken und intelligenten Darstellerin für die Rolle der Lorna. Die australische Sängerin Natalie Imbruglia hatte sich gerade erst dazu entschlossen, ihre Karriere als Sängerin mit der Schauspielerei zu verbinden, als sie das Drehbuch von ihrer Plattenfirma erhielt und zum Vorsprechen eingeladen wurde.

"Obwohl dies Natalies erster Spielfilm ist, hatte sie vor ihrer Arbeit als Sängerin schon eine ganze Menge Auftritte im Fernsehen. Wir schauten uns viele Schauspielerinnen an, und Natalie bekam die Rolle aufgrund ihrer Leistung. Ich meine, wir haben sie nicht nur genommen, weil wir glaubten, sie käme bei den männlichen Zuschauern gut an - obwohl das sehr wahrscheinlich passieren wird", sagt der Regisseur mit einem Lächeln im Gesicht.

Für Imbruglia war es eine willkommene Herauforderung, einen Film zu drehen während sie als Sängerin auftrat und ihr neuestes Album präsentierte. Sie sagt: "Ich genoss es wirklich, beides machen zu können. Es war eine anstrengende Zeit, denn ich hatte zur gleichen Zeit eine Singleveröffentlichung. Das ging dann etwa so, dass ich zwei Drehtage hatte, und danach einen Auftritt bei Top of the Pops. Es war ein bisschen surreal, aber ich gewöhnte mich daran. Ich dachte, es wäre eine gute Erfahrung, wenn ich beide Dinge gleichzeitig tun könnte, ohne mich dabei total zu verschleißen."

Für Atkinson trifft Imbruglia genau die richtige Note im Film. Er sagt: "Sie passte sich hervorragend ein und es war wunderbar, mit ihr zu arbeiten. Das wichtige an der Besetzung, abgesehen von Johnny English selbst, war die Dynamik, die zwischen English und den Charakteren herrscht, mit denen er interagiert. Da gibt es diese nette Dynamik zischen dem leicht angespannten aber äußerst selbstsicheren English und dieser Art des unterspielten Bösen, die John Malkovich der Rolle des Sauvage verleiht. Genauso nett ist die Dynamik, die mit Natalie entsteht - die eine Art klaren, gesunden Menschenverstand repräsentiert. Es ist ein guter Kontrast zu diesem Mann, der dazu neigt, theatralisch zu sein, und Lorna ist so ganz und gar nicht theatralisch."

Für Imbruglia war dieser "un-theatralische" Stil der Schlüssel dazu, in einer Komödie mitzuspielen. Sie sagt: "Wie ich die Comedy angehen sollte, war etwas worüber wir diskutierten noch bevor ich für die Rolle vorgesprochen hatte - ich spiele einfach geradeheraus. Ich denke, das macht es um so witziger. Das schwierige dabei ist, nicht zu lachen, denn Rowan ist so furchtbar komisch. Und ich bekam immer Schwierigkeiten, weil ich zu kichern anfing. Es ist sehr, sehr schwer, sich unter Kontrolle zu halten, wenn einem am Ende eines anstrengenden Arbeitstages ein bisschen albern zumute ist."

Bevor man mit den Dreharbeiten begann, hatte sich vor als auch hinter der Kamera eine beeindruckende Reihe verschiedener Talente zusammengefunden. Neben den Hauptdarstellern ergänzten einige höchst anerkannte britische Schauspieler die Besetzungsliste, darunter Tim Pigott-Smith ("Was vom Tage übrig blieb"), Oliver Ford Davies ("Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger") und Greg Wise ("Sinn und Sinnlichkeit"). Zur Filmcrew gehörten Chefkameramann Remi Adefarasin ("About A Boy oder: Der Tag der toten Ente", "Elizabeth"), Produktionsdesigner Chris Seagers ("Spy Game") und Kostümdesignerin Jill Taylor ("Sie liebt ihn - sie liebt ihn nicht", "Ganz oder gar nicht").

Nachdem Drehbuch, Besetzung und Crew standen, begannen im Juli 2002 die Hauptdreharbeiten für "Johnny English". 14 Wochen lang drehte man in den Shepperton Studios in London, vor Ort in der britischen Hauptstadt sowie in St. Albans, und verbrachte zwei Tage in Monte Carlo, wo die Arbeiten an der Schlusssequenz des Films abgeschlossen wurden.

Während der Dreharbeiten machten Atkinson und Imbruglia auch ihre Stunts teilweise selbst. Unter der Aufsicht von Stunt-Coodinator Paul Jennings durfte Atkinson Fallschirm springen und fast alle Autostunts im Aston Martin DB7 Vantage durchführen. Und nicht zuletzt hing er stundenlang an einem Kabel von der Decke der St. Albans Kathedrale (die die Westminster Abbey "doubelte"), wo der spannende Höhepunkt des Films entstand.

"Ich weiß, wie professionell Rowan an seine Arbeit herangeht, und war immer wieder erstaunt darüber, was er bereit war zu tun, damit die entsprechenden Einstellungen zustande kamen", kommentiert Jennings.

Atkinson erklärt: "Ich bin sicher niemand, der darauf besteht, seine eigenen Stunts zu machen, nur um dann sagen zu können, ich drehe meine eigenen Stunts. Ich war allerdings sehr scharf darauf, so viele der Autostunts wie irgend möglich selbst durchzuführen, denn ich liebe Autos. Aber es gab eine Filmszene, die hätte ich um alles in der Welt nicht selbst gemacht. Zum Glück habe ich ein sehr gutes Stuntdouble, Rob Inch, denn der mußte auf dem Dach von Canary Wharf hängen, dort entlangstolpern und dann den Rand entlangtaumeln. Und die Kamera fährt genau über ihn und schaut dann an ihm vorbei in den Abgrund. Es ist eine phantastische Kameraeinstellung. Rob sagte mir später, er hatte panische Angst, und ich dachte, ?Wenn du schon Angst hast, dann gibt es für jemanden wie mich sicherlich nicht den geringsten Anlaß, über einen solchen Stunt auch nur nachzudenken'."

Imbruglia war besonders in ihren Kampfsequenzen äußerst gut, da sie entschlossen war, das meiste davon selbst zu machen und das Stuntdouble so wenig wie möglich zum Einsatz kommen zu lassen. So lernte sie auch, ein großes Motorrad (eine Triumph) zu fahren. Zwar zögerten die Filmemacher, die zierliche Darstellerin auf die mächtige Maschine zu lassen, aber Imbruglia bestand darauf. Zu Beginn saß sie auf einem kleineren Motorrad, und stieg dann auf die größere Maschine um.

Jennings erzählt: "Natalie stellte sich so gut an, dass wir sie schließlich die Triumph fahren ließen und diese Aufnahmen auch für den Film verwendeten - obwohl wir für die schnelleren Sequenzen natürlich ein Double einsetzten."

Die Schauspielerin erinnert sich: "Die Kampfszenen waren wirklich klasse. In meiner Freizeit mache ich ein bisschen Kickboxen, und daher machte es mir richtig Spaß, ein paar Köpfe gegen Wände zu hauen! Es war ein enormer Spaß, die Lorna zu spielen. Wissen Sie, ich durfte so viele verschiedene Dinge machen. Ich konnte tanzen, kämpfen, Motorrad fahren. Und was kann ein Mädchen aus Australien schon mehr verlangen?"

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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