Leben oder so ähnlich

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Platinblonde Karrierefrau auf dem Weg nach oben Moderatorin Lanie Kerrigan (Angelina Jolie) ist das Zugpferd der Nachrichten beim lokalen Sender KQMO 4, ihre Sendung "That's Seattle Life" ein absoluter Quotenrenner. Und die platinblonde Karrierefrau setzt alles daran, einmal so berühmt zu werden wie ihr großes Vorbild: TV-Ikone Deborah Connors (Stockard Channing). Auf deren Interviewcouch hat noch jeder Prominente seine intimsten Geheimnisse gebeichtet.

Bis es so weit ist, pflegt Lanie ihre prestigeträchtige Beziehung zu Baseballprofi Cal Cooper (Christian Kane), stählt ihren Körper und hält strikte Diät. Selbstdisziplin ist eben alles in diesem Job und Lanies Einsatz wird schon bald belohnt. Ihr Boss eröffnet ihr, dass sie befördert wird. Anstatt ihrer erfahreneren Kollegin Andrea (Melissa Errico) soll Lanie bald in einer überregionalen Produktion auf Sendung gehen. Der Haken an der Sache: Zur Vorbereitung mußs sie wieder Reportagebeiträge moderieren, gemeinsam mit Kameramann Pete (Edward Burns), ihrem Intimfeind.

Schon der erste Termin wird zum Desaster. Lanie bemüht sich um ein Höchstmaß an Arroganz, was Pete seiner selbstverliebten Kollegin elegant heimzahlt. Könnte es noch schlimmer kommen? Es kann. Der nächste gemeinsame Auftrag ist die Vorberichterstattung über das Spiel des örtlichen Footballteams, der Seattle Seahawks.

Als Lanie den obdachlosen Hellseher Prophet Jack (Tony Shalhoub) nach seinen Voraussagen für das Spiel befragt, sprudelt dieser los: "Heute Nacht hagelt es, die Seahawks werden 19:13 verlieren, du wirst nicht befördert und stirbst nächsten Donnerstag!" Lanie ist geschockt, umso mehr als das Spielergebnis stimmt und nachts tatsächlich ein Hagelschauer niedergeht. Entnervt verdächtigt sie Pete, ihr wieder einen Streich gespielt zu haben.

Baseballtraining statt Aussprache Während eines Geburtstagsbesuchs bei ihrem Vater am nächsten Tag ist Lanie deshalb fahrig und nervös, der schwelende Streit mit ihrer Schwester Gwen (Lisa Thornhill) bricht offen los. Auch ein nächtliches Telefonat mit Cal in New York bringt nicht die erhoffte seelische Entspannung. Stattdessen würgt der Sportprofi seine von Panikattacken geplagte Freundin rüde ab.

In ihrer Verzweiflung sucht Lanie mitten in der Nacht Jack auf, um mehr über dessen seherische Fähigkeiten zu erfahren. Der verwirrte Mann kann sich an seine ursprüngliche Vorhersage kaum mehr erinnern. Aber er merkt genau, dass er in seiner nächtlichen Besucherin einen Menschen vor sich hat, der schon auf Stufe drei der fünf Stadien des Sterbens angekommen ist: dem Verhandeln mit Gevatter Tod.

Ganze 20 Dollar ist Lanie eine weitere Testprophezeiung ihres Todesboten wert - Jack kündigt an: Am nächsten Morgen um 9.06 Uhr wird in San Francisco die Erde beben. Wieder behält er recht und die sonst so kaltschnäuzige Journalistin ist am Rande eines Nervenzusammenbruchs.

Ausgerechnet bei Pete schüttet sie ihr Herz aus, der Lanie für die selbstverliebteste, egozentrischste Karrierefrau aller Zeiten hält - und mit dem sie schon einmal eine Affäre hatte.

Die Lebensuhr tickt immer lauter Was würde Pete tun, wenn ihm nur noch eine Woche bliebe? Er würde sich mit allen Menschen aussprechen - und er würde mit Lanie schlafen wollen. Am nächsten Morgen versucht es Lanie mit der Aussprache bei ihrer Schwester Gwen. Zum ersten Mal seit Jahren sprechen die Geschwister über ihr Leben und das Verhältnis zueinander. Doch die von Lanie so oft enttäuschte Gwen wirft sie kurzerhand raus.

Als Cal am Abend aus New York zurückkehrt, findet er seine Freundin inmitten von Pommes-Schachteln, halb verdrückten Hamburgern und sonstigen Kalorienbomben auf der Couch vor. Was schockt ihn mehr, dass die kurzsichtige Lanie statt ihrer Kontaktlinsen eine Brille trägt oder die dröhnende Rockmusik?

Lanie fragt Cal, was er an ihr mag. "Deinen Hintern", lautet die banale Antwort. Vielleicht ein Indiz dafür, dass an ihrem ach so perfekten Leben doch ein kleiner Haken sein könnte? Immerhin fährt Cal mit Lanie in der Nacht zum Baseballstadion. Aber statt einer romantischen Tröstungsaktion soll sie tüchtig auf den Ball einschlagen. Diese Methode hilft - laut Cal - gegen so ziemlich alle dummen Gedanken.

Ernüchtert beendet Lanie die Beziehung. Mittlerweile ist es Sonntag Abend und ihre Lebensuhr tickt immer lauter ...

Romanze im Vergnügungspark Als Pete am nächsten Morgen den Livebericht vom Streik der städtischen Busfahrer drehen will, fehlt von Lanie jede Spur. Sekunden bevor der Beitrag auf Sendung gehen soll, taucht sie auf. Übernächtigt, ungeschminkt, mit unmöglichen Klamotten und einem deutlichen Defizit an journalistischer Objektivität. Vor laufender Kamera verwandelt sie die Demo in ein Rockkonzert und grölt gemeinsam mit den Busfahrern den Stones-Klassiker "I Can Get No Satisfaction". Ihr Boss beim KQMO TV ist geschockt, Pete hingerissen.

Am nächsten Morgen wacht sie verkatert bei Pete auf und glaubt ihre Karriere am Ende. Sie verbringt den Tag mit Pete und dessen Sohn Tommy (Jesse James Rutherford) in einem Vergnügungspark. Tommy hält Lanie sofort für die neue Freundin seines Vaters, warum sonst sollte sie denn Petes Klamotten tragen. Ganz falsch liegt er damit nicht, denn der spätere Abend entwickelt sich für die beiden zum romantischen Tête-à-Tête.

Am nächsten Tag erfährt Lanie im Sender statt von ihrer Kündigung von der Beschleunigung ihrer Beförderung nach New York, wo der flippige Beitrag hervorragend ankam. Lanie soll schon am nächsten Tag ihr erstes landesweit ausgestrahltes Interview führen. Gesprächspartnerin: Deborah Connors.

Tödliche Schießerei an der Ampel Prophet Jack hatte Unrecht, Lanie ist begeistert und Pete am Boden zerstört, denn seine Freundin verfällt prompt in ihre alten Verhaltensmuster. Pete will nicht mit nach New York, weil ihm die Nähe zu seinem Sohn wichtiger ist.

Nachdem sie weg ist, befragt Pete Prophet Jack noch einmal. Jack beharrt darauf, dass Lanie am nächsten Tag sterben wird. In Panik reist Pete nach New York, während Lanie zum ersten Mal ehrfürchtig in jenem Fernsehstudio steht, das sie für das Ziel all ihrer beruflichen Träume hält.

Doch das Trauminterview mit der großen Deborah Connors wird zur Farce, denn Connors' Assistent drückt Lanie vorgefertigte Fragen in die Hand. Die Sendung beginnt, und während Pete zum Sender hetzt, torpediert Lanie ihre ganze Karriere: 'War es die Karriere wert, Kinder und Ehe aufzugeben?', fragt sie die TV-Ikone überraschend, und Connors verliert vor laufender Kamera die Fassung.

Der oberste Senderchef ist begeistert von so viel Frechheit und will Lanie groß rausbringen. Doch Lanie lehnt ab, weil sie erkannt hat, dass ihr eine gemeinsame Zukunft mit Pete in Seattle wichtiger ist. Während sie an einer Ampel vor dem Sender wartet, misslingt der Polizei einige Meter weiter eine Festnahme.

Hilflos mußs Pete mit ansehen, wie der Gangster eine Waffe zieht und um sich schießt. Getroffen bricht Lanie zusammen ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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