Mein erstes Wunder

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Mein erstes Wunder
Titel USA: Mein erstes Wunder
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2003

Kino USA: -
Kino Deutschland: 8. Mai 2003
Laufzeit Kino: 95 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt Ein flirrender Sommer am Meer. Dole, elf, weiß, was sie will - auf keinen Fall erwachsen werden! Sie wittert abscheuliche Kompromisse. Hermann ist bereits Mitte vierzig und hat Familie. Aber auch er findet, dass man sich nicht darum reißen mußs, erwachsen zu sein.

Als Dole in den Sommerferien mit ihrer Mutter auf den kindsköpfigen Familienvater trifft, ist sie begeistert. Zum ersten Mal jemand, der sie versteht! Herrmann geht es nicht anders. Zwischen den beiden entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft, eine große Liebe, die den Urlaub überdauert.

Beider Umwelt jedoch reagiert mit Misstrauen und Panik auf diese Beziehung. Hermann bricht den Kontakt schließlich seiner Frau zuliebe ab. Da steht Dole eines Tages vor seiner Tür: "Ich bin gekommen, um dich abzuholen."

Verzweifelt und irritiert verfolgen Doles Mutter und Hermanns Frau ihre Fährte. Seltsame Spuren eines flüchtigen Glücks schüren die Verwirrung der beiden Frauen ...

Doles und Hermanns Reise endet am Meer. Während Hermann den Blick der Kindheit wiederfindet, wird Dole erwachsen. Und begreift, dass die Wunder trotzdem nicht für immer verloren sind ...


Darsteller & Stab Darsteller: Henriette Confurius (Dole), Juliane Köhler (Franziska), Leonard Lansink (Hermann), Gabriela Maria Schmeide (Margot), Devid Striesow (Philipp), Andreas Patton (Margots Bruder)

Stab:Regie: Anne Wild • Produzenten: Jost Hering für Jost Hering Filmproduktion / Saskia von Sanden für SWR • Drehbuch: Anne Wild • Vorlage: - • Filmmusik: Nicholas Lens • Kamera: Wojciech Szepel • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Martina Brünner • Schnitt: Dagmar Lichius • Kostüme: Silke Sommer, Dana Liebe • Make Up: Kerstin Gaecklein • Ton: Frank Breidert • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Frankfurter Rundschau 20. Januar 2003: Denn obwohl nichts passiert, erzählt der Film tatsächlich immer von einer Liebesgeschichte, nicht von bloßer Freundschaft, auch nicht nur von einem imaginären Vater-Tochter-Verhältnis, und schon gar nicht von Kindesmissbrauch. Der aus dem Fernsehen bekannte Leonard Lansink und Henriette Confurius - wunderbar zwischen Kind und Frau, aber ohne alle Lolitaallüren - spielen die Hauptrollen, auch Juliane Köhler ist ausgezeichnet in der Darstellung der Ängste und Eitelkeiten einer aus Egoismus schwachen, bourgeoisen Mutter. Mit spielerischer Leichtigkeit geht es bei alldem immer um das eigentliche Thema des Kinos: Um Tagtraum und ein bisschen Weltflucht, Parallelwelten, darum, gegen alle Zwänge des Lebens an seinen Träumen festzuhalten. Ein hervorragender Film mit einfachsten Mitteln.

Tip 15/2002: Mein erstes Wunder von Anne Wild entführt in die präpubertären Verwirrungen eines elfjährigen Mädchens. Dole torpediert nicht nur erfolgreich den ersten gemeinsamen Ostseeurlaub mit dem neuen Freund ihrer Mutter, sie geht parallel dazu auch noch eine Beziehung zu dem 30 Jahre älteren Hermann ein. Das auf einem authentischen Fall basierende, heikle Thema einer unmöglichen Liebe zwischen einem Kind und einem Erwachsenen verbietet durch die Intensität seiner Umsetzung jede Wildwasser-Spekulation. Nachhaltig in Erinnerung bleibt das Spiel der Kinderdarstellerin Henriette Confurius als Dole.

film-dienst 10/2003: Eine sensibel aufgebaute Geschichte mit raffinierten Bildkompositionen, die von überzeugenden Darstellern getragen wird und sich in ihrem kommentarreichen Geflecht aus kindlicher Charakterstudie, Weltflucht-Melancholie und der Hoffnung auf eine bessere Existenz jenseits der Alltagszwänge zu einem Glücksfall für das deutsche Kino verdichtet.

Max-Ophüls-Preis (aus der Begründung der Jury): Das Debüt von Anne Wild ist die in Visualität und Poesie außergewöhnliche filmische Erzählung einer unmöglichen Liebe (...). Die Autorin und Regisseurin öffnet mit Hilfe ihrer großartigen Protagonisten und einer herausragenden Kamera emotionale Räume und erreicht eine Intensität jenseits der Klischees.

FAZ Frankfurter Allgemein Zeitung 20. Januar 2003: Wie es Anne Wild gelingt, diese heikle Geschichte sensibel und ohne falschen Zungenschlag zu erzählen, ist beeindruckend. Ihr Bekenntnis zu dieser Freundschaft legt sie indirekt, aber nachdrücklich ab.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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