City of God

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Interview mit Xavier Naidoo • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: City of God
Titel USA: City of God
Genre: Drama
Farbe, Brasilien, 2002

Kino USA: 17. Januar 2003
Kino Deutschland: 8. Mai 2003
Laufzeit Kino: 128 Minuten, FSK -



Inhalt Wenn man in der Cidade de Deus, der City of God - einer der Favelas von Rio de Janeiro - aufwächst, ist die Kindheit früh zu Ende. Was andernorts Bandenspiele sind, ist hier Bandenkrieg - mit echten Waffen.

Hier wachsen der rücksichtslose Dadinho und der schüchterne Buscapé auf. Um zu überleben, setzt Dadinho auf Kokain-Handel, Gewalt und Raubüberfälle. Buscapé hingegen träumt davon, Fotograf zu werden. Nach zwanzig Jahren haben beide ihr Ziel erreicht. Buscapé ist ein erfolgreicher Fotograf. Dadinho ist Zé Pequeño, genannt Locke, der gefürchtetste Drogen-Dealer Rios.

In der City of God ist sein Wort Gesetz ... bis Mane Galinha auftaucht. Mane Galinha wird Zeuge der Vergewaltigung seiner Freundin und beschließt, Zé Pequeño aus Rache zu töten. Über Nacht schart er eine Armee von bewaffneten Kindern um sich, die alle das gleiche wollen: Zés Tod. In der City of God bricht der Krieg aus.


Darsteller & Stab Darsteller: Luis Otávio (Buscapé (als Kind)), Alexandre Rodrigues (Buscapé als Erwachsener), Leandro Firmino da Hora (Zé Pequeño, genannt Locke), Matheus Nachtergaele (Sandro Cenoura, genannt Karotte), Seu Jorge (Mane Galinha), Phelipe Haagensen (Bené), Jonathan Haagensen (Cabeleira), Douglas Silva (Dadinho), Daniel Zettel (Thiago), Renato de Souza (Marreco)

Stab:Regie: Fernando Meirelles • Produzenten: Andrea Barata Ribeiro, Mauricio Andrade Ramos • Drehbuch: Bráulio Mantovani • Vorlage: Roman: Cidade de Deus von Paulo Lins • Filmmusik: Antônio Pinto, Ed Côrtes • Kamera: César Charlone • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Daniel Rezende • Kostüme: Bia Salgado • Make Up: - • Ton: Martin Hernandez Guilherme Ayrosa, Paulo Ricardo Nunes • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 10/2003: Ein filmisches Meisterwerk voller Perspektivwechsel, deren unzählige Episoden präzise die sozialen Umstände und den Bandenalltag schildern, ohne den erzählerischen Faden aus den Augen zu verlieren. Der visuelle und akustische Einfallsreichtum speist sich dabei aus der globalen Popkultur. - Sehenswert.

Der Spiegel: Ein Stück Hölle für das große Parkett. Man spürt den Dreck auf der Haut, den Tumult im Kopf. Die pochenden Schläfen der Kokain-Paranoia, die Schüsse, den Blutgeschmack im Mund. Dichter kann man nicht ran. (...) Dem brasilianischen Kino ist ein weiteres Wunderwerk gelungen.

ZDF-Aspekte: Die Zukunft des Films kommt aus Brasilien. Eine wilde Parabel über Bandenkriege und Drogenhandel.

Cinema 06/2003: Wütende, rastlos voranpreschende Milieustudie über das Leben im Hexenkessel der Armut.

TV Spielfilm 10/2003: Krieg im Ghette von Rio: authentisch, hautnah und atemlos erzählt.

Süddeutsche Zeitung: Freundschaft und Verrat, Liebe und Tod. Eine packende Geschichte.

Bernd Eichinger: Vielleicht der beste Film der letzten 10 Jahre ...


Hintergrund City of God, nach dem brasilianischen Roman "Cidade de Deus" von Paulo Lins, schildert von den späten sechziger bis in die frühen achtziger Jahre die Entwicklung des organisierten Drogenhandels in der Cidade de Deus, einer berüchtigten Barackensiedlung am Rand von Rio de Janeiro.

Hauptdarsteller des Films ist die Stadt selbst. Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel von Buscapé erzählt, der für eine kriminelle Karriere selbst zu schüchtern und schmächtig ist, aber genug Talent besitzt, um als Künstler und Fotograf seinen Weg zu machen.

Mit seinen Augen beobachten wir das Leben, die Kämpfe, die Liebschaften und das Sterben seiner Altersgenossen, Freunde und Rivalen. Ihre Schicksale verwickeln und kreuzen sich im Verlauf der Geschichte immer mehr und bilden ein unentwirrbares, wimmelndes Geflecht verschiedener Geschichten, in denen Schönheit und Schrecken unglaublich nah beieinander liegen.

Regisseur Fernando Meirelles und seine Co-Regisseurin Katia Lund haben 110 Laienschauspieler aus den verschiedensten Vororten Rios zusammengebracht und mit ihnen über acht Monate für diesen Film geprobt.

Allerdings war es nicht nur diese gezielte Arbeit, sondern vor allem die unmittelbare Lebenserfahrung dieser Kids, die den Figuren die sie darstellen, Glaubwürdigkeit und eine überwältigende Aura verleihen.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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