Die Versuchung des Padre Amaro

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Die Versuchung des Padre Amaro
Titel USA: The crime of Padre Amaro
Genre: Melodram
Farbe, Mexiko, 2002

Kino USA: -
Kino Deutschland: 15. Mai 2003
Laufzeit Kino: 118 Minuten, FSK 12



Inhalt "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" (Johannes 8,7).

Der junge Padre Amaro wird von seiner Diözese in das abgelegene Bergdorf Los Reyes geschickt, um den alten Padre Benito zu unterstützen. Angetreten mit aufrechtem Glauben und dem aufopferungsvollen Wunsch, den Ärmsten unter den Armen zu helfen, entdeckt der junge Priester bald, dass in der Kirchengemeinde vieles im Argen liegt.

Padre Benito fungiert als Geldwäscher für den örtlichen Drogenbaron und ist sich dabei keiner Schuld bewusst, da er damit den Bau eines Krankenhauses finanziert - außerdem unterhält er seit Jahren ein Verhältnis mit der Dorfwirtin Sanjuanera. Ein anderer Priester unterstützt die Guerillas und lebt mit den Rebellen in den Bergen, und die Dorfirre verfüttert Hostien an ihre Katzen.

Doch auch Padre Amaro kann der Sünde nicht lange widerstehen, als er sich in Sanjuaneras hübsche 16-jährige Tochter Amelia verliebt. Als sie schwanger wird, will sie Los Reyes verlassen, um mit ihm ein neues Leben zu beginnen. Der junge Geistliche aber hat Ambitionen und ist nicht bereit, seine Karriere auf dem Altar der Liebe zu opfern. Als er das Mädchen zur Abtreibung zwingt, kommt es zu lebensgefährlichen Komplikationen.


Darsteller & Stab Darsteller: Gael García Bernal (Padre Amaro), Sancho Gracia (Padre Benito), Ana Claudia Talancón (Amelia), Angélica Aragón (Sanjuanera), Luisa Huertas (Dionisia), Andrés Montiel (Ruben), Damián Alcázar (Padre Natalio), Ernesto Gómez Cruz (Bischof), Pedro Armendáriz (Bürgermeister), Lorenzo de Rodas (Don Paco)

Stab:Regie: Carlos Carrera • Produzenten: Alfredo Ripstein, Daniel Birman Ripstein • Drehbuch: Vicente Leñero • Vorlage: Roman: Die Versuchung des Padre Amaro von José María Eça de Queiroz • Filmmusik: Rosino Serrano • Kamera: Guillermo Granillo • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Óscar Figueroa • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Mit neuem Besucherrekord und als erfolgreichster einheimischer Film aller Zeiten sorgte Die Versuchung des Padre Amaro in Mexiko für eine Sensation - und für einen Skandal. In der Tradition des großen Filmprovokateurs Luis Buñuel schuf Regisseur Carlos Carrera ein leidenschaftliches Statement gegen Blasphemie, Bigotterie und das Zölibat und erzählt dabei gleichzeitig das mitreißende Melodram einer verbotenen Liebe. Eine Geschichte über Glaube, Lust, Freiheit, Fanatismus und die selbstherrliche Macht der Kirche. In der Titelrolle brilliert Latino-Shooting-Star Gael García Bernal ("Amores perros", "Y tu mamá también") mit seinem unwiderstehlichen Charme und verführerischer Männlichkeit. An seiner Seite: die zauberhafte junge Darstellerin Ana Claudia Talancón und der alte Schauspiel-Recke Sancho Gracia.

Robert Zsolnay (Rhein-Hunsrück-Zeitung, 16. Mai 2003): Carreras Arbeit besticht durch handwerklich sauber fotografierte Szenen, die den Charme und Geist der mexikanischen Berglandschaft in ihrem satten Grün transportieren. Seine Hauptdarsteller, Gael Garciá Bernal als Amaro und die bezaubernde Ana Claudia Talancón als Amelia, überzeugen durch einfühlsames Spiel.

film-dienst 10/2003: Romanverfilmung, die mit den Mitteln der Satire, des Melodrams und des Politthrillers auf überzeugende, teilweise aber provozierende Weise die Verflechtung von Kirche, Politik und Verbrechen darstellt,wobei er die Fehlbarkeit von Würdenträgern ebenso wie eine allgemein verbreitete Intoleranz anprangert.


Oscar®
  • Oscar-Nominierung für 2002: Bester Auslandsfilm
Oscar®
Filmplakat
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Columbia TriStar Film GmbH © 1994 - 2010 Dirk Jasper