Hero

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Titel Deutschland: Hero
Titel USA: Hero
Genre: Actionfilm
Farbe, Volksrepublik China, 2002

Kino USA: -
Kino Deutschland: 5. Juni 2003
Laufzeit Kino: 99 Minuten, FSK 12



Inhalt China, vor über 2000 Jahren: König Qin will seinen Anspruch auf die Herrschaft über ganz China gegen seine Konkurrenten durchsetzen und Kaiser werden. Seit Jahren gibt es Pläne, ihn zu ermorden. Vor allem drei Widersacher trachten ihm nach dem Leben: Broken Sword, Flying Snow und Sky. Nach zehn Jahren, in denen es nicht gelingt, die drei zu besiegen, besucht Nameless den Palast und erzählt eine außergewöhnliche Geschichte ...
Darsteller & Stab Darsteller: Jet Li (Nameless), Tony Leung Chiu-Wai (Broken Sword), Maggie Cheung Man-Yuk (Flying Snow), Zhang Ziyi (Moon), Chen Dao Ming (König von Qin), Donnie Yen (Sky)

Stab:Regie: Zhang Yimou • Produzenten: Bill Kong, Zhang Yimou • Drehbuch: Zhang Yimou, Li Feng, Wang Bin • Vorlage: - • Filmmusik: Tan Dun • Kamera: Christopher Doyle • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: Emi Wada • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Mirko Hertrich (Rhein-Zeitung, 6. Juni 2003): Die Charaktere verlieren sich etwas in der vielschichtigen Story, und der pathetisch-kitschige Schluss hinterlässt einen fanden Beigeschmack.(...) Die patriotische Botschaft des Films und die undifferenzierte Darstellung des tyrannischen Königs Qin stießen bei chinesischen Bürgerrechtlern auf scharfe Kritik.

Blickpunkt Film: Grandioses und starbesetztes Meisterwerk! Ein ästhetisches Luftballett mit atemberaubend symmetrisch durchkomponierten Bildern entführt den Zuschauer für gut zwei Stunden in eine Welt der 1000 Legenden, die von Liebe, Eifersucht, Treue und Intrigen durchwoben ist.

film-dienst 12/2003: Traumhafte Bilderorgie voller filmischer Einfälle, Witz und Stilisierungen, deren Botschaft insofern strittig ist, als die Fabel sowohl als Kotau vor den derzeitigen Machthabern als auch als Plädoyer für Widerstand und Selbstbehauptung gelesen werden kann.

Münchner Merkur: Eine Farborgie in Rot, Blau, Weiß und Jadegrün, voll traumhafter Einfälle, mit Witz und Stilisierungswillen. (...) Pathetisch, sinnlich, schwelgerisch.

Filmecho: Besticht durch ihre zum Ballett stilisierten Kämpfe ebenso wie durch grandiose Schauplätze und einen wahren Farbrausch von Kostümen und Kulissen.

Leipziger Volkszeitung: Ein farbenprächtiges, turbulentes, mitreißendes historisches Schwertkämpfer-Epos. Da macht es einfach Spaß, zuzusehen.

Tv Today, 12/2003: Grandiose Action, gewaltige Bilder, große Gefühle: Hero ist ein Film mit Kraft und Seele - trotz fragwürdiger Botschaft.

Abendzeitung München: Ein Farben- und Gedankenrausch für alle Sinne. Jede Sequenz (...) ist perfekt komponiert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Hero ist überwältigend, weil er Raum, Zeit, die Gesetze der Physik suspendiert.

Cinema 06/2003: Eine monumentale Actionsymphonie - überwältigend schön, aber emotional unterkühlt.

B. Z.: Gewaltiges Kino, wie man es noch nie gesehen hat. Opulent und atemberaubend.

Stuttgarter Nachrichten: Prächtig inszeniertes Kung-Fu-Epos.

Die Welt: Mitreißend, perfekt stilisiert.


Oscar®
  • Oscar-Nominierung für 2002: Hero (Bester Auslandsfilm)

Hintergrund Hero basiert auf geschichtlichen Entwicklungen im China des dritten vorchristlichen Jahrhunderts. Zwischen 475 und 221 vor Christus war das Land in die sieben Königreiche Qin, Zhao, Han, Wei, Yan, Chu und Qi gespalten, die untereinander um die Vorherrschaft kämpften. Deshalb nennt man diese Epoche auch "Ära der Streitenden Reiche" - eine Zeit, in der brutale Kriege und damit Entbehrungen und Leid kein Ende zu nehmen schienen.

Der Krieg bestimmte den Alltag. Dank technischer Fortschritte entstanden Gussformen für Waffen, was wiederum die Bewaffnung von Infanterie ermöglichte. Damit veränderte sich auch die Kriegsführung. Bisher hatten Aristokraten auf Streitwagen selbst die Schlachten ausgefochten. Nun führte ein Feldherr die Infanterie in den Krieg, wurden Bauern in die vorderen Frontreihen gezwungen, während ihre Kommandanten im Hintergrund strategisch die Fäden zogen.

Viele Abhandlungen zum Thema Kriegsführung wurden in dieser turbulenten Epoche geschrieben, darunter Sun Tzus berühmte Schrift "Die Kunst des Krieges". Diese detaillierte Studie über den Krieg gilt auch heute noch als Standardwerk für das Leben auf dem Schlachtfeld.

Obwohl von Machtkämpfen beherrscht, war die "Ära der Streitenden Reiche" trotzdem auch eine Zeit großer Ideen und Gedanken. Diese kulturelle Blüte ist auch als "Epoche der einhundert geistigen Schulen" bekannt. Die Entwicklung der Lehren des Konfuzianismus, Taoismus und Legalismus geht auf diese Zeit zurück - wie auch einige der berühmtesten Lyrik- und Prosaschriften Chinas.

Der andauernde Kriegszustand brachte auch weitere gesellschaftliche Veränderungen mit sich, führte zu Wirtschaftsreformen, während der fortschrittliche Umgang mit Eisen die Landwirtschaft aufblühen ließ. Und dies wiederum hatte eine enorme Bevölkerungsexplosion zur Folge.

In diesem wichtigen Abschnitt der chinesischen Geschichte konnte sich auch ein Feudalsystem fest verwurzeln. Jeder der sieben Landesherren strebte nach der Vorherrschaft, war überzeugt, dass nur er ausersehen war, "alle unter dem Himmel" zu vereinen. Ein Terminus, der mit Zivilisation an sich gleichbedeutend war.

In der Verfolgung dieses Ziels war keiner rücksichtsloser und ehrgeiziger als der König von Qin. Von der Geschichtsschreibung als brutaler Tyrann überliefert, war der Monarch fest entschlossen, alle anderen Königreiche zu erobern und sie zu kontrollieren. Viele Geschichten gibt es, wie aus ganz China Attentäter versuchten, den König zu ermorden. Hero erzählt eine dieser Geschichten.

Um das erste chinesische Kaiserreich zu schaffen, war den sieben Königen kein Aufwand zu groß. An den Grenzen entstanden riesige Festungen und Wälle, Militärberater entwarfen Strategien zum Sieg über feindliche Armeen, und Allianzen wurden zwischen einzelnen Staaten geschlossen, nur um dann wieder aufgelöst zu werden. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung standen nomadenhafte Krieger, die mit ihren herausragenden Kampfkünsten im Auftrag verschiedener Königreiche gegen deren Feinde in den Krieg zogen. In Hero ruht das Schicksal Chinas in den Händen dieser drei legendären Krieger.

Oscar®
Filmplakat
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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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