Bulletproof Monk - Der kugelsichere Mönch

Ausführlicher Inhalt

Die lebende Legende Chow Yun-Fat spielt einen namenlosen Mönch, der vor sechzig Jahren in einem tibetanischen Kloster dazu auserkoren wurde, eine geheimnisvolle Schriftrolle zu schützen, die, wenn sie in falsche Händen gerät, die Welt ins Unglück stürzen kann.

Doch als die Zeit gekommen ist, einen Nachfolger einzuarbeiten, weiß der Mönch nicht recht, was schlimmer ist. Die Tatsache, dass ihm ein geistesgestörter Greis eine Privatarmee auf den Hals schickt, um selbst unsterblich zu werden. Oder die Vermutung des Mönches, dass er seinen Schüler in Gestalt des sympathischen, aber ausgesprochen unbuddhistischen Taschendiebes Kar (Seann William Scott) gefunden zu haben scheint.

Dieser interessiert sich ohnehin eher für die schöne wilde Jade (Jaime King) als für spirituelle Erkenntnisse. Doch viel Zeit für Training oder Tests bleiben nicht, als die Häscher des Mönches ihre Kreise enger ziehen und auch die unfassbarsten Martial Arts-Kunststücke auf Dauer nicht gegen die Übermacht reichen. Zeit für neue Helden, die noch gar nichts von ihren Fähigkeiten ahnen ...

Er trägt keinen Namen, doch wer ihn einmal in Aktion gesehen hat, wird ihn nie wieder vergessen - diesen charismatischen Mönch (Chow Yun-Fat), dessen Kampfkünste mühelos die Gesetze der Physik außer Kraft setzen, während er gerade auf dem Dach der Welt die letzten Schliffe seiner Ausbildung erhält. Denn laut tibetanischer Tradition ist es nun so weit.

Alle sechzig Jahre werden drei Prophezeiungen wahr, auf dass ein Lehrer seinen Auftrag an seinen vorher bestimmten Schüler weitergibt. Mit dem Leben wird der jeweilige Hüter des Geheimnisses eine mysteriöse Schriftrolle schützen, deren Kräfte ihrem Besitzer fürchterliche Mächte verleihen, falls es sich bei diesem etwa um einen Lump wie den charakteristisch zähnefletschenden Nazi Struker (Karel Roden) handelt, der urplötzlich mit seiner Mörderbande das tibetanische Kloster angreift. Alle Mönche fallen der brutalen Attacke zum Opfer - scheinbar sogar der namenlose Mönch, der angeschossen von einer Klippe stürzt und die Geheimnisse der Rolle mit sich in die Tiefe reißt ...

Sechzig Jahre später. In einer amerikanischen Großstadt geht der sympathisch verwegene Kar (Seann William Scott) fleißig seinem Broterwerb nach. So mag er zwar regelmäßig als Projektionist in einem Martial Arts-Kino arbeiten, wo er einen Schlafplatz und einen indirekten Trainingsraum hat, wenn er nachts die Fights von der Leinwand lernt. Doch hauptberuflich ist Kar als Taschendieb unterwegs und schlägt nach Belieben den Cops ein Schnippchen.

Und als er einen Mönch trifft, den er bestiehlt und ob seiner erhellenden Sinnsprüche belächelt, kann Kar nicht ahnen, dass dieser in sechzig Jahren offenbar keinen Tag gealtert ist. Aber der junge Draufgänger wird bald zum Lernen gezwungen.

Zum einen mußs ihm der Mönch aus einer üblen Zwickmühle im Untergrund helfen, bei der Kar von anderen Kriminellen fast seiner Familienjuwelen entledigt wird, was ihm fürwahr nicht als richtiger Zeitpunkt erscheint, eine so faszinierend schöne Gangsterbraut wie Jade (Jaime King) kennen zu lernen. Zum anderen heftet sich ihm der zunehmend ominöse Mönch an die Fersen, der Kar ebenso augenzwinkernd wie leichthändig im Kampf auf die Matte schickt, wenn er nicht gerade von einer Heerschar Finstermänner gejagt wird.

Doch es dauert nicht lange, bis etwas Licht auf die rätselhaften Geschehnisse fällt. So nimmt Kar ungläubig die Geschichte des namenlosen Mönches zur Kenntnis, der seine Verletzung dank der heilenden Kräfte der Schriftrolle damals tatsächlich überlebt hat und in Kar ebenso ungläubigerweise seinen Nachfolger gefunden zu haben scheint.

Die weniger gute Nachricht besteht darin, dass der Finsterling von einst zwar im Gegensatz zum Mönch steinalt, aber deshalb nicht weniger habgierig geworden ist. Mit Hilfe seiner abartigen Enkelin Nina (Victoria Smurfit) Menschenrechtsorganisation seit Jahrzehnten nach der tibetanischen Rolle, um unsterblich zu werden und die Welt zu beherrschen. Darunter machen sie es nicht, diese Superschurken. Nur gut, dass sich auch die schöne Jade auf die Seite des äußerst ungleichen Paares Kar und Mönch zu schlagen scheint, obgleich auch sie vorerst manches Geheimnis hütet.

Mehrfach sind Strukers Schergen drauf und dran, den Mönch zum Beispiel in einem geheimen Tempel zu erwischen. Doch als sie tatsächlich die sagenumwobene Pergamentrolle ergattern, stellt sich diese als Rezept für Nudelsuppe heraus, derweil der Mönch die wahren Geheimschriften memoriert hat und teilweise auf seinen Körper tätowiert trägt.

Dergestalt genarrt verlieren die Finsterlinge jegliche Contenance und töten den Kinobesitzer, der Kar jahrelang unterstützt hatte. Nun überschlagen sich die Ereignisse schneller, als die Handkanten in den pausenlosen Martial Arts-Duellen fliegen können. Kar und der Mönch machen das Versteck von Jade ausfindig, die sich als reich und mit extrem nützlichen Waffen ausgestattet erweist.

Doch als die drei gerade einen Schlachtplan entwerfen wollen, wird der Mönch als mit Abstand mächtigstes Glied der Kette gefangen genommen. Nun liegt es mit Kar und Jade an zwei jungen Menschen, zwischen zwei funkelnden Flirts mal eben das Schicksal der Welt zu retten. Und dazu müssen sie auf magische Art über sich hinauswachsen und zu Helden werden, wie sie es sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätten ...

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Concorde © 1994 - 2010 Dirk Jasper