Haus über Kopf

Produktionsnotizen

"Mich faszinieren Geschichten, in denen ein Außenseiter in eine Welt, die auf geradem Kurs zu sein scheint, einbricht und alles durcheinander wirbelt", sagt Produzent David Hoberman. "In dieser Art von Filmen hat am Ende jeder etwas gelernt, aber nicht ohne jede Menge Schmerzen, Leiden und Komik im Mittelteil."

Er sah in Haus über Kopf ein ähnliches Potenzial wie in den Komödien Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone, No Panic - Gute Geiseln sind selten und Zoff in Beverly Hills.

Und er hatte den perfekten Hintergrund dafür: Steve Martin, der vorher in dem Komödienhit Vater der Braut gespielt hatte, ist die perfekte Besetzung als zugeknöpftes Opfer.

"Ich glaube, Steve war begeistert davon, wieder eine Mainstream-Komödie zu drehen, und wir waren begeistert, ihn dabeizuhaben", sagt Hoberman. "Steve ist einfach großartig, wenn er Figuren spielt, die sich ausnutzen lassen, wenn er dumm sein kann, wild und verrückt. Und all das darf er in dem Film."

Martin stimmt zu: "Das ist eine stark physische Komödie, einen solchen Film habe ich lange nicht gemacht. Es war haarsträubend - das Drehbuch erinnerte mich an Stoffe aus den 80er Jahren - aufreizend und locker. Das gefiel mir."

"Was mir an unserer Geschichte so gefällt, ist die Vorstellung, dass wir manchmal von den unpassendsten Menschen in den merkwürdigsten Situationen etwas geschenkt bekommen", sagt Produzent Ashok Amritraj. "In unserem Fall erteilt Queen Latifah dem Charakter von Steve Martin die Erlaubnis, öffentlich die Person zu sein, die er sonst selten zeigt. Zusammen sind sie einfach unschlagbar."

Martin fand seine Figur unwiderstehlich. "Peter Sanderson ist ein Mann mit einem sehr konservativen Lebensstil, der viel zu viel arbeitet. Das hat seine Frau vertrieben, aber er liebt sie immer noch. Als Charlene in sein Leben tritt, stellt sie es auf den Kopf und macht ihn dadurch auch attraktiver für seine Ex."

Martin lockte außerdem die Aussicht, in einer urkomischen, übertriebenen Komödie zu spielen, nachdem er mehr geistige Komödienkost geschrieben hatte, etwa sein Stück "Picasso at the Lapin Agile" und den Roman "Shopgirl". "Das liegt einfach in der Natur des Mediums - wenn ich schreibe, ist das eher geistig, aber wenn ich in einem Film spiele, ist das eher physisch", erläutert er.

Martin, der kein Computerfreak ist und keine Chatrooms besucht ("Ich halte mich ans Emailen", sagt er), fand seine Beziehung zu Peter auf einer grundlegenderen Ebene. "Er ist geradeheraus, offen, und das bin ich grundsätzlich auch. Das ist gut, denn je klarer der Kerl, desto lustiger kann die Szene werden. Komödie handelt von widersprüchlichen Menschen, die aufeinander treffen", erklärt er.

Martin, der in Haus über Kopf einen Vater zweier Kinder spielt, liebt Vaterrollen, wie er bereits brillant in Vater der Braut und Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2 sowie in Eine Wahnsinnsfamilie gezeigt hat.

"Ich mag die zugrunde liegende Herzlichkeit zwischen Vater und Kindern, die diese Filme haben. Sie ist eine gute Quelle für Humor, denn ?Papa' sollte immer standhaft und stark sein und keine Fehler machen. Daraus ergeben sich viele komische Situationen."

Queen Latifah glänzt in der Besetzung als Wirbelsturm, der in Peters Leben eindringt. Hoberman entpuppt sich als Fan des multitalentierten Stars: "Ich habe sie immer schon für sehr begabt gehalten. Sie kann singen, sie ist witzig, und ich liebte sie in Wachgeküsst')".

Queen Latifah, die auch ausführende Produzentin des Films ist, betrachtete das Drehbuch noch aus einem anderen Blickwinkel: "Es gibt viele kontroverse Witze in dem Film, und wir haben uns immer wieder gefragt: Was ist abstoßend, beleidigend, was ist lustig, und was ist abstoßend, aber witzig genug, um zu übertreiben?", beschreibt Queen Latifah den Entstehungsprozess. Die Schauspielerin schildert Charlene, ihre Figur, als "cool, fabelhaft und klug. Sie hat nur einige falsche Entscheidungen getroffen".

Mit den beiden Stars an Bord ging die Produktion die wichtige Aufgabe an, den richtigen Regisseur zu finden. Die Wahl fiel einstimmig auf Adam Shankman. "Ich denke, Adam bringt alles mit", sagt Produzent Ashok Amritraj. "Wir wussten, dass sein Verhältnis zu den Schauspielern das Beste aus ihnen herausholen würde."

Steve Martin fühlte sich bei Adam Shankman in guten Händen. "Ich hatte Wedding Planner - verliebt, verlobt, verplant gesehen und fand den Film sagenhaft. Ich wusste, dass Adam einen guten, scharfen Sinn für Komik hat", sagt er.

Shankman war begeistert von dem Projekt: "Es ist eine große, breit angelegte Stadtkomödie mit Kanten, was für mich ein bisschen ungewohnt ist", sagt er. "Und die Chance, mit Queen Latifah und Steve Martin zu arbeiten, meinen Idolen seit Jahren, war eine unglaubliche Gelegenheit", schwärmt er.

Shankman interessierte auch das Herz der Geschichte: "Am Anfang des Films weisen wir auf die Gefahren des Online-Datings hin", sagt er. Doch das Band, das zwischen dem nicht zusammenpassenden Paar entsteht, ist für den Regisseur das, was dem Publikum die Augen öffnet.

"Peter und Charlene kommen aus verschiedenen Welten. Und deshalb verhalten sie sich auf eine bestimmte Art. Denn ihre Herkunft hat sie geprägt, sagt aber noch nichts darüber aus, wer sie sind ", erklärt er. "Wenn du also ihre äußeren Schalen entfernst, können sie eine Beziehung zueinander eingehen und sich gegenseitig einige wichtige Dinge beibringen über Familie und Selbstachtung."

Etwas, was Shankman nicht tun mußste, war, einem der beiden Hauptdarsteller etwas über Komik beizubringen. "Ich wollte einen echten, traditionellen Steve-Martin-Film machen, wie Solo für zwei und Vater der Braut", sagt Shankman.

"Und ich sagte Steve, dass ich ihn ganz Steve-Martin-mäßig haben wollte. Das ist nicht wirklich greifbar, aber Steve ist charismatisch, ohne es vorher proben zu müssen. Sein Komikstil ist der Prototyp des physischen, hochenergetischen Humors meiner Generation. Keiner kann das so wie Steve. Er gibt den besten Spießer aller Zeiten in diesem Film!"

Shankman war aber genauso hin und weg von Queen Latifahs komödiantischem Talent: "Sie ist furchtlos und es macht ihr nichts aus, sich lächerlich zu machen. Sie hinterlässt einen ziemlich verrückten Eindruck in dem Film. Und sie kann Steve auf jeden Fall das Wasser reichen. Sie ist viel erfahrener, als ihre bisherigen Komödiencredits erwarten lassen."

Die Besetzung Die Macher von Haus über Kopf versammelten ein außerordentliches Ensemble von Nebendarstellern vor der Kamera, allen voran Eugene Levy als Peters exzentrischer Kanzlei-Kollege Howie.

Levy, der in den letzten Jahren nach Auftritten in Filmen wie AMERICAN PIE ("American Pie") zum Publikumsliebling avancierte, war begeistert von seiner Rolle. Im Gegensatz zu seinem besten Kumpel Peter fühlt er sich sofort instinktiv von Charlene angezogen. "Howie mag Mädels, die etwas unorthodox sind und gern Spaß haben, und das trifft auf Charlene zu", erzählt Levy.

Levy freute sich auch darauf, wieder mit Steve Martin zusammenzuarbeiten. "Wir haben bei Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2 nur eine kurze Szene miteinander gehabt, aber Haus über Kopf war großartig, weil wir die Möglichkeit hatten, mit den Szenen zu spielen und einige Ideen auszuprobieren", schwärmt Levy.

"Eugene und Steve haben oft ihren Text diskutiert und die Mechanismen einer Szene, bevor wir gedreht haben", merkt Shankman dazu an.

Queen Latifah wurde so etwas wie ein umgekehrter Henry Higgins für ihre Kollegen. "Sie brachte uns die Sprache der Straße bei", erklärt Levy, "wie ?You got me straight trippin', Boo' - ich habe bis heute keine Ahnung, was das heißt."

Zunächst verstand wohl auch Steve Martin die Übersetzungen vom Englischen in Queen Latifahs Straßenjargon nicht, wusste nicht, was er manchmal im Film von sich gibt.

"Aber so wie ich plapperte auch Peter, mein Charakter, einfach nur nach, was er irgendwo gehört hatte. Mich hat es dann aber zu meiner eigenen Information interessiert, was es bedeutet. Und als man es mir erklärte, dachte ich, ?Ja das macht Sinn.' Es war so etwas wie ein cooler Slang", schildert Martin.

Queen Latifah war als Schülerin der beiden Komikerveteranen wunschlos glücklich. "Diese Kerle sind fehlerlos. Sie sind die Besten. Ich bin hier der Junior, und ich lerne so viel von ihnen. Ich war auch beeindruckt von Steves Vielseitigkeit. Er kann eine Szene in jeder Einstellung anders spielen."

Interessanterweise bezeichnet Martin die Schauspielerin Diane Keaton, seine Partnerin in den beiden Vater der Braut-Hits, als seine Inspirationsquelle. "Diane beherrscht wie kein anderer die Kunst, eine Szene mit jeder Einstellung neu erstehen zu lassen. Daran mußste ich denken, und das machte mich etwas spontaner in diesem Film", sagt Martin.

Joan Plowright spielt die Rolle der Mrs. Arness, der schwerreichen Witwe, die Peter als Klientin für seine Kanzlei gewinnen will. Plowright mochte die Vielschichtigkeit ihrer Figur: "Sie ist eine siebzigjährige, sture, konservative Streitaxt, die am Ende des Films etwas unbekümmerter ist", beschreibt Plowright ihren Part.

Die erfahrene Schauspielerin gab ihrem Regisseur Bestnoten: "Adam schafft eine sehr entspannte Atmosphäre am Set. Er mag es, wenn viel Input kommt, und erlaubt dir, eine Idee auszuprobieren, auch wenn sich dann herausstellt, dass es Unsinn war. Aber er hält dich auch sofort zurück, wenn es etwas ist, was nicht seinen Vorstellungen entspricht."

Die atemberaubende Missi Pyle spielt Ashley, Peters Exschwägerin. "Ashley ist materialistisch, ichbezogen und schlau. Sie ist wie ein alter Goldgräber", gesteht Pyle. "Aber ich denke, sie wird auch ein bisschen missverstanden. Sie nimmt diese alten Kerle aus, um sich selbst zu schützen ... sie braucht eine Absicherung, wenn ihre Schönheit dahin ist."

Shankman war schon beim ersten Treffen sehr beeindruckt von der Schauspielerin. "Missi betrat den Raum und es war wie ?Twister': Alles explodierte. Sie hat eine solche Präsenz, ein solches ?Wumm', und ein exzellentes komödiantisches Timing."

Auch das komödiantische Timing der erfahrenen Schauspielerin Betty White machte sich Shankman zunutze. Er war so aufgeregt, als er sie wegen der Rolle der Mrs. Kline traf, Peters rassistischer Nachbarin, dass er buchstäblich vor ihr auf die Knie fiel. "Ich sagte: ?Miss White, es würde mich zum glücklichsten Mann der Welt machen, wenn Sie in unserem Film spielen.' Ich wusste einfach, sie würde grandios sein als lächelnde, Plätzchen backende, bigotte alte Lady", fügt er hinzu.

Steve Martin hegt ähnliche Verehrung für White. "Betty war schon immer ein Idol für mich, denn schon als Kind sah ich sie in der ?Betty White Show'.

Und als ich zwanzig war und einen Auftritt im Troubadour Nightclub in L. A. hatte, kamen sie und ihr Mann Allen Ludden nach der Vorstellung zu mir und sagten ?Hey, wir fanden dich sehr lustig'. Und ich dachte ?Wow, Betty White hält mich für lustig.' dass ich jetzt mit ihr arbeiten kann, ist eine Sensation; sie ist so fröhlich und robust und präsent, wie man sich das nur wünschen kann", sagt er.

White beschreibt ihre Figur der Mrs. Kline als "brav und ehrlich. Ihre Art grenzt an Unhöflichkeit, aber es käme ihr nie in den Sinn, zu denken, was sie sagt, könne jemanden beleidigen." White vergleicht Mrs. Kline mit einer Fernsehikone. "Meine Figur ist übertrieben, aber mit so viel Freude, dass das Publikum es genießen wird. Schließlich ist auch Archie Bunker in ?All in the Family' empörend, aber was hatten wir für einen Spaß mit ihm."

Die vielseitige Schauspielerin Jean Smart wurde als Peters Exfrau Kate besetzt. Sie war fasziniert von der Möglichkeit, mit solchen Costars zu arbeiten. "Steve und ich kannten uns bereits, aber wir haben noch nie zusammen gedreht - ich war wahnsinnig aufgeregt! Aber er war furchtbar nett zu mir und brachte mich immer zum Lachen. Außerdem ist er äußerst intelligent.

Queen Latifah hat mich wirklich beeindruckt. Sie ist eine hervorragende Schauspielerin und hinreißend anzuschauen!" Über ihre Figur sagt Smart: "Für Kate ist es ein Nicht-mit-ihm-und-nicht-ohne-ihn-leben-Können. Als sie dann sieht, wie er unter Charlenes Einfluss auftaut, erinnert sie sich, warum sie sich einst in ihn verliebt hat."

Für ihren Regisseur hat Smart auch viel Lob: "Adam ist fantastisch. Er weiß immer genau, was eine Szene braucht, und er kann das sehr gut erklären. Gleichzeitig gibt er dir Raum zum Improvisieren. Er ist sehr lustig. Ich hatte schon einmal mit ihm gearbeitet und habe mich wirklich auf die Dreharbeiten gefreut."

Andere Schlüsselrollen in Haus über Kopf spielen Kimberly J. Brown und Angus T. Jones als Peters Kinder, Michael Rosenbaum als Peters Konkurrent in der Kanzlei und Steve Harris als Charlenes Exfreund.

Wie Shankman bemerkt: "Wir haben eine Ansammlung wunderbarer Schauspieler, die jeden Charakter glaubwürdig machen."

Über die Produktion Haus über Kopf wurde in einer prächtigen, baumbestandenen Straße in Pasadena, Kalifornien, gefilmt - an dem Ort, wo Charlene in Peters ordentliches Haus eindringt. Von dort zog die Produktion nach downtown L. A. für die South-Central-Hiphop-Nachtclubszene, in der Peter sich in Charlenes Welt begibt. Diese frühen Sequenzen gaben den komödiantischen Ton des Films vor.

Julio Macats Kameraarbeit war ein Schlüsselelement für die Festlegung des visuellen Stils. "Viel Humor resultiert aus der Nebeneinanderstellung von Charlenes Innenstadtumgebung und Peters warmem Vorstadtmilieu", erklärt Macat. "Damit das funktionieren kann, müssen beide Welten real erscheinen."

Macat, der vertraut ist mit der Arbeit an Komödien - er filmte auch Shankmans Erstling THE WEDDING PLANNER ("Wedding Planner - Verliebt, verlobt, verplant") -, glaubt, dass sie anders in Szene gesetzt werden sollten. "Ich leuchte Komödien voller aus, um die Reaktionen der Figuren genau einzufangen. Reaktionen sind das Herz des Humors", merkt er an.

Produktionsdesigner Linda DeScenna ging ähnlich an den Film heran. Von der Großstadtatmosphäre von Charlenes Umfeld über Peters Gemeinschaftsbüro downtown bis zur eleganten, makellosen Inneneinrichtung seines Hauses, die auf einer Disney-Soundbühne errichtet wurde, "spiegelt jedes Set seinen Zweck wider."

Der optische Gesamteindruck wurde komplettiert durch die Arbeit der Kostümdesignerin Pam Withers, die bereits bei Shankmans Wedding Planner - verliebt, verlobt, verplant dabei war. Sie kooperierte mit Shankman und Queen Latifah für ihre unverwechselbare Garderobe. "Ich wollte es laut und ghetto-mäßig", konstatiert Shankman.

"Wir haben uns viele Fotos angeschaut und Bettlaken herausgezogen, ehe wir mit den Entwürfen begannen", sagt Queen Latifah. "Wie jeder weiß, bin ich kein kleines Mädchen. Ich bin eine große, sexy Frau, also mußs man mich entsprechend kleiden. Außerdem pflegt Charlene einen speziellen urbanen Hiphop-Stil. Davon wollten wir profitieren."

Withers stimmt zu: "Wir möbelten ihre Garderobe mit allem möglichen und unmöglichen Zubehör auf, denn Charlene hat ihre eigene Modelinie, aber wenig Geld. So benutzt sie Küchenscheren oder Schuhbänder, um ihre Kleidung aufzupeppen."

Für die Szene des Films, als Charlene genug hat von Ashleys rassistischen Sticheleien und sie in einen Faustkampf verwickelt, holte sich Shankman den Rat von Stunt-Coordinator John Medlen. Die beiden kannten sich bereits von der Arbeit an der TV-Produktion "Buffy the Vampire Slayer", so dass sie sich schnell über die Koordinaten der szenischen Choreographie verständigen konnten. Es waren Proben von drei Tagen für die Szene angesetzt, der Dreh selbst dauerte zwei Tage für die zweiminütige Filmsequenz.

"Adam wollte, dass die Komik und die Action aus den verschiedenen Welten der beiden resultiert. Charlenes straßenkämpferisches ?I'm gonna get you' gegen Ashleys elegante Tai-Bo-Technik", erläutert Medlen.

Pyle, Trägerin eines Taekwondo-Gürtels, war begeistert, dass sie ihre Kampfkunst einbringen konnte. "Ashley denkt, sie kann Charlene angreifen, weil sie täglich zwei Stunden Tai-Bo-Training absolviert, fünf Tage in der Woche", witzelt Pyle. Ihr Martial-Arts-Background half ihr, den zweitägigen Dreh zu überstehen.

Für die Hiphop- und Dinnerclub-Szenen mit Steve Martin, Queen Latifah und Dutzenden von Tänzern und Statisten nahm Shankman die Hilfe seiner Tanzkollegen Anne Fletcher und Chris Judd in Anspruch.

"Die Quintessenz der Szene ist, dass Peter die Musik nicht kennt oder nicht weiß, wie er dazu tanzen soll. Also zeigte ich Steve ein paar Grundbewegungen und ließ ihn dann wild improvisieren", erzählt Fletcher.

"Ich wirbelte einfach herum und hatte Spaß dabei", sagt Martin. Für die Szene im Dinnerclub mußste Martin etwas kontrollierter sein, aber immer noch unkoordiniert. "Ich bin kein Tänzer. Selbst wenn ich gecoacht werde, bin ich noch Mr. Clunky", räumt Martin ein. "Und Queen Latifah bewegt sich ganz natürlich, wirklich gut. Also wir waren nicht gerade Astaire und Rogers. Eher wie Soupy Sales und Rogers. Aber so sollte die Szene auch gespielt werden."

Queen Latifah ist nicht nur eine begnadete Tänzerin, sondern auch eine mit dem Grammy ausgezeichnete Rapperin. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Shakim Compere wird sie den Soundtrack des Films produzieren.

"Ehe wir mit der Produktion begannen, wussten Adam, der ein gutes musikalisches Gehör hat, und ich, dass die Musik eine wirklich große Rolle in dem Film spielen und ihm den richtigen Schwung geben sollte", erzählt Queen Latifah. "Es gibt Nachtclub- und Hinterhofparty-Szenen, die geradezu nach gutem Hiphop schreien."

Shankman pflichtet bei: "Der Grundtenor des Films ist immer noch eine traditionelle Steve-Martin-Komödie, also mußs der Score Gefühl und Witz haben. Aber darunter hat alles einen Hiphop-Rhythmus. Queen Latifah hat dafür zusammen mit Mario Winans einen Song beigesteuert, ?Do Your Thing'.

Außerdem hat sie eine Bonus-Single aufgenommen mit dem Titel ?Better than the Rest'. Es gibt darüber hinaus einige erstklassige R&B-Songs, von Barry Whites ?I'm Gonna Love You Just a Little More' bis hin zu Kelly Prices Version von ?Ain't Nobody', einem Hit für Chaka Khan."

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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