Gelegenheit macht Liebe

Produktionsnotizen

Vor einigen Jahren suchte Produzent David Ladd nach einer intelligenten, wirklich witzigen Komödie, die er im Rahmen seines Vertrages mit MGM Pictures entwickeln und produzieren könnte. Nachdem er ein Drehbuch von Greg Glienna mit dem Titel "A Guy Thing" gelesen hatte, wusste er, dass sein nächstes Projekt gefunden war.

Glienna hatte zuvor das Buch zu dem erfolgreichen Film Meine Braut, ihr Vater und ich geschrieben. "Ich war sehr glücklich, seine nächste Arbeit zu bekommen", sagt Ladd. "Ich zeigte es MGM und das Studio reagierte sofort mit dem gleichen Enthusiasmus."

Seine Affinität zu dem Stoff erklärt Ladd so: "Mich begeistern Geschichten, die von ihren Figuren vorangetrieben werden, egal ob Komödie, Drama, Action oder Horror. In dieser Story wird Paul in die Mangel genommen, und seine Entscheidungen und Missgeschicke treiben die Handlung nach vorn. Die Reaktionen von Becky und Karen entwickeln sie dann in unterschiedliche Richtungen weiter. Alle drei Rollen sind sehr genau definiert, und das gibt dieser Komödie ihre Energie.

Die Überzeugungskraft und Stärke der Schauspieler lässt sie realistisch erscheinen - und das macht alles nur noch komischer. Die Zuschauer haben Spaß daran zu sehen, was mit den Figuren passiert und freuen sich darauf, was wohl als Nächstes geschieht."

Als MGM an Bord war, begannen die Drehbuchautoren Greg Glienna, Pete Schwaba, Matt Tarses und Bill Wrubel, die Story zu verdichten und die Charaktere noch genauer auf den Punkt zu bringen. Die gemeinsame Arbeit der Autoren gab der Handlung den endgültigen Schwung und brachte den Humor und den Witz auf den Punkt.

"Wir schrieben und wir schrieben um, bis wir an einen Punkt kamen, an dem alle mit dem Drehbuch glücklich waren", so Ladd. "Wir wollten sicherstellen, dass wir absolutes Vertrauen in das Material hatten, bevor wir die Kamera anschalteten. Auf seiner Suche nach einem Regisseur freute sich Ladd, dass Chris Koch, der vorher die Familien-Komödie Schneefrei inszeniert hatte, Interesse an dem Projekt zeigte.

"Chris hat einen großartigen Humor", findet Ladd, "und wir waren begeistert, ihn an Bord holen zu können. Sein erster Gedanke, wenn er morgens aufwacht, ist bereits Comedy - so jemanden wie ihn kannte ich vorher überhaupt nicht.

Als er Gelegenheit macht Liebe gelesen hatte, war er sofort begeistert und hatte großes Interesse, den Film zu inszenieren. "Ich las das Drehbuch zum ersten Mal vor einem Jahr im Flugzeug", sagt Koch. "Es gefiel mir so gut, dass ich mit meiner Kreditkarte einen dieser 8-Dollar-Flugzeug-Anrufe machte, um meinem Agenten zu sagen: ?Bring mich in diesen Film.'

Das Drehbuch hatte mich richtig gepackt, weil die Pointen Schlag auf Schlag kommen. Ich fühlte, dass es sehr viel mit dem wirklichen Leben zu tun hatte, mit den Dingen, die Menschen tatsächlich durchstehen müssen. Es war auch emotional sehr bewegend und schien eine Menge der männlichen Verhaltensweisen auf den Punkt zu bringen, die ich selbst erlebt habe, als ich heiratete."

"Wir waren alle dafür", erzählt Ladd, "dass die Figur des Paul, den Jason Lee spielen sollte, ein Mann ist, der auf das Laufband des Lebens geraten und bereit ist, das zu tun, was man von ihm erwartet, anstatt seine Chancen zu nutzen und authentisch sein Leben zu leben."

"Paul ist ein Typ, der gerade durch ein Nadelöhr geht", fährt Koch fort, "er hat die Freundin, er hat den Job. Alles läuft nach Plan. Alles läuft automatisch und er sieht, wie sich sein zukünftiges Leben vor ihm ausbreitet. Und das bereitet ihm ein gewisses Unwohlsein.

Das ist ein Thema, mit dem sich viele Zuschauer identifizieren können. Wenn du heiratest oder andere große Veränderungen in deinem Leben durchmachst, siehst du theoretisch, wie der Rest deines Lebens aussehen könnte. Das kann sehr gruselig sein."

Produzent David Nicksay wurde engagiert um die Alltagsaspekte der Produktion zu managen. "Nicksay und ich wollten schon seit langer Zeit einmal zusammenarbeiten", erklärt Ladd. Er bringt eine Menge Erfahrung mit und unsere Aufgaben und Verantwortlichkeiten haben eine Menge Überschneidungen."

Nicksay erklärt seine Vorliebe für das Projekt so: "Das Drehbuch war so komisch und so eine genaue Reflexion von Menschen im wirklichen Leben, dass ich es sofort ins Herz geschlossen habe. Hinzu kommt, dass Chris Koch einer der talentiertesten Komödien-Regisseure ist, die wir zur Zeit haben. Seine Vision und seine Sichtweise haben mich sofort überzeugt."

Als die Filmemacher begannen Gelegenheit macht Liebe zu besetzen, sicherten sie sich ein aufregendes Trio junger, talentierter Schauspieler für die Hauptrollen: Jason Lee, Julia Stiles und Selma Blair. Jason Lee war begeistert über die Chance, Paul spielen zu können. Er war beeindruckt von Kochs Interpretation der Story, weil sie originell und außergewöhnlich war.

"Ich war wirklich begeistert, als ich Chris traf", so Lee. "Chris sagte: ,Glaub mir, dies wird ganz anders. Wir werden es sehr realistisch machen, sehr ehrlich und authentisch und eine frische, atypische romantische Komödie daraus machen.' Und dann gefiel mir auch die Idee, sich auf den Realitätsgehalt der Situationen und den subtilen Humor darin konzentrieren zu können."

Stiles sagt, sie war von der Kraft des Skriptes begeistert und hatte große Lust, ein für sie neues Genre auszuprobieren. "Ich wollte unbedingt eine Komödie machen, aber die meisten sind einfach nicht gut geschrieben. Als ich dieses Skript las, konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe wirklich hysterische Lachanfälle gehabt. Komödie ist wirklich eine Sache für sich und schwierig, und es ist ein Genre, das ich immer noch nicht ganz verstanden habe. Und so dachte ich mir, jeder Tag wird eine neue Herausforderung sein."

Stiles hatte das Gefühl, auch eigene Erfahrungen in das Projekt einbringen zu können. "Jeder hat es schon mal erlebt, bei einer Lüge ertappt worden zu sein", sagt sie, "einer Lüge, die man durchhalten oder gar übertreiben mußste. Ich finde, das ist eine hervorragende Ausgangsbasis für einen Film."

Selma Blair, die die Rolle der Karen spielt, war beeindruckt von der Chemie, die sich zwischen den Schauspielern schon sehr früh entwickelte. "Wir haben ein paar Tage geprobt", erzählt sie, "und schon am zweiten Tag haben wir uns weggeschmissen vor Lachen. Ich wusste, das wird gut, richtig gut. Ich war sehr glücklich."

Bei der weiteren Besetzung kam ein beeindruckendes Ensemble von Nebendarstellern zusammen, von David Koechner und Julie Hagerty bis zu James Brolin, Diana Scarwid, Thomas Lennon, Shawn Hatosy und Jackie Burroughs. Die Filmemacher konnten mit ihrem Glück beim Besetzen der Nebenrollen mehr als zufrieden sein.

"Wenn du richtig besetzt", so Ladd, "kannst du die Geschichte natürlich viel besser erzählen und hast eine höhere Chance, einen erfolgreichen Film zu machen. Wir haben sehr großen Wert auf die Besetzung gelegt und sind sehr stolz auf das Resultat."

"Wenn wir Schauspielern erlauben, Rollen zu spielen, die ihrer Persönlichkeit sehr nahe kommen, dann mußs ich weniger inszenieren", sagt Koch. "Das ist der Grund, warum wir uns so viel Zeit genommen haben, ganz wundervolle Schauspieler zu finden. Und wir wollten, dass sie gut improvisieren können. Wenn das klappt, gibt es der Komödie ein Gefühl von Spontaneität."

Die Rollen und ihre Darsteller Da der Regisseur entschlossen war, Gelegenheit macht Liebe als Geschichte zu erzählen, die von ihren Figuren vorangetrieben wird, war der Beitrag der Schauspieler zur Entwicklung ihrer Leinwand-Charaktere von entscheidender Bedeutung.

Chris Koch war sehr offen für jede Art von kreativem Input von Seiten der Schauspieler und ermutigte sie, ihre Rollen sehr genau zu studieren und zu entwickeln. Schließlich erlebte jede Figur eine subtile Metamorphose, entwickelte sich über das hinaus, was im Drehbuch stand und erhielt eine realistische, mehrdimensionale Qualität.

Jason Lee teilt die Ansicht der Filmemacher, dass die Figur Paul ein junger Mann ist, der seine hohen Erwartungen an sich selbst nicht erfüllt. "Tatsächlich ist Paul eine viel kreativere Person, als er es selbst wahrnimmt", erklärt Lee. "Es gibt Dinge, die er gern tun würde, die er sich selbst aber nicht eingesteht, Dinge, die dafür stehen, wer er selbst im tiefsten Inneren ist."

Gleiches gilt für sein Liebesleben. Paul will heiraten, weil es der nächste logische Schritt in seiner Beziehung zu Karen ist - aber ist Karen wirklich diejenige, mit der er zusammen sein sollte? "Karen ist geradezu ein Musterbeispiel des Wertekanons der gehobenen Mittelschicht", sagt Lee. "Alles mußs perfekt sein. Die Hochzeit mußs perfekt sein. Also mußs auch Karen perfekt sein, oder?" Der Film hat seinen Spaß daran, eine Antwort auf diese Frage zu finden.

Dies war Lees erste Hauptrolle in einem großen Kinofilm und alle waren beeindruckt, wie er mit dem großen Druck umging. "Die Arbeit mit Jason hat mich umgehauen", sagt Koch. "Er ging in seiner Rolle voll auf. Er war immer total präsent. Weil er eines Tages selber Regie führen möchte, ist er sehr fasziniert von der ganzen Prozedur des Filmemachens. Da gab es eine große Begeisterung, die man seinem Spiel auch ansieht."

"Alle sahen in ihm eine Art jungen James Stewart", fährt Koch fort. "Er ist höflich und freundlich, man mag ihn einfach, und er hat große komödiantische Fähigkeiten und enorme mimische Fähigkeiten. Emotional beherrscht er jede Szene. Mit jemandem wie Jason zu arbeiten, macht meinen Job sehr einfach."

"Jason spielte in fast jeder Szene und er trug schon eine ziemliche Last auf seinen Schultern", erklärt Nicksay. "Er mußste einer sein, mit dem sich die Zuschauer identifizieren können, aber er mußste natürlich auch komisch sein. Als Schauspieler ist Jason sehr überzeugend, aber er ist gleichzeitig leicht neben der Spur, also lacht man über ihn und mit ihm gleichzeitig. Nur wenige haben diese Qualitäten."

Selma Blair war sehr beeindruckt von Lees Energie und Durchhaltevermögen. "Er hing bei frostigen Temperaturen an einem Baum und hatte nicht mal Schuhe an", erzählt sie. "Dann wieder hatte er ein Funkgerät am Bauch versteckt und mußste mir erklären, warum er nicht mit mir schlafen konnte, während ich auf ihm rumkletterte. Er war in fast jeder Szene, aber er wirkte immer total frisch. Er ist ein richtiger Kämpfer."

Lee genoss die Arbeit mit Blair und hatte das Gefühl, mit ihr Pferde stehlen zu können. "Selma sieht nicht alles so verbissen", sagt er, "und das ist die beste Art mit Dingen umzugehen. Wenn du in einer Komödie zu ernsthaft wirst, ziehst du alles runter."

Auch über die Zusammenarbeit mit Julia Stiles gerät Lee ins Schwärmen: "Sie hat einen ganz natürlichen, trockenen Humor, und das hat mir sehr gut gefallen. Sie entwickelt die Rolle in eine etwas andere Richtung, als es das Skript erwarten lässt."

Julia Stiles spielt Becky, Karens Cousine und das unvorhergesehene Objekt von Pauls wachsender Zuneigung. Produzent Ladd beschreibt die Figur Becky so: "Ich liebe Becky. Zuerst kommt sie rüber als zerstreutes, unklares Ding, und dann wird dir klar, sie ist wahrscheinlich die bodenständigste und sensibelste Person aus dem ganzen Haufen.

Becky ist der Katalysator für Pauls Erwachen und sie hilft ihm sehr, zum ersten Mal einen genauen Blick auf sein Leben zu werfen. Als Schauspielerin ist Julia ein Naturtalent, das mit beiden Beinen auf dem Boden steht, was ihr bei der Umsetzung ihrer Rolle sehr geholfen hat."

Stiles fand ihre Rolle hochinteressant. "Becky verfügt über große Menschenkenntnis", sagt sie, "nur Entscheidungen für ihr eigenes Leben sind nicht gerade ihre Stärke. Aber sie probiert immer wieder was Neues aus. Das ist eine der Seiten, die ich an Becky am liebsten mag. Sie ist entschlossen, jeden Tag voll auszuleben.

Sie versucht sich in verschiedenen Jobs, an verschiedenen Dingen. Sie sieht, wie Paul sich über alles und jeden aufregt und signalsiert ihm: ?Beruhig dich! Alles wird gut!' Das führt dazu, dass Becky die Einzige ist, bei der er sich wirklich entspannen kann."

"Becky hat einen erstaunlichen Einfluss auf Paul", ergänzt Lee. "Sie treibt ihn an und sagt absichtlich Dinge, die ihn zum Nachdenken über sich selbst bringen sollen."

Und während Paul und Becky sich größte Mühe geben, richtigen Ärger zu vermeiden, hat Karen nur eins im Kopf: Heiraten! Blair hatte Spaß daran, Karens Charakter und ihre Suche nach dem perfekten Tag für ihre Hochzeit zu erforschen. Auch wenn es so aussieht, als ob Karen einige wichtige Zeichen dafür, dass mit Paul irgendwas nicht stimmt, übersieht, meint Blair, Karens eingeschränkte Wahrnehmung liege einzig an ihrer Konzentration auf die bevorstehende Vermählung.

"Ich glaube nicht, dass Karen dumm ist", sagt Blair. "Sie ist ein Mädchen, das immer von ihrer Hochzeit geträumt hat. Das ist ihr Märchen, und jetzt verwirklicht sie es. Da ist dieser wundervolle Mann, den sie heiraten will, und sie ist einfach blind vor Sorge um die richtigen Blumen auf dem Tisch und so weiter."

"Karen weiß, dass irgendwas nicht stimmt", ergänzt Koch. "Sie weiß nur nicht, was. Paul läuft mit Resten von Baumrinde auf seinem Pullover durch die Gegend, hat einen Riss über dem Auge, verpasst das komplette Kennenlern-Essen - sie ist zwar sauer über diese Dinge, aber sie kann sich bis zum Ende keinen Reim darauf machen. Ihre Wahrnehmung ist definitiv eingeschränkt, aber Selma hat das in einer ganz liebevollen Art dargestellt. Sie ist eine erstaunliche Komödiantin."

Blair hatte Lee bereits einige Male getroffen, bevor sie wussten, dass sie einen Film zusammen machen würden, und sie mochte ihn in der Minute, in der sie einander vorgestellt wurden. "Wir haben den gleichen Humor", sagt sie, "wir albern rum und imitieren Leute. Schon beim Kamera-Test prügelten wir uns, ließen uns auf den Hintern fallen und dieses ganze alberne Zeug. Wir hatten richtig Spaß!"

Apropos Spaß: Die Leute, die mit dem Film zu tun hatten, feiern Regisseur Koch dafür, eine sehr fröhliche und kreative Atmosphäre am Set hergestellt zu haben. Produzent Ladd erinnert sich, wie beeindruckt er von Koch während der ganzen Produktion war.

"Er hat mich einfach umgehauen", sagt Ladd. "Er ist einer der am besten vorbereiteten Regisseure, mit denen ich je zusammengearbeitet habe. Er wusste genau, was er im Verlauf des Tages machen würde. Trotzdem erlaubte er seinen Darstellern, eigene kreative Ideen zu entwickeln. Da mußs man sehr aufpassen, dass einem die Situation nicht aus der Hand gleitet, aber er hat einen großartigen Job gemacht."

Julia Stiles bewundert an Koch seinen offenbar angeborenen komödiantischen Instinkt: "Chris hat ein großartiges Gefühl für Comedy. Wenn du müde zur Arbeit kommst, ist er einfach so komisch, dass er die Energie ankurbelt. Das ist sehr wichtig, wenn man so lange miteinander dreht. Ich hatte sehr viel Spaß mit ihm."

Blair sagt: "Chris war ein wahrer Segen. Er ist der ermutigendste Regisseur, mit dem ich je gearbeitet habe. Er verlor nie die Kontrolle, aber wir hatten auch nie das Gefühl, zu stark geführt zu werden. Er vertraute uns und wir vertrauten ihm."

Zusätzlich zu den drei Hauptdarstellern wurde das Ensemble mit einigen der führenden komödiantischen und dramatischen Schauspieler der Filmindustrie besetzt. Neben David Koechner und Julie Hagerty als Pauls Eltern spielen James Brolin und Diana Scarwid den Vater und die Mutter der Braut, Thomas Lennon spielt Pauls Bruder Pete, der unübersehbar selbst mehr als ein Auge auf die Braut geworfen hat. Shawn Hatosy spielt Pauls liebenswerten Buddy Jim, während die ältliche Tante Budge von der kanadischen Schauspielerin Jackie Burroughs dargestellt wird.

Nicksay meint, das gesamte Ensemble habe hohen Anteil daran, dass die Dreharbeiten so vergnüglich gewesen seien. "Es kann riesigen Spaß machen, wenn große komödiantische Talente zusammentreffen und sich einem gemeinsamen Projekt verschreiben", sagt Nicksay. "Da ist eine Menge Chemie im Spiel. Es war ein Riesenspaß, am Set zu sein."

Die Zusammenarbeit dieser Talente sieht man sehr gut in der Dinner-Szene bei Buck und Dorothy, wo sich die Teilnehmer dem Genuss einer Soße aussetzen, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat. Das Drehen dieser Szene brachte einige spektakuläre improvisatorische Fähigkeiten ans Licht und sowohl die Crew als auch die Filmemacher hatten ihre Mühe, während der Takes nicht laut loszulachen.

James Brolins unerwartete Begabung für Blödsinn war ein besonderer Genuss für Teilnehmer und Zuschauer. Er ging in seiner Rolle eines sehr zurückhaltenden Mannes, der plötzlich ins Gegenteil umkippte, völlig auf. Damit half er, den Tonfall für die ganze Soßen-inspirierte Lachnummer zu finden.

David Ladd erinnert sich an seine Reaktion auf Brolins Performance mit erheblicher Freude: "Mein Gott, war der komisch! Das ist nicht der James Brolin, den wir kennen. Er war einfach unglaublich!"

Nicksay meint: "Ich habe Brolins Arbeit seit Jahren bewundert, aber niemals gedacht, er könnte so unfassbar komisch wie in einigen dieser Szenen sein."

Von Männern und Macken Als Reaktion auf den Filmtitel wurde viel über Macken diskutiert, die mit männlichen Verhaltensmustern zu tun haben. Gefragt, was für sie ein "Guy Thing" sei, sagt Julia Stiles, für sie habe das letztlich alles mit Essen zu tun.

"Irgendwas Merkwürdiges passiert mit Männern, wenn sie Hunger kriegen", lacht Stiles. "Sie haben dann diesen heftigen Blutzuckerabfall. Mein Vater hat das. Mein Großvater hatte das. Jeder Freund, den ich jemals hatte, hat das. Du kannst dich unterhalten und hast gerade viel Spaß, und plötzlich heißt es: ?Ich hab Hunger. Ich hab Hunger! Ich brauch sofort was zu essen. Mach mir ein Brot.' Sie kriegen diesen Tunnelblick und müssen dringend was zu essen finden."

Jason Lee dagegen besteht darauf, dass er sich eigentlich kein typisch männliches Verhalten zuschreibt: "Ich führe einen total unorthodoxen Lebensstil. Ich sehe nicht fern, also sitze ich auch nicht mit der Fernbedienung auf der Couch und trinke Bier. Ich esse keine Fertiggerichte. Ich sehe keinen Sport, ich lass nicht den Klodeckel oben und es ist mir nicht peinlich, Leute nach dem Weg zu fragen."

Shawn Hatosy gibt zu, ein paar männliche Macken zu haben: "Ich spiele Video-Games. Ich kann mich stundenlang mit meiner Freundin darüber streiten, warum ich sechs Stunden am Stück ein Video-Game spielen oder Fußball gucken kann. Das sind die Dinge, die mir ständig vorgeworfen werden."

James Brolin gibt zu, nie nach dem Weg zu fragen und ein unverbesserlicher Zapper zu sein. Ersteres hatte beinahe einmal ernsthafte Konsequenzen. "Vor Jahren ist es mir passiert, dass ich ein Flugzeug steuerte und nicht nach der Richtung fragen wollte. Du fliegst und weißt, du hast ein Problem - und trotzdem schaltest du nicht das Funkgerät ein, um nach Hilfe zu fragen."

Das Thema dieses Films könnte laut Koch kaum zeitgemäßer sein: "In der letzten Zeit hört man eine Menge Typen über ihre genetische Programmierung sprechen, weil wir inzwischen mehr über Gene und Genome wissen und darüber, wie wir aufgebaut sind. Da gab es einige Dokumentationen auf PBS und dem Discovery Channel zu diesem Thema.

Und da sieht man, dass wir programmiert sind, solche Dinge zu tun. So sind Männer nun mal. Typen, die so was mit ihren Freundinnen anschauen, sagen: ?So ist das nun mal, ich mußs das einfach tun. Ich kann nichts dagegen machen.' Natürlich reagieren darauf viele Frauen, indem sie sagen: ?Das ist kompletter Schwachsinn'", sagt Koch lachend.

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: 20th Century Fox © 1994 - 2010 Dirk Jasper