Long Walk Home

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Filmplakate im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Long Walk Home
Titel USA: Rabbit Proof Fence
Genre: Drama
Farbe, Australien/Großbritannien, 2002

Kino USA: -
Kino Deutschland: 29. Mai 2003
Laufzeit Kino: 94 Minuten, FSK 16



Inhalt "The policeman came and took us, Gracie, Daisy and me. They put us in that place. They told us we had no mothers. I knew they were wrong. We run away. Long way from there. We knew we find that fence, we go home." (Molly Craig, 85)

Jigalong, West-Australien, 1931. Konsequent verfolgt der Chief Protector of Aborigines, A.O. Neville, die australische Rassenpolitik. Ziel ist, routinemäßig alle Mischlingskinder von ihren Eltern zu trennen, um sie in staatlichen Heimen zu englisch sprechenden Hausangestellten und Farmarbeitern umzuerziehen.

Opfer dieser Politik werden auch Molly Craig, damals 14, ihre jüngere Schwester Daisy und ihre Cousine Gracie. Gewaltsam werden sie von ihren Müttern getrennt und in das weit entfernte Camp Moore River verschleppt. Molly beschließt, mit Daisy und Gracie aus dem Camp zu fliehen.

1.500 Meilen trennen sie von ihrem Zuhause. Die einzige Orientierung, die die Mädchen in der endlosen Weite Australiens haben, ist ein Zaun, der als Schutz vor Kaninchenplagen den gesamten Kontinent durchläuft - der "Rabbit-Proof Fence". Doch den müssen sie erst mal finden.

Verfolgt von der Polizei und dem erbarmungslosen Spurensucher Moodoo machen sich Molly, Daisy und Gracie auf den weiten Weg nach Jigalong ...


Darsteller & Stab Darsteller: Kenneth Branagh (Mr. A.O. Neville), Everlyn Sampi (Molly), Laura Monaghan (Gracie), Tianna Sansbury (Daisy), David Gulpilil (Moodoo), Jason Clarke (Constable Riggs), Ningalie Lawford (Maude), Deborah Mailman (Mavis),

Stab:Regie: Phillip Noyce • Produzenten: Phillip Noyce, Christine Olsen, John Winter • Drehbuch: Christine Olsen • Vorlage: Doris Pilkington: Rabbit Proof FenceFilmmusik: Peter Gabriel • Kamera: Christopher Doyle • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Veronika Jenet, John Scott • Kostüme: Roger Ford • Make Up: - • Ton: Craig Carter • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Angelika Piller (Rhein-Hunsrück-Zeitung, 30. Mai 2003): Phillip Noyce beschreitet mit Long Walk Home einen neuen Weg in seiner Karriere. Mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und überzeugenden Jungdarstellern schildert er einen jungen Teil australischer Geschichte auf packende Weise, ohne sich reißerische Elemente zu bedienen. Noyce lässt die Geschichte der couragierten Mädchen und der haarsträubenden historischen Tatsachen für sich sprechen und erreicht so eine starke, unaufdringliche Intensität.

film-dienst 11/2003: Ein Kapitel australischer Geschichte, das lange vertuscht und verschwiegen wurde, obwohl die behördlich organisierten Entführungenbis 1971 andauerten, als Grundlage für einen engagierten, politisch brisanten Film, der die emotionale Härte durch einen poetischen Grundtenor, das Aussparen von Härten und mythologische Überhöhung mildert.

Cinema 06/2003: Long Walk Home sagt es in einer universellen Sprache: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." - Australiens gestohlene Kinder: ein bildgewaltiges Rassendrama, das berührt und Hoffnung macht.

TV Today 12/2003: In der Ruhe liegt die Kraft - das Schicksal der Mädchen berührt tief trotz eines arg meditativen Erzähltempos.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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