Ferkels großes Abenteuer

Ausführlicher Inhalt

Winnie Puuh hat eine grandiose Idee, um an Honig zu kommen: Mit Rabbit, Tigger und I-Aah baut er einen falschen Bienenstock. Haben sie die emsigen Sammlerinnen erst einmal in den Stock gelockt, ist der Weg frei zum köstlichen Honig in deren alter Behausung - soweit der Plan.

Ferkel möchte seinen Freunden dabei helfen, doch nach einhelliger Meinung ist er viel zu klein, um bei dieser ausgeklügelten Aktion von Nutzen zu sein. Als die Musik, mit der Rabbit die Honigwächter betören sollte, die Bienen jedoch in Raserei versetzt, ist es nur Ferkels beherztem Einsatz zu verdanken, dass nicht sämtliche Mitglieder der Hundertmorgenwald-Bande gestochen werden.

Aber wie üblich weiß im allgemeinen Tumult niemand seine Hilfe zu würdigen und er schleicht traurig von dannen. Ferkels Verschwinden fällt den Anderen erst viel später auf. Sie beschließen, ihren Freund zu suchen. Doch wie soll man ein kleines Ferkel mit rosa Strickpullover im riesigen Hundertmorgenwald finden?

Da fällt Winnie Puuh Ferkels Skizzenbuch ein, in dem er all seine Erinnerungen in wunderschönen Bildern festgehalten hat. Keine Frage, sie müssen nur Ferkels Zeichnungen folgen, dann werden sie ihren kleinen Freund auch finden!

Winnie Puuh, Tigger, Rabbit und I-Aah machen sich auf den Weg. Sie fragen erst bei Eule nach, ob sie Ferkel gesehen hat und besuchen dann Kanga. Ferkel hatte damals die alleinerziehende Kängurumutter entdeckt, als sie mit dem kleinen Ruh in den Hundertmorgenwald gezogen war.

Argwöhnisch beäugten die Freunde zu jener Zeit die beiden Neulinge, zweifelten daran, dass Kanga tatsächlich so nett war wie sie tat. Um das zu testen, heckte Rabbit einen Plan aus: Während er den kleinen Ruh zum Spielen in den Wald lockt und Winnie dessen Mutter ablenkt, sollte Ferkel anstelle von Ruh in Kangas Beutel springen.

So landete das tapfere Ferkel mitten in der Höhle des Kängurus. Es wurde von Kanga gefüttert, gebadet, gepudert und bekam - der Gipfel des Grauens - die Zähne geputzt. Kanga, die die Maskerade sofort durchschaut hatte, gab ihrem rosa Adoptivsohn auch einen Kuss und ein Betthupferl. Und nach dem überstandenen Abenteuer konnte Ferkel aus erster Hand berichten, was für eine tolle Mutter Kanga in Wirklichkeit doch sei.

Auch jetzt versorgt sie Winnie, I-Aah, Tigger und Rabbit zur Stärkung mit Keksen. Anschließend nehmen die vier Ruh mit auf ihre Suche, denn zehn Augen sehen ja bekanntlich mehr als acht. Würde Ferkel nicht fehlen, dann wäre ihr Ausflug fast so schln wie die Expedition, die Ferkel auf Seite drei seines Buches gezeichnet hat.

Damals zog die ganze Bande mit Christopher Robin aus, um den Nordpol zu suchen. Unterwegs fiel Ruh ins Wasser und während das kleine Känguru vergnügt im Fluss planschte, ahnten seine Gefährten die Gefahr, die ihm spätestens bei den Stromschnellen drohte. Doch alle Versuche scheiterten, Ruh aus dem Wasser zu fischen. Schließlich war es Ferkel, der todesmutig das Kängurukind rettete.

Gerade als den Freunden klar wird, dass sie ihrem kleinen Helden auch bei dieser Gelegenheit die gebührende Ehrung versagten, finden sie mitten im Hundertmorgenwald Ferkels rosafarbenen Schal. Aber immer noch keine Spur von dessen Besitzer!

Jetzt sorgen sich die Freunde doch ernsthaft um das Wohlergehen von Ferkel. Sie machen sich auf zu "Puuh's-Winkel", der Ecke an der I-Aahs Haus steht und dessen Erbauung ebenfalls in Ferkels Buch dargestellt ist.

Es war Winter und I-Aah hatte als Einziger kein Dach über dem Kopf. Wieder hatte Ferkel die beste Idee, nämlich I-Aah einfach eine Behausung zu bauen. Und Ferkel war es auch, der lange nachdem die anderen aufgegeben hatten, das Haus fertig stellte.

Doch auch an der "Puuh-Winkel" bleibt der rosa Geselle unauffindbar. Inzwischen ist es dunkel geworden und unter den Freunden entbrennt ein Streit, wie man den Vermissten denn nun am besten finden könne. Im Eifer des Gefechts landet das Buch mit den Zeichnungen im Fluss.

Resigniert gehen die Freunde zu Winnie Puuhs Haus. In Erinnerung an ihren verschwundenen kleinen Freund malen sie liebevolle Bilder von dessen Heldentaten. Wie Ferkel als Ritter den Drachen besiegt, als Unterwasserkapitän Abenteuer besteht und vor allem seinen Freunden immer hilft, wenn sie in Not geraten.

Schließlich macht sich die Truppe mitten in der Nacht noch einmal auf die Suche und findet eine einzelne Seite von Ferkels Buch auf der der Wasserfall des Hundertmorgenwald abgebildet ist. Dort mußs Ferkel doch zu finden sein!

Am Wasserfall angelangt, droht Winnie Puuh von einem morschen Ast in die tosenden Fluten zu stürzen. Tigger, Rabbit, Ruh und I-Aah bilden eine Kette. Doch wenige Zentimeter fehlen bis zur ausgestreckten Pfote des verzweifelten Winnie.

Was tun? In letzter Sekunde taucht der Retter in der Not auf: Er ist klein und trägt einen rosafarbenen Strickpulli ...

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Dirk Jasper FilmLexikon

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