L.I.E.

Produktionsnotizen

Bisher drehte Michael Cuesta Werbefilme. L.I.E. - die Abkürzung von Long Island Expressway - ist sein erster Spielfilm. Für Michael Cuesta gibt es kein schlichtes Gut und Böse, Schwarz und Weiß: Er zeichnet seine Charaktere so feinfühlig und vielschichtig, dass sie ausnahmslos Sympathien beim Zuschauer wecken - selbst Big John.

Michael Cuesta animiert die Zuschauer erfolgreich und unterhaltsam, Klischees und eingefahrene Vorstellungen zu hinterfragen. In der Geschichte einer verlorenen Kindheit ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint.

In den USA wurde L.I.E. kontrovers aufgenommen: von der Presse hochgelobt, von der Kontrollbehörde mit einem vernichtenden 'Rating NC-17' versehen. Ausdruck amerikanischer Doppelmoral?

Provozierend wirkt der Film wohl nicht zuletzt deshalb, weil Michael Cuesta die behutsamen Annäherungen zwischen dem jungen Howie und dem um vieles älteren Bg John nicht moralisch wertet, sondern diese in ihrer ambivalenten Komplexität stehen lässt. Er vertraut auf die Mündigkeit der Zuschauer angesichts des Verhaltens mündiger Menschen.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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