What time is it there?

Ausführlicher Inhalt

Einen Tag bevor die hübsche Shiang-Chyi nach Paris aufbricht, ist sie auf den Straßen Taipehs auf der Suche nach einer Armbanduhr mit zwei Zifferblättern, die ihr auch im fernen Europa die Zeit zu Hause anzeigt. Sie trifft auf Hsiao Kang, der einen Stand mit Armbanduhren führt. Ausgerechnet auf die Uhr, die er selber trägt, fällt ihre Wahl. Nach anfänglichem Zögern verkauft er ihr die Uhr.

Nach dem Tod des Vaters fühlt sich Hsiao Kang zu Hause sehr beengt. Die Mutter betet unentwegt für die Rückkehr des Verstorbenen und zieht sich immer wieder in spirituelle Rituale zurück. Hsiao Kang beginnt, all seine Sehnsüchte auf die kurze Begegnung mit Shiang-Chyi zu projizieren.

Um ihr näher zu sein, stellt er alle Uhren auf die Zeit in Paris um. Wenn Hsiao Kang dem geliebten Mädchen und Frankreich schon nicht physisch nahe sein kann, so nähert er sich dem Leben dort mittels eines französischen Autos, Rotwein und Francois Truffauts "Les 400 coups" ('Sie küssten und sie schlugen ihn').

Während die Mutter die umgestellten Uhren als ein Zeichen ihres Gatten ansieht und fortan die familiären Mahlzeiten nach dieser "Geisterzeit" organisiert, beginnen sich im Leben von Hsiao Kang und Shiang-Chyi seltsame Parallelen aufzutun.

Wenn sich Hsiao Kang in Taiwan betrinkt, ist es Shiang-Chyi in Paris, die sich übergeben mußs. Und wenn er eine schlaflose Nacht mit den Filmen von Francois Truffaut überbrückt, begegnet tausende Kilometer weit entfernt dem Mädchen Truffauts Alter Ego Jean-Pierre Léaud auf einer Parkbank in Paris.

Und so verwundert es schließlich kaum, dass das Ende eine Überraschung bereithält ...

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Pegasos © 1994 - 2010 Dirk Jasper