September

Produktionsnotizen

Sie treffen sich lose, eher zufällig, und gehen wieder in ihren Alltag zurück. Die acht Figuren in September kommen aus verschiedenen Welten, die eines verbindet: Sie alle sind ihren verwirrenden Gefühlen ausgesetzt, ihre totale Verunsicherung spiegelt sich in ihrem teils unberechenbaren Verhalten.

Der Film liefert Momentaufnahmen, nicht den Schlüssel zur neuen Lebensführung. Er beleuchtet einen bestimmten Ausschnitt, die Unmittelbarkeit und Gleichzeitigkeit des Ereignisses und seine Auswirkung auf die Inidividuen.

Eine Gesamtkomposition entsteht, die zeigt, wie sich das Öffentliche im Privaten fortsetzt, wie der unlösbare Schock, der die Allgemeinheit traf, sich im eigenen Leben niederschlägt. Und wie dabei die gesellschaftliche Ohnmacht, die Unfähigkeit zur Aktion, ihren Ausdruck in teils irrationaler Reaktion findet.

Damit steht ein aktuelles und brisantes Thema im Raum, das in dieser Form noch keinen Eingang in die filmische Aufbereitung der Welt gefunden hat: die Globalisierung.

Das undurchschaubare Böse tritt unerwartet auf und trifft und unvorbereitet bis ins Mark. Es ist nur schwer fassbar, wenn überhaupt, es kommt und verschwindet unberechenbar und lässt uns fassungslos zurück - in Furcht vor der nächsten Attacke.

Wir halten gleichsam den Atem an. Die Undurchdringbarkeit der modernen globalisierten Welt bietet keine Hilfe, keine Zuflucht, keine Unterstützung. Es ist, als sei das Sicherheitssystem der Gesellschaft für den Einzelnen ausgefallen. Aber vielleicht hat es ja auch noch nie funktioniert, war unser Vertrauen in das letztendlich Gute nie mehr als eine schöne Illusion ...

September spielt in einer deutschen Großstadt, in der wir alle zu Hause sein könnten. September ist ein fiktiver Film, der von der Wirklichkeit gesättigt ist.

Die Autoren John von Düffel, Sarah Khan, Matthias Pacht uns Moritz Rinke schrieben in Zusammenarbeit mit Max Färberböck das Drehbuch. Die Vernetzung der Geschichten ergab sich selbstverständlich. Der Charakter der einzelnen Stories, die einem unterschiedlichen Rhythmus folgen, bleibt frei und ungezwungen.

Dadurch wird genau das "chaotische" Gefühl der Wochen nach dem 11. September getroffen, als die Welt aus den Fugen geriet.

Gedreht wurde von Mitte Jule bis Ende September 2002 in Köln, Hamburg und Berlin.

September ist eine Produktion von zero film, Martin Hagemann ("Black Box BRD") und Max Färberböck in Koproduktion mit dem ZDF, Telepool und Distant Dream. Als Ausführende Produzentin fungiert Anne Leppin von moneypenny filmproduktion.

Die Finanzierung wurde von der Filmstiftung NRW, dem BKM, der FilmFörderung Hamburg, dem Filmboard Berlin Brandenburg und der Filmförderungsanstalt Berlin wesentlich mitgetragen.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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