Junta

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund • Ausführlicher InhaltArgentinien 1976 - 82Elisabeth Käsemann: die deutsche Maria • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Junta
Originaltitel: Garage Olimpo
Genre: Drama
Farbe, Argentinien, Italien, 1999

Kino Deutschland: 3. Juli 2003
Laufzeit Kino: 98 Minuten, FSK -



Inhalt Buenos Aires zur Zeit der Militärdiktatur: die Studentin Maria wird von der Geheimpolizei in eine stillgelegte Autowerkstatt verschleppt. Dort trifft sie auf Felix, ihren verschlossenen und in sie verliebten Mitbewohner: er ist der "Verhör"-Spezialist.

Während sich daraus eine kaum vorstellbare Beziehung aus Macht, Zuneigung, Folter, und Überlebenswillen entwickelt, versucht Marias Mutter mit allen Mitteln, ihre Tocher zu finden.


Darsteller & Stab Darsteller: Antonella Costa (Junta), Carlos Echeverría (Felix), Dominique Sanda (Diane), Chiara Caselli (Ana), Enrique Pineyro (Tiger), Paola Bechis (Gloria), Adrián Fondari (Rubio), Marcelo Chaparro (Turco), Miguel Oliveira (Nene), Ruy Krieger (Francisco)

Stab:Regie: Marco Bechis • Produzenten: Amedeo Pagani, Daniel Burman, Diego Dubcovsky • Drehbuch: Marco Bechis, Lara Fremder • Vorlage: - • Filmmusik: Jacques Lederlin • Kamera: Ramiro Civita • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Rómulo Abad • Schnitt: Jacobo Quadri • Kostüme: Marisa Urruti • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Kinder - / Jugendfilm-Korrespondenz: Über diesen Film kann ich nicht schreiben wie über andere ... Die Stärke von Bechis' intensivem - und nie voyeuristischem - Drama liegt genau in diesen Momenten: wenn wir tief eindringen in die Psyche der Opfer, er uns im Sinne des Wortes mitleiden lässt und teilhaben lässt an dieser Tortur, diesem Trip in die Hölle, der zeigt, was Menschen Menschen antun können. Wer da von "vorauseilendem Gehorsam" aus angelernter political correctness redet, der hat überhaupt nichts verstanden.

filmdienst 01/2000: Noch nie hat sich ein argentinischer Film so offen, schonungslos und ohne falsche Sentimentaliät mit dem Schicksal der "desaparecidos", der Verschwundenen, auseinandergesetzt. Mit der Entscheidung, dem Film zusätzlich den "Colon de Plata" für die beste Regie zu verleihen, hat die Jury Mut bewiesen - gegen das Vergessen und für den Film als Ausdruck der sozialen und politischen Realität Lateinamerikas.

film-dienst 14/2003: Auf ebenso beklemmende wie unspektakuläre Weise werden, basierend auf Fakten sowie Erlebnissen des Regisseurs, die Methoden der argentinischen Militärjunta dargestellt, Opposition verschwinden zu lassen. Gefilmt wurde unter Verzicht auf spektakuläre Szenen mit der Handkamera bei natürlichem Licht. Im Kontrast dazu steht die Normalität des argentinischen Alltags, der im gleißenden Licht unwirklich und verloren wirkt.

FAZ, 22. September 2000: Auch die Jugendjury hat sich für einen gattungsfremden Film entschieden, den mancher Lehrer wohl nur zögernd im Unterricht einsetzen würde: "Garage Olimpo" erzählt schonungslos, fast dokumentarisch und mit verstörenden filmischen Mitteln von den Folterkammern der argentinischen Diktatur.

Filmfest Hamburg 1999: Bechis inszeniert in einem beklemmenden Stil, dessen Qualität in der Aussparung liegt. Eine Tür fällt zu, ein Radio erklingt, von der Folter zeigt die Leinwand wenig. Doch kaum etwas im Kino ist eindrücklicher als die Bilder im eigenen Kopf.

cinema 07/2003: Bedrückend-realistische Darstellung eines finsteren Kapitels der argentinischen Geschichte.


Hintergrund Junta ['xunta]: die, in Spanien und Lateinamerika ein Ausschuss, der Reg.aufgaben wahrnimmt, heute allg. eine durch Staatsstreich an die Macht gekommene Gruppe von Offizieren (Militärjunta), die die Reg.gewalt, z.T. als Diktatur, ausübt. (zit. Brockhaus)
Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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