Junta

Ausführlicher Inhalt

Buenos Aires zur Zeit der Militärdiktatur: ein General des Regimes wird von einer Bombe in die Luft gesprengt, die eine Freundin seiner Tochter unter seinem Bett versteckt hat. Szenenwechsel.

Die Studentin Maria lebt mit ihrer französischen Mutter Diane in einem großen, etwas heruntergekommenen Haus. Ein paar Zimmer sind untervermietet. In einem von ihnen wohnt Felix, ein junger, schüchterner Typ, der in Maria verliebt ist. Er scheint weder Vergangenheit noch Familie zu haben und gibt an, in einer Autowerkstatt zu leben.

Maria arbeitet in den Slums als "Lehrerin der Armen", lehrt sie Lesen und Schreiben. Eng damit verbunden ist ihr Engagement in einer Oppositionsgruppe.

Eines Morgens stürmen Zivil-Soldaten das Haus und entführen Maria vor den Augen ihrer verzweifelten Mutter. Sie wird in den unterirdischen Teil einer ehemaligen Autowerkstatt, der "Garage Olimpo" verschleppt.

Hier verbirgt sich eines der Gefängnisse des Junta-Regimes, in dem Maria - wie eine ihrer Freunde und viele andere "Subversive" - verhört und gefoltert wird.

Der General dieser Einheit setzt seinen besten Mann an, um Maria zum Sprechen zu bringen: Felix. Krankhaft und machtbesessen, zwischen Pflichterfüllung und Zuneigung "kümmert" er sich daraufhin um Maria, die in ihm wiederum ihre einzige Überlebenschance sieht und zu nutzen versucht.

Währenddessen versucht Diane mit allen Mitteln, ihre Tochter zu finden und verkauft schließlich das Haus, um damit einen anderen Mitarbeiter der Geheimpolizei bestechen zu können. Nach der Überschreibung wird sie beiläufig liquidiert.

Marias Spur endet über dem Meer; sie teilt das Schicksal von ca. 30 000 anderen "Verschwundenen" ("Desaparecidos") jener Zeit.

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: flaxfilm © 1994 - 2010 Dirk Jasper