Mein wahres Leben in der Provinz

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Mein wahres Leben in der Provinz
Originaltitel: Ma vraie vie à Rouen
Genre: Komödie
Farbe, Frankreich, 2002

Kino Deutschland: 3. Juli 2003
Laufzeit Kino: 102 Minuten, FSK -



Inhalt Etienne lebt mit seiner Mutter Caroline in Rouen, der Hauptstadt der Haute-Normandie. Zu seinem 16. Geburtstag schenkt ihm seine Oma eine Videokamera. Etienne beginnt, seinen Alltag zu filmen: sein Zuhause, seinen besten Freund Ludovic, der dieselbe Schule besucht und die Eisbahn, wo er für die französische Meisterschaft im Eiskunstlauf trainiert.

Besonders interessiert er sich für Ludovics Hetero-Sexeskapaden sowie für Laurent, seinen Geografielehrer, dem er mit seiner Kamera nachstellt. Im Grunde dreht Etienne weder einen Film noch ein Tagebuch, er sammelt vielmehr Momente seines Lebens, die er entweder im richtigen Augenblick erhascht oder mit viel Spaß inszeniert. Oft dreht er selbst, manchmal bittet er auch seine leicht genervte Familie um Hilfe.

Seine Bilder zeigen, was er mag, was ihn beschäftigt, zum Lachen bringt und was er als bewahrenswert erachtet. Dabei stellt sich jedoch heraus, dass Filmen nicht das unschuldige Spiel ist, für das er es gehalten hatte.

"Stehst du auf mich?" fragt Laurent eines Tages Etienne geradeheraus - eine Antwort bleibt aus. Etienne nimmt all seinen Mut zusammen und fragt seinen Freund Ludovic, ob ein Mann eigentlich auch einen Mann lieben könne.

"Wenn du schwul bist" lautet die folgenreiche Antwort ...


Darsteller & Stab Darsteller: Jimmy Tavares (Etienne), Hélène Surgère (Großmutter), Lucas Bonnifait (Ludovic), Jonathan Zaccai (Laurent)

Stab:Regie: Olivier Ducastel, Jacques Martineau • Produzenten: Nicolas Blanc • Drehbuch: Olivier Ducastel, Jacques Martineau • Vorlage: - • Filmmusik: Philippe Miller • Kamera: Matthieu Poirot-Delpech, Pierre Milon • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Juliette Chanaud • Schnitt: Sabine Mamou • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Régis Muller • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 14/2003: Der Film stellt sich als Heimvideo dar, mit allen technischen Mängeln, und suggeriert so die Nähe zum wahren Leben. Trotz des reizvoll umgesetzten Versuchs mangelt es an einer spannenden Geschichte, die über die Entdeckung der eigenen Homosexualität des Videofilmers hinaus ginge.

cinema 07/2003: Minimaler Aufwand, große Wirkung: ein Teenagerportrait mit eindringlichem Doku-Touch.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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