Babij Jar

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund • Ausführlicher InhaltDas Massaker von Babij Jar • Filmplakate im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Babij Jar
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, Russland, 2002

Kino USA: -
Kino Deutschland: 3. Juli 2003
Laufzeit Kino: 108 Minuten, FSK 12



Inhalt September 1941. Die beiden ukrainischen Familien Lerner und Onufrienko sind seit 20 Jahren eng befreundet und wohnen zusammen in einem Zwei-Familien-Haus am ländlichen Rand von Kiew. Nur die Lerners sind Juden, und Die Onufrienkos nicht.

So lange die Familien zurückdenken können, leben in Kiew Juden und Nicht-Juden friedlich nebeneinander. Aber jetzt, da die Nazis kurz vor der Stadt stehen, wird es wichtig, kein Jude zu sein.

Nachdem das deutsche Militär unter Führung von Oberst Blobel (Axel Milberg) die Verwaltung der Stadt übernommen hat und die Deportation aller Juden vorbereitet, erwacht in Lena Onufrienko ein aus Angst, aber auch aus Gier gespeister Anti-Semitismus.

Plötzlich träumt sie gar von den guten Seiten, die es hätte, wenn ihre Nachbarin Natalja Lerner und ihre jüdische Familie demnächst fliehen müssten oder sterben würden und sie die andere Haushälfte für die künftige Familie ihrer Tochter Helena in Besitz nehmen könnten.

Als die Deutschen öffentlich zur Umsiedlung der Juden aufrufen und zum Sammelpunkt Myelnikov, Ecke Doktura am 29. September, sieben Uhr ordern, schenken die Lerners endlich den Berichten der drei jüdischen Flüchtlinge Glauben, die sich im Schuppen neben ihrem Haus versteckt hatten.

Mit der Hilfe des Nachbarjungen Stepan begeben sie sich in der nächsten Nacht gemeinsam auf die Flucht gen Osten.

Aber Lena Onufrienko, die nicht wußte, dass ihr Sohn die Lerners begleitet, hat in der Zwischenzeit ihre Nachbarn bei den Deutschen als Partisanen denunziert. Eine SS-Patrouille macht sich sofort auf den Weg und kann die Lerners kurz vor dem Fluss aufspüren.

Gerade hatten Stepan und das jüdische Mädchen Franca das rettende Boot besorgt, als sie aus der Ferne sehen können, wie die Familie Lerner auf den SS-Wagen gestoßen wird und der alte Genadij bereits tot am Boden liegt.

Nun müssen sich auch die Lerners in den langen Zug von über 30.000 Juden Richtung Babij Jar einreihen. Immer noch sind die meisten in dem Glauben, dass dieser Weg zum Bahnhof und damit in eine sichere Zukunft führt ...

Unterdessen verhaftet die SS Lena Onufrienko wegen grober Irreführung. Die Lerners sind keine Partisanen, sie sind Juden. Lena wird nun das Schicksal mit ihren Nachbarn teilen. Nur Stepan und Franca entkommen mit dem Boot in die Freiheit ...


Darsteller & Stab Darsteller: Michael Degen (Genadij), Barbara de Rossi (Natalia), Katrin Saß (Lena), Axel Milberg (Oberst Blobel), Evklidis Kiourtzidis Kyriakos (Sascha), Gleb Porschnew (Stepan), Anatolij Guriev (Gleb), Olga Erokhovets (Franka), Alexander Martschenko (Jakob), Michael Zuy (Mundek), Marina Denisova (Helena), Mark Aijzikovic (Kantor)

Stab:Regie: Jeff Kanew • Produzenten: Artur Brauner • Drehbuch: Stephen Glantz • Vorlage: - • Filmmusik: Walter Werzowa • Kamera: Sergej Bondarev, Tatjana Loginova, Alexander Rud • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Igor Topilin, Oleg Sedlovsskij • Schnitt: Jeff Kanew, Art Bernd • Kostüme: Tatjana Konotopova • Make Up: - • Ton: Sergeij Tchuprov • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 14/2003: Beklemmendes Drama, dessen aufklärerische und emotionale Wirkung allerdings von einer thematisch wie inszenatorisch überforderten Regie konterkariert wird.

cinema 07/2003: Holocaust-Drama von brutaler Wucht über das tragische Schicksal russischer Juden.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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