Fluch der Karibik

Fun Facts

Was Sie über Fluch der Karibik wissen sollten Visuelle Effekte

Die mehr als 300 visuellen Effekte des Films beruhen auf Findigkeit, Kreativität, Technologie und dem Supermarkt um die Ecke. Dort kauften die Effektkünstler nämlich "Turkey Jerky", also getrocknete Truthahnstreifen, ein (während das Art Department die Rindfleischvariante bevorzugte). Dies kam zum Einsatz, um den gewünschten Look der Haut der Piratenskelette zu erzielen, der "getrocknetem und ausgedörrtem Fleisch" entsprechen sollte.


Die Textur der Fleischstreifen wurde in den Computer gescannt, um für Grafikprogramme genutzt zu werden; die Crew des Model Shops brachte Fetzen des Turkey Jerky an Macheten und anderen Waffen an. Außerdem wurden Formen davon angefertigt, die Muskelmasse und verdorbenem Fleisch entsprechen sollten.

Tierschauspieler

• Barbossas Affe zählt zur Gattung der Cabochon-Affen. Diese Spezies hat von Natur aus ein weißes Gesicht, aber die Filmemacher wollten, dass der Affe böser und furchterregender aussehen sollte. Also wurden Gesicht und Hals mit Pflanzenfarbe dunkler gemacht - diese Farbe stellt keine Gefahr für den Affen dar, wenn er sich kratzt und säubert.

• Barbossas Affe mußste an all die Lichter, den Rauch, die Menschen und natürlich vor allem an Geoffrey Rush gewöhnt werden. Dazu mußste der Affe mehr als nur ein bisschen Zeit mit dem Schauspieler verbringen. Der Affe mußste Rush in jedem Stadium seiner Kostümierung miterleben, um verstehen zu können, dass es tatsächlich stets Rush ist, mit dem er vor der Kamera arbeitete.

• Der Papagei, der auf der Schulter des stummen, von David Bailie gespielten Piraten Cotton sitzt, wurde von insgesamt drei Vögeln gespielt: einem, der nur dazusitzen hatte; einem, der sprechen können mußste; und einem, der fliegen können mußste. Einer der drei hatte große Freude daran, unentwegt an Bailies Ohr zu knabbern.

Das Höhlenset

• Das riesige Höhlenset wurde in der Halle 2 der Disney Studios errichtet. Mehr als 100 Handwerker waren fünf Monate mit der Errichtung beschäftigt. Dann wurde es mit mehr als einer Million Liter Wasser gefüllt - ein Vorgang, der allein drei oder vier Tage dauerte.

• Für die Dekoration stellte die Requisitenabteilung fast eine Millionen "Goldmünzen" her. Viele der Münzen wurden von einer Firma in New Orleans gefertigt, aus deren Manufaktur normalerweise falsche Dublonen und Münzen für den dortigen Mardi Gras stammen.

• Die Höhle wurde überdies mit einigen 100 Kubikmeter Steinen, die man wie Goldnuggets aussehen ließ, 882 Stücken Aztekengold und hunderten Metern aufgereihter Perlen ausgestattet. Regisseur Gore Verbinski wollte, dass man die Höhle über und über mit Gold und goldartigen Gegenstücken anfüllt.

• Eine Crew von bisweilen bis zu 16 Leuten brauchte drei Wochen, bis die Arbeit nach den Wünschen der Filmemacher erledigt war.

• Ein kleines Feuer, das am Höhlenset ausgelöst wurde, als ein Kabel etwas Schaumgummi entzündete, führte dazu, dass am Set deutlich mehr Gips eingesetzt wurde als geplant - dieses Material ist nicht so leicht entzündbar.

Die Interceptor

• Das britische Segelschiff "The Interceptor" wurde von der Lady Washington "gespielt". Die Lady Washington ist eine Reproduktion des ersten amerikanischen Schiffs, das im Jahr 1789 an der Nordwestküste der späteren USA anlegte.

• Nach einigen Umbauten und anderen Änderungen begab sich eine Crew von mehr als einem Dutzend Männern und Frauen auf eine 40-tägige Reise, um von ihrem Heimathafen in Port Townsend, Washington, zum Drehort in der Karibik zu gelangen. Die insgesamt 15.000 Kilometer umfassende Reise führte das Schiff von Washington über Los Angeles, Acapulco, den Panamakanal (am Weihnachtstag) und Cartagena in Kolumbien (wo man einen Notstopp einlegte, weil man einen gebrochenen Masten ersetzen mußste) nach St. Vincent. Auf dem Weg trotzten Schiff und Mannschaft teuflischen Winden und einigen Unwettern.

Die Dauntless

• Die "HMS Dauntless" ist eines der einfallsreichsten Filmsets, das jemals errichtet wurde.

• Das 60 Meter lange, elf Meter breite Schiff wurde mit 20 Tonnen Stahl und etwa 300 Quadratmetern Segeltuch gebaut. Vier Monate wurde daran gearbeitet.

• Maximal 150 Menschen waren mit dem Bau des Dauntless-Sets betraut.

• Die Dauntless wurde komplett auf einer schwimmenden Barkasse errichtet, die am Pier C in Long Beach angetäut war.

• Der Dreh fand auf dem und um das Schiff im Hafen von Los Angeles statt.

• Sieben Handys, fünf Männer, drei Schweißschutzmasken, zwei Dutzend Metermaße, eine Metallsäge und eine Reihe weiterer Werkzeuge fielen während des Baus über Bord.

Jack Sparrow/Johnny Depp

• Nach Aussage der Drehbuchautoren war Bugs Bunny eines der Hauptvorbilder für die Figur des Jack Sparrow. Sie beschreiben Jack und Bugs als Typen, die die Fähigkeit besitzen, ihre Umwelt stets zu ihrem Vorteil manipulieren zu können. "Tatsächlich erlebt man eine ganze Menge dieser Bugs-Bunny-Momente", sagen sie über den Film. "Bugs Bunny ist Jacks tierischer Avatar."

• Die Figur des Jack Sparrow ist nichts als heiße Luft ... im wahrsten Sinne des Wortes. Johnny Depp war in einer Sauna, als er zum ersten Mal das Drehbuch zu Fluch der Karibik las und erste Ideen für seine Darstellung in dem Film sammelte.

• Die Inspirationen für Jack waren sehr unterschiedlich: Depp sagt, er mischte zu gleichen Anteilen die Rocklegende Keith Richards, die Cartoonfigur Pepe Le Pew und einen modernen Rastafari.

• Bei einer Szene, die auf der Interceptor im Hafen von Los Angeles gedreht wurde, steuerte Johnny das Schiff tatsächlich selbst ... ohne davon zu wissen, bis die Kameras liefen. Depp hatte bei einer Klappe bereits das dumpfe Gefühl, alleine die Kontrolle über das Boot zu haben, als er auch noch Regisseur Gore Verbinski hörte: "Johnny, du mußst näher ran, bring das Boot näher ran." Da sich die Filmcrew bei dieser Szene wegducken mußste, um im Film nicht ins Bild zu kommen, war es also Johnny allein, der das gewaltige Schiff auf die Dauntless zulenkte - und das mit einem Affenzahn. Zumindest kam es dem Schauspieler so vor.

• Sparrows Schwert ist ein Original aus den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts. Viele der Schwerter im Film sind Originale, die in London gekauft wurden.

• Jacks Pistole war ungemein wichtig. Der Regisseur wollte eine echte Pistole aus dem 18. Jahrhundert mit einer silbernen Einlage aus dieser Zeit. Requisiteur Charles Stewart fand bei einem Händler in Connecticut ein Schwert und eine Pistole aus dem London um 1750, die perfekt zueinander passten. Stewart bezahlte die etwa 7000 Dollar für die Waffen mit seiner eigenen Kreditkarte. Zum Glück waren Verbinski und Depp zufrieden mit seiner Wahl ... und Stewart bekam das Geld ausgezahlt.

• Es war in der Tat Johnny Depp und nicht die Drehbuchautoren, der sich die letzte Zeile des Films einfallen ließ und die da lautet: "Bring me this horizon!"

Noch mehr Wissenswertes

• 200 bis 400 in London gefertigte Perücken und Haarteile wurden in dem Film eingesetzt. Jede einzelne kostete zwischen 3000 und 5000 Dollar. Orlando Bloom war der einzige Hauptdarsteller, der keine Perücke trug. Ganz so einfach kam aber auch er nicht davon: Er erhielt Extensions, die in einer sechsstündigen Tortur angebracht wurden.

• Die Sets in der Karibik erstreckten sich über insgesamt 50 Kilometer offenen Meeres. Boote kamen also nicht nur zum Filmen, Tauchen und Arbeiten zum Einsatz, sondern auch zum Transport. Bis zu 400 Leute mußsten jeden Tag den etwa eineinhalbstündigen Rundtrip zu den jeweiligen Locations und wieder zurück auf sich nehmen.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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