Basic

Produktionsnotizen

"Das wahre Mittel der Kriegsführung ist die Täuschung..." (Sun Tzu) Die Basis von Basic: Ein ungewöhnliches Drehbuch. "Schon als Kind liebte ich rätselhafte, mysteriöse Geschichten", bekennt Drehbuchautor und Produzent James Vanderbilt. "Ich wusste genau, dass ich eines Tages etwas in dieser Art schreiben wollte, nämlich eine Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen, die den Leser oder das Publikum bis zur letzten Minute im Unklaren lassen würde."

Und dieses Versprechen hat Vanderbilt eingelöst, wie Mike Medavoy, Vorsitzender und Hauptgeschäftsführer von Phoenix Pictures, bestätigt. "Ich war auf Anhieb vom Drehbuch zu Basic gefesselt, das wie schon bei Hitchcock mit düsteren Zäsuren und unvorhersehbaren Handlungslinien nicht geizt.

Mehrere Figuren dienen als Erzähler, doch ihre Versionen der Ereignisse decken sich nicht. Das zwingt den Zuschauer dazu, sich selbst darüber den Kopf zu zerbrechen, was an diesem Tag im Dschungel passiert ist und auch warum. Alle Wege führen auf ein völlig überraschendes Finale hin, das niemand auch nur erahnen kann."

Brad Fischer, einer der ausführenden Produzenten von Basic und Vice-President of Production bei Phoenix Pictures, schlug Medavoy das Skript vor.

"Was diese Geschichte wirklich einzigartig macht", erklärt Fischer, "ist die Art und Weise, wie sie auf den überraschenden Handlungswendungen von erfolgreichen Militärfilmen aufbaut. Man erwartet einen typischen Militärthriller wie Wehrlos - Die Tochter des Generals (1999) oder Eine Frage der Ehre (1992), und wird dann aufs Glatteis geführt, in eine völlig andere Richtung gelenkt.

Als Zuschauer empfindet man es als sehr befriedigend, wenn man von einer Geschichte ausgetrickst wird, um dann festzustellen, dass die Wahrheit die ganze Zeit über mit den eigenen Augen erkennbar gewesen wäre."

Ausschlaggebend für die Wahl John McTiernans als Regisseur war seine Fähigkeit, die Kamera als erzählerische Präsenz in seinen Filmen einzusetzen. Das war besonders vorteilhaft für diese Story, in der die Ereignisse mehrfach und aus unterschiedlichen Blickwinkeln vermittelt werden.

"In einer Geschichte wie der unseren mußs die Kamera aktiv bleiben und das Geschehen kommentieren", weist McTiernan in die besonderen Anforderungen des Films ein. "Vorgehensweise und Kameraperspektive variieren und sind abhängig davon, wessen Version der Story wir gerade folgen.

Ein Soldat, der in einer Version etwas einfältig, aber unschuldig ist, wird in einer anderen zum manipulierenden Genie. Deshalb mußs sich der Erzählstil jedes Mal subtil verändern. Es hat Ähnlichkeit damit, wenn man tiefer und tiefer in den Dschungel vordringt. In der Vorwärtsbewegung mußs sich alles beschleunigen, intensivieren und unter größerer Spannung abspielen."

Für den Regisseur erfüllt Basic alle Anforderungen eines klassischen Thrillers: "Etwas Schreckliches ist einer Gruppe von Menschen passiert, die daraufhin spurlos verschwanden. Als Zuschauer folgt man einigen Charakteren, die Licht in das Dunkel bringen wollen.

Je näher sie der Wahrheit kommen, desto gefährlicher wird es, doch plötzlich steht die ganze Geschichte auf dem Kopf und nichts von dem, was man zu sehen geglaubt hatte, war tatsächlich wahr und real."

Fantasie wird Film: Eine Story wird zum Leben erweckt Als John McTiernan die Regie zu Basic angeboten wurde, hatten die Produzenten John Travolta bereits für die Rolle des Ex-Rangers und DEA-Agenten Tom Hardy verpflichtet, der wegen angeblicher Bestechung durch einen panamaischen Drogenbaron vom Dienst suspendiert worden war.

"Genau dieser Aspekt hat mich für das Projekt eingenommen", erinnert sich der Regiestar. " John Travolta mußs als Tom Hardy so sein, wie ihn seine Fans lieben: sehr vital und spritzig, etwas schelmisch, aber auch eine Spur unverschämt.

Was ich an John immer am meisten bewundert habe, ist dieser immense Ausdruck von Freude. Welche Rolle er auch spielt, stets ist ihm der Spaß an seiner Arbeit deutlich anzusehen."

Travolta empfand seine Figur Tom Hardy als Herausforderung und dennoch auch maßgeschneidert für sich. "Meine Persönlichkeit scheint gut in ein militärisches Umfeld zu passen", erklärt er. "An meiner Rolle in Basic gefielen mir vor allem die physischen und mentalen Anforderungen, die sie an mich stellte."

Unmittelbar nach seiner Zusage für den Film begann Travolta sich vorzubereiten. Drei Monate vor Start der Dreharbeiten machte er sechs Tage die Woche Bodybuilding und verlor dabei 25 Pfund. Außerdem trainierte er auf dem Hunter Army Air Field in Columbus, Georgia mit dem Ersten Bataillon des 75th Ranger Regiments. Während der gesamten Produktionszeit setzte Travolta sein Programm, das auch bestimmte Ernährungsvorschriften beinhaltete, fort.

"Hardy ist ein harter Hund und einer der besten Agenten der DEA", beschreibt Travolta seine Rolle. "Er ist clever, klug und versteht es, Menschen und Situationen zu manipulieren, um das zu erreichen, was er will. Außerdem ist er witzig und besitzt eine sexuelle Anziehungskraft, deren er sich voll bewusst ist. Um all diese Eigenschaften glaubhaft vermitteln zu können, mußste ich mich in absolute Bestform bringen."

Zum ersten Mal seit Pulp Fiction (1994), wofür beide Darsteller eine Oscar-Nominierung erhielten, ist Samuel L. Jackson wieder an der Seite Travoltas zu sehen.

"Für uns beide markiert Pulp Fiction einen biographischen Wendepunkt", erzählt Travolta, "denn unsere Karrieren profitierten gleichermaßen. von diesem Erfolg. Als wir für Basic unterzeichnet hatten, wunderte ich mich eigentlich nur darüber, wie lange es mit einer weiteren Zusammenarbeit gedauert hatte."

"Die Chemie zwischen uns stimmt einfach", fügt Jackson hinzu. "Wir spüren sie sogar in Szenen, in denen wir nicht gemeinsam vor der Kamera stehen." "Wenn ich mit Sam zusammenarbeite", stimmt Travolta seinem Kollegen zu, "wirkt alles ganz natürlich. Allein durch seine Präsenz verbessere ich mich als Schauspieler, denn er inspiriert mich dazu."

Auch Regisseur John McTiernan hatte bereits mit Samuel Jackson gedreht - im Actionsequel Stirb langsam - Jetzt erst recht (1995).

Er war fasziniert davon, dass Jackson Sergeant West spielen würde, "denn diese Figur ist der reine Terror, ein knallharter Typ. Aber je nachdem, aus welcher Perspektive man West betrachtet, wirkt er entweder wie ein Monster oder eine Vaterfigur, die sicherstellen will, dass die Soldaten das Nötigste lernen, um am Leben zu bleiben.

Eine solche Persönlichkeit ist Bestandteil der amerikanischen Kinogeschichte, geht bis auf John Wayne zurück: der Drill Sergeant, der brutal mit seinen Männern umgeht, bis man erkennt, dass der Grund für dieses Verhalten letztlich die Sorge um seine Soldaten ist."

Von der komplexen Figur und den subtilen Facetten unter der eisenharten Schale Wests war Jackson sehr beeindruckt. "Man kann diesen Charakter nur schwer einschätzen und durchschauen", gibt der Schauspieler zu. "Für einige ist er nur der sadistische Schleifer, aber er selbst weiß, dass er einen Job zu erledigen hat. Er mußs einige Leute trainieren und die Schwachen in den Gruppen aussortieren."

John Mc Tiernan, bekannt für Adrenalin-Actionkino wie Stirb langsam (1988) oder Jagd auf Roter Oktober (1990), sah in Basic ein großartiges Datemovie, das Männern und Frauen gleichermaßen gefallen würde. Wie in seinem letzten Hit Die Thomas Crown Affäre (1999) bringt auch in Basic die zentrale Frauenfigur letztlich die Wahrheit ans Licht.

Laut Mike Medavoy brachte Connie Nielsen alle Voraussetzungen mit für Captain Osborne, die als Chefin der Militärpolizei von Fort Clayton die Untersuchung leitet. "Sie kann zur gleichen Zeit autoritär, verletzlich und unglaublich sexy wirken", beschreibt Medavoy Nielsens Vorzüge.

"Sie hat Facetten und Nuancen in diese Figur eingebracht, die so nicht einmal im Drehbuch standen." Im Unterschied zu Travoltas etwas geschwätzigem Tom Hardy mußs Nielsen als Julia Osborne mehr reagieren als agieren. "Ein großer Teil ihrer Darstellung ist nonverbal ", so Travolta, "denn Osborne ist nicht jemand, der unnötig Worte verliert. Das hat Connie sofort instinktiv erkannt."

"Trotz ihres unterkühlten Auftretens ist Osborne eine sehr emotionale Figur", ergänzt Connie Nielsen. "Ungeachtet ihrer Erfahrung ist sie auch sehr naiv. Den ganzen Film hindurch warnen sie ihre Instinkte, dass mehr hinter der Geschichte steckt. Schließlich ist sie es, die das Rätsel auch löst. Sie führt den Zuschauer durch dieses Labyrinth aus Lügen und Täuschungen."

Aus diesem Grund machte McTiernan Osborne auch zum Angelpunkt der Geschichte. "Wie der Zuschauer hinterfragt auch Osborne, was sie sieht oder hört. Ihre Augen sind der Filter für alle Verschwörungen und Manipulationen. Ist sie überrascht, sind es auch wir. Osborne und der Zuschauer sind während des ganzen Films miteinander verbunden. Und das macht die wahre Schönheit dieser Story aus."

Ein Flugplatz wird zum Dschungel Um die dichten Regenwälder Panamas auf die Leinwand zu bringen, wandte sich John McTiernan an Produktionsdesigner Dennis Bradford, der schon Filmen wie Shaft - Noch Fragen (2000), Deep Impact (1998) oder auch seinem eigenen Projekt Die Thomas Crown Affäre Stil und Klasse verliehen hatte.

Laut Bradford bestand die größte Herausforderung darin, in Cecil Field, einem aufgegebenen Flugplatz in Jacksonville, Florida, einen Regenwald entstehen zu lassen. McTiernan und sein Produktionsdesigner entdeckten den Drehort, als sie mit dem Hubschrauber nach geeigneten Locations suchten.

Die Vegetation in Cecil Field hatte Ähnlichkeit mit dem tropischen Vorbild. "Wir konnten froh sein", so Bradford, "einen Ort gefunden zu haben, der von mächtigen Eichen beherrscht wurde. Somit hatten wir eine natürliche Überdachung, die wir als Fundament für unseren Regenwald nutzen konnten."

Der Boden unter den mächtigen Bäumen erwies sich allerdings als zu eben und profillos. So brauchte man die Arbeitskraft von 100 Leuten, um das hügelige Terrain gestalten zu können, das man für den Film benötigte. Überwacht von Bradford, pflanzte die Crew am Drehort annähernd 100 Palmen und zwischen 400 und 500 kleinere Gewächse ein.

Im Zentrum des künstlichen Dschungels wurde ein Bunker errichtet - der Schauplatz für einige der dramatischsten Szenen des Films. Für die Beleuchtung baute man zwei hohe Türme und umgab sie mit künstlichen Feigenbäumen, womit sich die Türme nahtlos in das Blätterwerk des Dschungels einfügten. Bradford und seine Crew erschufen die fünf Bäume samt Wurzeln und Pilzen aus Schaumstoff und anderen formbaren Materialien.

Während der Dreharbeiten konnten Elektriker die Beleuchtungsgerüste erreichen, indem sie im Inneren der künstlichen Bäume hinaufstiegen. "Es ist einfach, Pflanzen an einen Drehort zu bringen", erklärt Bradford die Probleme seiner Arbeit. "Richtig schwierig ist es aber, einen Set für die Crew brauchbar zu machen, damit Kamera und Windmaschinen richtig platziert werden können."

Hand in Hand mit dem Produktionsdesigner arbeitete Conrad V. Brink zusammen, der Koordinator der Spezialeffekte, dessen Fähigkeiten zuletzt in Kate und Leopold (2002) zu bestaunen waren. Brink mußste Wind, Regen und Gewitter erzeugen - keine leichte Aufgabe, wenn der ganze Film während eines Dauerregens und eines Hurrikans spielt und Brinks nur eine Woche Vorbereitungszeit blieb.

Vier Ventilatoren, alle knapp zwei Meter hoch, sorgten für die Windeffekte. Auf Anordnung der lokalen Behörden in Florida durfte für den Regen nur Wasser benutzt werden, das bereits vorhanden war und nicht aus einer Leitung kam. "Glücklicherweise", so Brink, "lief ein Bach durch unser Dschungelset, dessen Wasser wir allerdings erst untersuchen mußsten, bevor wir es als Regen zum Einsatz bringen konnten."

Brink und seine Crew brachten neun Regentürme in einer Höhe von etwa 12 Metern in den Bäumen an. Diese Türme waren über Schläuche mit einem Truck verbunden, der bis zu 3.000 Liter Wasser in der Minute pumpen konnte. Trotzdem legte Brink großen Wert darauf, so viel Wasser wie möglich zu sparen und ließ nach jedem Take die Ventile sperren, um den Bach nicht leer zu pumpen.

Um eine ständige Bewässerung des Sets von oben zu ermöglichen, benutzte Brink einen Kran und eine knapp 19 Meter lange Röhre mit vier Düsen, die man in Branchenkreisen "Rain Bar" nennt. Diese Röhre wurde auf eine Höhe von etwa 30 Meter gehievt, um konstante Beregnung simulieren zu können.

Kostüme maßgeschneidert für Charaktere Obwohl ein Militärthriller wie ein Routineauftrag für Kostümdesignerin Kate Harrington wirken könnte, die schon die Darsteller für die drei letzten Filme John McTiernans eingekleidet hatte, wollte sie mit Hilfe der Kostüme die Persönlichkeit jeder der insgesamt elf zentralen Figuren beschreiben.

Aus diesem Grund beobachtete sie zuvor die Darsteller sehr intensiv und unterhielt sich ausführlich mit ihnen. "Wir studierten sehr genau", so Harrington, "wie unterschiedlich jeder Schauspieler seine Figur interpretierte und entwickelten auf der Basis dieser Beobachtungen Ideen, die diese subtilen individuellen Charakterisierungen betonen konnten."

Die Details der Militärkleidung besprach Harrington mit zwei früheren Rangern, die von der Produktion als Berater engagiert worden waren. Trotz dieser dadurch vorhandenen Richtlinien konnte Harrington immer noch kreativ tätig werden, arbeitete bei spezifischen Problemen eng mit ihrem Regisseur zusammen.

"John wollte zum Beispiel", erinnert sich Harrington, "dass West, Sam Jacksons Figur, sehr eindrucksvoll und einschüchternd, fast wie ein Gott wirken sollte, und die Kleidung war eines der entscheidenden Mittel, um diesen Eindruck zu erreichen."

Weil die Ranger eine Spezialeinheit sind, ließ McTiernan Harrington größere Freiheit im Design der Militärkleidung, womit man sich von militärischen Gegebenheiten entfernen konnte, ohne sie ganz zu ignorieren.

Den größten Spielraum hatte Harrington bei John Travoltas Figur Hardy: "Er gehört ja nicht mehr zur Armee und mußs deshalb in keiner Uniform auftreten. Außerdem hat er etwas von einem Einzelgänger und John machte einige ganz konkrete Vorschläge, wie er sich Hardys Outfit vorstellte."

Eines der besten Beispiele dafür, wie Harrington das standardisierte militärische Outfit der Persönlichkeit der jeweiligen Figur anpasste, liefert die Veränderung der groß gewachsenen, sinnlich geschmeidig wirkenden Connie Nielsen in die streng und vorschriftsmäßig auftretende Militärpolizistin Captain Julia Osborne.

Sie ist die einzige Frau auf der Militärbasis mit einer solchen Machtposition, deshalb wurde Nielsens Erscheinungsbild verändert, um größere Autorität auszustrahlen. Als ersten Schritt verpasste man den langen blonden Haaren der Dänin einen Pixie-Schnitt. Dann entschied sich Harrington, die Darstellerin in Männerkleidung und Männerschuhe zu stecken, denn die militärische Standardkleidung für Frauen erinnerte zu sehr an Stewardessen-Outfits.

"Weil Connie schmale Füße besitzt, war es sehr schwer, geeignete Männerstiefel für sie aufzutreiben", erzählt Harrington. "Schließlich wurde ich bei der California Highway Patrol doch noch fündig."

Auch John McTiernan brachte eigene Ideen zur Verwandlung Nielsens ein. "Er bat mich", erinnert sich Harrington, "Gewichte in ihren Stiefeln zu platzieren, um Gang und Haltung verändern zu können. Zunächst war Connie davon nicht begeistert, gewöhnte sich aber doch schnell daran. Ich habe sogar ihre Stiefelabsätze erhöht, um ihren Körper noch stärker nach vorne ausrichten zu können. Es sind kleine Veränderungen wie diese, die ihre Persönlichkeit spiegeln."

Auch mit den Outfits der anderen Schauspieler ging man ähnlich vor, um individuelle Charakterisierungen vornehmen zu können. Christián de la Fuente etwa, der Castro spielt, ist im wahren Leben Pilot bei der Chilenischen Luftwaffe. Er zeigte Harrington ein Foto, auf dem er mit rotem Beret in Uniform zu sehen war, woraufhin die Designerin entschied, dass er genau so auch im Film auftreten sollte.

Brian Van Holt wollte unbedingt Kevlar, einen sehr schweren synthetischen Stoff tragen. "Wir haben das unterstützt", sagt Harrington, "denn schließlich hat ihm das geholfen, seine Figur besser kennen zu lernen."

Die Geschichte, die Basic erzählt, umspannt einen Zeitraum von nur 12 Stunden. Sobald alle Darsteller eingekleidet waren, mußsten demzufolge neue Outfits nicht entwickelt werden, konnte sich Harrington der großen Mardi Gras-Sequenz zuwenden, die in Panama City das Finale des Films bildet. Dafür entwarf sie Masken und Kostüme für insgesamt 400 Statisten.

Beraten, Zustimmen, Drehen. Wichtig für die Authentizität von Basic war die ständige Anwesenheit von Hauptfeldwebel Charles Fails, einem der militärischen Berater des Films, von dessen Erfahrung bereits Produktionen wie Tigerland (2000) oder Die Akte Jane (1997) profitieren konnten.

Laut Fails erstreckte sich seine Beratungsfunktion auf diverse Bereiche: "Ich kümmerte mich um Kleidungsdetails, sorgte dafür, dass die Abzeichen für die militärischen Ränge oder Einheiten und spezifische Kleidungsstücke korrekt waren. Außerdem beriet ich auch in Ausstattungsfragen, warf ein Auge auf die Militärbüros, die verwendeten Waffen, ja sogar auf die Beschilderung der Fahrzeuge."

Fails unterrichtete die Darsteller auch darin, wie man sich militärischer Tradition entsprechend zu bewegen hatte. "Sie waren gute Schüler", erinnert sich der Lehrmeister. "Andererseits ist dies kein Dokumentar-, sondern ein Abenteuerfilm. Deshalb gibt es bestimmte Dinge, die ein Zuschauer hier erwartet. Militärische Verhaltensweisen können also nicht hundertprozentig korrekt abgebildet werden."

Nichtsdestotrotz wirkt Basic authentisch und wird laut Produzent Mike Medavoy Eindruck hinterlassen: "Die Zuschauer werden vom Ende des Films verblüfft sein. Es funktioniert auf emotionaler und intellektueller Ebene. Man wird das Gefühl haben, gerade einen großen Zaubertrick miterlebt zu haben und den Film nochmals sehen wollen, um hinter seine Geheimnisse zu kommen. Basic heißt "einfach" oder "alltäglich". Und gerade das ist unser Film gewiss nicht."

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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