Die wilden Kerle

Ausführlicher Inhalt

Alles ist gut, solange du wild bist! Verflixte Hühnerkacke! Die Wilden Kerle sind vom Pech verfolgt. Erst lässt ein Dauerregen ihren Bolzplatz absaufen, dann besetzt der Dicke Michi (Florian Heppert) mit seiner Bande den heiligen Platz, und dann taucht auch noch ein Mädchen auf ...

Aber halt! Von vorn. Die Wilden Kerle, das sind eine Hand voll sechs- bis zehnjähriger Jungs, zusammen die beste Fußballmannschaft der Welt. Ihr Anführer: Leon (Jimi Blue Ochsenknecht), neun Jahre alt, der Slalomdribbler. Leons bester Freund: Fabi (Constantin Gastmann), neun, der schnellste Rechtsaußen der Welt.

Leons Bruder: Marlon (Wilson Gonzalez Ochsenknecht), zehn, die Nummer zehn. Maxi (Marlon Wessel), neun, der nie redet - und so hart schießt wie keiner. Raban (Raban Bieling), der Held, ziemlich klein für seine neun Jahre, dafür mit umso größerer Klappe. Juli (Jonathan Beck), neun, die Viererkette in einer Person. Und Julis Bruder Joschka (Kevin Ianotta), sechs, die siebte Kavallerie.

Ihr Treffpunkt: Camelot, das dreistöckige Baumhaus im Garten von Juli und Joschka. Ihr Leben: der Teufelstopf - der Bolzplatz im Zentrum des Viertels. Kein Tag vergeht, an dem die Wilden Kerle nicht im Teufelstopf an ihren genialen Kickerkünsten feilen, um anschließend glücklich und erschöpft bei Willi (Rufus Beck), dem Kioskbesitzer, eine Apfelschorle zu kippen. Und ihre Losung in die Welt zu rufen: Alles ist gut, solange du wild bist!

Rabenschwarze Unglückstage Doch dann, kurz vor den großen Ferien, passiert es: Das Unglück bricht über die Wilden Kerle herein, und ihre Entschlossenheit wird auf eine entscheidende Probe gestellt ...

Am Anfang kommt der Regen: Sintflutartige Wolkenbrüche verwandeln den Teufelstopf in einen See. Fluchend ziehen die Wilden Kerle nach Hause ab - und veranstalten in ihren Zimmern einen magischen Ballzauber, der das Wetter in die Schranken weisen soll. Kawumms und Karamba! In den Häusern wackeln die Kronleuchter. Und fünf wutentbrannte Elternpaare verhängen Fußballverbot und Hausarrest ...

Aber was ein wahrer Wilder Kerl ist, der weiß sich mit Charme, Witz und Schleichwegen aus misslichen Lagen zu befreien. Schließlich hat der Fußballwettergott die Wilden Kerle erhört! Die Sonne strahlt, und der Teufelstopf lockt!

Doch was ist das? Mitten im wieder bespielbaren Teufelstopf fläzen sich die Unbesiegbaren Sieger - eine Armada bösartiger 13-Jähriger, deren Anführer, der Dicke Michi, einst einem Pitbull die Ohren abriss. Hottentottenalptraumnacht!

Aber Leon lässt sich nicht einschüchtern. Er bietet dem Dicken Michi einen Pakt an: In zehn Tagen werden die Wilden Kerle die Unbesiegbaren Sieger im Teufelstopf herausfordern - in einem Fußballmatch. Dem Sieger gehört der Platz.

Rettung auf dem Rumpelacker? Eine Lagebesprechung auf Camelot wird einberufen. Wie sollen die Wilden Kerle jemals gegen lauter skrupellose 13-Jährige gewinnen? Da taucht Willi auf, der die Konfrontation im Teufelstopf beobachtet hat. Er bietet seine Hilfe an.

Aber heiliger Muckefuck! War Willi nicht mal Fußballprofi, bevor er Apfelschorle am Kiosk verkaufte? Willi druckst herum, aber die Wilden Kerle haben bereits beschlossen, ihn als Trainer zu engagieren. Willis einzige Bedingung: Aufrichtigkeit. "Ihr habt zwar nicht den Hauch einer Chance", sagt er, "aber mit Aufrichtigkeit ist alles möglich." Das Training kann beginnen!

Man trifft sich auf der Wiese neben dem Fluss. Der Teufelstopf ist ja besetzt. Aber die Wiese ist ein einziger Acker! Der Mut der Wilden Kerle sinkt. Nur Willi bleibt standfest: "Eure Füße müssen Augen bekommen, damit euch die Unbesiegbaren Sieger nicht platt machen!" Mit Augenbinden und in Gummistiefeln schickt er die Wilden Kerle über den Acker. Und tatsächlich werden sie immer geschickter ...

Maulhelden, Meuterer und Igitt- Ein Mädchen Da taucht ein Mädchen am Wiesenrand auf. Vanessa (Sarah Kim Gries), neun, im Sattel eines coolen Mountainbikes mit extrabreitem Hinterreifen - dahinter können sich die Drahtesel der Wilden Kerle nur verstecken! Und Vanessa will auch noch mitspielen! Undenkbar! Mit harschen Worten raubt Leon ihr jede Illusion. Nur Fabi ist seltsam sanft zu ihr ...

Aber auch Leon ist irgendwie verwirrt. Ob Fabi krank ist? Und könnte das gar ansteckend sein? Doch kurz darauf beobachtet er, wie Fabi Vanessa das Geheimversteck der Wilden Kerle zeigt. Verrat! Leon ist außer sich!

Am nächsten Tag macht Leon seiner miesen Stimmung beim Training Luft: "Wir sollen immer aufrichtig sein, hast du gesagt, Willi. Das bin ich jetzt: Raban und Joschka, ihr seid nicht gut genug für das Team." Tief verletzt ziehen die zwei von dannen. Nun droht auch Willi zu gehen: Das Team sei nicht mehr vollständig! Wenn Leon nicht bis morgen Ersatz findet, ist Willi nicht mehr Trainer.

Leon weiß nicht mehr weiter. Verzweifelt streift er durch die Stadt, doch alle Gärten sind leer. Da trifft er auf Jojo (Filippo Dattola), neun, der im Garten eines Waisenhauses mit einem Bombenschuss versucht, Markus (Leon Wessel-Masannek), neun, im Tor zu bezwingen. Im Nu hat er die beiden rekrutiert. Die Mannschaft ist wieder vollzählig! Alles ist gut ...

Elfmeter des Schreckens Doch als laste ein finsterer Fluch auf Leon, mußs er sich nun von Vanessa herausfordern lassen. Verflixt! Sie lädt die Wilden Kerle zu einem Elfmeterturnier ein: Wenn sie gewinnt, müssen die Wilden Kerle sie aufnehmen. Leon kann es nicht fassen! Aber soll er etwa feige kneifen?

Also versammeln sich die Wilden Kerle im Garten von Vanessas Oma (Cornelia Froboess), die als Schiedsrichterin das Turnier anpfeift. Ein Elfer jagt den nächsten, die Spannung steigt. Und dann erspielt sich Vanessa mit einem verflixten Bums am Fuß tatsächlich den Turniersieg! Sie ist ein Wilder Kerl!

Doch während sich Vanessa auf dem Holperacker bewährt, sind die ausgestoßenen Joschka und Raban zum Dicken Michi übergelaufen. Der schmiedet finstere Pläne. Seine Unbesiegbaren Sieger haben Willis Kiosk am Teufelstopf aufgebrochen und ihn völlig verwüstet. Jetzt wollen sie Camelot angreifen.

Attacke auf Camelot In letzter Sekunde geben sich Joschka und Raban einen Ruck und warnen die Wilden Kerle - und mit Willis Hilfe verwandeln sie Camelot in ein wehrhaftes Fort mit Wasserwerfern, Fangnetzen und Federkanone. Jaaa! Die Mistkerle rennen direkt in ihr Verderben!

Doch bevor er geschlagen Leine zieht, sagt der Dicke Michi etwas Verhängnisvolles: "Willi war nie Fußballprofi. Fragt ihn selbst!" Unter den vorwurfsvollen Blicken der Wilden Kerle gesteht Willi die Lüge und zieht beschämt Leine. Und das zwei Tage vor dem alles entscheidenden Match!

Deprimierte Stimmung unter den Wilden Kerlen. Der Teufelstopf ist verloren, die Mannschaft gibts nicht mehr. Da kommt Vanessas Oma auf eine grandiose Idee: Eine Mutprobe mußs her, um Einigkeit und Courage zu beschwören! Nachts, am Baggersee ...

Wut macht Mut Unterm Sternenhimmel steht Vanessa als Erste am Abgrund. Einer nach dem anderen reiht sich ein - und schließlich, mit klopfenden Herzen, springen sie gemeinsam in die Schwärze ... Alles ist gut, solange du wild bist!

Am nächsten Tag steigt das große Match. Die Unbesiegbaren Sieger erwarten ihre Gegner mit finster bemalten Gesichtern, ein grausiger Anblick. Die Wilden Kerle sind nervös. Ihr Spiel ist kopflos, und Willi ist nirgends zu sehen. Ein Tor nach dem anderen fällt - für den Dicken Michi und seine Widerlinge. Die Lage für die Wilden Kerle ist aussichtslos.

Heiliger Muckefuck! Haben die Wilden Kerle etwa ihre Wildheit verloren? Da fasst sich der kleine Raban ein großes, wildes Herz ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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